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Besucher, Touristen und Geschäftsreisende

Stand der Informationen auf dieser Seite: 27. Oktober 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie sind Touristen, Geschäftsreisende und Besucher kultureller Einrichtungen und von Veranstaltungen aktuell mit verschiedenen Einschränkungen konfrontiert. Auf dieser Seite sind Links zu wesentlichen Informationen zusammengestellt, die Sie als Tourist oder Geschäftsreisender inner- und außerhalb Sachsens in der aktuellen Corona-Lage berücksichtigen müssen. Zudem werden die Bestimmungen erklärt, die – je nach dem aktuellen (regionalen) Infektionsgeschehen – in kulturellen Einrichtungen und für Veranstaltungen gelten. Ebenso sind Angebote zusammengetragen, die Verbraucher in der aktuellen Situation zu vor allem rechtlichen Fragen insbesondere rund um Reisen aus und in Risikogebiete sowie zu ausgefallenen und oder verlegten Veranstaltungen informieren, beraten und unterstützen.

Informationen für Reisende

Bei der Einreise aus dem Ausland nach Sachsen – zum Beispiel als (Tages-)Tourist, Urlaubsrückkehrer, Geschäftsreisender oder Grenzpendler – bestehen gegebenenfalls Verpflichtungen zu häuslicher Quarantäne, zur Testung und zur Kontaktaufnahme zum zuständigen Gesundheitsamt. Diese Verpflichtungen regelt insbesondere die Sächsische Corona-Quarantäne-Verordnung. Bei der Einreise aus dem Inland nach Sachsen – auch aus innerdeutschen Risikogebieten – bestehen rechtlich aktuell keine EInschränkungen oder Verpflichtungen. Alle Informationen dazu sind im Bereich »Einreise nach Sachsen« zusammengefasst.

Aufgrund der Corona-Pandemie warnt die Bundesregierung derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in eine Vielzahl an Ländern. Seit dem 1. Oktober 2020 gelten dabei wieder umfassend differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise bzw. Reisewarnungen für einzelne Länder. Sie lösen damit die pauschale Reisewarnung für außereuropäische Länder ab, die bis zum 30. September bestand. Das Auswärtige Amt informiert auf seinen Internetseiten zum einen allgemein über die Bedeutung einer Reisewarnung sowie zum anderen speziell über die bestehenden Reise- und Sicherheitshinweise für die einzelnen Länder. Gleichzeitig dazu prüft die Bundesrgeierung fortlaufend, inwieweit Gebiete im Ausland als Corona-Risikogebiete einzustufen sind. Dies wird auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts veröffentlicht.

Aufgrund des regional unterschiedlichen Infektionsgeschehens in Deutschland ergreifen die einzelnen Bundesländer teilweise verschieden ausgeprägte Maßnahmen. Vor einem Aufenthalt ist es wichtig, sich über die geltenden Bestimmungen vor Ort zu informieren. Der Tourismus-Wegweiser des Kompetenzzentrums Tourismus des Bundes zeigt anhand mehrer Rubriken die relevanten Regelungen in den einzelnen Bundesländern sowie weiterführende Links.

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch, den 28. Oktober 2020, einer Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzgesetzes zugestimmt. Vorgesehen sind unter anderem neue Regelungen bei Einreise aus Risikogebieten. So soll die digitale Einreiseanmeldung umgesetzt werden, um den zuständigen Behörden die Überprüfung von Quarantäneanordnungen nach einem Aufenthalt in einem Risikogebiet zu erleichtern. Zudem soll, wer eine vermeidbare Reise in ein 48 Stunden vor Reiseantritt ausgewiesenes Risikogebiet unternommen hat und anschließend in Quarantäne muss, keine Entschädigung mehr für den durch die Quarantäne verursachten Verdienstausfall erhalten.

Hinweis: Das Bevölkerungsschutzgesetz bedarf eines Beschlusses des Bundestages und der Zustimmung des Bundesrates und soll voraussichtlich im Dezember 2020 in Kraft treten.

Informationen für Besucher kultureller Einrichtungen und von Veranstaltungen

Zur Eindämmung der Corona-Pandmie müssen abhängig vom Infektionsgeschehen regional unterschiedliche Maßnahmen ergriffen werden. Das betrifft etwa Kontaktbeschränkungen und die Personenzahl bei Familien- und Vereinsfeiern, die Besucherzahl und die Hygieneregeln in kulturellen Einrichtungen und bei Veranstaltungen sowie das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung.

Den Rahmen für die Beschränkungen in Sachsen setzt die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vor. Für alle Einrichtungen, Angebote für den Publikumsverkehr sowie Veranstaltungen müssen individuelle schriftliche Hygienekonzepte erstellt und umgesetzt werden; teilweise bedarf dieses einer behördlichen Genehmigung (siehe § 4 der Verordnung). Die Maßnahmen des Hygienekonzepts machen die Betreiber und Veranstalter kenntlich. Zudem muss es vor Ort immer einen Ansprechpartner die Einhaltung und Umsetzung des Hygienekonzepts geben.

Abhängig vom regionalen Infektionsgeschehen müssen die Landkreise und Kreisfreien Städte verschärfende Maßnahmen ergreifen, die in Form von Allgemeinverfügungen bekannt gemacht werden. Maßgebend dafür ist die Überschreitung der Zahl von 35 beziehungsweise 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Es gelten dann die regional festgelegten Maßnahmen, über die der Corona-Schutz-Verordnung hinaus. So werden etwa die Besucherzahlen für Veranstaltungen weiter begrenzt, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung angeordnet oder das Erheben von Kontaktdaten zur Nachverfolgung von Infektionen erforderlich.

Möglichkeit der digitalen Kontakterfassung in staatlichen und kommunalen Kultureinrichtungen

In Einrichtungen, bei Veranstaltungen und bei Ansammlungen im öffentlichen Raum ist es dringend geboten und teils verpflichtend, Kontaktdaten zur Nachverfolgung von Infektionen zu erfassen. Für staatliche und kommunale Einrichtungen bietet der Freistaat Sachsen zu diesem Zweck kostenlos eine einfache Online-Anwendung an.

Unabhängig von der Möglichkeit der digitalen Datenerhebung ist eine analoge und barrierefreie Erhebung von Kontaktdaten zu ermöglichen.

Staatliche und kommunale Behörden und Einrichtungen wie beispielsweise Museen, Theater und andere Kultureinrichtungen können kostenlos eine einfache Online-Anwendung aus dem Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen nutzen, um Kontaktdaten von Besucherinnen und Besuchern digital zu erfassen und so die Kontaktnachverfolgung  im Fall von auftretenden Corona-Infektionen zu erleichtern. Zu den Nutzern der Anwendung zählen unter anderem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD).

Und so funktioniert es: 

Der Freistaat Sachsen stellt ein Online-Formular zur Verfügung, mit dem Besucherinnen und Besucher per Smartphone eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse freiwillig hinterlassen können. Falls sich später herausstellt, dass ein Besucher mit dem Corona-Virus infiziert war, können so alle anderen Besucher, die im gleichen Zeitraum in der Einrichtung waren und Kontaktdaten hinterlassen haben, zügig kontaktiert werden. Hierfür ist dann das Gesundheitsamt zuständig, dem die Daten im Falle eines medizinisch bestätigen Verdachts oder einer bestätigten Infektion übermittelt werden.

Den Link zum Online-Formular bzw. einen entsprechender QR-Code finden Sie im Eingangs-  oder Kassenbereich der Einrichtung.

Die Angabe von Daten ist freiwillig und sie werden nach 4 Wochen gelöscht. Diese werden nur nach einer Corona-Infektion an das zuständige Gesundheitsamt übermittelt, damit Kontakte ermittelt können. Darüber hinaus erfolgt kein Zugriff auf beziehungsweise keine Weitergabe der erfassten Daten.

Informationen für Urlauber, Veranstaltungsbesucher und Kunden in Verbraucherfragen

Die teils sehr dynamische Entwicklung in der Corona-Pandemie erfordert regelmäßig Anpassungen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens. In der Folge müssen Veranstaltungen ausfallen oder umgeplant werden, ebenso wie Urlaube im Ausland oder innerhalb Deutschlands. Zu den zahlreichen damit verbundenen, besonders auch rechtlichen Fragen von Verbrauchern bieten Verbraucherorganisationen Informationen, Beratung und Unterstützung.

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