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Coronaschutzimpfung

Collage aus 5 Fotos von Menschen, die einen hochgekrempelten Oberarm zeigen, zum Teil mit Pflaster
Sachsen krempelt die #Ärmelhoch  © Bundesgesundheitsministerium

Aktuell: Priorisierung in Arztpraxen ab 24. Mai aufgehoben

Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Sachsen können ab Montag, 24. Mai 2021, mit allen zugelassenen Impfstoffen ohne vorgegebene Priorisierung impfen. Damit können die Mediziner ohne Bindung an die Coronavirus-Impfverordnung frei entscheiden, welche Patienten sie zuerst impfen. Dies hat das Sozialministerium nach Beratungen mit der Sächsischen Landesärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) entschieden. Für die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson & Johnson war die Priorisierung in Arztpraxen bereits aufgehoben worden. In den Impfzentren und bei den mobilen Teams wird die Priorisierung dagegen beibehalten.

Allgemeine Informationen

Die Pflegeheimbewohnerin bekommt von der Ministerin nach erfolgter Impfung Beifall
Impfstart am 27. Dezember 2020 in einem Senioren-Pflegeheim in Lichtentanne im Landkreis Zwickau: Als erste Bewohnerin wurde Hanna Hertzsch gegen das Coronavirus geimpft.  © dpa

Coronaschutzimpfungen in Sachsen

In Sachsen wurden bereits mehr als 1 Million Coronaschutzimpfungen verabreicht. Der Impfstart erfolgte am 27. Dezember 2020. Seit dem 11. Januar 2021 haben die sächsischen Impfzentren in den 13 Landkreisen bzw. Kreisfreien Städten ihren Betrieb aufgenommen. Geimpft wird in 13 Impfzentren, etwa 1800 Arztpraxen, durch 30 mobile Teams, in einigen Impfbussen, in Medizinischen Versorgungszentren und Krankenhäusern. Die Praxen beziehen den Impfstoff über den Großhandel und die Apotheken. Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Die Ärztinnen und Ärzte können ihre Patientinnen und Patienten gezielt ansprechen. Die Impfungen erfolgen entsprechend der festgelegten Priorisierung. Für die Verimpfung des Impfstoffs des Herstellers AstraZeneca in den Arztpraxen wurde die Priorisierung aufgehoben.  

Das Sozialministerium hat das Deutsche Rote Kreuz Sachsen (DRK) mit Aufbau und Betrieb der Impfzentren beauftragt. Einbezogen sind zudem das Landeskommando der Bundeswehr, das Technische Hilfswerk, die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst, die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen sowie die kommunale Ebene.

Aktuell sind die vier Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson&Johnson zugelassen. Eine Wahlfreiheit des Impfstoffes besteht nicht.

In Sachsen werden aktuell Personen der Priorisierungsgruppe 1, 2 und 3 geimpft. Zudem ist das gesamte Personal an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie an Kindertagesstätten impfberechtigt. Für den Vogtlandkreis gilt aufgrund der hohen Inzidenzzahlen eine Öffnung der Impfpriorisierung gemäß Impfverordnung des Bundes. Die Priorisierung bei Hausärzten wird ab dem 24. Mai 2021 aufgehoben. Die Termine in Impfzentren können online unter sachsen.impfterminvergabe.de oder telefonisch unter 0800 0899089 gebucht werden.

Wir kommen in Sachsen mit unserer Impfkampagne gut voran. Auch unsere Hausärzte impfen kräftig mit. Aufgrund der anhaltend hohen Inzidenz in Sachsen halte ich es für zwingend, schnell mehr Menschen zu impfen. Es ist der Ausweg aus der Pandemie.

Staatsministerin Petra Köpping
Tabelle mit Überblick über die aktuell freigegebenen Impfstoffe
Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Covid19-Impfstoffe  © dpa

Aufklärungsfilm zur Coronaschutzimpfung

Mit einem neuen Impfstoff sind viele Fragen und auch Sorgen verbunden. Doch in Deutschland werden nur Arzneimittel zugelassen, die sehr strenge Sicherheitsstandards erfüllen und umfangreichen klinischen Prüfungen standhalten. Die Coronaschutzimpfung ebnet den Weg aus der Pandemie. Je mehr Menschen durch eine Impfung gegen Covid-19 immun sind, desto weniger kann sich das Virus ausbreiten. Der Aufklärungsfilm greift die Sorgen und Bedenken der Menschen auf und erklärt anhand dieser die Wirkungsweise und Vorteile der Coronaschutzimpfung. 

Prof. Dr. Marylyn Addo, Leiterin der Abteilung Infektiologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, klärt die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus und die Impfzentren.

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