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Antworten auf häufig gestellte Fragen

Infografik zum Verlauf und zur Meldekette: Man steckt sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion an, die Inkubationszeit beträgt 2 bis 14 Tage; die Symptome sind erkältungs- und grippeähnlich; bei Verdacht telefonisch Gesundheitsamt/Arzt informieren © dpa

Was sind Coronaviren? Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht? Welche Symptome werden ausgelöst? Wie kann man sich vor Ansteckung schützen? Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zum Schutz sinnvoll? Warum müssen Kontaktpersonen in Quarantäne? Auch zu den Ausgangsbeschränkungen und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens gibt es viele Fragen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen haben wir Ihnen ebenfalls auf dieser Seite zusammengestellt.

Weitere Antworten erhalten Sie außerdem auf den FAQ-Seiten vom RKI und der BzgA.

Antworten auf häufig gestellte Fragen für Bürger

Die ersten Coronaviren traten bereits Mitte der 60er Jahre auf. Bei infizierten Menschen können dadurch verschiedene Krankheiten ausgelöst werden – angefangen von einfachen Erkältungen bis hin zu gefährlichen, durchaus tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem MERS (Middle East Respiratory Syndrome) oder SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome). Neben dem Menschen können außerdem verschiedene Tiere, wie Vögel und Säugetiere von den Coronaviren befallen werden.

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion/Aerosole. Dies kann direkt über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden. Weitere Informationen zur Übertragung des SARS-CoV-2 finden Sie im Steckbrief zur Coronavirus-Krankheit:

Mit der Inkubationszeit wird der Zeitraum von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung angegeben. Basierend auf verschiedenen Studien wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitssymptome auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Als häufige Symptome einer COVID-19-Erkrankung gelten Husten und Fieber. Hinzu kommen weitere mögliche Krankheitssymptome wie Schnupfen, Störung des Geruchs- und/oder Geschmackssinns, Pneumonie, Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen. Da die Krankheitsverläufe jedoch unspezifisch und vielfältig sind und stark variieren, lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum »typischen« Krankheitsverlauf machen. So kann eine Infektion durchaus ohne Krankheitssymptome ablaufen. Jedoch sind auch solche Krankheitsverläufe möglich, die mit schweren Lungenentzündungen bis hin zu Lungenversagen auch zum Tod führen können. Statistisch gesehen überwiegen jedoch mit vermutlich mehr als 80 Prozent die milderen Krankheitsverläufe.

Schwere Verläufe von Krankheiten können generell auch bei Patienten ohne Vorerkrankung oder jüngeren Alters auftreten. Dennoch gilt für einige Personengruppen ein erhöhtes Risiko, einen schweren Verlauf der Krankheit zu durchleiden. Zu dieser Risikogruppe zählen:

  • ältere Menschen (steigendes Risiko ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Raucher
  • Personen mit Vorerkrankungen
    • des Herz-Kreislauf-Systems
    • der Lunge

Außerdem können sich chronische Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Krebserkrankungen oder ein geschwächtes Immunsystem erschwerend auf den Krankheitsverlauf von COVID-19 auswirken.

Um sich vor dem Coronavirus bestmöglich schützen zu können, sollten Sie die sogenannte AHA-Regel befolgen. Diese beschreibt Abstand – Hygiene – Alltagsmaske. Ein Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Menschen hilft genauso wie eine gute Handhygiene und Husten- und Niesetikette, die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Kann der Mindestabstand nicht eingehalten werden, sollte das Tragen einer Alltagsmaske zum Bedecken von Mund und Nase in Betracht gezogen werden.

Durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz beziehungsweise einer Alltagsmaske gelingt es, kleine Tröpfchen, die unter anderem beim Sprechen, Husten oder Niesen ausgestoßen werden, abzufangen. Der Fremdschutz kann somit verbessert werden.

Auch im Falle einer Corona-Infektion kann eine Mund-Nasen-Bedeckung sinnvoll sein: Nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerkt das auch. Jedoch sind in der Regel Betroffene bereits mit sehr leichten Symptomen ansteckend. Manche Infizierte erkranken gar nicht (asymptomatische Infektion), könnten den Erreger aber dennoch ausscheiden. In diesen Fällen hilft das vorsorgliche Tragen einer solchen Mund-Nasen-Bedeckung, das Risiko einer Übertragung zu vermindern.

Sollte der Mindestabstand in öffentlichen Räumen wie Geschäften und dem ÖPNV nicht eingehalten werden können, so kann das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung die weitere Verbreitung von SARS-CoV-2 eindämmen. Dabei ist jedoch das korrekte Tragen der Maske sicherzustellen. So sollte sie eng anliegen, bei Durchfeuchtung gewechselt werden und auch während des Tragens keine bewusste oder unbewusste Manipulation daran vorgenommen werden.   

Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. die Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden.

Nicht zu verwechseln mit einfachem Mund-Nasen-Schutz bzw. Mund-Nasen-Bedeckung sind der mehrlagige medizinische (chirurgische) Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) oder medizinische Atemschutzmasken, z.B. FFP-Masken. Diese sind für den Schutz von medizinischem und pflegerischem Personal essenziell und müssen dieser Gruppe vorbehalten bleiben. Der Schutz von Fachpersonal ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse.

Bei Coronaviren erfolgt die Übertragung primär über Sekrete der Atemwege. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht nachgewiesen. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich. Aktuelle Informationen dazu finden Sie auf der Seite des Bundesinstituts für Risikobewertung:

Informationsseite des Bundesinstituts für Risikobewertung

Momentan gibt es keinen Impfstoff. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

  • Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde, wird geraten, sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an das zuständige Gesundheitsamt zu wenden. Einen Link mit den entsprechenden Kontaktdaten finden Sie in der rechten Randspalte.
  • Rückkehrer aus einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet sollten – ebenfalls unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und sich in Quarantäne begeben. Außerdem gilt generell sowie beim Auftreten von akuten respiratorischen Symptomen, die Husten- und Niesetikette und eine gute Handhygiene einzuhalten. Nach telefonischer Voranmeldung sollte beim Auftreten der Symptome außerdem mit Hinweis auf die Reise ein Arzt aufgesucht werden.
  • Bei Reisenden aus Regionen, die zwar nicht als Risikogebiet eingestuft wurden, in denen dennoch COVID-19 Fälle aufgetreten sind, gilt: Bei auftretendem Fieber, Husten oder Atemnot 14 Tage nach Rückreise sollten Betroffene nach telefonischer Anmeldung und Hinweis auf die Reise einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten unnötige Kontakte vermieden werden. Bleiben Sie nach Möglichkeit zu Hause und achten Sie auf eine gute Handhygiene sowie die Husten- und Niesetikette.

Um eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland zu verhindern oder zu verlangsamen, ist es notwendig, durch das Einhalten des Abstands sowie der Kontaktbeschränkungen die Übertragungsketten zu unterbrechen. Bei einer Infektion müssen Kontaktpersonen möglichst lückenlos identifiziert werden und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) beobachten, enge Kontaktpersonen müssen zudem in häusliche Quarantäne.

In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag z.B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Weist das Kind Erkältungssymptome auf, stehen Eltern vor der Frage, ob ihr Kind weiterhin Einrichtungen, wie Kitas und Schulen besuchen darf. Als Orientierungshilfe entstand folgende Grafik des Gesundheitsministeriums und des Kultusministeriums:

Fließschema © SMK

Das RKI veröffentlicht die übermittelten Fallzahlen und die 7 Tages Inzidenzen in Deutschland grafisch unter: https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4. Dabei kann es zu einem Melde- und Übermittlungsverzug von einigen Tagen kommen.

Einen Überblick über die Entwicklung innerhalb Sachsens finden Sie unter https://www.coronavirus.sachsen.de/infektionsfaelle-in-sachsen-4151.html.

Informationen für Reisende in Risikogebiete werden durch die Bundesregierung bekanntgegeben. Die Einstufung als Risikogebiet übernehmen das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat. Auf der Website des RKI werden diese Informationen veröffentlicht: www.rki.de/covid-19-risikogebiete.

Wichtige Fragen und Antworten für Pendler und Reisende finden Sie auf der entsprechenden Seite der Bundesregierung: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-regelungen-1735032.

Aktuelle Informationen zu Reisewarnungen können Sie auf der Website des Auswärtigen Amts nachlesen: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt keine Empfehlungen zu Reisen. 

(aktualisiert am 07.10.2020)

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hat ausführlich Antworten auf häufige Fragen rund um Haus- und Nutztiere zusammengestellt. Sie finden diese Ausführungen unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/

Informationen zur Möglichkeit des Stattfindens von Veranstaltungen, Messen, Kongressen sowie den Voraussetzungen, entnehmen Sie bitte der aktuell gültigen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung.

https://www.coronavirus.sachsen.de/amtliche-bekanntmachungen.html

In anderen Bundesländern, sowie auf Bundesebene, gelten ebenso Vorschriften. Die zuständigen Gesundheitsämter erlassen entsprechende Auflagen.  

Antworten auf häufig gestellte Fragen für Lieferanten von Schutzausrüstung

Der Freistaat Sachsen bedankt sich für Ihr Engagement zur Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.

Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium des Innern und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wurde eine Task Force "Beschaffung" eingerichtet, um die wichtigsten Bedarfsträger im Freistaat Sachsen zu versorgen.

Zwischenzeitlich wurden umfangreiche Bestellungen für Schutzausrüstung ausgelöst, deren Lieferungen in den kommenden Wochen erwartet werden. Gleichzeitig werden auch die beim Bund bestellten Lieferungen erwartet. Sollte sich dieser Sachstand ändern, werden wir an dieser Stelle erneut darauf hinweisen.

Gern machen wir Sie darauf aufmerksam, dass andere Bundesländer zur Bewältigung der Corona-Pandemie weiterhin Schutzausrüstungen benötigen und deshalb an Ihrem Angebot interessiert sein dürften.

Eine Zusammenstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Einfuhr und Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung finden Sie auf dem vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr veröffentlichten Faktenblatt:

Persönliche Schutzausrüstung – Einfuhr/Bereitstellen auf dem Markt | Information für Unternehmen (Hersteller, Einführer, Händler)

(aktualisiert am 19. April 2020)

Behelfsmasken zur Abdeckung von Mund und Nase können dazu beitragen, die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu reduzieren.

Bitte beachten Sie, dass bei der Beschreibung/Bewerbung nicht der Eindruck erweckt wird, es handele sich um ein Medizinprodukt. Die Beschreibung darf nicht auf eine nachgewiesene Schutzwirkung hindeuten.

Sofern Sie eine Maske für den Einsatz im medizinischen Bereich herstellen wollen, müsste diese der Norm EN 14683 »Medizinische Gesichtsmasken- Anforderungen und Prüfverfahren« entsprechen. Weitere Informationen dazu und Hinweise zur richtigen Anwendung von »Community-Masken« finden Sie auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Antworten auf häufig gestellte Fragen für Ärzte und andere Gesundheitsberufe

Arbeitsschutz im Betrieb wird in der Bundesrepublik Deutschland durch den Arbeitgeber organisiert und realisiert. Dies trifft auch auf Physiotherapeuten, Ergotherapeuten etc. zu. Der jeweilige Unternehmer ist unter anderem verpflichtet, das für ihn tätige Personal ausreichend mit der notwendigen persönlichen Schutzausstattung (PSA) zu versorgen.

Da die Versorgungssituation mit PSA und Desinfektionsmitteln im Moment extrem angespannt ist, sind die Arbeitgeber zur Erfüllung ihrer Pflicht gegenwärtig kaum in der Lage. 

Aus diesem Grund sind Bund und der Freistaat Sachsen seit einiger Zeit damit beschäftigt, Atemschutzmasken, Schutzkittel, Schutzbrillen, Einmalhandschuhe sowie Desinfektionsmittel zu beschaffen. Dabei wurden bereits erste Erfolge erzielt. 

So konnte den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten PSA und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, die diese an die Bedarfsträger in ihrem Bereich entweder bereits weitergegeben haben oder in Kürze weitergeben werden. Bund und Land setzen ihre Beschaffungsaktivitäten auch weiterhin fort, um die Versorgungslage für sämtliche Bedarfsträger kurzfristig weiter zu verbessern.

Im Bereich PSA gingen auch Spenden von folgenden Einrichtungen ein: RIB Leipzig GmbH und Alibaba Group Holding Limited.

Im Bereich Desinfektionsmittel gingen auch Spenden von folgenden Unternehmen ein: fit GmbH, Beiersdorf AG und  Arevipharma GmbH.

Die PSA und Desinfektionsmittel werden, da sie nicht in der gewohnten und benötigten Menge vorhanden sind, notgedrungen erst einmal in die Kernbereiche des Gesundheitswesens abgegeben. 

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt geht davon aus, dass neben den Bereichen Ärzte, Krankenhäuser, Gesundheitsdienste und Pflege mit der Zeit auch andere Gesundheitsbereiche PSA und Desinfektionsmittel erhalten können. Wie schnell der aufgetretene Mangel ausgeglichen werden kann, ist zur Zeit nicht absehbar.

Das Robert-Koch-Institut hat eine Falldefinition und ein Flussschema erstellt, die umfangreiche Hilfestellung geben, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung auf das neuartige Coronavirus durchgeführt werden sollte. 
Um einen begründeten COVID-19-Verdachtsfall handelt es sich bei,

  • akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere UND dem Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn und/oder
  • klinisch oder radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie UND einer Häufung von Pneumonien in der Pflegeeinrichtung oder dem Krankenhaus.

Folglich müssen die Hygienevorschriften (für den Patienten ein separater Raum und ein Mund-Nasen-Schutz, sowie für das medizinische Personal Schutzkleidung gemäß der Risikoabwägung siehe www.rki.de/covid-19-hygiene) eingehalten werden, sowie die Meldung des Verdachts an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen. 
Ein Fall zur differenzialdiagnostischen Abklärung liegt vor, bei

  • klinisch oder radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose ohne den Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall und/oder
  • akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere ohne den Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall, dafür die Tätigkeit in der Pflege, einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus; oder die Zugehörigkeit zur Risikogruppe; oder ohne bekannte Risikofaktoren (COVID-19 Diagnostik nur bei hinreichender Testkapazität). 

Bei Erfüllung eines Kriteriums sollte der Patient einen Mund-Nasen-Schutz tragen, das medizinische Personal ggf. Schutzkleidung gemäß der Risikoabwägung siehe www.rki.de/covid-19-hygiene

Alle Maßnahmen und Testkriterien als Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf?__blob=publicationFile

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann.
Darüber hinaus werden die Informationen zu dem Fall im Gesundheitsamt erfasst und nichtnamentlich (also u.a. ohne Name, Adresse und Kontaktangaben) an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Zu COVID-19-Fällen informiert das RKI aktuell unter www.rki.de/covid-19.

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Aktuelle Informationen stellt das Robert-Koch-Institut zusammen: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Therapie/Therapie_Tab.html

Das Robert-Koch-Institut hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien verursacht durch das neuartige Coronavirus erstellt. 

Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Prävention- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z.B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potential und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z.B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.
Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung beim Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasenschutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder möchten, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zu Hygienemaßnahmen finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html
 

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich »begrenzt viruzid« (wirksam gegen behüllte Viren), »begrenzt viruzid PLUS« oder »viruzid« anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

Das RKI steht im engen Austausch mit der WHO und überwacht alle neu eintreffenden Nachrichten zu dem Geschehen. Es nimmt auch an den regelmäßig stattfindenden Telefonkonferenzen teil, die von der WHO, aber auch von anderen internationalen Organisationen abgehalten werden. Die Informationen werden im RKI von einem Expertenteam täglich zusammengefasst (»Epidemic Intelligence«) und anderen Behörden und der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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