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Antworten auf häufig gestellte Fragen

Infografik zum Verlauf und zur Meldekette: Man steckt sich hauptsächlich über Tröpfcheninfektion an, die Inkubationszeit beträgt 2 bis 14 Tage; die Symptome sind erkältungs- und grippeähnlich; bei Verdacht telefonisch Gesundheitsamt/Arzt informieren © dpa

Was sind Coronaviren? Wie wird das Coronavirus übertragen? Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht? Welche Symptome werden ausgelöst? Wie kann man sich vor Ansteckung schützen? Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zum Schutz sinnvoll? Warum müssen Kontaktpersonen in Quanrantäne? Antworten auf diese und viele weitere Fragen haben das RKI und die BzgA auf ihren FAQ-Seiten zusammengestellt, die wir Ihnen verlinken. Auch zu den Ausgangsbeschränkungen und den Einschränkungen des öffentlichen Lebens gibt es viele Fragen. Die Antworten auf die häufigsten Fragen haben wir Ihnen ebenfalls auf dieser Seite zusammengestellt.

Antworten auf häufig gestellte Fragen für Bürger

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 60er Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen in Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten wie dem Middle East Respiratory Syndrome (MERS) oder dem Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). In der Vergangenheit waren schwere, durch Coronaviren verursachte Krankheiten wie SARS oder MERS zwar weniger leicht übertragbar als Influenza, aber sie haben dennoch zu großen Ausbrüchen geführt, zum Teil in Krankenhäusern.

Das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch zu Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden Die neuartigen Coronaviren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. Ob SARS-CoV-2 auch fäkal-oral verbreitet werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

Es wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung 1 bis 14 Tage dauern kann, bis Krankheitssymptome auftreten. Im Durchschnitt beträgt diese Inkubationszeit 5 bis 6 Tage.

Als häufigste Krankheitssymptome werden Husten und Fieber berichtet. Es sind aber auch eine Reihe weiterer Krankheitssymptome wie Atemnot, Muskel- und Gelenkschmerzen, Halsschmerzen und Kopfschmerzen möglich. Die Krankheitsverläufe sind jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum »typischen« Krankheitsverlauf machen.

Eine Infektion kann ohne Krankheitssymptome ablaufen, es sind aber auch Krankheitsverläufe mit schweren Lungenentzündungen mit Lungenversagen und Tod möglich. Am häufigsten (vermutlich mehr als 80 Prozent) sind jedoch milde Krankheitsverläufe.

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können und auch bei jüngeren Patienten beobachtet wurden, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren),
  • Raucher sowie
  • Personen mit Vorerkrankungen
    • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck), 
    • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
    • Patienten mit einer Krebserkrankung und 
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Niesetiketten, gute Handhygiene sowie ein Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Menschen auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus. Generell sollten Menschen, die an einer Atemwegserkrankung leiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Personen, die an COVID-19 erkrankt sind, sollten darauf achten, dass sie zum Schutz ihrer Mitmenschen die ungehinderte Freisetzung von Tröpfchen möglichst unterbinden. Dies geschieht z.B. durch Umsetzung der bekannten Hustenregeln oder durch eine physische Barriere (z.B. eines Mund-Nasen-Schutzes). 

Durch einen Mund-Nasen-Schutz oder bei der gegenwärtigen Knappheit eine textile Barriere im Sinne eines Mund-Nasen-Schutzes (sogenannte community mask oder Mund-Nasen-Bedeckung) können Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden (Fremdschutz). Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass ein Mund-Nasen-Schutz oder eine Mund-Nasen-Bedeckung einen selbst vor einer Ansteckung durch andere schützt (Eigenschutz). Es ist zu vermuten, dass auch Mund-Nasen-Bedeckungen das Risiko verringern können, andere anzustecken, weil sie die Geschwindigkeit der Tröpfchen, die durch Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, reduzieren können. 

Wenn eine an einer akuten Corona-Infektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer Mund-Nasen-Bedeckung durch diese Person dazu beitragen, das Risiko einer Ansteckung anderer Personen zu verringern. 

Nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, bemerkt das auch. In der Regel sind Betroffene bereits mit sehr leichten Symptomen ansteckend. Manche Infizierte erkranken gar nicht (asymptomatische Infektion), könnten den Erreger aber trotzdem ausscheiden. In diesen Fällen könnte das vorsorgliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu beitragen, das Übertragungsrisiko zu vermindern.

Deshalb könnte das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung durch Personen, die öffentliche Räume betreten, in denen der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann, z.B. in Bussen, Zügen und Straßenbahnen, Lebensmittelgeschäften oder auch ggf. am Arbeitsplatz, dazu beitragen, die Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 einzudämmen. Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass der Mund-Nasen-Schutz oder die Mund-Nasen-Bedeckung korrekt sitzt (d.h. eng anliegend getragen wird), bei Durchfeuchtung gewechselt wird, und dass während des Tragens keine (auch keine unbewussten) Manipulationen daran vorgenommen werden.
Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. die Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden.

Nicht zu verwechseln mit einfachem Mund-Nasen-Schutz bzw. Mund-Nasen-Bedeckung sind der mehrlagige medizinische (chirurgische) Mund-Nasen-Schutz (OP-Masken) oder medizinische Atemschutzmasken, z.B. FFP-Masken. Diese sind für den Schutz von medizinischem und pflegerischem Personal essenziell und müssen dieser Gruppe vorbehalten bleiben. Der Schutz von Fachpersonal ist von gesamtgesellschaftlichem Interesse.

Bei Coronaviren erfolgt die Übertragung primär über Sekrete der Atemwege. Gelangen diese infektiösen Sekrete an die Hände, die dann beispielsweise das Gesicht berühren, ist es möglich, dass auch auf diese Weise eine Übertragung stattfindet. Deshalb ist eine gute Händehygiene wichtiger Teil der Prävention. Hingegen ist eine Übertragung über unbelebte Oberflächen bisher nicht nachgewiesen. Eine Infektion mit SARS-CoV-2 über Oberflächen, die nicht zur direkten Umgebung eines symptomatischen Patienten gehören, wie z.B. importierte Waren, Postsendungen oder Gepäck, erscheint daher unwahrscheinlich.

Momentan gibt es keinen Impfstoff. Weltweit wird intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Wann ein Impfstoff zum Schutz vor COVID-19 verfügbar sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

  • Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges Gesundheitsamt wenden. Ein Link mit den Kontaktdaten ist in der rechten Randspalte zu finden.
  • Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Beim Auftreten von akuten respiratorischen Symptomen sollten sie die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten und, nach telefonischer Voranmeldung mit Hinweis auf die Reise, einen Arzt aufsuchen. 
  • Reisende aus Regionen, in denen COVID-19-Fälle vorkommen, die aber keine Risikogebiete sind, gilt: Wenn Sie innerhalb von 14 Tagen nach Rückreise Fieber, Husten oder Atemnot entwickeln, sollten Sie – nach telefonischer Anmeldung und mit Hinweis auf die Reise – einen Arzt aufsuchen. Zudem sollten sie unnötige Kontakte vermeiden, nach Möglichkeit zu Hause bleiben, die Husten- und Niesetikette sowie eine gute Händehygiene beachten.

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten. In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest. Zu den Empfehlungen kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte ein eigenes Badezimmer genutzt werde. Hygieneartikel sollten nicht geteilt werden und die Wäsche sollte regelmäßig und gründlich (übliche Waschverfahren) gewaschen werden. Hustenetikette ist wichtig. Für Sekrete aus den Atemwegen empfiehlt sich die Verwendung von Einwegtüchern.

Angehörige können die Kontaktperson im Alltag z.B. durch Einkäufe unterstützen. Enger Körperkontakt sollte vermieden werden. Auch können sie helfen, indem sie für gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume sorgen und auf regelmäßige Händehygiene achten. Kontaktoberflächen wie Tisch oder Türklinken sollten regelmäßig mit Haushaltsreiniger gereinigt werden.

Die Bundesregierung hat ihre Reisewarnung für die EU-Länder und einige weitere europäische Staaten zum 15. Juni aufgehoben, auch die Grenzkontrollen sind eingestellt. Für Länder außerhalb Europas besteht die Reisewarnung vorerst bis zum 31. August 2020 fort. Wichtige Fragen und Antworten für Pendler und Reisende finden Sie hier: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-regelungen-1735032

Gesundheitsempfehlungen bei Auslandsreisen gibt das Auswärtige Amt. Die Behörde warnt derzeit vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland. Ausgenommen sind die meisten Länder der EU, Schengen-assoziierte Staaten (Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein) und Großbritannien. Einzelheiten zur aktuellen Reisewarnung lesen Sie hier: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/covid-19/2296762 

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt gibt keine Empfehlungen zu Reisen. 

(aktualisiert am 16.6.2020)

Wenn große Veranstaltungen wegen des Coronavirus abgesagt werden, besteht ein Erstattungsanspruch auf den Eintrittskarten-Preis. Denn im Falle einer Absage kommt der Veranstalter seiner Leistungspflicht nicht nach – unabhängig davon, ob der Veranstalter den Ausfall zu verantworten hat oder nicht. Wird die Großveranstaltung verschoben, müssen Sie das grundsätzlich nicht hinnehmen. Vor allem dann, wenn Sie an dem neuen Termin keine Zeit haben. Dann können Sie die Karte zurückgegeben, den Eintrittspreis und ggf. die Vorverkaufsgebühren sowie die Versandkosten zurückverlangen.

Ausführliche Informationen zur Ihren Rechten als Verbraucher bei der Absage von Großveranstaltungen wegen Corona hat die Verbraucherzentrale veröffentlicht.

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/vertraege-reklamation/kundenrechte/wenn-grossveranstaltungen-wegen-corona-abgesagt-werden-ihre-rechte-45416

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, hat ausführlich Antworten auf häufige Fragen rund um Haus- und Nutztiere zusammengestellt. Sie finden diese Ausführungen unter: https://www.fli.de/de/aktuelles/tierseuchengeschehen/coronavirus/

Antworten auf häufig gestellte Fragen für Lieferanten von Schutzausrüstung

Der Freistaat Sachsen bedankt sich für Ihr Engagement zur Unterstützung bei der Bewältigung der Corona-Pandemie.

Gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium des Innern und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wurde eine Task Force "Beschaffung" eingerichtet, um die wichtigsten Bedarfsträger im Freistaat Sachsen zu versorgen.

Zwischenzeitlich wurden umfangreiche Bestellungen für Schutzausrüstung ausgelöst, deren Lieferungen in den kommenden Wochen erwartet werden. Gleichzeitig werden auch die beim Bund bestellten Lieferungen erwartet. Sollte sich dieser Sachstand ändern, werden wir an dieser Stelle erneut darauf hinweisen.

Gern machen wir Sie darauf aufmerksam, dass andere Bundesländer zur Bewältigung der Corona-Pandemie weiterhin Schutzausrüstungen benötigen und deshalb an Ihrem Angebot interessiert sein dürften.

Eine Zusammenstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Einfuhr und Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung finden Sie auf dem vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr veröffentlichten Faktenblatt:

Persönliche Schutzausrüstung – Einfuhr/Bereitstellen auf dem Markt | Information für Unternehmen (Hersteller, Einführer, Händler)

(aktualisiert am 19. April 2020)

Behelfsmasken zur Abdeckung von Mund und Nase können dazu beitragen, die weitere Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu reduzieren.

Bitte beachten Sie, dass bei der Beschreibung/Bewerbung nicht der Eindruck erweckt wird, es handele sich um ein Medizinprodukt. Die Beschreibung darf nicht auf eine nachgewiesene Schutzwirkung hindeuten.

Sofern Sie eine Maske für den Einsatz im medizinischen Bereich herstellen wollen, müsste diese der Norm EN 14683 »Medizinische Gesichtsmasken- Anforderungen und Prüfverfahren« entsprechen. Weitere Informationen dazu und Hinweise zur richtigen Anwendung von »Community-Masken« finden Sie auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte.

Antworten auf häufig gestellte Fragen für Ärzte und andere Gesundheitsberufe

Arbeitsschutz im Betrieb wird in der Bundesrepublik Deutschland durch den Arbeitgeber organisiert und realisiert. Dies trifft auch auf Physiotherapeuten, Ergotherapeuten etc. zu. Der jeweilige Unternehmer ist unter anderem verpflichtet, das für ihn tätige Personal ausreichend mit der notwendigen persönlichen Schutzausstattung (PSA) zu versorgen.

Da die Versorgungssituation mit PSA und Desinfektionsmitteln im Moment extrem angespannt ist, sind die Arbeitgeber zur Erfüllung ihrer Pflicht gegenwärtig kaum in der Lage. 

Aus diesem Grund sind Bund und der Freistaat Sachsen seit einiger Zeit damit beschäftigt, Atemschutzmasken, Schutzkittel, Schutzbrillen, Einmalhandschuhe sowie Desinfektionsmittel zu beschaffen. Dabei wurden bereits erste Erfolge erzielt. 

So konnte den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten PSA und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden, die diese an die Bedarfsträger in ihrem Bereich entweder bereits weitergegeben haben oder in Kürze weitergeben werden. Bund und Land setzen ihre Beschaffungsaktivitäten auch weiterhin fort, um die Versorgungslage für sämtliche Bedarfsträger kurzfristig weiter zu verbessern.

Im Bereich PSA gingen auch Spenden von folgenden Einrichtungen ein: RIB Leipzig GmbH und Alibaba Group Holding Limited.

Im Bereich Desinfektionsmittel gingen auch Spenden von folgenden Unternehmen ein: fit GmbH, Beiersdorf AG und  Arevipharma GmbH.

Die PSA und Desinfektionsmittel werden, da sie nicht in der gewohnten und benötigten Menge vorhanden sind, notgedrungen erst einmal in die Kernbereiche des Gesundheitswesens abgegeben. 

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt geht davon aus, dass neben den Bereichen Ärzte, Krankenhäuser, Gesundheitsdienste und Pflege mit der Zeit auch andere Gesundheitsbereiche PSA und Desinfektionsmittel erhalten können. Wie schnell der aufgetretene Mangel ausgeglichen werden kann, ist zur Zeit nicht absehbar.

Das Robert-Koch-Institut hat eine Falldefinition und ein Flussschema erstellt, die umfangreiche Hilfestellung geben, bei welchen Patienten eine Laboruntersuchung auf das neuartige Coronavirus durchgeführt werden sollte. 
Um einen begründeten COVID-19-Verdachtsfall handelt es sich bei,

  • akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere UND dem Kontakt zu einem bestätigten COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor Erkrankungsbeginn und/oder
  • klinisch oder radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie UND einer Häufung von Pneumonien in der Pflegeeinrichtung oder dem Krankenhaus.

Folglich müssen die Hygienevorschriften (für den Patienten ein separater Raum und ein Mund-Nasen-Schutz, sowie für das medizinische Personal Schutzkleidung gemäß der Risikoabwägung siehe www.rki.de/covid-19-hygiene) eingehalten werden, sowie die Meldung des Verdachts an das zuständige Gesundheitsamt erfolgen. 
Ein Fall zur differenzialdiagnostischen Abklärung liegt vor, bei

  • klinisch oder radiologischen Hinweisen auf eine virale Pneumonie ohne Alternativdiagnose ohne den Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall und/oder
  • akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere ohne den Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall, dafür die Tätigkeit in der Pflege, einer Arztpraxis oder einem Krankenhaus; oder die Zugehörigkeit zur Risikogruppe; oder ohne bekannte Risikofaktoren (COVID-19 Diagnostik nur bei hinreichender Testkapazität). 

Bei Erfüllung eines Kriteriums sollte der Patient einen Mund-Nasen-Schutz tragen, das medizinische Personal ggf. Schutzkleidung gemäß der Risikoabwägung siehe www.rki.de/covid-19-hygiene

Alle Maßnahmen und Testkriterien als Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Massnahmen_Verdachtsfall_Infografik_DINA3.pdf?__blob=publicationFile

Die Ärztin oder der Arzt, der bei einem Patienten den Verdacht auf eine Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus stellt, muss dies dem Gesundheitsamt gemäß Coronavirus-Meldepflichtverordnung melden. Auch das Labor, das das neuartige Coronavirus bei einem Menschen nachweist, muss dies dem Gesundheitsamt melden. Die Meldung muss unverzüglich erfolgen und dem Gesundheitsamt spätestens innerhalb von 24 Stunden vorliegen. Dabei müssen auch Name, Adresse und Kontaktdaten der betroffenen Person dem Gesundheitsamt gemeldet werden, damit das Gesundheitsamt die Person kontaktieren kann und die notwendigen Maßnahmen (z.B. Isolierung des Patienten, Ermittlung von Kontaktpersonen) einleiten kann.
Darüber hinaus werden die Informationen zu dem Fall im Gesundheitsamt erfasst und nichtnamentlich (also u.a. ohne Name, Adresse und Kontaktangaben) an die zuständigen Landesbehörden und von dort an das Robert-Koch-Institut übermittelt. Zu COVID-19-Fällen informiert das RKI aktuell unter www.rki.de/covid-19.

Nicht alle Erkrankungen nach Infektion mit dem neuartigen Coronavirus verlaufen schwer, auch bei den meisten in China berichteten Fällen war der Krankheitsverlauf mild. Im Zentrum der Behandlung der Infektion stehen die optimalen unterstützenden Maßnahmen entsprechend der Schwere des Krankheitsbildes (z.B. Sauerstoffgabe, Ausgleich des Flüssigkeitshaushaltes, ggf. Antibiotikagabe zur Behandlung von bakteriellen Alternativ-/Begleitinfektionen) sowie die Behandlung von relevanten Grunderkrankungen. Eine spezifische, d.h. gegen das neuartige Coronavirus selbst gerichtete Therapie steht derzeit noch nicht zur Verfügung.

Das Robert-Koch-Institut hat Empfehlungen für die Hygienemaßnahmen und Infektionskontrolle bei Patienten mit Pneumonien verursacht durch das neuartige Coronavirus erstellt. 

Grundsätzlich sollten bereits bei begründetem Verdacht auf eine übertragbare Erkrankung geeignete Prävention- und Schutzmaßnahmen eingeleitet werden, um die nosokomiale Verbreitung des Erregers zu verhindern. Für die Festlegung der erforderlichen Maßnahmen ist eine Risikobewertung durchzuführen, die verschiedene Aspekte, z.B. die Übertragungsmechanismen, Virulenz/Pathogenität des Erregers, epidemisches Potential und Therapierbarkeit, berücksichtigt.

Bei Erregern von akuten respiratorischen Infektionen, z.B. Influenzaviren oder RSV, sind zusätzlich zur Basishygiene weitere Maßnahmen erforderlich, um eine Übertragung durch Tröpfchen zu unterbinden.
Diese zusätzlichen Maßnahmen beinhalten gemäß KRINKO-Empfehlung:

  • Unterbringung des Patienten in einem Einzelzimmer möglichst mit eigener Nasszelle, ggf. Kohortenisolierung
  • Verwendung einer persönlichen Schutzausrüstung beim Personal, bestehend aus Schutzkittel, Einmalhandschuhen und direkt anliegendem mehrlagigem Mund-Nasen-Schutz sowie ggf. einer Schutzbrille, beim Betreten des Patientenzimmers
  • Darüber hinaus sollte gemäß TRBA 250 bei Tätigkeiten, die direkt am Patienten oder in dessen Nähe ausgeführt werden, der Patient ebenfalls einen Mund-Nasenschutz tragen, insbesondere wenn die Beschäftigten dabei Hustenstößen der Patienten ausgesetzt sein können. Sollte der Patient keinen Mund-Nasen-Schutz anlegen können oder möchten, empfiehlt es sich bei patientennahen Tätigkeiten, dass das Personal zu seinem eigenen Schutz eine FFP2-Maske trägt. Die Maßnahmen sollten nach der Feststellung des jeweiligen Erregers an die spezifischen Anforderungen angepasst werden.

Die aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zu Hygienemaßnahmen finden Sie unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Hygiene.html
 

Das DIMDI hat COVID-19 mit der Bezeichnung »Coronavirus-Krankheit-2019« und dem Schlüssel »U07.1!« am 13.02.2020 in die deutschsprachige Ausgabe des ICD-10 (ICD-10-GM; German Modification) aufgenommen. Außerdem erfolgte eine entsprechende Ergänzung für die Todesursachenkodierung in der deutschsprachigen Ausgabe des ICD-10-WHO.
Dies ermöglicht ab sofort die ICD-10-konforme spezifische Kodierung entsprechender Fälle. Der Schlüssel U07.1! ist in der ICD-10-GM als sekundärer Kode (Ausrufezeichenschlüsselnummer) angelegt und muss ergänzend zu einem Primärkode verwendet werden. Für die ICD-10-WHO ist der Kode U07.1 mit identischem Inhalt als Primärkode umgesetzt. Weitere Informationen zur ICD-Codierung sind auf der Website des DIMDI abrufbar.
 

Zur chemischen Desinfektion sind Mittel mit nachgewiesener Wirksamkeit, mit dem Wirkungsbereich »begrenzt viruzid« (wirksam gegen behüllte Viren), »begrenzt viruzid PLUS« oder »viruzid« anzuwenden. Informationen zur Desinfektion bei Viren sind in der entsprechenden Stellungnahme des Arbeitskreises Viruzidie beim RKI enthalten. Geeignete Mittel enthalten die Liste der vom RKI geprüften und anerkannten Desinfektionsmittel und -verfahren (RKI-Liste) und die Desinfektionsmittel-Liste des Verbundes für Angewandte Hygiene (VAH-Liste). Bei behördlich angeordneten Desinfektionsmaßnahmen ist die RKI-Liste heranzuziehen.

Es gibt immer die Möglichkeit, dass Viren sich genetisch verändern. Mutationen verändern aber nicht automatisch die Eigenschaften des Virus.

Gemäß der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung sind jegliche Zusammenkünfte von Menschen, die nicht in einem Hausstand zusammenleben, untersagt. In anderen Bundesländern, sowie auf Bundesebene, sind ebenfalls Distanzierungen in Kraft. Die zuständigen Gesundheitsämter erlassen entsprechende Auflagen.  

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 30.01.2020 festgestellt, dass es sich beim aktuellen Ausbruch durch das neuartige Coronavirus in China um eine »Gesundheitliche Notlage mit internationaler Tragweite« (Public Health Emergency of International Concern, PHEIC) handelt. Die WHO hat dabei für die betroffenen und die angrenzenden Staaten eine Reihe von Empfehlungen zur Eindämmung und Kontrolle des Ausbruchsgeschehens ausgesprochen. Für Deutschland hat die Einstufung keine direkten Folgen, da die WHO-Empfehlungen hier bereits erfüllt sind.
Stand: 31.01.2020
 

Das RKI steht im engen Austausch mit der WHO und überwacht alle neu eintreffenden Nachrichten zu dem Geschehen. Es nimmt auch an den regelmäßig stattfindenden Telefonkonferenzen teil, die von der WHO, aber auch von anderen internationalen Organisationen abgehalten werden. Die Informationen werden im RKI von einem Expertenteam täglich zusammengefasst (»Epidemic Intelligence«) und anderen Behörden und der (Fach-)Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

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