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FAQ Distanzunterricht

Häusliche Lernzeit

Wie wird die häusliche Lernzeit organisiert?

Um die Lehr- und Lernprozesse aus der Präsenzphase lückenlos fortzuschreiben wird der Unterrichtsstoff soweit möglich auf digitalem und analogem Wege an die Schüler vermittelt. An den weiterführenden Schulen sollen  möglichst für alle Unterrichtsfächer Arbeitsaufträge für das häusliche Lernen in einem angemessenen Rahmen übermittelt werden.
Die Lehrkräfte stehen auch den Eltern bei Fragen oder Unterstützungsbedarf zu den Aufgaben beratend zur Seite. Die Eltern können und sollen den Unterricht in der Schule nicht ersetzen. 

Wie gestaltet sich die häusliche Lernzeit speziell für Kinder im Grundschulalter?

Die häusliche Lernzeit für Kinder im Grundschulalter ist eine besondere Herausforderung, weil es professioneller Begleitung beim Lernen und der Erarbeitung neuer Inhalte bedarf. Es ist zu bedenken, dass die Eltern den Unterricht in der Schule nicht ersetzen sollen. Während der häuslichen Lernzeit sollen die Lernaufgaben deshalb vor allem zur Übung, Festigung und Vertiefung mit Blick auf die individuellen Entwicklungsstände der Schülerinnen und Schüler erteilt werden.
Kinder, die in der Notbetreuung sind, erhalten die Möglichkeit, die Lernaufgaben dort zu erfüllen.

Wie gestaltet sich die häusliche Lernzeit für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf?

Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischen Förderbedarf benötigen in der häuslichen Lernzeit eine über das übliche Maß hinausgehende Hilfe. Ihnen fällt das Zurechtkommen in den neuen Bildungsformaten der Distanz schwerer bzw. ist ein regelmäßiges, systematisches Lernen durch eingeschränkte Erreichbarkeit weniger möglich. Von einer Benotung der Lernaufgaben in häuslicher Lernzeit soll in der Regel für diese Schülerinnen und Schüler abgesehen werden.
Für Schülerinnen und Schüler mit dem Förderschwerpunkt Hören oder Sehen, dem Förderschwerpunkt Lernen und der geistigen Entwicklung sind barrierefreie Angebote zu suchen oder die Anpassung der Angebote an die individuelle Situation der Schülerinnen und Schüler zu prüfen und entsprechend vorzunehmen.

Lehrplanerfüllung und Leistungsbewertung

Wird die Erledigung der Arbeitsaufträge bewertet?

In der pädagogischen Verantwortung der Lehrkraft sollen erledigte Arbeitsaufträge überprüft, ausgewertet und bewertet werden. Insbesondere dann, wenn diese zur Bildung der Noten für die Erstellung der Halbjahreszeugnisse bzw. zur Prüfungszulassung oder Versetzung erforderlich sind, sollen diese benotet werden.
  • Die Bewertung von Leistungen liegt in der pädagogischen Verantwortung der Lehrkraft und hat sich an den Grundsätzen der Leistungsermittlung und –bewertung zu orientieren.
  • Die Erfüllung der Lernaufgaben sollte generell durch die Lehrkräfte mit den Schülern ausgewertet und bewertet werden. Die Einschätzung der Lehrkraft kann auch durch eine Selbsteinschätzung des Schülers ergänzt oder ersetzt werden.
Den Schülerinnen und Schülern sollen aus der häuslichen Lernzeit keine Nachteile erwachsen.

Wie werden Leistungen an Grundschulen und in der Primarstufe der Förderschulen bewertet?

An den Grundschulen und in der Primarstufe der Förderschulen sind Leistungen der Schüler, die in der häuslichen Lernzeit erbracht werden, grundsätzlich nicht zu benoten. Unabhängig davon sind ermutigende Rückmeldungen und Informationen zur Förderung der Schüler zu den Leistungen zu empfehlen.

Müssen alle geplanten Leistungserhebungen nachgeholt werden?

Die Fachlehrerinnen und Fachlehrer aller Schularten werden gebeten, sensibel zu prüfen, ob pandemie- oder quarantänebedingt ausgefallene Leistungserhebungen zwingend nachgeholt werden müssen.
Von der Anzahl der durch die Fachkonferenz festgelegten Leistungsnachweise kann im Schuljahr 2020/2021 abgewichen werden. Die Vorgaben zu Versetzung bzw. Prüfungszulassung sind dabei zu beachten.

Wird die Anzahl der Klausuren in Sekundarstufe II reduziert?

Eine generelle Reduzierung der Anzahl der Klausuren für die Kurshalbjahre 12/I an allgemeinbildenden Gymnasien und 13/I an Beruflichen Gymnasien erfolgt nicht, da die meisten Klausuren bereits geschrieben wurden. Falls es die Situation erfordert, werden im Januar Konkretisierungen zur Durchführung der Bewertung in der Qualifikationsphase der Gymnasialen Oberstufe erlassen.

Wie werden Abschluss- und Abiturprüfungen organisiert?

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus wird alles unternehmen, um sicherstellen, dass auch die jetzigen Abschlussklassen und Abschlussjahrgänge ihre Prüfungen absolvieren und einen vollumfänglich anerkannten Abschluss erwerben können. Die Schülerinnen und Schüler können sicher sein, dass wir alles unternehmen, um erneute Diskussionen z.B. über „Notabiture“ zu vermeiden.

Wann werden die Kurshalbjahreszeugnisse in den Jahrgangsstufen 12 und 13 ausgegeben?

Die ursprünglich für den 22. Dezember 2020 vorgesehene Ausgabe der Kurshalbjahreszeugnisse 12/I an allgemeinbildenden Gymnasien und 13/I an Beruflichen Gymnasien findet nunmehr am 15. Januar 2021 statt. Dieses Datum ist auch auf dem Zeugnis einzutragen.

Digitales Lernen

Was ist Schullogin?

Für die digitale Unterstützung der häuslichen Lernzeit steht sächsischen Schulen der Dienst Schullogin (www.schullogin.de) zur Verfügung. Schullogin bietet Lehrkräften den direkten Zugang über nur einen Login zu sämtlichen Diensten für die Gestaltung der häuslichen Lernzeit.
 
Die Freischaltung sowie Erstellung der Zugänge für die Schülerinnen und Schüler erfolgt direkt über SaxSVS. Alle Dienste, die in Schullogin integriert sind, können für unterrichtliche Zwecke kostenfrei und sofort ohne vorherige schriftliche Zustimmung mit den Schülerinnen und Schülern genutzt werden.
 
Über Schullogin haben Sie Zugang zu den Lernplattformen LernSax (www.lernsax.de), OPAL Schule (https://www.opal-schule.de) und Moodle (https://elearn.sachsen.schule/moodle/). Bildungsinhalte, wie Videos oder interaktive Arbeitsblätter erreichen Sie ebenfalls frei über Schullogin. Dazu stehen Ihnen die MeSax-Mediathek (https://mesax.edupool.de/?pid=r4vrr6j4dsjubavigv4lobd066) und Mundo (https://mundo.schule/), die frei zugängliche Bildungsmediathek der Länder zur Verfügung.
 
Über diese Zugänge werden zahlreiche Bildungsmedien verfügbar gemacht, auch ein breites geeignetes Angebot der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Datenschutzrechtliche Fragen und Fragen des Urheberechts für die Nutzung im Unterricht (einschließlich des Fernlehrens) sind bei Nutzung über diese Zugänge geklärt.
 
Weiterhin können Sie ein separates E-Mail-System zur Kommunikation mit den Schülerinnen und Schülern nutzen. Auch haben Sie Zugang zum Videokonferenzdienst BigBlueButton. Dieser ermöglicht es Ihnen mit wenigen Klicks virtuelle Klassenräume zu erstellen, die über den angezeigten Link verfügbar gemacht werden können.

Gibt es weitere Angebote für das Distanzlernen?

Das Sächsische Staatsministerium für Kultus verschafft überdies Schulen in öffentlicher und freier Trägerschaft in begrenzter Anzahl Zugangsberechtigungen zur Selbstlern-Plattform Sofatutor. Diese kann von Schülerinnen und Schülern eigenständig genutzt werden. Das Angebot gilt für alle Klassenstufen und Schularten und bietet einen schülerzentrierten Ansatz zur Unterrichtung. Die Zugangscodes erhalten die Schulen über das Schulportal. Für diesbezügliche Rückfragen wenden Sie sich bitte per E-Mail an sofatutor@lasub.smk.sachsen.de.

Im Blog des SMK (https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/category/digitale-bildung/) werden künftig noch weitere Informationen zur Gestaltung der häuslichen Lernzeit mit digitalen Hilfsmitteln bekannt gemacht.

Berufsbildende Schulen

Kann die berufs- und fachpraktische Ausbildung stattfinden?

Die berufs- und fachpraktische Ausbildung in der Berufsfachschule, Fachschule und Fachoberschule ist unter Beachtung der Allgemeinverfügung der Staatsregierung weiterhin möglich. Für die Schülerinnen und Schüler wird die Notwendigkeit weiterer Entscheidungen geprüft und rechtzeitig bekanntgegeben.

Ist eine Durchführung von Abschlussprüfungen in Räumlichkeiten der Schule während der förmlichen Schulschließung möglich?

Hier ist mit der neuen Corona-Schutz-Verordnung unter § 5a geregelt, dass das Betreten der Schule aus wichtigem Grund möglich ist. Als wichtiger Grund gilt die Durchführung von Prüfungen der zuständigen Stellen (z.B. Winterprüfungen der Kammern) sowie von staatlichen Abschlussprüfungen (z.B. Winter-/Abschlussprüfungen der BFS für Altenpflege). Die Ausnahmen sind in der Begründung zu diesem Passus in der Verordnung ausdrücklich benannt.

Welche weiteren Möglichkeiten bestehen zur Prüfungsvorbereitung?

Für die Vorbereitung auf die Abitur- und Abschlussprüfungen an Beruflichen Gymnasien und Fachoberschulen sind im geschützten Schülerbereich unter https://www.schule.sachsen.de/119.htm die Prüfungsaufgabenstellungen und Erwartungsbilder aus den Schuljahren 2017/2018, 2018/2019, 2019/2020 für die Schülerinnen und Schüler bereitgestellt.
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