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FAQ Infektionsschutz in Kita und Schule

Aktuelle Informationen zum Infektionsschutz finden Sie auch im

SMK-Blogbeitrag vom 19. Februar 2021

SMK-Blogbeitrag vom 12. Februar 2021

Wann und wo kann sich pädagogisches Kita - Personal testen lassen?

Der Freistaat Sachsen stellt den Trägern der Kindertageseinrichtungen sowie den Kindertagesspflegepersonen kostenlos Corona-Schnelltestkits zur Verfügung. Die Schnelltestkits sollen von den Trägern eingesetzt werden, um das Personal in den Einrichtungen zunächst bis zur Verfügbarkeit von geeigneten Antigen-Selbsttestkits einmal pro Woche durch geschultes Personal auf Corona testen zu können.

Die Organisation und Durchführung der Tests übernehmen die jeweiligen Träger in Abstimmung mit den Gemeinden. Damit können sich ebenso wie die Pädagogen an Schulen auch Erzieher und weiteres Personal in der Kindertagesbetreuung einmal wöchentlich testen lassen.

Bei Testungen auf Covid-19-Viren und Antikörper ist zu beachten, dass sich Kindertageseinrichtungen in der Regel nicht in der Trägerschaft des Freistaates Sachsen befinden und das dort tätige Personal mithin keine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Landes sind. Die Personalhoheit und die damit verbundene Fürsorgepflicht des Arbeitgebers liegt somit bei den kommunalen und freien Trägern der Kindertageseinrichtungen.

Das Personal kann natürlich weiterhin bei entsprechender Symptomatik beim Hausarzt vorstellig werden. Dieser entscheidet dann, ob ein SARS-CoV-2 Test durchgeführt wird. Zudem gibt es die Möglichkeit eines Tests für Kontaktpersonen zu einem bestätigten Fall.

Wie erfolgt die Corona-Testung für Lehrkräfte und das sonstige pädagogisch tätige Personal an den Schulen im Präsenzunterricht?

Die Corona-Testung für Lehrkräfte wurde auf den sog. POC-Test (Antigen-Schnelltest) umgestellt.
Folgende Beschäftigtengruppen werden-  neben den Lehrkräften - im hier relevanten Kontext zum pädagogisch tätigen Personal an den Schulen gezählt und sind damit zur Teilnahme an der Testung berechtigt:

  • Referendare
  • Pädagogische Fachkräfte im Unterricht
  • Erzieher an Landesschulen
  • Mentoren
  • lnklusionsassistenten
  • lnklusionshelfer, Einzelfallhelfer, Schulbegleiter
  • Schulsozialarbeiter
  • Allgemeine Schulassistenten
  • Teilnehmer des FSJ Pädagogik (sowie sonstige Auszubildende und
  • Praktikanten an den Schulen mit Unterrichtsbezug)
  • Hauptausbildungsleiter Lehrerbildung
  • Lehrkräfte für herkunftssprachlichen Unterricht (Honorarkräfte)
  • ,,Teach First"-Fellows

Zudem wird dem Beschäftigtenkreis der Schulverwaltungsassistenten eine Teilnahme an der Testung ermöglicht.

Das Vorliegen der Voraussetzung bestätigen Schulleiterin bzw. Schulleiter unter Verwendung des im Schulportal verfügbaren Vordrucks. Er ist (wegen veränderter Abrechnungsmodalitäten) auch für die Lehrkräfte erneut auszustellen, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt einen Berechtigungsschein erhalten haben; die alten Berechtigungsscheine sind ab sofort nicht mehr gültig.

Die Abnahme des POC-Test erfolgt, wie bislang der PCR-Test, primär beim Hausarzt bzw. HNO-Arzt.

Wie ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in Kitas und Schulen geregelt?

Die ab 15. Februar 2021 geltende Sächsische Corona-Schutz-Verordnung verpflichtet zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes

  • vor dem Eingangsbereich von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Schulen und Schulinternaten; dies gilt nicht für Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres,
  • in Gebäuden und auf dem sonstigen Gelände von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung sowie bei deren Veranstaltungen; dies gilt nicht für in diesen Einrichtungen betreute Kinder sowie während der Betreuung für ihr Personal,
  • in Schulgebäuden, auf dem sonstigen Gelände von Schulen, in Schulinternaten sowie bei schulischen Veranstaltungen; dies gilt nicht für Schülerinnen, Schüler, schulisches Personal und Hortpersonal,
    • wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird,
    • in der Primarstufe innerhalb der Klassenräume,
    • in Horten innerhalb der Gruppenräume,
    • auf dem Außengelände von Grund- und Förderschulen sowie Horten unter Beibehaltung der festen Klassen und festen Hortgruppen
    • im Unterricht an Förderschulen der Sekundarstufe I,
    • im Unterricht der Werkstufe der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geis-tige Entwicklung,
    • im inklusiven Unterricht für die Förderschwerpunkte Hören und Sprache und
    • zur Aufnahme von Speisen und Getränken im Schulgebäude

Mund-Nasenbedeckungen (sog. Alltagsmasken etc.) sind nicht mehr ausreichend. Auch im schulischen Bereich ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (mindestens sog. OP-Masken oder auch Atemschutzmasken nach den Standards KN95/N95 und FFP2 oder vergleichbar, jeweils ohne Ausatemventil) zu tragen.

Merkblatt für Schulleitungen zum Umgang mit medizinischem Mund-Nasen-Schutz

Wie können sich pädagogische Fachkräfte verhalten, wenn das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Kita durch die Eltern verweigert wird?

Grundsätzlich sollte in der Kommunikation mit den Eltern darauf hingewiesen werden, dass bei Auftreten von Infektionen mit dem Corona-Virus die Betreuung in der Kita eingeschränkt werden kann. Insofern ist die Einhaltung der bekannten Maßnahmen (z. B. AHA-Formel – Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen) durch die Eltern und Familien auch ein wichtiger Beitrag, um „Einschleppungen“ in die Einrichtungen zu vermeiden und die Infektionszahlen niedrig zu halten. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um die Kindertagesbetreuung und die Kindertagespflege aufrecht zu erhalten.

Sollten sich einrichtungsfremde Personen nicht an die Allgemeinverfügung halten, kann der Träger – nach mehrmaliger mündlicher Unterlassungsaufforderung und nach dem Angebot z.B. alternativer Übergabeszenarien- ein Hausverbot aussprechen, um den Schutz der Kinder und Beschäftigten zu gewährleisten. Eine gesonderte Bußgelderhebung für die Missachtung der Mundschutzpflicht in Kindertageseinrichtungen ist in der sächsischen Corona – Schutz- Verordnung nicht geregelt.

Kann ich mich als Kitaleiterin auf mein Hausrecht berufen und einrichtungsfremden Personen den Zutritt in die Kindertageseinrichtung und auf das Außengelände untersagen, wenn Sie nachweislich aus medizinischen Gründen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können?

Nein. In der Allgemeinverfügung zur Regelung des Betriebs von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, von Schulen und Schulinternaten im Zusammenhang mit der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 13. August 2020 ist für den Betrieb von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung unter Ziffer 4.3 Satz 2 geregelt, dass einrichtungsfremde Personen (insbesondere Eltern) dann nicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) während des Aufenthalts in Gebäuden der Einrichtung und auf dem übrigen Einrichtungsgelände verpflichtet sind, soweit sie zum Tragen einer MNB nachweislich nicht in der Lage sind. Diesen Personen ist damit der Zutritt zur Einrichtung ohne MNB zu gewähren. Auf das Hausrecht kann weder eine Verpflichtung erfolgen, dennoch eine MNB zu tragen, noch kann diesen Personen der Zutritt zur Einrichtung mit Verweis auf das Hausrecht verwehrt werden.

Schnupfen, Räuspern und Co: Mit welchen Symptomen können Kinder in der Kita betreut werden?

Wie bereits vor der Corona- Pandemie gilt, dass eindeutig kranke Kinder nicht in der Kita betreut werden dürfen! Bei der gesundheitlichen Einschätzung, ob ein Kind in der Kita betreut werden kann, sollte grundsätzlich folgendes beachtet werden:
Bei Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen, leichtem oder gelegentlichen Husten, Halskratzen oder Räuspern sowie bei ärztlich nachgewiesenen Grunderkrankungen wie z.B. Asthma, können Kinder die Kindertageseinrichtung besuchen.

Allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber ab 38 Grad, Husten, Durchfall, Erbrechen, Geruchs- oder Geschmacksstörungen sind Symptome, die auch auf eine Covid-19 Erkrankung hinweisen können. Dann gilt: Eltern sind in der Verantwortung, die Symptome ärztlich abklären zu lassen. Bis das geklärt ist, darf das Kind nicht in der Kita betreut werden. Hat der Kinderarzt/ Hausarzt oder ärztliche Bereitschaftsdienst entschieden, keinen SARS-CoV-2 Test durchzuführen, bleibt das Kind zwei Tage zur Beobachtung zu Hause. Es darf die Einrichtung wieder besuchen, wenn es mindestens 24 Stunden fieberfrei und in einem guten Allgemeinbefinden ist.

Dürfen der Kinder- und Jugendzahnärztliche Dienst der Gesundheitsämter sowie die in der Gruppenprophylaxe wirkenden niedergelassenen Zahnärzte in Kindergärten und Schulen tätig sein?

Ja, es handelt sich um eine gesetzliche Aufgabe gemäß § 21 SGB V, welche die Institutionen im Rahmen von Kontrolluntersuchungen und Vorsorgeimpulsen wahrnehmen.

Der Bedeutung der Mundgesundheit als ein gesundheitspolitischer Präventionsaspekt wird durch die handlungs- und erfahrungsorientierten Prophylaxeeinheiten in der praktischen Umsetzung entsprochen. Die Kontrolluntersuchungen dienen der Gesundheitsberichterstattung und epidemiologischen Überwachung von Heranwachsenden. Es gilt, in einem frühen Stadium gesundheitliche Risiken zu erkennen, auf sie aufmerksam zu machen und ihnen nach Möglichkeit wirksam zur Vermeidung sozial bedingter Ungleichheiten zu begegnen.

Wie ist in der Kindertagespflege mit dem Nachweis der Fortbildungsstunden für 2020 umzugehen, da Corona-bedingt viele Fortbildungsangebote und Seminare ausgefallen sind?

In § 6 SächsQualiVO heißt es: „Fachliche Fortbildung soll jährlich mindestens in folgendem Umfang ermöglicht und wahrgenommen werden:

  1. pädagogische Fachkräfte: 40 Stunden,
  2. Kindertagespflegepersonen: 20 Stunden und
  3. Fachberater: 40 Stunden.“

Aufgrund der außergewöhnlichen Situation durch die Corona-Pandemie, die zur Absage zahlreicher Fortbildungsangebote geführt hat, ist es aus Sicht des SMK vertretbar, im Jahr 2020 von den Vorgaben des § 6 SächsQualiVO abzuweichen.

Weitere Fragen und Antworten speziell zur Kindertagespflege finden Sie auf der Internetseite der Informations- und Koordinierungsstelle Kindertagespflege in Sachsen (IKS).

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