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FAQ Infektionsschutz in Kita und Schule

Ist auch eine Corona-Testung von Personal in Pflege- und Betreuungseinrichtungen möglich?

Seit 31. August können sich ausgewählte Berufsgruppen ohne Symptome nach Reiserückkehr aus dem Inland vor Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit einmalig kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Das Urlaubsende darf nicht länger als 72 Stunden zurückliegen. Das Angebot gilt für in Sachsen beschäftigtes Personal

  • in stationären und ambulanten Pflege- und Betreuungseinrichtungen
  • in Kindertageseinrichtungen
  • in der Kindertagespflege
  • in der Eingliederungshilfe
  • in der Kinder- und Jugendhilfe und
  • in der Schulsozialarbeit

Die Regelung ist zunächst bis zum 30. September 2020 geplant. Der Freistaat Sachsen übernimmt die Kosten für den Test im Rahmen der Testkonzeption. Für die Testung sollen die oben genannten Personen einen Termin bei ihrem Arzt, primär bei ihrem Haus- bzw. HNO-Arzt vereinbaren. Diesem müssen sie einen Berechtigungsschein vorlegen.

Berechtigungsschein

Sollten Kinder Desinfektionsmittel in der Kindertageseinrichtung verwenden?

NEIN! Kinder sollten sich regelmäßig und gründlich während des pädagogischen Alltags die Hände waschen. Eine zusätzliche Händedesinfektion ist nicht zielführend und sollte aufgrund von gesundheitlichen Gefahren dringendst vermieden werden. Desinfektionsmittel sind für Kinder unerreichbar aufzubewahren.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Kindern zielführend?

Kinder sollten in der Kindertageseinrichtung und in der Kindertagespflege keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Es besteht das Risiko eines unsachgemäßen Gebrauches.

Es ist ratsam, im Kontakt zu anderen Erwachsenen (Kollegen, Eltern, Externe, …) eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Ebenso sollen die Eltern in der Bring- und Abholsituation eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bei pädagogischem Personal zielführend?

Für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung im pädagogischen Alltag sollte im Rahmen einer Gesamtabwägung insbesondere die Bedeutung der nonverbalen Kommunikation im frühkindlichen Bereich betrachtet werden. Es wird empfohlen, eine Mund-Nasen-Bedeckung situationsbezogen einzusetzen, z. B. bei pflegerischen Tätigkeiten. Hierbei sollte ein chirurgischer Mund-Nasen-Schutz getragen werden (Medizinprodukt DIN EN 14683:2019-6 mit CE Kennzeichen). Diese Mund-Nasen-Bedeckung ist bei Bedarf vom Einrichtungsträger gegebenenfalls auch außerhalb der aktuellen Sachkostenpauschale zur Verfügung zu stellen. Das Tragen von FFP2 oder FFP3-Masken durch pädagogische Fachkräfte ist nicht notwendig. Personal mit besonderen gesundheitlichen Risiken ist vom Betriebsarzt bezüglich des individuellen Risikos und den entsprechenden Einsatzmöglichkeiten zu beraten.

Wozu dient der Hygieneplan?

Jede Kindertageseinrichtung und jede Kindertagespflegestelle hat einen aktualisierten und auf die COVID-19-Situation angepassten Rahmenhygieneplan zu erstellen und einzuhalten. Die hierfür benötigten Hygieneartikel (z. B. MNB, Einmalhandschuhe, Papierhandtücher), Desinfektions- und Reinigungsmittel sind vom Träger ggf. auch zusätzlich zur aktuellen Sachkostenpauschale zur Verfügung zu stellen.

Falls nicht im Hygieneplan vorgesehen, sollten die Hygienemaßnahmen mindestens wie folgt erweitert werden:

  • besonders wichtig: vermehrtes Händewaschen und die Erstellung eines Hautschutzplanes für Beschäftigte und Kinder; auf jeweils geeignete Hautschutzmittel ist zu achten
  • Sanitärräume sind mit ausreichend Seifenspendern und Einmalhandtüchern auszustatten
  • Kontaktflächen: täglich mit dem im Rahmenhygieneplan vorgesehenen Reinigungsmittel reinigen (https://www.gesunde.sachsen.de/download/Download_Gesundheit/RHPl_Schulen.pdf)
  • Handkontaktflächen: wie bspw. Türklinken, Tischoberflächen, Fenstergriffe, in Kinderkrippen auch Fußböden, je nach Bedarf auch häufiger am Tag reinigen
  • altersgemäße Vermittlung und regelmäßiges Üben (Einführen von Ritualen) der Hygieneregeln (richtiges Händewaschen, Husten und Nießen in den Ellbogen) – hierzu ist eine vorherige Verständigung im Team notwendig, um gleiche Regeln einzufordern.

Darüber hinaus gilt:

  • die Anwendung von Desinfektionsmitteln sollte auf die im Rahmenhygieneplan vorgesehenen Anwendungsbereiche beschränkt werden; insbesondere Kinder sollten keine Handdesinfektion vornehmen)
  • routinemäßige Flächendesinfektionsmaßnahmen sind nicht erforderlich, eine Reinigung mit einem handelsüblichen Reiniger ist ausreichend
  • sämtliche Personen, welche die Kindertageseinrichtung oder die Kindertagespflegestelle betreten, sollten sich unverzüglich und gründlich die Hände waschen (eine zusätzliche Handdesinfektion ist nicht zielführend;
  • die Betreuungsräume sind häufig, mindestens viermal täglich, für 10 min. zu lüften.

Das Tragen von Schutzkleidung durch das pädagogische Personal ist nicht erforderlich. Bei pflegerischen Tätigkeiten, wie z. B. dem Windeln-Wechseln, wird das Tragen von Einmalhandschuhen empfohlen.

Dürfen Ärzte/Zahnärzte in der Schule und in Kindertageseinrichtungen tätig werden?

Es ist erforderlich, dass der Kinder- und Jugendärztliche Dienst und der Kinder- und Jugendzahnärztliche Dienst der Gesundheitsämter sowie die in der Gruppenprophylaxe wirkenden niedergelassenen Zahnärzte in der Schule und in Kindertageseinrichtungen tätig sind.

Die o. g. Institutionen nehmen im Rahmen von Kontrolluntersuchungen und Vorsorgeimpulsen eine gesetzliche Aufgabe wahr. Sie dient der gesundheitlichen Vorsorge und Prävention. Die Bedeutung der Mundgesundheit als ein wesentlicher Präventionsaspekt gemäß § 21 SGB V wird durch die handlungs- und erfahrungsorientierten Prophylaxeeinheiten alltagsnah an Kinder und Jugendliche vermittelt. Die Kontrolluntersuchungen dienen der Gesundheitsberichterstattung und Surveillance von Heranwachsenden. Es gilt, in einem frühen Stadium gesundheitliche Risiken zu erkennen, auf sie aufmerksam zu machen und ihnen nach Möglichkeit wirksam zu begegnen.
 
Gemäß Allgemeinverfügung zur Regelung des Betriebes von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, von Schulen und Schulinternaten im Zusammenhang mit der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie vom 13.08.2020 (wirksam vom 31.08.2020 bis 21.02.2021) ist einrichtungsfremden Personen der Zutritt unter Beachtung der Ziffern 3.2. und 4.3. zu gewähren.

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