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FAQ Notbetreuung

Wo findet die Notbetreuung statt?

Eine Notbetreuung ist in jeder Kindertageseinrichtung und in jeder Kindertagespflegestelle für die dort betreuten Kinder im Rahmen der üblichen Öffnungszeiten gestattet.

Wann kann Notbetreuung in Anspruch genommen werden?

Die Notbetreuung in Kindertagesbetreuungseinrichtungen, wozu auch Horte als Kindertageseinrichtungen gehören, ist in der CoronaSchVO geregelt. Auf die Ferienregelung in Schulen kommt es insoweit nicht an.

Einschränkungen von Öffnungszeiten sind nach Möglichkeit zu vermeiden, um dem anspruchsberechtigten Personenkreis die uneingeschränkte Wahrnehmung der beruflichen Tätigkeiten zu ermöglichen.

Wer entscheidet über den Anspruch auf Notbetreuung?

Die Entscheidung, ob die Voraussetzungen für eine Notbetreuung (generell) gegeben sind (insb. Zugehörigkeit zu den in den Anlagen 1 und 2 zur SächsCoronaSchVO genannten Berufsgruppen), kann nur durch die Einrichtungen vor Ort für den jeweiligen Einzelfall getroffen werden. Durch das SMK ist dies nicht möglich.

Wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die Angaben inhaltlich unrichtig sind, muss es den Einrichtungen vor Ort auch möglich sein, dies bei dem jeweiligen Arbeitgeber überprüfen zu können.

Meine Berufsgruppe ist in der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung vom 11. Dezember 2020 - Anlagen 1 und 2 gelistet. Ich arbeite im Homeoffice - habe ich Anspruch auf Notbetreuung?

Es gilt der Grundsatz, dass so wenig Kontakte wie möglich stattfinden sollen. Wo immer möglich, sollte die Arbeit im Homeoffice so organisiert werden, dass dem Grundsatz der Kontaktminimierung Sorge getragen wird. Die Notbetreuung sollte nur dann in Anspruch genommen werden, wenn man aufgrund dienstlicher oder betrieblicher Gründe an einer Betreuung des Kindes gehindert ist.

Gehören Handwerkskammern zu den Behörden?

Eine Behörde ist jede Stelle, die Aufgaben der öffentlichen Verwaltung wahrnimmt. Die Handwerkskammern werden als Körperschaften des öffentlichen Rechts zur Vertretung der Interessen des Handwerks errichtet. Sie sind nur dann als Behörden anzusehen, soweit ihnen staatliche Aufgaben übertragen wurden und sie in dieser Funktion tätig werden. In diesem Fall handeln die Handwerkskammern als Behörden der mittelbaren Landesverwaltung.
Hinsichtlich des Anspruchs auf Notbetreuung ist daher im Einzelfall zu differenzieren, ob das Personal staatliche Aufgaben der Handwerkskammer (etwa im Prüfungsbereich) als Behörde des Freistaates wahrnimmt oder im Bereich der Selbstverwaltung tätig wird.

Werden die Kinder während der Notbetreuung verpflegt?

Kann durch den bisherigen Anbieter die Mittagsversorgung nicht mehr sichergestellt werden, sind durch die Einrichtungen in Absprache mit den Eltern und ggf. den Trägern vor Ort geeignete Lösungen zur Verpflegung der Kinder in Notbetreuung zu organisieren.

In welchen Gruppenstrukturen werden die Kinder betreut?

Der Alltag in den Kindertageseinrichtungen folgt auch in der Notbetreuung dem Grundsatz der Eindämmung von möglichem Infektionsgeschehen. Zu jedem Zeitpunkt muss verlässlich die Nachverfolgung von Kontaktpersonen möglich sein.

Hinsichtlich der Gruppengröße gilt die Maxime: So klein wie möglich, so groß wie nötig. Je größer die Gruppe, desto größer der Kreis bei einer notwendigen Quarantäne.

Ist die Gesundheitsbestätigung weiterhin erforderlich?

Die Eltern dokumentieren täglich, dass bei ihren Kindern keine Krankheitssymptome von COVID-19 vorliegen. Zur Dokumentation soll das

Formular Gesundheitsbestätigung

weiter verwendet werden.

Wie bereits vor der Corona-Pandemie gilt, dass kranke Kinder nicht in der Kita betreut werden dürfen! Bei der gesundheitlichen Einschätzung, ob ein Kind in der Kita betreut werden kann, sollte grundsätzlich Folgendes beachtet werden:

  • Bei Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen, leichtem oder gelegentlichem Husten, Halskratzen oder Räuspern sowie bei ärztlich nachgewiesenen Grunderkrankungen wie z.B. Asthma, können anspruchsberechtigte Kinder die Kindertageseinrichtung besuchen, wenn eine andere Betreuung nicht gewährleistet ist.
  • Allgemeines Krankheitsgefühl, Fieber ab 38 Grad, andauernder Husten, Durchfall, Erbrechen, Geruchs- oder Geschmacksstörungen sind Symptome, die auch auf eine Covid-19-Erkrankung hinweisen können. Dann gilt: Eltern sind in der Verantwortung, die Symptome ärztlich abklären zu lassen. Bis das geklärt ist, darf das Kind nicht in der Kita betreut werden.

Entsprechend der Empfehlung des SMS und des SMK „Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern in der Kindertagesbetreuung und in Schulen“ gilt:

Hat der Kinderarzt/Hausarzt oder ärztliche Bereitschaftsdienst entschieden, keinen SARS-CoV-2-Test durchzuführen, bleibt das Kind zwei Tage zur Beobachtung zu Hause. Es darf die Einrichtung wieder besuchen, wenn es mindestens 24 Stunden fieberfrei und in einem guten Allgemeinbefinden ist.

Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern in der Kindertagesbetreuung und in Schulen

Welche Bring- und Abholzeiten sind vorgesehen?

Die Kontaktreduzierung und die Abstandswahrung während der Übergabezeiten sind nach wie vor einzuhalten und können z.B. durch das Betreten der Einrichtung über verschiedenen Eingänge, die Staffelung der Übergabezeiten und definierte Übergabebereiche sichergestellt werden.

Deshalb ist eine individuelle Anpassung der Bring- und Abholsituation in den Kindertageseinrichtungen bzw. Kindertagespflegestellen unter Einhaltung des 1,5 Meter Abstandes unter erwachsenen Personen und dem Tragen einer Mund-Nasenbedeckung geboten. Unter Beachtung dieser Vorgabe kann den Eltern auch das Betreten der Garderobe gestattet werden. Gegenwärtig ist es ratsam, dass stets nur eine Person das Kind bringt bzw. abholt, damit die Anzahl der Kontakte minimiert wird. Des Weiteren sind die Bring- und Abholsituationen so zu gestalten, dass ein längerer Aufenthalt im Gebäude und auf dem Gelände möglichst vermieden wird, um die Dokumentationspflicht für die Einrichtungen so gering wie möglich zu halten.

Alle Eltern haben gemäß der geltenden Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung und gemäß der geltenden Allgemeinverfügung zur Regelung des Betriebs von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, von Schulen und Schulinternaten im Zusammenhang mit der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen.

Gibt es Notbetreuung im Hort?

Die Abstimmung zwischen Schul- und Hortleitung ist bedeutsam, um auf vor Ort bestehende Rahmenbedingungen Rücksicht zu nehmen, hierzu zählen z. B. Doppelnutzung, Raum- und Platzbedarf. Dabei sollte insbesondere auch der Schülerverkehr berücksichtigt werden.

Für die Klassenstufen 1 bis 4 wird an den Grund- und Förderschulen im Zeitraum der häuslichen Lernzeit grundsätzlich für die Dauer der üblichen Unterrichtszeiten eine Notbetreuung eingerichtet.

Während der üblichen Hortöffnungszeiten und in den Ferien ist die Notbetreuung durch das Hortpersonal abzusichern.

Für die Hortbetreuung können vorübergehend auch Klassenräume genutzt werden.

Gibt es Notbetreuung in der Kindertagespflege?

Im Sinne der strikten Kontaktreduzierung wird auch die Kindertagespflege geschlossen und bietet für die anspruchsberechtigten Kinder und ihre Familien eine Notbetreuung an.

Die Kindertagespflegepersonen sollten ihr Hygienekonzept prüfen und darauf achten, dass sich Eltern beim Bringen und Abholen möglichst nicht begegnen.

Sämtliche einrichtungsfremde Personen sind verpflichtet, während des Aufenthaltes in Gebäuden der Einrichtung und auf dem übrigen Einrichtungsgelände eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen und einen ausreichenden Abstand zu anderen Personen einzuhalten.

Eine feste Vertretungsperson kann weiterhin in der Kindertagespflegestelle tätig sein. Hierbei ist es wichtig, dass diese ihre Kontakte genau nachvollziehen und benennen kann.

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