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FAQ Personaleinsatz

Fragen und Antworten zum Einsatz der Lehrkräfte und sonstigen an der Schule tätigen Personals während und nach der Schulschließung

Fragen und Antworten zum Einsatz der Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung

Wie ist der Einsatz der Fachkräfte in der Kindertagesbetreuung geregelt?

Die konkrete Ausgestaltung des Personaleinsatzes und der Einsatz spezifischer Schutzmaßnahmen obliegt dem Arbeitgeber. Dieser kann sich durch den Betriebsarzt beraten lassen. Die Gefährdungsbeurteilungen sind auf die aktuelle Situation anzupassen. Jede/r Beschäftigte sollte gemeinsam mit seinem behandelnden Hausarzt das individuelle Risiko abschätzen. Über Risikogruppen informiert das Robert-Koch-Institut.

Unterstützend kann zusätzliches Personal hinzugezogen werden. Denkbar wären hier beispielsweise Fachkräfte aus dem Programm „Kinder stärken“, Sprachfachkräfte (Bundesprogramm) oder FSJ-ler, die an anderen Einsatzstellen nicht benötigt werden.

Was ist bei der Personaleinsatzplanung zu beachten?

Bei der Personaleinsatzplanung sind Randzeiten, Urlaubs- und Krankzeiten ebenso zu berücksichtigen, wie die Gewährleistung der Aufsichtspflicht. Jede Schlüsselunterschreitung ist dem Landesjugendamt in der bewährten Form anzuzeigen. Die Betriebserlaubnisbehörde wird bei kurzfristigen Unterschreitungen der Festlegungen zu personellen Mindeststandards nicht aktiv werden. Alle Beteiligten wissen um mögliche Konsequenzen und vertrauen auf das Verantwortungsbewusstsein der Träger und der kommunalen Ebene.

Fragen und Antworten zum Einsatz der Lehrkräfte und sonstigen an der Schule tätigen Personals während und nach der Schulschließung

Wie werden Lehrkräfte mit einer Risikoerkrankung für den Unterricht eingeplant?

Personen mit einer Risikoerkrankung aus der Gruppe der chronischen Lungenerkrankungen mit dauerhafter medikamentösen Behandlung oder einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht , oder Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken (wie z.B. Cortison) , können aus Gründen der Fürsorge nicht einseitig zur Durchführung von Präsenzunterricht in der Schule herangezogen werden .

Gleiches gilt für Personen mit Risikoerkrankungen wie z.B. Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Leber-, Nieren- sowie Krebserkrankungen , die in der aktuellen Ausprägung des Krankheitsbildes eines besonderen Schutzes bedürfen. Ein Einsatz im Präsenzunterricht ist nur nach vorheriger Rücksprache und auf freiwilliger Basis möglich.

Die Zugehörigkeit zu einer der vorgenannten Risikogruppen ist durch ein ärztliches Attest nachzuweisen . Die Art der konkreten Vorerkrankung ist nicht anzugeben. Die Verpflichtung zur Erteilung von Präsenzunterricht entfällt erst mit Vorlage des Attests.

Diese Regelungen gelten - vorbehaltlich einer geänderten Erkenntnislage und arbeitsmedizinischen Einschätzung des SARS-CoV-2-Pandemiegeschehens - zunächst bis zum Ende des laufenden Schuljahres.

Dienstanweisung zum Dienstbetrieb an den Schulen in der Phase der Wiederaufnahme des Unterrichts ab dem 18. Mai 2020 - Präzisierung der Festlegungen zum Einsatz der Lehrkräfte und des weiteren pädagogischen Personals an Schulen im Präsenzunterricht vom 15. Mai

Können sich Lehrkräfte auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen?

Der Freistaat Sachsen ermöglicht allen Lehrerinnen und Lehrern, die bereits wieder an öffentlichen Schulen und an Schulen in freier Trägerschaft tätig sind, einen freiwilligen Test auf das Coronavirus. Die Kosten übernimmt das Land, soweit die Gesetzlichen Krankenkassen nicht dafür aufkommen. Die Tests können beim Hausarzt erfolgen. Hinweise zum Antragsverfahren werden die Lehrkräfte in Kürze erhalten. Die Tests sollen ab dem 1. Juni angeboten werden.

Mit den freiwilligen Tests können auch infizierte Patientinnen und Patienten erfasst werden, die zwar keine Krankheitssymptome aufweisen, aber das Virus bereits übertragen können. Eine frühe Diagnose ist wiederum eine wichtige Voraussetzung für eine optimale medizinische Betreuung der Betroffenen. Zudem ist diese Maßnahme auch für die Durchbrechung von Infektionsketten an den Schulen von Bedeutung.

Perspektivisch wird daran gedacht, das Angebot der freiwilligen Tests auch auf den Bereich der Kindertageseinrichtungen zu erweitern.

Wie erfolgt die weitere Vertragsgestaltung bei Ganztagsangeboten?

Bedingt durch die Schulschließung fällt für eine Vielzahl von außerschulischen GTA-Partnern, insbesondere für Selbständige und Freiberufler unverschuldet die vertraglich vereinbarten Honorarzahlungen weg. Wie die Vertragspartner (Schulträger und Schulfördervereine der allgemeinbildenden Schulen) und die außerschulischen Partner in dieser Ausnahmesituation vorzugehen haben regeln die

Hinweise zum Einsatz von GTA-Kräften an allgemeinbildenden Schulen im Zeitraum vom 20. April bis 17. Juli 2020

Wie können in der Grundschule bzw. Primarstufe der Förderschule die Lehrkräfte und sonstige Kräfte eingesetzt werden?

Die Schulleitung entscheidet über den Einsatz der Lehrkräfte, der GTA-Kräfte, außerschulischer Partner, Assistenzkräfte, FSJler, die für die Absicherung des Unterrichtes und ggf. weiterer schulischer Angebote benötigt werden. Die sehr unterschiedlichen Gegebenheiten an den Standorten erfordern schulspezifische Planungen. Vor Ort ist am besten einzuschätzen, wer konkret zur Verfügung stehen kann, welche räumlichen Bedingungen gegeben sind, welche örtlichen Besonderheiten zu beachten sind. Vertraglich gebundene GTA-Kräfte z. B. können je nach Bedarf und zeitlichem Erfordernis für Aufsichts- und Betreuungszeiten sowie individuelle Maßnahmen ggf. in Kombination mit Lehrkräften eingesetzt werden. Hierzu sind die bestehenden Verträge entsprechend zu modifizieren. Es ist darauf zu achten, dass Lehrer die eine stabile Klassen führen, z. B. für Pausen und Aufsichtszeiten möglichst durch eine weitere Lehrkraft oder sonstige Beschäftigte in der Schule unterstützt wird.

Bei Unterrichtsausfall können GTA – Kräfte oder sonstiges der Schule zur Verfügung stehendes Personal eingesetzt werden.

Weitere Informationen finden sich in dem Schulleiterbrief vom 29.04.2020 Hinweise zum Einsatz von GTA-Kräften an allgemeinbildenden Schulen im Zeitraum vom 20. April bis 17. Juli 2020 im Schulportal.

Gibt es zentrale Vorgaben, welche Fächer mit wie vielen Stunden unterrichtet werden?

Das Bildungsangebot an Grundschulen soll auf die Kernfächer: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und in Klassenstufe 4 Englisch fokussiert werden. Die Sicherung der Grundlagen im Lesen, Schreiben und der Mathematik hat Priorität. Die Potenziale aller Fächer können dafür verantwortungsvoll und nach den Möglichkeiten des Einsatzes der Lehrkräfte genutzt werden.

Die geltende Stundentafel für die Grundschule kann vorrangig für die Fächer Deutsch, Mathematik und Sachunterricht erweitert werden. Unterrichtsangebote in den anderen Fächern sollen fachübergreifend abgestimmt und je nach Möglichkeit hinzugezogen werden.

In Verantwortung der Einzelschule sollen bedarfsgerecht individuelle Lernzeiten für notwendige Fördermaßnahmen eingeplant werden. Die für die einzelnen Klassenstufen vorgesehenen Wochenstundenzahlen sind nicht zu überschreiten.

Wird nach Wiederaufnahme des Unterrichts bewertet?

Die Aufgaben, die während der häuslichen Lernzeit erfüllt wurden, sollen lt. Schulleiterbrief des Ministers vom 30.03.2020 in der Grundschule grundsätzlich nicht benotet werden.

Die Hinweise zur Benotung und Versetzung in den FAQ-listen beziehen sich auf das Schulleiterschreiben des Ministers vom 17.04.2020 mit dem Blick auf die Entwicklung bis zum Ende des Schuljahres. Das heißt, dass mit der Wiederaufnahme des Unterrichts bis zum Ende des Schuljahres Noten nur in den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht zusätzlich in Englisch in Klassenstufe 4 vergeben werden können. Dabei ist stets zu beachten, dass die im Rahmen der Schulordnungen bestehenden Möglichkeiten hinsichtlich der Benotung und der Versetzung zu Gunsten des Schülers anzuwenden sind. Ermessensspielräume sind wohlwollend auszulegen. 

Da die Lernzeit zu Hause während der Schulschließungen von den Schülerinnen und Schülern aufgrund der jeweiligen Voraussetzungen und Gegebenheiten sehr unterschiedlich verlief, ist es notwendig diese Unterschiedlichkeit für die Benotung und den Abschluss des Schuljahres angemessen zu berücksichtigen. Im Zusammenhang damit sollte jeder Lehrer sicherstellen, dass keine Überforderungen und kein Leistungsdruck entstehen. Die Bewertung von Leistungen in Form von Benotungen ist dabei auf ein angemessenes Maß, stets den individuellen Lernfortschritt betrachtend, zu beschränken.

Welche Versetzungsregelungen gelten?

Es gelten die Regelungen der Schulordnungen und damit auch die dort enthaltenen Ausnahmeregelungen (vgl. insbesondere § 25 Absatz 5 SOGS, § 30 Absatz 1 Satz 2 SOFS). Die Schulschließungen durch die Corona-Krise werden als „Vorliegen eines wichtigen Grundes“ bei Versetzungsentscheidungen betrachtet, schließen aber eine Nichtversetzung nicht aus. Es wird empfohlen, von den jeweiligen Regelungen in den Schulordnungen großzügig Gebrauch zu machen.

Sollte die Leistungsfähigkeit und die Gesamtentwicklung eines Schülers vermuten lassen, dass er den Anforderungen der nächst höheren Klassenstufe nicht gerecht wird, dann sind die Eltern auch über die Möglichkeit einer freiwilligen Wiederholung zu beraten. Dabei sind die Eltern auf mögliche nachfolgende Konsequenzen im weiterführenden Bildungsverlauf hinzuweisen, z. B. dass die freiwillige Wiederholung einer Klassenstufe als Wiederholung wegen Nichtversetzung und die bereits ausgesprochene Versetzung als nicht getroffen gilt. Die Beratung ist zu protokollieren.

Wie werden schwangere Lehrerinnen geschützt?

Können für Schwangere Schutzmaßnahmen nicht in ausreichender Weise ergriffen werden (z.B. die Sicherstellung eines Mindestabstands von 1,5 m), ist ein Beschäftigungsverbot auszusprechen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass FFP-3 Masken als Schutzmaßnahme für Schwangere ausgeschlossen sind.

Verfallen Mehrarbeitsstunden aus dem Monat März, die bisher geleistet wurden?

Die im Monat März geleisteten MAU-Stunden sind mit den im gleichen Monat ausgefallenen Unterrichtsstunden als Folge der Einstellung des Unterrichtsbetriebs zu verrechnen (vgl. Ziff. 3.1 der VwV Mehrarbeitsunterricht vom 16. November 2017). Die Vergütungspflicht entfällt daher. Ob aus Kulanzgründen eine Weitergewährung erfolgt, ist eine politische Entscheidung.

Wie ist mit Lehrkräften aus dem Bereich »Unterrichtsversorgung« zu verfahren?

Für Lehrkräfte aus dem Bereich »Unterrichtsversorgung« ist eine Entscheidung im Einzelfall erforderlich, ob ein befristetes Arbeitsverhältnis fortgesetzt oder mittels Aufhebungsvertrag bzw. Bedarfskündigung beendet wird. Sofern diese Lehrkräfte zur Notbetreuung oder für Homeoffice benötigt werden, kann an dem Vertragsverhältnis festgehalten werden. Eine Aussetzung ist nicht möglich.

Welche Regelungen gelten für Lehrkräfte, die in Bayern leben und in Sachsen arbeiten?

Für das Arbeits- oder Dienstverhältnis kommt es auf die sächsischen Regelungen an.

Gibt es in diesem Schuljahr Leistungsprämien für Lehrkräfte?

Die Leistungsprämienvergabe an Lehrkräfte gemäß Handlungsprogramm wird zunächst bis nach den Sommerferien verschoben. Dann soll - abhängig von der weiteren Entwicklung - über eine Prämienvergabe neu entschieden werden. Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Beteiligung der Gremien, die Durchführung einer Gesamtlehrerkonferenz und die Möglichkeit einer würdigen Übergabe des Dankschreibens an die Lehrkräfte nicht möglich.

Schreiben an die Schulleiterinnen und Schulleiter vom 1. April

Wie werden Praxisberater und Inklusionsassistenten an Schulen und Kindertageseinrichtungen eingesetzt?

Praxisberater an Oberschulen werden in Abstimmung des SMK mit der Regionaldirektion der BA Sachsen durch das Projektbüro Praxisberater über Einsatzmöglichkeiten und Aufgaben in der unterrichtsfreien Zeit und der Zeit der Schulschließung informiert und stimmen sich mit der jeweiligen Schulleitung ab.

Zusätzliche Fachkräfte an KITAs sowie  Inklusionsassistenten und Praxisberater an Schulen finden Hinweise für projektbezogene Tätigkeiten auf der

Website der Sächsischen Aufbaubank

Welche Förderung erhalten Schulen in freier Trägerschaft?

Die Zahlung der Schülerausgabensätze wird durch die unterrichtsfreie Zeit nicht beeinflusst. Allerdings ist die Zeit, auch wenn die Schule vollständig geschlossen wird, Lernzeit. d.h. die Schule ist nicht von Ihrem Bildungsauftrag entbunden. In welcher Form Sie diesen ohne die Präsenz der Schüler in der Schule umsetzen, bleibt den Schulen überlassen. Während der Schließung der Schule können keine Fehlzeiten bei den Schülern entstehen. Die Schulleitungen sind gebeten zu dokumentieren, wann der Unterricht eingestellt wurde.

Im Übrigen wird auf die Informationen, die auch der Landesarbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände freier Schulträger in Sachsen (LAGSFS Sachsen) zur Verfügung stehen verwiesen:

Informationen der LAGSFS im Zusammenhang mit der Aussetzung der Schulbesuchspflicht und der Schließung von Schulen und Kitas

Können bei schulischen oder sonstigen (Weiter-)Bildungsmaßnahmen die entsprechenden Teilnehmer gegebenenfalls Praxisanteile in Betrieben, Lehrwerkstätten oder Gesundheitseinrichtungen absolvieren?

Ja, sofern diese Betriebe nicht unter die Allgemeinverfügungen fallen und keine sonstigen Gründe dagegen sprechen. Die Teilnehmer sollten sich mit den entsprechenden Einrichtungen abstimmen. 

Finden Fortbildungen in der Hochschule Meißen statt?

Der Fortbildungsbetrieb des Fortbildungszentrums der HSF Meißen wurde eingestellt. Die HSF Meißen geht davon aus, dass die Einstellung des Fortbildungsbetriebes bis mindestens 31.05.2020 andauern wird; wartet aber die jeweils aktuellen politischen und gesetzlichen Entwicklungen ab. Sobald neue Informationen vorliegen, wird die HSF Meißen unverzüglich über die Wiederaufnahme des Fortbildungsbetriebs informieren.

Wie soll die Aktualisierung von erforderlichen Qualifizierungs- und Ersthelfernachweisen in den risikobehafteten Sportarten erfolgen?

Verbunden mit der Absage aller Fortbildungsveranstaltungen bis Schuljahresende gibt es Anfragen zur Umsetzung der in den risikobehafteten Sportarten fristgebundenen Regelungen zur Aktualisierung von erforderlichen Qualifizierungs- und Ersthelfernachweisen. Für die in der Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus zum Schulsport (VwV Schulsport) genannten Fristen zur Aktualisierung von erforderlichen Qualifizierungs- und Ersthelfernachweisen werden entsprechende Übergangsregelungen geschaffen und zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Unabhängig von diesen Aktualisierungen müssen die notwendigen Grundqualifikationen zur Unterrichtung in den genannten risikobehafteten Sportarten jederzeit vorliegen und vorhanden sein.

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