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FAQ Präsenzunterricht

Fragen und Antworten zur pädagogischen Arbeit im Anschluss an die Schulschließungen

Wie ist mit der Umsetzung der Lehrpläne zu verfahren?

Die vollständige Bearbeitung aller Lernziele und Lerninhalte des Lehrplans kann aufgrund der außergewöhnlichen Situation in diesem Schuljahr nicht handlungsleitend sein.

Lernbereiche, die aktuell nicht behandelt werden konnten, können im nächsten Schuljahr bearbeitet und vertieft werden. Wenn einzelne Lernbereiche wegen des Infektionsschutzes nicht durchführbar sind, können aber Lerninhalte aus der nächsten Klassenstufe „vorgezogen“ werden.
Welche Empfehlungen gibt es zum flexiblen Umgang mit den Stundentafeln?

Grundschule

Kinder im Grundschulalter benötigen die meiste Unterstützung beim Erlernen neuer Kompetenzen. Deshalb soll das Bildungsangebot an Grundschulen auf die Kernfächer: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und in Klassenstufe 4 Englisch fokussiert werden. Die Sicherung der Grundlagen im Lesen, Schreiben und der Mathematik hat Priorität.

Oberschule

Die für Oberschulen geltende Stundentafel kann in Eigenverantwortung der Schule angepasst werden. Ein Schwerpunkt sollte auf die Absicherung des Unterrichts in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch und ggf. in den naturwissenschaftlichen Fächern gelegt werden. Die Wochenstundenzahlen in einzelnen Fächern können auch zeitweise erweitert oder gekürzt werden. Dabei sind die für die einzelnen Klassenstufen vorgesehenen Wochenstundenzahlen nicht zu überschreiten. In den Vorabgangsgangklassen sollte der Unterricht vorrangig in den schriftlichen Prüfungsfächern abgesichert werden.

Förderschule

Für die Förderschulen, in denen lernzielgleich, d. h. nach den Lehrplänen der Grund- und Oberschule unterrichtet wird, gelten die Aussagen entsprechend.

Allgemeinbildendes und Berufliches Gymnasium

Die für das allgemeinbildende Gymnasium in der Sekundarstufe I geltende Stundentafel kann in Eigenverantwortung der Einzelschule an die aktuellen Erfordernisse angepasst werden, indem z. B. die Wochenstundenzahl von einzelnen Fächern zeitweise entweder erweitert oder gekürzt wird. Dabei sollte die Anzahl der Wochenstunden, bezogen auf den einzelnen Schüler, nach Möglichkeit nicht überschritten werden.
Kursstufen am Allgemeinbildenden und Beruflichen Gymnasium

In der Jahrgangsstufe 11 am Allgemeinbildenden und in der Jahrgangsstufe 12 am Beruflichen Gymnasium sollte vorrangig Unterricht in den Leistungskursfächern und je nach Schwerpunktsetzung der einzelnen Schule in den Grundkursfächern erfolgen, die schriftliches Abiturprüfungsfach sein können.

Welchen materiellen Gehalt soll die sog. Günstigkeitsregel bei Benotung und Versetzung haben?

Grundsätzlich ist mit der Günstigkeitsregel gemeint, dass die im Rahmen der Schulordnungen bestehenden Möglichkeiten hinsichtlich der Benotung und der Versetzung zu Gunsten des Schülers anzuwenden sind. Es wird empfohlen, die pädagogischen Beurteilungsspielräume wohlwollend auszulegen.

Da die Lernzeit zu Hause während der Schulschließungen von den Schülerinnen und Schülern aufgrund der jeweiligen Voraussetzungen und Gegebenheiten sehr unterschiedlich verlief bzw. verläuft, ist es notwendig diese Unterschiedlichkeit für die Benotung und den Abschluss des Schuljahres angemessen zu berücksichtigen.

Im Zusammenhang damit sollte jeder Lehrer sicherstellen, dass keine Überforderungen und kein Leistungsdruck entstehen. Die Bewertung von Leistungen in Form von Benotungen ist dabei auf ein angemessenes Maß, stets den individuellen Lernfortschritt betrachtend, zu beschränken.

Auf welche Versetzungsregularien sollte noch einmal gezielt hingewiesen werden?

Es wird empfohlen, bei der Entscheidung die Schulschließungen durch die Corona-Krise im Interesse der Schüler zu berücksichtigen. Die Nichtversetzung von Schülern ist jedoch möglich. Sollte die Leistungsfähigkeit und die Gesamtentwicklung eines Schülers vermuten lassen, dass er den Anforderungen der nächst höheren Klassenstufe nicht gerecht wird, dann sind die Eltern auch über die Möglichkeit einer freiwilligen Wiederholung zu beraten. Dabei sind die Eltern auf mögliche nachfolgende Konsequenzen im weiterführenden Bildungsverlauf hinzuweisen.

Was wird mit der praktischen Radfahrausbildung und der Abschlusskontrollfahrt in Grundschule, Klassenstufe 4?

Der praktische Teil der schulischen Radfahrausbildung gehört normalerweise zum regulären Unterricht. Der Lehrplan Sachunterricht Grundschule bzw. Heimatkunde/Sachunterricht an der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen bildet die entsprechende Grundlage.

Mit dem Blick auf die außergewöhnliche Situation durch die Corona-Pandemie fällt die praktische Radfahrausbildung in diesem Schuljahr aus.

Mit der vorgesehenen Aufnahme des Unterrichts für die 4. Klassen und der damit verbunde-nen Verantwortung der Schule für ein schulisches Angebot und ein Betreuungsangebot zu den üblichen Unterrichts- und Betreuungszeiten zu sorgen, sind auch aus organisatorischen Gesichtspunkten unter den aktuellen Gegebenheiten keine Spielräume für die Umsetzung der praktischen Radfahrausbildung vorhanden.

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