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Coronavirus: Impfen, Testen, Quarantäne

Blick in ein medizinisches Labor, eine Labormitarbeiterin ist an ihrem Arbeitsplatz tätig © pixabay.de/jarmoluk

Aktuelles

  • Ein Einblick in eine Intensivstation. Es ist ein Bildschirm mit Werten von Patienten zu sehen.
    © dpa-Zentralbild

    Interviews aus dem Universitätsklinikum Dresden

    Die Situation an den Krankenhäusern in Sachsen besonders angespannt. Ein ärztlicher Leiter und ein Pflegeleiter aus dem Universitätsklinikum Dresden beschreiben die aktuelle Situation.

    Interviews aus dem Universitätsklinikum Dresden

Was tun bei einer (möglichen) Infektion mit dem Coronavirus?

Das Schaubild erklärt Bürgern, wie sie mit einer möglichen Infektion umgehen sollen. Angefangen von der Überprüfung der Erkrankungssymptome wird Schritt für Schritt das Vorgehen erklärt.
Dieses Schaubild des RKI gibt Hinweise und zeigt wichtige Schritte auf, die zu ergreifen sind, falls für COVID-19 typische Erkrankungssymptome auftreten: Welche wichtigen Grundregeln müssen Sie beachten? Wer berät sie als erstes telefonisch und veranlasst die nächsten Schritte der ärztlichen Versorgung und einen Test auf das Virus SARS-CoV-2? Was ist bei positivem bzw. negativem Testergebnis zu tun?  © Robert-Koch-Institut

Sie haben Krankheitszeichen, die auf COVID-19 hinweisen? Sie hatten Kontakt zu einem Menschen, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde? Eine erste Hilfestellung geben wir Betroffenen hier. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut informieren Sie ausführlich darüber, wie Sie jetzt vorgehen sollten. Bitte nutzen Sie diese Handlungsanweisungen und Orientierungshilfen, die wir Ihnen untenstehend verlinken.

Informieren Sie sich bitte außerdem auf den Coronavirus-Seiten der sächsischen Landkreise und Kreisfreien Städte zu den in Ihrer Regionen geltenden Vorschriften hinsichtlich Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und positiv Getesteten.

Häufige Fragen zur Quarantäne in Sachsen

Die Regelungen zur Quarantäne (Absonderung) werden in Sachsen von den Landkreisen und Kreisfreien Städten in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen erlassen. Das Sozialministerium erstellt die Grundlage dafür, so dass grundsätzlich überall in Sachsen die gleichen Regeln gelten. Die Gesundheitsämter können bei Bedarf davon abweichen. 

Die Antworten auf die nachfolgenden Fragen entsprechen dem aktuellsten Stand, wie sie spätestens ab dem 21. November 2021 gelten. Die Regelungen werden derzeit angepasst.

Sie müssen für mind. 14 Tage zu Hause bleiben (d. h. sich absondern). Wenn Sie noch Symptome haben, verlängert sich die Zeit.

  • Sie dürfen nur raus, wenn Sie zum Arzt gehen müssen.
  • Wenn Sie mit anderen Menschen zusammenleben und in den letzten zwei Tagen mit ihnen auch engen Kontakt hatten, müssen Sie ihnen sofort sagen, dass Sie positiv sind und diese ebenfalls zu Hause bleiben müssen.
  • Sagen Sie allen anderen (auch geimpften und genesenen) Personen Bescheid, mit denen Sie zwei Tage vor dem Test oder Ihren Symptomen Kontakt hatten. Alle sollen sich am 4. oder 5. Tag nach dem Kontakt mit Ihnen testen lassen. Das geht in einer Teststelle.
  • Vermeiden Sie die Nähe zu den Menschen in Ihrer Wohnung, damit Sie diese nicht anstecken.
  • Sagen Sie Ihrem Arbeitgeber oder ggf. der Schule Bescheid.
  • Aktivieren Sie die Corona-Warn-App und teilen Sie Ihr Testergebnis.
  • Wenn Sie vollständig geimpft sind und keine Symptome haben, können Sie am 5. Tag einen PCR-Test oder am 7. Test einen Antigenschnelltest in einer Teststelle machen. Wenn der Test negativ ist, ist Ihre Absonderung zu Ende. Heben Sie das Testergebnis auf, falls das Gesundheitsamt das sehen will.

Ja, auch wenn Sie keine Symptome haben. Es wird davon ausgegangen, dass vollständig geimpfte Personen für einen kürzeren Zeitraum ansteckend sind. Daher können diese die Absonderung vor dem Ablauf der 14 Tage beenden. Wenn Sie vollständig geimpft sind und keine Symptome haben, können Sie am 5. Tag einen PCR-Test oder am 7. Test einen Antigenschnelltest in einer Teststelle machen. Wenn der Test negativ ist, ist Ihre Absonderung zu Ende. Heben Sie das Testergebnis auf, falls das Gesundheitsamt das sehen will.

Den PCR-Test müssen Sie selber bezahlen. Nach der Coronavirus-Testverordnung besteht kein Anspruch auf einen PCR-Test.

Als enge Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall gilt, wenn folgende Situation vorlag

  • Aufenthalt in der Nähe (weniger als 1,5 m) und länger 10 Minuten ohne dass beide Mund-Nasen-Schutz getragen haben oder
  • Gespräch mit der positiv getesteten Person mit weniger als 1,5 m Abstand zueinander (unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne Mund-Nasen-Schutz oder mit direktem Kontakt (mit Sekret aus den Atemwegen) oder
  • Aufenthalt von Kontaktperson (und positiv getesteter Person) im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration von infektiösen Aerosolen unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Das gilt nicht, wenn der Mund-Nasen-Schutz korrekt als persönliche Schutzausrüstung zum Beispiel im Rahmen der Patientenversorgung getragen wurde.

Wenn Sie mit einer positiv getesteten Person zusammenleben (ein Hausstand) müssen Sie sofort in Absonderung (Quarantäne) gehen.

Wenn Sie in dem Zeitraum ab zwei Tage vor dem Test oder dem Auftreten von Symptomen keinen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten, brauchen Sie nicht in Absonderung gehen.

Zwei Beispiele zur Berechnung:

  • Ihr Kind wurde am Freitag in der Schule positiv getestet. Sie haben es am Dienstag das letzte Mal gesehen, seit dem hält es sich in der Wohnung des anderen Elternteils auf. Sie müssen nicht in Absonderung gehen, solange sie keinen direkten Kontakt mit Ihrem Kind haben.
  • Ihre Mitbewohnerin hat seit Sonntag typische Symptome für COVID-19. Am Montag hat sie einen positiven Test gemacht. Sie haben am Samstag mit ihr zusammen gegessen. Sie müssen in Absonderung gehen. Als erster Tag der Absonderung gilt der Tag nach dem Kontakt, also der Sonntag.

Sie müssen nicht in Absonderung gehen, wenn Sie vollständig geimpft sind oder wenn Sie vor höchstens sechs Monaten selber einen positiven PCR-Test hatten und genesen sind.

Hausstandsangehörige und enge Kontaktpersonen, die vom Gesundheitsamt informiert wurden, müssen für  10 Tage in Absonderung (Quarantäne). Als erster Tag wird der Tag nach dem letzten Kontakt gerechnet. Wer keine Symptome hat, kann sich »freitesten« lassen: ab dem 7. Tag mittels Antigenschnelltest oder PCR-Test und. Die Absonderung endet erst, wenn das negative Testergebnis vorliegt. Sie müssen Testnachweis aufheben. Evtl. will das Gesundheitsamt den Nachweis sehen.

Zwei Beispiele zur Berechnung der Zeit für Ungeimpfte und Personen, die in den letzten sechs Monaten nicht selber an Corona erkrankt waren (positiver PCR-Test):

  • Ihr Kind wurde am Freitag, den 19. November in der Schule positiv getestet und hat keine Symptome. Sobald Sie von dem positiven Test erfahren, müssen sofort nach Hause in Absonderung gehen. Ihre Absonderungszeit wird ab dem Tag danach gerechnet, also den 20. November, für 10 Tag berechnet, also den 29. November. Am 7. Tag, also den 26. November können Sie sich »freitesten«, wenn Sie keine Symptome haben und Testergebnis negativ ist.
  • Ihre Mitbewohnerin hat seit dem 21. November typische Symptome für COVID-19. Am 22. November hat sie einen positiven Test gemacht. Sie haben am 20. November mit ihr zusammen gegessen. Sie müssen in Absonderung gehen. Als erster Tag der Absonderung gilt der Tag nach dem Kontakt, also der 21 November. Sie müssen bis zum 30. November in Absonderung bleiben. Sie können sich am 27. November freitesten, wenn Sie keine Symptome haben und das Testergebnis negativ ist.

Aufgrund der angespannten Infektionslage in Sachsen, konzentrieren sich die Gesundheitsämter vor allem auf die Bearbeitung der Infektionsfälle und um den Schutz von Kranken oder älteren Personen (sog. vulnerable Gruppen). Wer engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person muss sich selber darum kümmern, andere zu schützen.

Daher gilt für alle Personen, die weder vollständig geimpft oder genesen sind:

  • alle Hausstandsangehörigen (z. B. Familie, WG): für 10 Quarantäne (Absonderung). Siehe auch die Fragen zur Dauer der Quarantäne und Freitestung.

Das Gesundheitsamt schickt keine Quarantäneanordnung an die Hausstandsangehörigen. Wenn ein Nachweis für die Schule, Arbeitgeber oder für den PCR-Test gebraucht wird, kann die Information des Gesundheitsamtes an die positiv getestete Person genutzt werden.

Das Gesundheitsamt kann weiterhin enge Kontaktpersonen ermitteln und die Quarantäne (Absonderung) anordnen.

Alle Personen, die engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten und nicht abgesondert sind, sind aufgefordert eigenverantwortlich, ihre Kontakte zu reduzieren (z. B. wenn möglich im Home-Office zu arbeiten) und sich am 4. oder 5. Tag nach dem Kontakt testen zu lassen.

Ja, wenn Sie weder vollständig geimpft noch genesen sind.

Wenn Sie und ihr Kind gesetzlich krankenversichert sind, können Sie für die Betreuung ihres Kindes Kinderkrankentage in Anspruch nehmen. Dies geht für Kinder bis 12 Jahre und für Kinder mit Behinderung ohne Altersgrenze.

Bei einem positiven Coronafall in der Schule werden grundsätzlich nur das betroffene Kind und ggf. betroffene ungeimpfte Erwachsene (Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte) abgesondert.

Wenn mehrere Kinder zur gleichen Zeit positiv getestet werden, kann das Gesundheitsamt die ganze Klasse in Quarantäne (Absonderung) schicken oder die Schule entscheidet, dass andere Maßnahmen (wie zum Beispiel häusliche Lernzeit) getroffen werden.

Die Familie von dem Kind, das enge Kontaktperson ist, muss sich nicht absondern. Jedoch ist es auch hier ratsam, die Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren.

Bei einem positiven Coronafall in der Kita werden grundsätzlich nur das betroffene Kind und ggf. exponierte betroffene ungeimpfte Erwachsene (pädagogische Fachkräfte) abgesondert.

Wenn mehrere Kinder zur gleichen Zeit positiv getestet werden, kann das Gesundheitsamt die ganze Gruppe in Quarantäne (Absonderung) schicken.

Die Familie von dem Kind, das enge Kontaktperson ist, muss sich nicht absondern. Jedoch ist es auch hier ratsam, die Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren. Bei gesetzlich krankenversicherten Eltern und Kindern können sich die Eltern zur Betreuung ihrer Kinder auch »kindkrank« melden, wenn die Betreuung ausfällt.

Grundsätzlich wird angestrebt, möglichst wenige Kinder und Jugendliche bei COVID-19-Fällen an Kitas und Schulen abzusondern (in Quarantäne zu schicken). Ziel ist es, den Regelbetrieb weitgehend aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die psychosozialen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren.

Es hat sich gezeigt, dass nach einem Coronafall in der Kita sehr wenige weitere Kinder innerhalb der Kitagruppen positiv getestet werden. Auch anhand der altersbezogenen Inzidenzen wird derzeit deutlich, dass sich nur wenige Kita-Kinder als Kontaktpersonen infizieren. Vermutlich stecken sich derzeit die Kinder eher bei ihren ungeimpften Eltern an und nicht in der Kita.

Im Schulbereich stellt sich die Situation etwas anders dar. Die Inzidenzen bei Kindern im Schulalter sind derzeit hoch. Aufgrund dessen erfolgt aktuell die dreimalige bzw. tägliche Testung in den Schulklassen abhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen. Das Kultusministerium regelt, wie häufig in der Schule getestet wird.

Bei einem Coronafall wird nun immer das positive Kind und ggf. weitere symptomatische Kinder bzw. das Personal abgesondert. Das Gesundheitsamt kann auch mehrere Personen absondern, was zum Beispiel im Fall eines Ausbruchs geschieht. Die Entscheidung hierzu obliegt dem jeweiligen Gesundheitsamt.

Neben der unverzüglichen Absonderung der positiv getesteten Personen kann, gemäß SchulKita Corona VO, der Träger bzw. das Kultusministerium, einzelne Kitas oder Schulen teilweise oder vollständig schließen oder auch in Kindertageseinrichtungen den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen beschließen. Einzelne Klassen- bzw. Schulschließungen erfolgen per Allgemeinverfügung durch das Kultusministerium.

Kita- und Grundschul-Kinder können sich bislang kaum vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen. Daher haben alle Erwachsenen (das Personal und die Familien) die Verantwortung, die Kinder zu schützen. Dies gelingt am besten durch die Impfung der Erwachsenen und älteren Geschwister. Auf diesem Weg wird der Eintrag von Infektionen in die Einrichtungen vermieden.

Zur Beantwortung weiterführender Fragen im Schul- und Kitabereich wird auf die Seite des Kultusministeriums verwiesen: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2021/11/05/schulen-und-kitas-sollen-offen-bleiben/

Nein, wenn die Infektion innerhalb des letztes halben Jahres stattfand. Die Infektion muss mit einem PCR-Testergebnis belegt sein. Trotzdem sollen Sie Ihre Kontakte reduzieren und (wenn möglich) zum Beispiel im Home-Office arbeiten. Sie sollten sich am 4. oder 5. Tag testen lassen.

Nein, symptomlose und vollständig geimpfte Personen (d. h. am 15. Tag nach der letzten notwendigen Impfung) müssen sich nicht mehr absondern. Trotzdem sollen Sie Ihre Kontakte reduzieren und (wenn möglich) zum Beispiel im Home-Office arbeiten. Sie sollten sich am 4. oder 5. Tag testen lassen. Auch geimpfte Personen können sich anstecken.

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie typische Symptome haben und vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Ja, dies ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung der Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, muss diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und muss sich vorsichtshalber solange zu Hause in Quarantäne (Absonderung) begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Zudem müssen Sie Ihren Hausstandsangehörigen (Familie, Wohngemeinschaft) mitteilen, dass Sie sich selbst positiv getestet haben und die Angehörigen ihre Kontakte reduzieren müssen.

Nein, der zu Hause ohne Aufsicht vorgenommene Selbsttest ist nicht meldepflichtig. Sie müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Anders kann es sein, wenn zum Beispiel in einer Einrichtung oder einem Betrieb das Personal sich unter Aufsicht selbst testet. Hier ist die Einrichtung oder das Unternehmen weiterhin meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

Ja. Personen, die sich selbst positiv getestet haben, müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Solange bis das Ergebnis vom PCR-Test vorliegt, gelten sie als sogenannte Verdachtspersonen und müssen sich absondern. Zudem sollen auch die Hausstandsangehörigen vorsorglich, ihre Kontakte reduzieren.

 

Informationen zum Corona-Virus in Leichter Sprache

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Corona-Virus in Leichter Sprache

Was bedeuten die aktuellen Corona-Regelungen in Sachsen? Auf welchen Internet-Seiten bekomme ich wichtige Informationen über das Corona-Virus? Wo kann ich mich zur Impfung gegen COVID-19 informieren?

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