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Gesundheit und Soziales

Blick in ein medizinisches Labor, eine Labormitarbeiterin ist an ihrem Arbeitsplatz tätig © pixabay.de/jarmoluk

Was tun bei einer (möglichen) Infektion mit dem Coronavirus?

Das Schaubild erklärt Bürgern, wie sie mit einer möglichen Infektion umgehen sollen. Angefangen von der Überprüfung der Erkrankungssymptome wird Schritt für Schritt das Vorgehen erklärt. © Robert-Koch-Institut

Sie haben Krankheitszeichen, die auf COVID-19 hinweisen? Sie hatten Kontakt zu einem Menschen, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde? Eine erste Hilfestellung geben wir Betroffenen hier. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert-Koch-Institut informieren Sie ausführlich darüber, wie Sie jetzt vorgehen sollten. Bitte nutzen Sie diese Handlungsanweisungen und Orientierungshilfen, die wir Ihnen untenstehend verlinken.

Bei Krankheitszeichen, die auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 hindeuten können, beachten Sie bitte diese wichtigen Verhaltensregeln: 

  • Bleiben Sie zu Hause! Beschränken Sie auch dort direkte Kontakte, insbesondere zu Personen, die zu einer Risikogruppe gehören. Beachten Sie die AHA+L-Formel: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen sowie regelmäßiges Lüften. Nutzen Sie die Corona-Warn-App.
  • Lassen Sie sich telefonisch beraten! Stellen Sie sich nicht ohne telefonische Anmeldung bei Ihrem Arzt vor! Kontaktieren Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116117, Ihren Hausarzt bzw. einen anderen behandelnden Mediziner, die Corona-Hotline Ihres Landkreises bzw. Ihrer kreisfreien Stadt oder eine Fieberambulanz.
  • Folgen Sie den ärztlichen Anweisungen! Der Arzt entscheidet über eine notwendie Testung.
  • Warten Sie das Testergebnis ab! Sie sollten bis zum Vorliegen des Ergebnisses weiterhin zu Hause bleiben, direkte Kontakte reduzieren und die Maßnahmen der AHA+L-Formel einhalten. 

Hatten Sie Kontakt zu einer Person, bei der das Coronavirus SARS-CoV-2 durch einen Labortest nachgewiesen wurde, berücksichtigen Sie bitte diese wichtigen Verhaltensregeln:

  • Begeben Sie sich sofort in Quarantäne, auch wenn Sie keine Krankheitszeichen haben! Sie sollten Sie sich umgehend telefonisch mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen. Das gilt auch, wenn Sie von der Corona-Warn-App eine entsprechende Warnmeldung erhalten
  • Beachten Sie die »Quarantäneregeln«.
  • Folgen Sie den Anweisungen des Gesundheitsamtes! Ihr Gesundheitsamt wird Sie über die weiteren erforderlichen Schritte informieren. Die zu ergreifenden Maßnahmen hängen insbesondere davon ab, wie eng der Kontakt zu der infizierten Person war und wie hoch damit das Risiko ist, dass Sie sich angesteckt haben. 
  • Sollten Sie selbst Krankheitsanzeichen entwickeln, lassen Sie sich bitte umgehend ärztlich beraten. Stellen Sie sich nicht ohne telefonische Anmeldung bei Ihrem Arzt vor! 

Wenn sich der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch ein positives Testergebnis bestätigt hat, handeln Sie bitte wie folgt: 

  • Begeben Sie sich bitte unverzüglich in häusliche Isolation (»Absonderung«).
  • Nehmen Sie Kontakt zum zuständigen Gesundheitsamt auf. Das Gesundheitsamt wird eine Isolierung mit einer Reihe von Verhaltensregeln und Hygienemaßnahmen anordnen.
  • Beachten Sie die »Quarantäneregeln«! Halten Sie die wichtige Verhaltens- und Hygieneregeln ein, um Ihre Haushaltsangehörigen nach Möglichkeit vor einer Ansteckung zu schützen.
  • Informieren Sie andere über die Corona-Warn-App! Helfen Sie Infektionsketten zu durchbrechen und tragen Sie Ihr positives Testergebnis ein.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über weitere Maßnahmen für Sie selbst und Ihre Kontaktpersonen.
  • Informieren Sie Ihre Kontaktpersonen der vergangenen 14 Tage über Ihre Infektion.
  • Schreiben Sie Ihre Kontaktpersonen auf! Unterstützen Sie die Arbeit Ihres Gesundheitsamtes. Notieren Sie bitte, mit wem Sie ab zwei Tage vor Beginn der Krankheitszeichen engen Kontakt hatten.
  • Bei Zunahme der Beschwerden, vor allem bei Kurzatmigkeit, lassen Sie sich umgehend ärztlich beraten.
  • Die häusliche Isolierung beendet das zuständige Gesundheitsamt nach festgelegten Kriterien. Sie werden in der Regel aus der Isolierung entlassen, wenn davon auszugehen ist, dass Sie nicht mehr ansteckend sind. 

Coronavirus in Sachsen: Aktuelles aus dem Bereich Gesundheit, Soziales, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Verbraucherschutz

Freistaat beteiligt sich an Kosten für Antigen-Schnelltests

(14. Januar 2021) Um die Beschäftigten und Unternehmen, die nicht auf Homeoffice ausweichen können, noch besser vor dem Coronavirus zu schützen, führt der Freistaat Sachsen eine regelmäßige Testpflicht für Grenzpendler und Grenzgänger aus und in Risikogebiete ein. Die Regelung der Sächsischen Corona-Quarantäne-Verordnung enthält die Verpflichtung für diese Personengruppe, sich einmal wöchentlich einer Testung auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 zu unterziehen. Diese Regelung gilt sowohl für Einpendler nach Sachsen (Grenzgänger) als auch für Auspendler aus Sachsen (Grenzpendler) ab Montag, den 18. Januar 2021. So sollen Infektionsketten schneller erkannt und gestoppt werden.

Die Tests - Schnelltests sind hierfür ausreichend - können z.B. bei Betriebsärztinnen und –ärzten, in Eigenorganisation bei örtlichen Haus- und Fachärzten, bei privaten Testanbietern sowie in einigen Apotheken durchgeführt werden. Eine Übersicht über alle Test- und Schwerpunktpraxen ist auf der Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen aufgelistet: https://www.kvs-sachsen.de/aktuell/corona-virus/test-und-schwerpunktpraxen/

Weiterhin gibt es ein Testzentrum im Vogtlandkreis: An der Musikhalle 16, 08258 Markneukirchen, geöffnet Mo-Fr 13-17 Uhr (ctz-mkn@rettzv-sws.de, 0151/8021736) und ein Testzentrum in Auerbach: Friedrich-Ebert-Straße 21a, 08209 Auerbach, geöffnet Mo-Fr 9-12 Uhr (ctz-ae@rettzv-sws.de, 03741/457288).

Außerdem ist es möglich, Beschäftigte auszubilden, die die Schnelltests im Unternehmen durchführen können. Diese (Online-)Kurse bietet das Bildungswerk des Deutsche Roten Kreuzes (DRK) an.

Anerkannt werden auch Schnelltests aus Polen und Tschechien. Tschechische Bürgerinnen und Bürger, die dort voll krankenversichert sind, haben Anspruch auf einen kostenfreien Schnelltest pro Woche.

Auch der Freistaat Sachsen wird sich an den Kosten der Tests mit zehn Euro pro Test beteiligen, darauf hat sich das Kabinett verständigt. Die Unterstützung bei den Testkosten wird branchenoffen gewährt und erfolgt als Festbetragsfinanzierung nach dem Erstattungsprinzip pro nachgewiesener Testung. Gefördert werden auch die Tests auspendelnder Beschäftigter. Anträge können monatlich bei der Landesdirektion Sachsen gestellt werden. Dazu ergänzt das SMWA die Richtlinie zur Unterstützung von Arbeitgebern systemrelevanter Unternehmen bei den Unterbringungskosten für Einpendler aus Tschechien und Polen vom 26. November 2020 (Pendlerförderung).

Hintergrund

Der betroffene Personenkreis liegt bei geschätzten 25.000 Personen (ca. 9.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Einpendler aus Tschechien und 10.000 aus Polen. Sächsische Beschäftigte, die beruflich in die Nachbarländer pendeln, werden nicht erfasst.)

In einem der Medieninformation beigefügten Faktenblatt sind alle für den Arbeitsschutz wesentlichen Gesichtspunkte zu den Testungen zusammenfasst. Die Aussagen im Faktenblatt zur notwendigen Schutzausrüstung, der Ausstattung des Arbeitsplatzes und der sicheren Abfallentsorgung bei Point-of-Care-Antigen-Schnelltests (PoC-Test) entsprechen den Empfehlung des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zu »Arbeitsschutzmaßnahmen bei Probenahme und Diagnostik von SARS-CoV-2« 6/2020. Das Faktenblatt ergänzt diese Empfehlungen um Verweise auf die gesetzlichen Grundlagen und das einschlägige Technische Regelwerk und soll jenen Personen, die PoC-Tests organisieren und durchführen, einen schnellen Einstieg die relevanten Themen des Arbeitsschutzes bieten.

Antworten auf häufige Fragen für Grenzpendler und -gänger finden Sie hier: https://www.coronavirus.sachsen.de/informationen-fuer-einreisende-nach-sachsen-7298.html

(11. Januar 2021) Am 11. Januar haben die sächsischen Impfzentren in den 13 Landkreisen bzw. Kreisfreien Städten ihren Betrieb aufgenommen. Mit der Lieferung von weiteren 34.125 Impfdosen am 8. Januar und der am 18. Januar erwarteten Lieferung von weiteren 34.125 Impfdosen steht so viel Impfstoff zur Verfügung, dass nun ein kontinuierlicher und effizienter Betrieb der Impfzentren ohne Unterbrechung gesichert ist. Bereits seit dem 27. Dezember 2020 impfen die Kliniken ihr Personal in eigener Zuständigkeit. Mobile Teams impfen Bewohner und Personal in Pflegeeinrichtungen, die dafür Termine mit dem Deutschen Roten Kreuz vereinbaren.

Gesundheitsministerin Petra Köpping, der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS), Dr. med. Klaus Heckemann und der Vorsitzende des Vorstandes des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Landesverband Sachsen, Rüdiger Unger, besuchten zum sachsenweiten Start die Einrichtung in Riesa in der Sachsen-Arena. Staatsministerin Köpping: »Wir sind sehr froh, dass wir aufgrund der Menge des zur Verfügung stehenden Impfstoffes heute in der Lage sind, flächendeckend die Impfzentren in Sachsen ans Netz gehen zu lassen. Der Aufbau und die Organisation der Zentren wurde planmäßig abgeschlossen. Ich danke allen daran Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und das Engagement auch über die Feiertage an Weihnachten und den Jahreswechsel hinweg. Wir sind uns sicher, dass das Impfangebot gut angenommen wird. Ich versichere, dass keiner vergessen wird, der geimpft werden möchte. Je mehr Impfstoff zur Verfügung steht, darunter auch Impfstoff mit anderen Anforderungen an die Lagerung, werden wir das Angebot erweitern und anpassen.« DRK-Chef Unger: »Diese Woche ist für das DRK in Sachsen von entscheidender Bedeutung. Mit dem Start der 13 Impfzentren sind wir im Regelbetrieb angekommen. Seit heute schafft die Möglichkeit der individuellen Terminvergabe die Grundlage, dass die Immunisierung auch wirklich in der Fläche ankommt. Unsere größte Sorge ist jetzt, dass die Menge an Impfstoff nicht ausreichend ist, um der Nachfrage gerecht zu werden.« Dr. med. Klaus Heckemann, Vorstandsvorsitzender der KV Sachsen: »Die Bereitschaft der sächsischen Ärzte und von weiterem medizinischen Personal, bei den Impfungen gegen das Corona-Virus zu unterstützen, ist sehr hoch. Alle Impfhelfer, die über unser Online-Rekrutierungsportal ihre Einsatzbereitschaft gemeldet haben, tun dies freiwillig. Von vielen Ärzten wissen wir, dass die Mitarbeit in den Impfzentren und mobilen Teams zusätzlich zu ihrer Tätigkeit in der eigenen Praxis hinzukommt. Die KV Sachsen plant den Einsatz von ärztlichem und nichtärztlichem Personal entsprechend den Anforderungen und der Verfügbarkeit des Impfstoffs und dankt bereits jetzt für die zahlreich eingegangenen Bewerbungen und die große Bereitschaft, diese Aufgabe gemeinsam mit uns zu meistern."

Zunächst werden in den Zentren Angehörige prioritär zu impfender Berufsgruppen mittels Gruppenterminen geimpft (z.B. Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten, Rettungsdiensten etc.). Individualtermine zum Impfen können online  vereinbart und ab dem 18. Januar dann durchgeführt werden. Eine telefonische Anmeldung ist ab 18. Januar unter 0800 0899 089 kostenfrei möglich.

Impftermine können vorerst nur für Angehörige der Priorisierungsgruppe 1 gebucht werden. Auf Grundlage der Bundesverordnung und des durch die Sächsische Impfkommission (SIKO) erstellten Positionspapiers hat das Gesundheitsministerium eine Priorisierungsliste fertiggestellt, die die Umsetzung der Impfaktion ab dem 11. Januar erleichtern soll. Höchste Priorität beim Impfen haben auch weiterhin die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal der Alten- und Pflegeheime, daneben die Mitarbeiter der Krankenhäuser. Seit dem Start der Impfzentren rücken die weiteren Personen der höchsten Impfpriorität in den Fokus: mobile Personen über 80 Jahre, aber auch Beschäftigte ambulanter Pflegedienste und besonders betroffene Risikobereiche der ambulanten Versorgung.

Jeder, der sich impfen lassen möchte, wird ein Angebot erhalten. Auch Transportmöglichkeiten wie Bürgerbusse und die perspektivische Impfung beim Hausarzt werden fortlaufend geprüft. Derzeit ist dies noch nicht möglich, da der Impfstoff unter anderem eine komplexe Kühlkette verlangt. Die Verpackung der Impfdosen in Mehrdosenbehältnissen pro Flasche ist der Hauptgrund, dass aktuell eine Impfung in Impfzentren erfolgen muss. Dort können diese Dosen unmittelbar hintereinander verbraucht werden, ohne den Impfstoff nach dem Auflösen noch einmal zu transportieren. Eine Impfung in ambulanten Praxen ist nicht möglich, da der Impfstoff nach Auflösen und die Einzeldosisspritzen nicht mehr erschüttert werden dürfen. Nach Aufteilung der fünf Dosen muss der Impfstoff dann auch unverzüglich verimpft werden. Der Impfstoff ist nach wie vor sehr knapp. Dies macht die hohe Priorisierung nötig und auch die konzentrierte Impfung in Impfzentren, damit kein Impfstoff aufgrund unsachgemäßer Lagerung vernichtet werden muss.

Pro Impfzentrum sind je nach örtlichen Voraussetzungen bis zu maximal zehn Impfstrecken möglich. Pro Impfstrecke werden seitens der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt: ein Arzt, der die tagesaktuelle Impftauglichkeit prüft, ein zusätzlicher Arzt pro zwei Impfstrecken für erweiterte Aufklärungsfragen, zwei Hersteller für den Impfstoff, vier medizinische Fachangestellte/Krankenschwestern, Arzthelfer oder Rettungsassistenten.

Am 11. Januar gingen die Impfzentren noch nicht mit allen maximal möglichen Impfstrecken an den Start, was im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit des Impfstoffs steht. In Abhängigkeit der Verfügbarkeit des Impfstoffs bzw. neuer Impfstoffe, wird dann die Anzahl der Impfstrecken sukzessive in den Impfzentren hochgefahren. Zum Start sind in den 13 Impfzentren ca. 28 Ärzte, bis zu 60 medizinische Fachkräfte und 26 pharmazeutische Fachkräfte in Vollzeittätigkeit im Einsatz. Hinzu kommen seitens des DRK pro Impfzentrum etwa 20 Mitarbeiter und zwei Leitungskräfte.

Hintergrund:
Das Sozialministerium hat das Deutsche Rote Kreuz Sachsen (DRK) mit der Koordinierung der Errichtung und des Betriebs der Corona-Impfzentren beauftragt. Gemeinsam mit dem Landeskommando der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk hat das DRK einen Arbeitsstab eingerichtet, der auf Ebene der Landkreise durch lokale Einsatzstäbe ergänzt wird. Einbezogen sind zudem die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter Unfallhilfe und die Malteser sowie die kommunale Ebene. Für das ärztliche Personal ist die Kassenärztliche Vereinigung (KVS) zuständig.

Die Impfzentren selbst sind täglich geöffnet. Unter der Woche plant das DRK zehn Stunden und am Wochenende Öffnungszeiten von acht Stunden: Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, am Wochenende und Feiertag 9 bis 17 Uhr. Mindestens zwei Impfstrecken pro Zentrum sind vorbereitet. Die größten Objekte können aber nach Bedarf auf bis zu zehn solcher Strecken erweitert werden. Pro Tag können so sachsenweit perspektivisch bis zu 13.000 Bürgerinnen und Bürger geimpft werden.
Weitere ortsnahe Filialen der Impfzentren sollen in Absprache mit den Landkreisen eingerichtet werden, sobald mehr Impfstoff zur Verfügung steht.

Die mittlerweile 15 mobilen Impfteams (eines im jeden Landkreis und in Chemnitz, jeweils zwei in Dresden und Leipzig) werden vom DRK koordiniert. Sie bestehen aus drei medizinischen Mitarbeitern, davon mindestens einem Arzt und einem medizinischen Fachangestellten, der den Impfstoff aufbereitet sowie zwei Helfern zur Unterstützung und Dokumentation. Das nichtmedizinische Personal wird gestellt durch die Johanniter-Unfall-Hilfe, den Arbeiter-Samariter-Bund, die Malteser, die Bundeswehr und durch das DRK.

Aufgrund des begrenzt vorhandenen Impfstoffs gilt eine Rechtsverordnung des Bundes zur Priorisierung von Personengruppen. In die Gruppe der höchsten Priorität fallen in Sachsen etwa 457 000 Menschen. Nach derzeitiger Planung ist davon auszugehen, dass bis Ende Januar etwa 18 Prozent der Priorisierungsgruppe 1 geimpft werden kann. Kalkuliert wird pro Tag sachsenweit mit rund 2800 Impfungen. Die Zahl der geplanten Impfdosen für die mobilen Teams und Impfzentren in Landkreisen orientiert sich an der jeweiligen Bevölkerungszahl. Jedes Impfteam kann täglich in den Landkreisen 100 Impfdosen impfen, in den kreisfreien Städten perspektivisch zwei Teams 200 Dosen. Die restlichen Dosen gehen in die Impfzentren. Nach derzeitiger Kalkulation werden jedem Impfzentrum je nach Bevölkerungsanteil des Landkreises zunächst 50 bis 230 Impfdosen pro Tag zugeteilt. Trifft mehr Impfstoff ein, kann dieser jederzeit in das System eingespeist werden.

(30. Dezember 2020) 68.250 Impfdosen sind bislang nach Sachsen geliefert worden (Stand: 30. Dezember 2020). Bis zum avisierten Eingang von weiteren 34.125 Dosen bis Mitte Januar 2021 sind alle Impfdosen bereits verteilt oder verplant.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Für uns stehen die Impfungen in den Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Klinikpersonal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko zunächst im Fokus. Es ist absolut wichtig, dass die Versorgung im medizinischen und pflegerischen Bereich aufrecht erhalten bleibt. Deshalb müssen wir dort zuerst impfen und mit der Öffnung der Impfzentren noch so lange warten bis ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht. Dies wird um den 11. Januar 2021 der Fall sein, wenn weiterer Impfstoff kontinuierlich nach Sachsen geliefert wird. Dann beginnt auch die Anmeldung für Impftermine. Ich bitte im Moment einfach noch um ein wenig Geduld, wir sind auf einem guten Weg und arbeiten ohne Unterbrechung daran, dass die priorisierten Personengruppen mit dem Impfstoff versorgt wird.«

Den Großteil der Impfdosen (55,7%) wurde mit Eintreffen der Lieferungen am 26., 28., und 30. Dezember 2020 durch das Deutsche Rote Kreuz an die Krankenhaus-Cluster in Leipzig, Chemnitz und Dresden übergeben. Diese führen die erste und zweite Impfung in Eigenverantwortung durch. Mit der Entscheidung, die Krankenhäuser prioritär Impfdosen zur Verfügung zu stellen, soll die angespannte Personal-Situation entlastet werden.

Nach dem Start der Impfungen am 27. Dezember 2020 wurden bisher in den Landkreisen Zwickau, Bautzen und Görlitz Impftermine durchgeführt. Am 31. Dezember 2020 werden weitere vier mobile Impfteams in den Städten Dresden, Chemnitz, Leipzig und dem Landkreis Meißen in stationären Pflegeeinrichtungen unterwegs sein. Ohne Unterbrechungen über den Jahreswechsel sind am 1. Januar 2021 weitere sechs Impftermine geplant. An den darauffolgenden Tagen jeweils bis zu acht Einsätze in Pflegeeinrichtungen. Ab dem 4. Januar 2021 sollen dann alle 13 zur Verfügung stehenden mobilen Impfteams täglich zum Einsatz kommen. Ziel ist es, bis zum 12. Januar 2020 ca. 14.000 Erstimpfungen durch die mobilen Impfteams begleitet zu haben. Die Teams werden von der Johanniter-Unfall-Hilfe, dem Arbeiter-Samariter-Bund, den Malteser Hilfsdienst und der Bundeswehr gestellt.

Unter Berücksichtigung, dass die Hälfte der gelieferten Impfdosen für den Zweittermin der Corona-Schutzimpfung eingelagert bleiben, sind daher bis zum Eintreffen einer neuen Lieferung des Impfstoffes alle Impfdosen verplant.

(27. Dezember 2020) In Sachsen wurden am 27. Dezember 2020 die ersten Menschen gegen das Corona-Virus geimpft. Staatsministerin Petra Köpping informierte sich über den Impfstart im Senioren-Pflegeheim Haus an der Linde in Lichtentanne im Landkreis Zwickau. Dort leben rund 55 Bewohnerinnen und Bewohner. Als erstes wurde die 85-Jährige Bewohnerin Hanna Hertzsch geimpft. Auch im städtischen Pflegeheim Radeberg (Landkreis Bautzen) sowie im Klinikum Chemnitz wurden an diesem Sonntag Impfungen durchgeführt.

Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte anläßlich des Impfstarts: »Es ist ein ganz wichtiges Signal der Hoffnung, dass wir nun mit den Impfungen beginnen können. Damit werden wir die Pandemie hoffentlich langfristig eindämmen. Ich danke allen Partnern, die uns bei der Mammutaufgabe unterstützen. Zunächst bieten wir den besonders Verwundbaren die Möglichkeit einer Impfung an. Ich möchte nochmals betonen, dass sie freiwillig ist. Gleichwohl hoffe ich sehr, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Angebot annehmen. Um dies zu erreichen, setzen wir auf Aufklärung. Wir werden kontinuierlich informieren, welche Personengruppen sich impfen lassen können.« Die bundeseinheitliche Aufklärungskampagne wurde mit den Bundesländern abgestimmt und startet auch in Sachsen am 28. Dezember.

Die Impfverordnung des Bundes bestimmt wegen des zunächst nur begrenzt verfügbaren Impfstoffs, wer zuerst geimpft werden kann. Daher werden auch in Sachsen zunächst Bewohner und Personal von Pflegeheimen sowie Gesundheitspersonal mit hohen Ansteckungsrisiko ein Impfangebot bekommen. Zunächst wird in Kliniken und durch mobile Teams geimpft. Die rund 990 Pflegeheime in Sachsen bekommen Formulare, um sich für die Impfung anzumelden. 

Die ersten 9.750 Impfdosen für Sachsen waren am Sonnabend unter Polizeischutz im dafür vorgesehenen zentralen Lager eingetroffen. Es erfüllt die besonderen Anforderungen an die Lagerung von Arzneimitteln. Die Dosen befinden sich in Fläschchen mit jeweils fünf Dosen. Die insgesamt zehn Kartons waren gestern bereits weiter innerhalb Sachsens verteilt worden, unter anderem an die großen Kliniken. Die Maximalversorger sind auch für die Weiterverteilung des Impfstoffes an Krankenhäuser in ihrem Cluster zuständig. Auf dem Weg zu den Pflegeheimen beträgt die Transporttemperatur 2 bis 8 Grad. Dabei taut der Impfstoff auf und kann danach mit steriler Kochsalzlösung verdünnt und anschließend verimpft werden. 

(17. Dezember 2020) – Ministerpräsident Michael Kretschmer, Gesundheitsministerin Petra Köpping und der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, haben sich angesichts der alarmierenden Situation in den sächsischen Krankenhäusern in einem gemeinsamen Schreiben an die niedergelassenen Ärzte im Freistaat Sachsen gewandt.

Darin danken sie den Ärztinnen und Ärzten für die bisher geleistete Arbeit und den täglichen Einsatz für ihre Patientinnen und Patienten. Zugleich bitten sie vor dem Hintergrund der extrem angespannten Situation in den Krankenhäusern um Unterstützung.

In dem Schreiben wird auf die seit dem 14. Dezember 2020 geltenden strengen Beschränkungen im Freistaat verwiesen. Dennoch würden die Corona-Infektionszahlen nur langsam zurückgehen. »Viele Krankenhäuser arbeiten bereits am Limit. Die Ärzte sowie das Pflegepersonal in den Krankenhäusern sind stark belastet, da es parallel mit der Zunahme der Covid-19-Patienten auch einen steigenden Anteil an infiziertem Personal gibt. Über diese Situation sind wir sehr besorgt. Uns ist bewusst, dass auch Sie und Ihr Praxispersonal an Ihre Leistungsgrenzen stoßen. Trotzdem bitten wir Sie gemeinsam, nach Möglichkeit vor dem Fest und zwischen den Festtagen Ihre Praxen geöffnet zu halten, um zu helfen, die Kolleginnen und Kollegen in den Krankenhäusern zu entlasten.«

Weiter heißt es: »Bitte helfen Sie mit, die ambulante Versorgung der Patientinnen und Patienten besonders vor und zwischen den Festtagen abzusichern, so dass nicht durch diese eine zusätzliche Belastung der Notaufnahmen der Kliniken erfolgt.« Geworben wurde auch dafür, Covid-19-Patienten in den Fällen ambulant zu versorgen, in denen dies medizinisch vertretbar ist.

Gesundheitsministerin Petra Köpping hat sich zur Situation in den sächsischen Krankenhäusern  und dem Aufruf an die niedergelassenen Ärzte gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten Michael Kretschmer und dem Vorstandsvorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Dr. Klaus Heckemann, vor Medienvertretern geäußert. Sehen Sie dazu die nachstehende Videoaufzeichnung. 

Gemeinsamer Aufruf an niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Sachsen vom 17. Dezember 2020

(15. Dezember 2020) Im Auftrag des Freistaates Sachsen hat das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen (DRK) gemeinsam mit weiteren Partnern in den vergangenen Wochen die Infrastruktur zur Durchführung der Corona-Impfungen unter Hochdruck vorbereitet. In jedem Landkreis und jeder Kreisfreien Stadt gibt es nun eine geeignete Liegenschaft für die Durchführung der Impfungen und mindestens ein mobiles Impfteam, etwa für Bewohner von Pflegeeinrichtungen.

Wo wird geimpft?

Die Standorte der Impfzentren in den Kreisfreien Städten und Landkreisen des Freistaates:

  • Stadt Dresden: Messe Dresden 
  • Stadt Leipzig: Messe Leipzig 
  • Stadt Chemnitz: Netto Chemnitz, Wilhelm-Raabe-Straße 6 
  • Landkreis Bautzen: Sporthalle am Flughafen, Kamenz 
  • Erzgebirgskreis: Festhalle Annaberg-Buchholz 
  • Landkreis Görlitz: Messehalle Löbau 
  • Landkreis Leipzig: ehemaliger Aldi-Markt Borna 
  • Landkreis Meißen: Sachsen-Arena Riesa 
  • Landkreis Mittelsachsen: Mittweida über Simmel (ehemaliges Einkaufszentrum) 
  • Landkreis Nordsachsen: Stadthalle Belgern 
  • Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: ehemaliger Aldi Pirna-Jessen 
  • Vogtlandkreis: Spektrum Treuen/Eich (ehemaliger Baumarkt) 
  • Landkreis Zwickau: Stadthalle Zwickau 

Wann starten die Impfungen?

Die ersten Impfzentren sind, wie vom Bundesgesundheitsministerium vorgegeben, Mitte Dezember grundsätzlich betriebsbereit. Nach Auskunft des Bundesministers für Gesundheit könnten um den Jahreswechsel 2020/2021 erste Impfstoffdosen zur Verfügung stehen. Alle Bundesländer, so auch Sachsen, werden mit dem Eintreffen der ersten Impfstoffdosen mit den Impfungen beginnen.

Nach derzeitigem Informationsstand sollen die Impfzentren erst nach der zweiten Impfstofflieferung, im Januar 2021, ihre Tätigkeit aufnehmen. Die verbliebene Zeit wird für die Vervollständigung der Infrastruktur der Zentren sowie die Einstellung und Schulung von Personal genutzt.

Wer wird zuerst geimpft?

Bei der Priorisierung folgt Sachsen dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz, wonach die Empfehlung der Ständigen Impfkommission zu den prioritär zu impfenden Personengruppen von allen Ländern und vom Bund als einheitliche Regelung anzuwenden ist. Zuerst sollen die Bewohner und das Personal von Alten- und Pflegeheimen sowie Personal mit besonders hohem Ansteckungsrisiko in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern sowie Kontakt zu vulnerablen Gruppen geimpft werden, gefolgt vom Personal der Impfzentren. Dies werden zunächst überwiegend mobile Teams übernehmen.

Wo wird der Impfstoff gelagert?

Der Freistaat Sachsen hat dem Bund ein zentrales Lager für die Anlieferung des Impfstoffes genannt, der alle Voraussetzungen (Sicherheitsaspekte, besondere Anforderungen an die Lagerung) erfüllt. Von dort wird der Impfstoff an die Impfzentren verteilt. 

Gesundheitsministerin Köpping: »Beginn der Impfung wichtiger Schritt zur Überwindung der Pandemie« 

Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte: »Der Beginn der Impfung ist für uns ein wichtiger Schritt, die Pandemie zu überwinden und wieder ins normale Leben zurückzufinden. Ich danke allen Partnerinnen und Partnern, die uns bei der Einrichtung der Infrastruktur der Impfzentren unterstützt haben. Es freut mich, dass schon viele Bürgerinnen und Bürger ihre Impfbereitschaft bekundet haben. Noch aber ist eine Anmeldung nicht möglich. Abhängig von der Menge des Impfstoffes, die wir vom Bund erhalten, werden wir zügig mit der Impfung beginnen. Ich muss daher um Geduld und Verständnis bitten, dass nicht jeder Impfwillige sofort zum Zug kommen wird. Wir werden aber kontinuierlich darüber informieren, welche Gruppen die Möglichkeit der Impfung erhalten.«
 

(8. Dezember 2020) Besuche von Angehörigen in Alten-, Pflege- und stationären Wohnformen für Menschen mit Behinderungen sollen trotz der angespannten Corona-Infektionslage in Sachsen weiter möglich sein. Um die Bewohner zu schützen, darf Besuchern der Zutritt in diesen Einrichtungen künftig nur nach erfolgtem Coronatest mit negativem Testergebnis gewährt werden. Betroffen sind Einrichtungen nach § 36 Abs. 1 Nummer 2 Infektionsschutzgesetz (voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen). Die Einrichtungen sind angehalten, die Tests selbst zu beschaffen, abzurechnen und die Durchführung eigenständig zu organisieren.

Zudem sind Besucher wie bisher zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und zur Einhaltung weiterer Hygieneregelungen der Einrichtung verpflichtet. Beschäftigten in Krankenhäusern, Arztpraxen o.ä. wird die Testung zwei Mal wöchentlich dringend empfohlen. Die Regelungen finden sich in der aktualisierten Allgemeinverfügung zur Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der CoronavirusKrankheit-2019 (COVID-19). Sie ist am 8. Dezember 2020 in Kraft getreten.

Staatsministerin Petra Köpping: »Wir wollen sicherstellen, dass niemand gerade in der Weihnachtszeit aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie vereinsamt. Das ist mir sehr wichtig. Besuche müssen und sollen weiterhin möglich sein, aber mit Sicherheitsvorkehrungen. Mit Schnelltests kann das gewährleistet werden. Hier bin ich mir mit der Liga der Freien Wohlfahrtspflege einig.« Gemäß der aktuellen Corona-Schutz-Verordnung sind die Besuchs- und Betretungsregelungen an die aktuelle regionale Infektionslage anzupassen. Sie müssen in einem angemessenen Verhältnis zwischen dem Schutz der versorgten Personen und deren Persönlichkeits- und Freiheitsrechten stehen.

Allgemeinverfügung - Vollzug des Infektionsschutzgesetzes - Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie - Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung der CoronavirusKrankheit-2019 (COVID-19)
Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 7. Dezember 2020

(8. Dezember 2020) In Sachsen laufen die Vorbereitungen für eine bald verfügbare Corona-Schutz-Impfung. Das Sozialministerium hat das Deutsche Rote Kreuz Sachsen (DRK) mit der Koordinierung der Errichtung und des Betriebs der Impfzentren beauftragt. Gemeinsam mit dem Landeskommando der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk hat das DRK einen Arbeitsstab eingerichtet, der auf Ebene der Landkreise durch lokale Einsatzstäbe ergänzt wird. Einbezogen sind zudem die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst sowie die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen und die kommunale Ebene.

Bis Mitte Dezember wird in jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt zunächst jeweils ein Impfzentrum sowie jeweils ein mobiles Impfteam eingerichtet. Das DRK in Sachsen hat die Standortsuche für die Impfzentren abgeschlossen. Neben der Neuen Messe in Leipzig werden andere Immobilien für die Aufgabe hergerichtet. Die Impfzentren selbst sollen mit dem Start der Impfkampagne täglich geöffnet sein. Wochentags plant das DRK zehn Stunden und am Wochenende Öffnungszeiten von acht Stunden. Ein Impfzentrum wird mit mindestens zwei Impfstrecken ausgestattet werden. Die größten Objekte können aber nach Bedarf auf bis zu zehn solcher Strecken erweitert werden. Pro Tag können so bis zu 13.000 Bürgerinnen und Bürger geimpft werden. Auch die Logistik dahinter wird vorbereitet sein. Das DRK stellt gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung das Personal in den Impfzentren. Die Lage und Erreichbarkeit der Impfzentren wird rechtzeitig vor dem Impfstart bekanntgegeben. Dieser beginnt ca. eine Woche nach Lieferung der ersten Impfdosen. In dieser Zeit wird zunächst das medizinische Personal der Krankenhäuser geimpft. Auch das Personal der Impfzentren wird vor dem offiziellen Start die Möglichkeit haben, sich impfen zu lassen.

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: »Wir sind sehr froh, dass wir mit dem Deutschen Roten Kreuz einen solchen erfahrenen Partner haben, der den Aufbau und den Betrieb der Impfzentren koordiniert und leitet. Ich betone erneut, dass die Impfung natürlich freiwillig sein wird. Und ich ermutige alle Bürgerinnen und Bürger, sich gegen Covid19 impfen zu lassen. Je mehr Menschen einen Impfschutz haben, umso schneller überwinden wir die Pandemie und können wieder in unser normales Leben zurückfinden.«

Medieninformation vom 8. Dezember 2020

(2. Dezember 2020) Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Sozialministerium beschafft Schnelltests, die in den Landkreisen und kreisfreien Städten eingesetzt werden, um in Orten mit besonderem Ausbruchsgeschehen einen schnellen Überblick über das Infektionsgeschehen zu bekommen. Die ersten 20.000 Tests wurden an fünf Landkreise ausgeliefert. Am 4. Dezember 2020 werden der Bevölkerung von zwei Orten die Tests auf freiwilliger Basis angeboten. Ein Ergebnis steht nach etwa 15 Minuten fest. Sollte das Ergebnis positiv sein, muss zur Bestätigung noch ein PCR-Test folgen. Die Landkreise werden dabei vom DRK und anderen Hilfsorganisationen unterstützt.

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Wir als Sozialministerium unterstützen die Landkreise mit der Anschaffung von Schnelltests, damit in Gemeinden, in Pflegeheimen, Kitas, Schulen mit hohen Infektionszahlen flächendeckend getestet werden kann. Diese Schnelltests sind wichtig, um einen möglichst exakten Überblick zu bekommen. Wir wollen so die Dunkelziffer aufhellen, um möglichst alle Infizierte und die Ansteckungswege zu kennen. Nur so können wir die Infektionsketten wirksam unterbrechen und eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern.«

(1. Dezember 2020) Der Freistaat stellt bis zu fünf Millionen Schutzmasken für Pflegeeinrichtungen und medizinische Einrichtungen zur Verfügung stellen. Die Masken werden an die Landkreise und Kreisfreien Städte ausgeliefert. Von dort erfolgt dann die Verteilung an die Einrichtungen vor Ort. Sachsen verfügt aus der Erstbeschaffung im April 2020 über Reserven an entsprechende Masken, die zum Schutz von Risikogruppen beschafft wurden. Mit der Verteilung erfüllen die Masken nun genau diesen Zweck.

Gesundheitsministerin Petra Köpping erklärte: »Es ist für mich selbstverständlich, dass wir diese Masken an Pflegeheime und medizinische Einrichtungen abgeben. Sie können zum Beispiel an Besucher verteilt werden, die ihre Angehörigen sehen möchten.« Die Verteilung sei eine schnell umsetzbare und unbürokratische Möglichkeit, die besonders unterstützungsbedürftigen Bereiche der medizinisch und pflegerischen Versorgung direkt zu erreichten, so die Ministerin weiter. 

»Masken sind für die Vermeidung von Ansteckungen sehr wichtig. Deshalb haben wir in der Corona-Schutz-Verordnung die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verschärft. Schon eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung vermindert das Infektionsrisiko. Höherwertige Masken bieten noch größeren Schutz für die Mitmenschen und auch für den Träger selbst. Das ist wichtig für Menschen, die oft mit dem Virus in Berührung kommen können und für Risikogruppen«, so die Ministerin weiter.

Sachsen verfügt über Vorräte an Schutzmasken, die dem Standard KN95 entsprechen. Diese Masken wurden nach chinesischem Standard geprüft und sind hinsichtlich der Filterleistung bei den für die Corona-Verbreitung relevanten Aerosolen wirksam. 

(28. November 2020) Noch im Dezember kann der von der sächsischen Staatsregierung im Juni 2020 beschlossene Aufstockungsbetrag von bis zu 500 Euro zur Corona-Prämie an die Beschäftigten in zugelassenen Pflegeeinrichtungen nach SGB XI ausgereicht werden. Die für die Auszahlung über die Pflegekassen erforderliche Verwaltungsvereinbarung wurde jetzt unterzeichnet. 

Gesundheitsministerin Petra Köpping: »In der Corona-Pandemie gehören pflegebedürftige Menschen als ohnehin sehr vulnerable Gruppe zu den besonders gefährdeten Personen für schwerste und leider auch tödliche Krankheitsverläufe. Ohne das unermüdliche Engagement der Beschäftigten in stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegediensten wäre die Corona-Pandemie nicht zu bewältigen. Allen Beschäftigten gilt insoweit unsere hohe Anerkennung und unser herzlicher Dank für ihr großes Engagement.«

Um das Verfahren so weit wie möglich unbürokratisch zu gestalten, wird der Aufstockungsbetrag des Landes unabhängig davon, ob die Pflegeeinrichtungen die Corona-Prämie für ihre Beschäftigten bei den Pflegekassen mit der ersten Auszahlungstranche (im Juli 2020) oder mit der zweiten Auszahlungstranche (im Dezember 2020) beantragt haben im Dezember 2020 ausgezahlt. Ein separater Antrag für den Landesanteil musste nicht gestellt werden. Die Pflegekassen werden sowohl den beantragten Bundes- als auch den Landesanteil der Corona-Prämie auszahlen.

Im Freistaat Sachsen versorgen und betreuen im Bereich der stationären und ambulanten Pflege rund 70.000 Beschäftigte über 200.000 Pflegebedürftige in knapp 1.000 stationären Einrichtungen und durch über 1.100 ambulante Dienste. Die Gesamtkosten des Landesanteils am Pflegebonus werden aktuell auf 30 Millionen Euro beziffert.

Hintergrund:
Damit wird der Beschluss des Freistaates Sachsen, die im Zweiten Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vorgesehene Corona-Prämie nach § 150a Sozialgesetzbuch (SGB) XI für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den in Sachsen zugelassenen Pflegeeinrichtungen eingesetzt sind, durch Landesmittel freiwillig um einmalig max. 500 EUR zu erhöhen, umgesetzt. Die Auszahlung der Landesmittel steht unter dem Vorbehalt der abschließenden Anzeige der Pflegeeinrichtung im Februar 2021 und deren Prüfung nach entsprechender Anwendung von § 150a Abs. 7 SGB XI.

(27. November 2020) Die neue Koordinierungs- und Beratungsstelle »Corona-Pflegeteam Sachsen« unterstützt ab sofort ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen, die pandemiebedingten Herausforderungen zu bewältigen. Das Sozialministerium, die Landesverbände der Pflegekassen, der Medizinische Dienst der Krankenversicherung im Freistaat Sachsen e.V. und der Kommunale Sozialverband Sachsen sind Träger der Stelle. In dem Corona-Pflegeteam arbeiten Pflegefachkräfte des MDK Sachsen aus dem Bereich Pflege-Qualitätsprüfung. Ziel ist es, bei SARS-CoV-2-Infektionsfällen in Einrichtungen und Diensten die pflegerische Versorgung sicherzustellen.

Das Team steht betroffenen Einrichtungen mit pflegefachlicher Kompetenz beratend zur Seite. Nach einem Notfallstufenplan werden die aktuelle Problemlage in der jeweiligen Einrichtung analysiert und konkrete Maßnahmen, wie die Einbindung der Heimaufsicht, des örtlichen Gesundheitsamtes, der Pflegeverbände oder gegebenenfalls des regionalen Krisenstabes, besprochen. Parallel ist das Pflegeteam vorbeugend tätig. Werden dem Team Infektionsfälle bekannt, berät es Pflegeeinrichtungen beispielsweise zur Umsetzung der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung, des Pandemieplans und der Coronavirus-Testverordnung, noch bevor es zu Versorgungsengpässen kommt.

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(26. November 2020) Die Vorbereitungen, dass ein hoffentlich bald verfügbarer Impfstoff schnell zum Einsatz kommen kann, laufen in Sachsen auf Hochtouren. In jeder kreisfreien Stadt und in jedem Landkreis sollen bis zum 15. Dezember jeweils ein Impfzentrum sowie jeweils ein mobiles Impfteam einsatzbereit sein. Das Sozialministerium hat das Deutsche Rote Kreuz Sachsen (DRK) mit der Koordinierung der Errichtung und des Betriebs der Impfzentren beauftragt. Gemeinsam mit dem Landeskommando der Bundeswehr und dem Technischen Hilfswerk hat das DRK einen Arbeitsstab eingerichtet, der auf Ebene der Landkreise durch lokale Einsatzstäbe ergänzt wird. Einbezogen sind zudem die Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter Unfallhilfe und die Malteser sowie die kommunale Ebene. Staatsministerin Petra Köpping: »Die Impfungen gegen das Coronavirus sind eine logistische Mammutaufgabe. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass wir sofort mit den Impfungen beginnen können, wenn die ersten Impfdosen da sind. Die Vorbereitungen sind weit fortgeschritten.« 

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(13. November 2020) Aufgrund der stetig steigenden Infektionszahlen und der damit verbundenen, immer größer werdenden Anforderungen an die Gesundheitsämter hat sich Staatsministerin Petra Köpping mit einem Brief an Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand gewendet und um deren Mithilfe gebeten: »Die Gesundheitsämter benötigen unser aller Unterstützung, damit es gelingt, die Corona-Pandemie bekämpfen und überwinden zu können. Wir brauchen Ihre fachliche Hilfe, Ihre Berufserfahrung und Ihr Engagement. Ihre Unterstützung wäre für mich ein starkes Zeichen, dass unsere Gesellschaft in solch einer Krisensituation zusammenhält.«

Konkret geht es um eine mögliche Unterstützung bei der Kontaktnachverfolgung am Telefon oder für die Hotline. Auch die fachliche Hilfe der erfahrenen Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand sei willkommen. Auf einem beigefügten Rückmeldebogen können Interessierte ihre Bereitschaft zur Unterstützung bei den Landkreisen und kreisfreien Städten, die Träger der Gesundheitsämter sind, erklären und in welchem Umfang sie sich dies vorstellen können. In einem Begleitschreiben unterstützt der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck, das Anliegen der Staatsministerin. Bereits im Frühjahr hatte die Kammer unter anderem Ärzte im Ruhestand um Mithilfe gebeten und daraufhin viel Resonanz erhalten.

(29.10.2020) Das Kabinett hat den Aufbau eines zentralen Reservelagers für Schutzausrüstung beschlossen.
Die vorzuhaltende Reserve soll ausreichen, um den vierwöchigen Bedarf in einer schweren Pandemie abzudecken. Sie dient der Versorgung von Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, sowie der Krankenhäuser, der Gesundheitsämter und der Alten- und Pflegeheime im Freistaat Sachsen und der Bediensteten des Freistaates Sachsen. Die Reserve soll zum Schutz vor Pandemien mit aerogener Übertragung (durch Tröpfchen/Aerosole, wie beim Coronavirus SARS-CoV-2) als auch mit Übertragung durch direkten Kontakt (Schmierinfektion wie bspw. bei Durchfallerkrankungen durch Noroviren, Rotaviren - weiterhin Typhus, etc.) eingesetzt werden. Das Reservelager soll zum Jahreswechsel 2020/2021 arbeitsfähig sein.

Sozialministerin Petra Köpping: »Der Freistaat hat seine Hausaufgaben gemacht und Konsequenzen aus dem Mangel, der im Frühjahr beim Thema Schutzausrüstung herrschte, gezogen. Ich bin überzeugt davon, dass die Einlagerung und Verteilung von Schutzausrüstung mit einem zentralen Reservelager effizienter ablaufen wird. Dies ist auch ein wichtiges und klares Zeichen an die davon besonders betroffenen Einrichtungen, die sich auch bei uns gemeldet hatten. Wir wissen nicht, was im Rahmen der Pandemie noch auf uns zu kommt. Umso wichtiger ist es daher, gut gerüstet zu sein.«

Derzeit werden die Schutzmaterialien bei einem Logistikdienstleister in Leipzig gelagert.

Pressemitteilungen des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Versorgung von pflegebedürftigen und älteren Menschen

Zwei Pfleger schieben zwei Patienten im Rollstuhl einen Gang entlang, man sieht alle Personen von hinten © adobe.stock / Kzenon

Informationen für Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Träger von Tagespflegeeinrichtungen sowie Nachbarschaftshelfer und Alltagsbegleiter

Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50 bis 60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Besonders wichtig ist die größtmögliche Minderung des Risikos einer Infektion, zum Beispiel durch allgemeine Verhaltensregeln (Basishygiene, Hände waschen, Abstand halten zu Erkrankten) und weitere Maßnahmen der Kontaktreduktion. Als Mitarbeiter einer Pflegeeinrichtung, als Nachbarschaftshelfer oder Alltagsbegleiter erhalten Sie hier Informationen dazu.

 
 

Helfen und sich helfen lassen

Informationen für freiwillige Helfer und Hilfe suchende Mitbürger

Helfen Sie, Leben zu schützen! Es werden ehrenamtliche Unterstützer in sächsischen Senioren- und Pflegeheimen und als Einkaufshelfer gesucht. Sie wollen sich als Helfer in der aktuellen Krisenzeit dafür einbringen und älteren, erkrankten oder in Quarantäne lebenden Menschen ihre Hilfe und Unterstützung anbieten? Oder sind Sie auf der Suche nach Unterstützung im Alltag? Über die nachstehenden Links finden Sie Hilfsangebote in Ihrer Region und Anlaufstellen für Ehrenamtliche. 

Ehrensache.jetzt!

eine junge Frau bringt eine Seniorin eine Einkaufstasche an die Wohnungstür, beide mit Mund-Nasen-Bedeckung

© iStock/PIXSEL

Nachbarschaftshilfe in Sachsen

Ein Mops warten in der offenen Wohnungstür auf einen Spaziergang

© Bianca Ackermann on Unsplash

Helferinitiative Team Sachsen

Mann schiebt Einkaufswagen

© adobe.stock/Dragana Gordic

Umsetzung von sozialen und vom Freistaat Sachsen geförderten Projekten in Zeiten von Corona

Informationen für Projektträger im Geschäftsbereich des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Hygieneanforderungen und Steuerung des Zutritts in Geschäften

Informationen für Lebensmittelhändler und Verkäufer von Waren des täglichen Bedarfs

Häufig gestellte Fragen

Sie haben Fragen zu den Rechtsverordnungen und Allgemeinverfügungen?

Grafik: Eine Lupe hebt die Buchstabenkombination FAQ hervor

© Pixabay

Sie haben Fragen zum Umgang mit dem neuartigen Coronavirus oder wollen Schutzausrüstung liefern?

Grafik: Eine Lupe hebt den Text FAQ hervor

© Pixabay

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