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Häufig gestellte Fragen zu Coronatests

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Pflicht zum Testen auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 gemäß Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung

Aktuelle Regelungen zur Testpflichten und Fragen zur Vorschrift zur Rückkehrertestung

Seit dem 26. Juli 2021 gilt die Testpflicht für Personen, die wegen Urlaub, Zeitausgleich oder vergleichbaren Dienst- oder Arbeitsbefreiungen fünf Werktage oder länger nicht im Betrieb waren. Wer z.B. wegen Teilzeit/Schichtarbeit nur einen Tag in der Woche arbeitet und diesen Tag Urlaub hat, fällt auch unter die Regelung. Diese sogenannten Rückkehrer müssen am ersten Arbeitstag nach dieser Arbeitsunterbrechung dem Arbeitgeber einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegen oder im Laufe des ersten Arbeitstages einen beaufsichtigten Test durchführen. Erfolgt die Arbeitsaufnahme im Homeoffice, gilt diese Verpflichtung für den ersten Tag, an dem die Arbeit im Betrieb oder an sonstigen Einsatzorten außerhalb der eigenen Häuslichkeit stattfindet.

Arbeitgeber sind verpflichtet, den Beschäftigten die Tests kostenfrei zur Verfügung zu stellen. 

Die Testpflicht gilt aber nicht, wenn die Abwesenheit nicht auf Urlaub, sondern auf einer Abwesenheit durch Krankheit, Schichtarbeit, Kurzarbeit, Home-Office, Dienstreisen etc. beruht.

(aktualisiert am 2. September 2021)

Die Testpflicht gilt für Personen, die nicht bereits vollständig geimpft oder genesen (»immunisiert«) sind. Die Immunisierung muss nachgewiesen werden. Wer seinen Arbeitgeber nicht über seinen Impfstatus informieren will, kann auch als geimpfte Person auf den Test ausweichen.

Reisetätigkeiten begünstigen grundsätzlich eine Virusausbreitung. Und jeder Urlaub – egal wo, auch zuhause – ist bei einer »generalisierenden« Betrachtung mit mehr Kontakten verbunden als die normale Arbeitszeit. Zudem soll sichergestellt werden, dass Beschäftigte sich nicht offenbaren müssen, was sie im Urlaub gemacht haben und wo sie im Urlaub waren.

Entweder ein maximal 24 Stunden alter Negativtestnachweis oder eine »beaufsichtigte« Beschäftigtentestung per Selbsttest im Betrieb. 

Am ersten Arbeitstag in Präsenz im Betrieb oder bei Kunden muss der Testnachweis erbracht werden. Startet man nach dem Urlaub im Homeoffice, gilt die Testpflicht für den ersten Arbeitstag ohne Homeoffice.

Sie müssen nur die Testnachweise kontrollieren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollte dies nicht gegenüber dem direkten Vorgesetzten erfolgen. Es wird empfohlen eine zentrale (informationell abgeschottete) Vertrauensstelle mit dieser Aufgabe zu betrauen. Dies kann auch die Personalverwaltung oder eine andere zentrale Stelle sein. In Kleinstunternehmen, die über keine derartige Stelle verfügen und diese auch nicht einrichten können, kann der Arbeitgeber, der gleichzeitig der direkte Vorgesetzte ist, diese Nachweise kontrollieren. Die Ergebnisse sind nicht zu dokumentieren.  Entscheidend ist, dass die Betriebe den Behörden bei Überprüfungen ihr Kontrollsystem darstellen können.

Wichtig: Bei der Festlegung entsprechender Verfahren im Betrieb sind die Mitbestimmungsrechte der Betriebs- und Personalräte zu beachten!

Die Pflicht zur Bereitstellung der kostenlosen Selbsttests ergibt sich aus der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes.

(aktualisiert am 23. Juli 2021)

Zunächst sollten Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber – sinnvollerweise auch unter Einbeziehung von Betriebs- und Personalräten – versuchen, die Beschäftigten vom dringenden Erfordernis eines Tests zu überzeugen. Bleibt es bei der Testverweigerung, prüfen Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, ob Arbeitsschutzmaßnahmen zum Schutz der anderen Beschäftigten erforderlich sind. Das können z.B. für die ersten Tage isolierte Arbeitsplätze etc. sein. 

Wer den Test verweigert, kann daraus aber jedenfalls keine eigenen Ansprüche, wie etwa ein »Recht auf Homeoffice« ableiten.

Aktuelle Regeln zum Testnachweis

Stand: 14. September 2021

Die Bundesregierung hat mit der neuen COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung folgende Testnachweise festgelegt:

  • vor Ort unter Aufsicht
  • betriebliche Testung
  • durch Leistungserbringer

Darunter sind Tests zu verstehen, die in den Lebensbereichen stattfinden, in denen der Zutritt nur mit negativem Testergebnis erlaubt ist. Diese Tests werden von der Person (z. B. Kundin) selber unter Aufsicht (z. B. Friseurin/Friseur) durchgeführt. Die Friseurin ist der Schutzmaßnahme (Zutritt nur für negativ getestete Personen) unterworfen.

Der Testnachweis wird nur von der jeweiligen Einrichtung anerkannt. Wer sich z.B. unter Aufsicht einer Friseurin/ eines Friseurs testet, kann den Testnachweis nicht noch für den Zutritt zu einem Geschäft nutzen.

Darunter sind alle Tests zu verstehen, die durch fachkundige bzw. eingewiesene Personen durchgeführt oder beaufsichtigt werden. Dazu zählen:

  • Personen mit medizinischer Ausbildung oder
  • Personen, die sich entsprechend weitergebildet haben (ärztliche Schulung zur Durchführung Schnelltests),
  • Personen, die in die Handhabung des jeweiligen Selbsttests eingewiesen wurden.

Die Testnachweise können durch die genannten Personen ausgestellt werden und dienen auch für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen.

Als Betrieb gelten neben Unternehmen oder Verwaltungen auch Bildungseinrichtungen sowie Einrichtungen, die im Rahmen eines Testkonzepts gemäß § 4 Coronavirus-Testverordnung des Bundes testen.

Bei den Tests von Schülerinnen und Schülern, betreuten oder untergebrachten Personen in Gemeinschaftseinrichtungen sowie Selbstständigen handelt es sich auch um eine betriebliche Testung. Das gilt ebenfalls für Tests von Besuchenden von Einrichtungen, die im Rahmen eines Testkonzepts gemäß § 4 Coronavirus-Testverordnung des Bundes (bspw. Pflegeeinrichtungen, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen) testen.

Darunter sind alle Tests zu verstehen, die von Apotheken, Rettungsdiensten, beauftragten Teststellen (z. B. von Teststellen im Rahmen der kostenfreien Bürgertestung), in (Zahn-) Arztpraxen oder auch Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigung durchgeführt wurden.

Nein. Die Testung muss vor Ort durchgeführt werden, damit der Nachweis anerkannt wird. Anbieter von videoüberwachten Selbsttests bieten die Leistung nicht als Leistungserbringer im Sinne des § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung an.

Einen Testnachweis dürfen alle Leistungserbringer nach § 6 Abs. 1 Coronavirus-Testverordnung des Bundes, bspw. Arztpraxen sowie beauftragte Teststellen für die kostenfreie Bürgertestung ausstellen. Diese Teststellen dürfen auch das EU-Test-Zertifikat ausstellen (z . B. über die Corona-Warn-App).

Für Tests, die im Rahmen der betrieblichen Testungen stattgefunden haben, können Testnachweise durch fachkundig geschulte oder eingewiesene Personen ausgestellt werden. Die Testnachweise müssen vom Betrieb gestempelt werden. Damit bestätigt der Betrieb, dass die den Testnachweis ausstellende Person in die Testung eingewiesen wurde. Der Nachweis kann auch digital erfolgen.

Tagesaktuell bedeutet, dass zwischen dem Zeitpunkt der Durchführung des Antigenschnelltests bis zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme von Angeboten und Leistungen nicht mehr als 24 Stunden liegen dürfen. D. h. der Test darf bei der Nutzung von Angeboten nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein.

Die Erfüllung der Testpflicht ist durch den Nachweis eines negativen Antigenschnelltests oder eines PCR-Tests möglich.

Von der nach Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung ab einem Schwellenwert von 35 geltenden 3G-Regelung sind Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres ausgenommen. Sie fallen grundsätzlich unter keine Testpflicht. Für Kinder und Jugendliche, die der Testpflicht nach der Sächsischen Schul- und Kita-Coronaverordnung in der Schule unterliegen, ist in § 4 Abs. 4 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung eine Ausnahme geregelt. Sie brauchen das Nichtvorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht gesondert nachweisen. Dies gilt auch während der Ferien.

(aktualisiert am 15. September 2021)

Ein Bildungsnachweis ist hier nicht zwingend erforderlich, da in Deutschland die Schulpflicht besteht und das Alter somit als Beleg ausreicht. Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung sieht außerdem für Schülerinnen und Schüler keine expliziten Nachweispflichten vor. Für Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen oder Berufsschulen kann es dennoch hilfreich sein, einen Schülerausweis mitzuführen, um diesen auf Nachfrage vorzeigen zu können. 

Das heißt, die Einrichtungen müssen Schülerinnen und Schülern den Zutritt gewähren und die 3G-Regelung als erfüllt ansehen. Eine Prüfung der tatsächlichen Durchführung der Testung obliegt den Einrichtungen nicht, sodass diese von dieser Aufgabe entbunden sind.

(neu am 14. September 2021)

Testungen im Betrieb

Der Arbeitgeber muss allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich zu Hause arbeiten, zweimal pro Woche Tests anbieten. Über das Angebot muss er bis zum 24. November 2021 den Nachweis aufbewahren. Mehr Informationen finden Sie im sächsische Arbeitsschutzportal. 

(aktualisiert am 24. September 2021)

Die Einweisung in die Selbsttestung ist durch eine praktische Übung möglich oder indem ein Video gezeigt wird, wie der vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellte Test zu handhaben ist.

Im Rahmen der Testung mit betrieblichen Testkonzept, die über § 4 der Testverordnung abrechnen (z. B. in der Pflege) können auch Selbsttests ohne Aufsicht durchgeführt werden. Jedoch darf dafür kein Testnachweis ausgestellt werden.

Die Testung der Beschäftigten kann auch durch Dritte, z. B. durch geeignete Dienstleister oder anerkannte Testzentren/Teststellen erfolgen. Hierbei ist zu beachten, dass die kostenlosen Bürgertests nicht für die Testung der Beschäftigten durch die Arbeitgeber zur Verfügung stehen. Das heißt, Unternehmen dürfen ihr Personal nicht zur kostenfreien Bürgertestung schicken, um ihre Pflicht zum Angebot von Tests zu erfüllen.

Beschäftigte und Selbständige müssen gemäß § 7 Absatz 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung zweimal pro Woche einen Test vornehmen oder vornehmen lassen, wenn sie direkten Kundenkontakt haben.

Die Testpflicht gilt nicht für vollständig geimpfte und genesene Personen. Sie gilt auch nicht, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 35 unterschreitet. Die Testpflicht in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens besteht jedoch weiterhin.

Kundenkontakt ist der unmittelbare physische Kontakt bzw. Kontakt mit tatsächlich persönlicher Begegnung bei der Ausübung beruflicher Tätigkeiten.

Das ist der Fall, wenn der Kontakt mit einer Berührung des Gegenübers verbunden ist (zum Beispiel bei der Physiotherapie). Direkter Kundenkontakt ist auch das persönliche Zusammentreffen zwischen Beschäftigten/Selbstständigen mit anderen Personen, die nicht dem Betrieb angehören, sondern eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder eine Ware kaufen wollen. Klares Merkmal ist ein Kontakt von »Angesicht zu Angesicht« unabhängig von der Zeitdauer.

Darüber hinaus ist direkter Kundenkontakt auch bei einer persönlichen Begegnung gegeben, wenn der Beschäftigte nicht auf Dauer und vollständig durch Hygienevorrichtungen vom Kunden abgeschlossen ist. Ausreichend ist bereits der einmalige kurze Kontakt unter Einhaltung der sonstigen Hygieneregeln.

Das Angebot ist dort anzubieten, wo der Arbeitnehmer tatsächlich seine Arbeitsleistung erbringt. Es ist den Beteiligten (Verleiher und Entleiher) überlassen zu klären, wer das Angebot unterbreitet.

Hier kommt es drauf an, auf welcher Grundlage der Arbeitgeber Tests anbietet:

  • Testangebot auf der Grundlage von § 4 SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung ohne Testpflicht für Beschäftigte: Ja. Aber ohne fachkundige Aufsicht oder Einweisung kann jedoch kein Nachweis ausgestellt werden, der für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen anerkannt wird. Das EU-Testzertifikat kann nur durch ausgewählte Teststellen (z.B. Apotheken, Teststellen für die Bürgertestung oder teilweise auch durch Ärzte) ausgestellt werden. 
  • Testangebot auf der Grundlage von § 7 Absatz 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (Kundenkontakt): Nein. Hier muss ein Nachweis der Testung erfolgen. Der Nachweis muss für die Dauer von vier Wochen aufbewahrt werden. Das heißt, die Testung muss durch eine fachkundige Person durchgeführt oder beaufsichtigt werden.
  • Testung der Beschäftigten im Rahmen von § 4 Coronavirus-Testverordnung des Bundes: Ja, aber ohne Ausstellung eines Testzertifikats.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt empfiehlt zur Qualitätssicherung, dass die Testungen im Rahmen eines betrieblichen Testkonzeptes durchgeführt werden. Als sinnvoll hat sich die Testung vor oder zu Beginn des Arbeitstages mit 2-3 Tagen Abstand erwiesen. Bei einer Arbeitswoche von Montag bis Freitag mit Anwesenheit im Betrieb ist die regelmäßige Testung montags und donnerstags empfohlen, um schon frühzeitig Infektionen zu erkennen und die Verbreitung im Betrieb zu verhindern.

(aktualisiert am 24. September 2021)

Für Beschäftigte, die wegen des direkten Kundenkontaktes einer Testpflicht unterliegen, gehört die Durchführung des Tests zur Arbeitszeit.

(aktualisiert am 2. September 2021)

Nein, es besteht nach den Infektionsschutz-Vorschriften keine ausdrückliche Verpflichtung dazu. Arbeitsrechtlich ist es jedoch sehr sinnvoll, den Arbeitgeber über ein positives Test-Ergebnis zu informieren, um eine Lohnfortzahlung nicht zu gefährden. Bei einem positiven Testergebnis müssen Sie sich sofort absondern, das heißt, Sie müssen den Betrieb verlassen.

Der Arbeitgeber ist nur dann zur Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn Sie dafür einen sachlichen Grund haben bzw. ihm nennen. Außerdem benötigt er die Information über die Absonderung dazu, um eine Entschädigung für den von ihm fortgezahlten Lohn zu erhalten. Im Übrigen müssen Sie Ihre Kontaktpersonen dem Gesundheitsamt mitteilen, das dann wiederum diese Kontaktpersonen informiert. Auf diesem Wege können dann auch der Arbeitgeber bzw. die Kolleginnen und Kollegen von dem positiven Testergebnis erfahren. Mehr Informationen zum Anspruch auf Entschädigung finden Sie auf der Website der Landesdirektion Sachsen.

Wenn der Verdacht besteht, dass die Ansteckung bei der Arbeit passiert ist, kann es sich um einen Arbeitsunfall oder sogar in besonderen Fällen auch um eine Berufskrankheit handeln. Voraussetzung dafür ist, dass die Infektion infolge der bei der gesetzlichen Unfallversicherung versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Die Arbeitgeberin/Der Arbeitgeber muss die Infektion als Arbeitsunfall bei der zuständigen Unfallversicherung und der Arbeitsschutzbehörde (Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz) melden.

Neben all den Pflichten, die mit der Durchführung von Tests zum Nachweis des Coronavirus bestehen, muss der Betrieb positive Testergebnisse an das zuständige Gesundheitsamt melden, wenn die Testung durch den Betrieb durchgeführt wurde. Gerade in größeren Betrieben sollte hierfür ein elektronisches Meldeportal zum Gesundheitsamt genutzt werden.

Anbieter von Testungen

Der Antigen-Schnelltest ist ein Medizinprodukt und darf nur entsprechend der Gebrauchsinformation (»Beipackzettel«) des Herstellers und der Medizinproduktebetreiberverordnung angewandt werden. Der Antigen-Schnelltest sollte durch Ärztinnen und Ärzte oder Gesundheitspersonal oder durch Personen durchgeführt werden, die fachkundig geschult wurden. Eine vorhergehende Einweisung bzw. Schulung in die korrekte Durchführung der Abstrichentnahme und Anwendung der Tests ist erforderlich. Darüber hinaus ist eine arbeitsschutzrechtliche Unterweisung der testenden Person notwendig. 

Beispielsweise bietet der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes Schulungen an.

Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur (siehe genaue Angabe des Temperaturbereichs entsprechend Herstellerangaben in der Packungsbeilage). Es ist davon auszugehen, dass bei sachgemäßer Lagerung und Gebrauch CE-zertifizierte Antigentests in einem Temperaturbereich zwischen 4°C und 30°C gleichbleibende Leistungen in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität liefern. Geringe Temperaturen (<4°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests lassen die Spezifität des Testergebnisses sinken. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch positiven Ergebnissen kommen. Bei erhöhten Temperaturen (>30°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests, kann es zu einer Reduktion der Sensitivität kommen. Damit kann es vermehrt zu falsch negativen Testen kommen. Insgesamt sind häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentesten kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Starke Temperaturschwankungen können auch zu Kondensation von Wasser in der Testkartusche führen, dies ist mit erheblichen Einschränkungen in der Testleistung verbunden.

Testangebote

PCR-Test:

Die PCR-Testung ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren, das automatisiert werden kann. Dafür müssen die Proben nach dem Abstrich in ein Labor transportiert werden. Bei der PCR wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt. Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

Antigen-Schnelltests:

Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigen-Tests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Die leichte Handhabung eines Point-of-care (PoC)-Antigen-Tests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. Hier kann ein PoC-Antigentest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. vorübergehende häusliche Isolierung, die Übertragung des Virus zu verhindern. Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt. Außerdem ist ein Antigen-Schnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test, das heißt es kommt häufiger als bei der PCR vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigen-Test Ergebnis mittels PCR bestätigt werden

Antigen-Selbsttests:

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Nach jedem positiven Selbsttest muss immer ein PCR-Test durchgeführt werden, um ein falsch-positives Testergebnis auszuschließen.

Das Sozialministerium empfiehlt ausdrücklich den Erwerb und die Nutzung von zertifizierten Schnell- und Selbsttests.

Alle Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland leben oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hier haben, können sich kostenfrei im Rahmen der »Bürgertestung« mittels Antigenschnelltest testen lassen. Das gilt auch für Personen, die keine Krankenversicherung haben, keine deutsche Staatsbürgerschaft oder sich nur vorrübergehend in Deutschland aufhalten. Die Personen müssen sich ausweisen, damit der Name und die Adresse geprüft werden kann. Aber auch Menschen ohne Ausweisdokumente haben einen Anspruch auf Testung. Kinder unter 16 Jahren werden von ihren gesetzlichen Vertretern begleitet.

Die kostenfreie »Bürgertestung« ist für Menschen gedacht, die keine Symptome haben und sich vorsorglich testen möchten. Die Bürgertestung ersetzt nicht die Pflicht des Arbeitgebers Tests für seine Beschäftigten anzubieten.

Wer einen positiven Antigenschnelltest oder sich selbst positiv getestet hat, hat Anspruch auf einen kostenfreien PCR-Test. Grundlage dafür die Coronavirus-Testverordnung des Bundes. In Sachsen besteht die Pflicht, sich bei einem positiven Testergebnis nachtesten zu lassen. Das ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung durch die Landkreise und kreisfreien Städte geregelt.

Personen mit Symptomen, die typisch für eine Infektion mit dem Coronavirus sind, sollen sich beim Hausarzt oder einem Testzentrum testen lassen. Typische Symptome sind zum Beispiel Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, trockener Husten und Atemnot.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich zu testen. Symptomatische Personen sollten sich unbedingt bei ihrer Hausärztin/ ihrem Hausarzt oder einem Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen testen lassen.

Asymptomatische Bürgerinnen und Bürger können die kostenfreie „Bürgertestung“ in Anspruch nehmen.

Auf der nachstehenden Karte finden Sie Angebote im Freistaat Sachsen insb. für Testungen mit Schnelltests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-COV-2. Die in der Karte gelisteten Testmöglichkeiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auf den Internetseiten der Landkreise bzw. kreisfreien Städten sind vor allem die Teststellen aufgelistet, die die kostenfreie Bürgertestung anbieten.

Ja, aber nur wenn der vorherige Antigentest (Schnelltest oder Selbsttest) positiv war.

Häufige Fragen zu positiven Tests und Quarantäne

Wurden Sie positiv auf das Coronavirus getestet, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie andere Menschen nicht anstecken. Deswegen müssen Sie sich sofort nach der Testung für 14 Tage häuslich absondern (in Isolation/Quarantäne begeben). Ihre Hausstandsangehörigen müssen sich auch absondern.

Wenn Sie durch einen Antigen-Schnelltest positiv getestet wurden oder sich selbst getestet haben, müssen Sie sich dringend mittels eines PCR-Tests nachtesten lassen, um das Testergebnis zu bestätigen.. Dies kann bei einem niedergelassenen Arzt oder Testzentrum erfolgen. In seltenen Fällen kommt es zu sogenannten »falsch-positiven« Fällen, der PCR-Test bietet Ihnen Sicherheit. Aktivieren Sie ggf. die Corona-Warn-App und tragen Sie Ihr Ergebnis ein.

Sie müssen sich beim Gesundheitsamt melden und über das Testergebnis informieren. Sie müssen dem Gesundheitsamt folgendes mitteilen:

  • Ihren Namen, eine Post- und ggf. E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Die Namen Ihrer Hausstandsangehörigen sowie weiterer enger Kontaktpersonen. Dies sind diejenigen Personen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor Ihrem Test bzw. Symptomen für einen Zeitraum von mehr als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ein Kontakt ohne das beiderseitige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bestand oder Personen, mit denen ein schlecht oder nicht belüfteter Raum über eine längere Zeit geteilt wurde (Definition enge Kontaktperson). Bitte informieren Sie auch diese Kontaktpersonen. Die Kontaktpersonen sollen ihre Kontakte reduzieren.
  • Am besten auch die Testart (Antigenschnelltest oder PCR-Test) nennen.
  • Bitte schauen Sie auf der Internetseite von Ihrem Landkreis/kreisfreien Stadt nach, welche Pflichten Sie jetzt haben. Alle Regeln zur Absonderung wurden durch die Landkreise bzw. kreisfreien Städte in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen veröffentlicht.
  • Auf den Internetseiten der Landkreise bzw. kreisfreien Städte finden Sie auch die Formulare und Kontaktdaten für die Meldung. Nutzen Sie bitte diese!

Enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich nach der Mitteilung und bis zum Ablauf des 14. Tages nach dem vom Gesundheitsamt mitgeteilten letzten Kontakt mit einer positiv getesteten Person absondern, sofern keine anderweitige Anordnung des Gesundheitsamtes erfolgt. Das Gesundheitsamt nimmt die Kontaktdaten auf und belehrt die Kontaktpersonen unverzüglich schriftlich, elektronisch oder zunächst mündlich über die einzuhaltenden Maßnahmen.

Ausgenommen von der Pflicht zur Absonderung und der Weitergabe ihrer Kontaktdaten sind

  • Hausstandsangehörige, die seit dem Zeitpunkt der Testung bzw. ab Auftreten der ersten typischen Symptome des Quellfalls sowie in den zwei Tagen vor diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten und ihrerseits keine typischen Symptome aufweisen.

Von der Absonderung befreit sind symptomfreie,  

  • zum Zeitpunkt des Kontaktes zu einer positiv getesteten Person vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen ab dem 15. Tag nach Gabe der letzten Impfdosis. Dazu gehören auch immungesunde Personen, bei denen eine mittels PCR-Test bestätigte SARS-CoV-2-Infektion vorlag (»Genesene«) und die nach der Infektion mit einer Impfstoffdosis geimpft wurden,
  • immungesunde Personen, bei denen vor höchstens sechs Monaten eine mittels PCR-Test bestätigte SARS-CoV-2-Infektion vorlag (»Genesene«).

Nein. Die Absonderung (Quarantäne) kann nicht verkürzt werden. Das Gesundheitsamt kann anordnen, dass Sie sich während der Absonderungszeit testen lassen. Das dient aber nicht zur Verkürzung, sondern dazu, dass Sie im Falle eines positiven Ergebnisses nicht noch mal 14 Tage abgesondert werden müssen.

Schule, Altersgruppe bis 12 (hilfsweise bis einschließlich 6. Klasse)

Bei einem positiven Coronafall wird grundsätzlich nur der betreffende Schüler abgesondert und ggf. exponierte (ungeimpfte) Erwachsene (Lehrer, Betreuer). Die anderen Schüler (sofern nicht genesen) der Klasse werden unter Einsatz einer erhöhten Testfrequenz (3x wöchentlich Antigenschnelltest) über 14 Tage beobachtet.

Schule, Altersgruppe über 12 (hilfsweise ab 7. Klasse):

Bei einem positiven Coronafall wird nur der betreffende Schüler abgesondert. In der Klasse gelten nur die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn der infizierten Person (Banknachbar, bei geringem Abstand auch davor, dahinter, rechts und links) sowie Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal, die in engem Kontakt standen, als »enge Kontaktpersonen« (mit Absonderungspflicht, mit Ausnahme der Geimpften und Genesenen), sofern keine Maske getragen wurde. Die anderen Schüler (sofern nicht geimpft oder genesen) der Klasse werden unter Einsatz einer erhöhten Testfrequenz (3x wöchentlich Antigenschnelltest) über 14 Tage beobachtet.

Sofern eine Maske (MNS) getragen wurde und alle anderen empfohlenen Standard-Maßnahmen eingehalten wurden (z.B. Lüften etc.), gelten sowohl Sitznachbarn als auch alle weiteren Schülerinnen und Schüler und Lehrer grundsätzlich nicht als enge Kontaktpersonen, aber als beobachtungspflichtige Kontaktpersonen, wie auch die übrigen Schüler der Klasse.

Bei erhöhter Testfrequenz (Antigenschnelltest aller 2 Tage über 14 Tage) kann auf eine Absonderung von weiteren Schülern verzichtet werden. Die erhöhte Testfrequenz entfällt bei Geimpften und Genesenen.

Kita:

Absonderung des infizierten Kindes und ggf. exponierter, ungeimpfter Betreuer. Keine Absonderung weiterer symptomloser Kinder der Gruppe. Bei Personalengpässen, kann bei dem Betreuer eine Pendelquarantäne unter der Anwendung von Schutzmaßnahmen in Erwägung gezogen werden. Der Betreuer darf in der 14-Tägigen Beobachtungszeit nur die unter Beobachtung stehende Gruppe betreuen.

Die Kinder und Betreuer stehen unter Beobachtung und dürfen für 14 Tage nur in einer festen Gruppe betreut werden mit entsprechend räumlicher Trennung zu anderen Gruppen. Zudem soll während dieser Zeit eine Anwendung von PCR-Tests (Lollitest) aller 2 Tage (außer Wochenende) der unter Beobachtung stehenden Kinder und des Betreuers erfolgen (außer bei Genesenen).

Infektionscluster: Ab zwei Infizierten pro Gruppe oder Klasse sind alle Kinder/ Schüler der Gruppe oder Klasse abzusondern. Sofern Hinweise vorliegen, dass die Infektionen nicht im Gruppen- oder Klassenkontext erlangt wurden (z.B. in der Freizeit) und es unwahrscheinlich ist, dass weitere Personen v.a. Mitschüler infiziert wurden, kann auf eine Absonderung weiterer Kinder/Schüler verzichtet werden, ggf. muss aber das weitere Infektionsgeschehen in der Klasse mit erhöhter Testfrequenz überwacht werden.

In der Regel nicht, wenn die Infektion innerhalb des letztes halben Jahres stattfand. Wegen der Virusvarianten kommt es hier auf den Einzelfall ang. Das Gesundheitsamt kann trotzdem eine Absonderung anordnen.

Nein, symptomlose und vollständig geimpfte Personen (d. h. am 15. Tag nach der letzten Impfung) müssen sich nicht mehr absondern. Wegen der Virusvarianten kommt es hier auf den Einzelfall ang. Das Gesundheitsamt kann trotzdem eine Absonderung anordnen.

Im Zuge der Ausbreitung der Delta-Variante als vorherrschende Virusvariante in Deutschland empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) keine Absonderung für vollständig geimpfte bzw. genesene Personen, die mit einer mit dem Delta-Virus infizierten Person Kontakt hatten. Es hat sich gezeigt, dass insbesondere nach zweifacher Impfung ein hoher Schutz gegen schwere Verläufe einer Infektion mit der Delta-Variante besteht.

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Ja, dies ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung der Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und muss sich vorsichtshalber solange zu Hause in Quarantäne begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Zudem müssen Sie Ihren Hausstandsangehörigen (Familie, Wohngemeinschaft) mitteilen, dass Sie sich selbst positiv getestet haben und die Angehörigen ihre Kontakte reduzieren müssen.

Nein, der zu Hause ohne Aufsicht vorgenommene Selbsttest ist nicht meldepflichtig. Sie müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Anders kann es sein, wenn zum Beispiel in einer Einrichtung oder einem Betrieb das Personal sich unter Aufsicht selbst testet. Wenn einer der Beschäftigten ein positives Testergebnis hat, ist die Einrichtung weiterhin meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

Ja,. Personen, die sich selbst positiv getestet haben, müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Solange bis das Ergebnis vorliegt, gelten sie als sogenannte Verdachtspersonen und müssen sich absondern. Zudem sind die Hausstandsangehörigen aufgefordert, ihre Kontakte zu reduzieren. Weitere Informationen finden Sie im Infoblatt für Verdachtspersonen. 

 
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