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Informationen der Europäischen Union

Gelebter solidarischer Gedanke, Schutz vor Desinformation und Schutz von Verbrauchern: Die Corona-Pandemie stellt auch die Europäische Union vor Herausforderungen. 

Zur Aufklärung und Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger haben wir im Folgenden eine Reihe wichtiger Informationen für Sie zusammengetragen. So helfen Ihnen die Informationen nicht nur dabei, "Fake-News" zu erkennen und zu enttarnen, sondern geben auch wichtige Hinweise dazu, woran Sie erkennen, Medikamente in seriösen Online-Shops zu kaufen.

Weitere Informationen

Neues Online-Angebot der Kommission zu Fake-News in Zeiten von Corona

Bekämpfung von Desinformation

Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Coronavirus stellt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine „Informations-Pandemie“ fest. Diese Flut – teilweise falscher oder ungenauer – Informationen über das Virus, dessen Ursprung und Auswirkungen sowie über die Maßnahmen der Behörden zur Bekämpfung dieser Pandemie erschwert es den Menschen, die von ihnen benötigten verlässlichen Quellen und Ratschläge zu finden.

Der Europäische Rat hat hierzu eine Liste zusammengestellt, die eine Auswahl verlässlicher Informationsquellen enthält.

Website des Europäischen Rates zur Bekämpfung von Desinformation

Neben der tatsächlichen Erkrankung COVID-19 und dem Coronavirus breiten sich zunehmend Falschinformationen über Krankheit und Virus aus. Einige Meldungen scheinen bewusst gestreut zu werden, um Angst und Unsicherheit zu verbreiten.

Nachrichten aus Russland 

Soweit es sich um Nachrichten aus Russland handelt, sammelt und entkräftet die EastStratCom als Teil des Europäischen Auswärtigen Dienstes auf ihrer Website derartige Geschichten. Dort finden sich entsprechende Informationen, um selbst die Desinformation zu erkennen und zu wiederlegen. Die EastStratCom Task Force hat hierzu am 16. März 2020 einen entsprechenden Bericht veröffentlicht, auch ihre Datenbank kann durchsucht werden.

Website der EastStratCom

Bericht der EastStratCom vom 16. März 2020 (nur in Englisch)

Datenbank der EastStratCom

Informationen des Europäischen Auswärtigen Dienstes

Parallel zur Liste des Europischen Rates hat auch der Europäische Auswärtige Dienst daran gearbeitet, die Verbreitung von Desinformationen über die Pandemie von externen Quellen und externen Akteuren zu analysieren und aufzudecken. Am 1. Apruil wurde  ein Kurzbericht von den Faktenprüfern EUvsDisinfo des Europäischen Auswärtigen Dienstes veröffentlicht.

Laut Bericht zielen Desinformationen über die Coronavirus-Pandemie darauf ab, Minderheiten als Ursache der Pandemie darzustellen und das Misstrauen in die Fähigkeiten demokratischer Staaten und Institutionen zu schüren. Einige staatliche und staatlich unterstützte Akteure versuchen, die Krise auszunutzen, um geopolitische Interessen voranzutreiben, indem häufig die Glaubwürdigkeit der Europäischen Union und ihrer Partner in Frage gestellt wird.

Überblick über verschiedene Desinformationsaktivitäten laut Bericht:

  • Global: Behauptungen, dass die EU angesichts der Coronakrise zerfällt, sind in allen analysierten Regionen in den sozialen Medien im Trend. Unter den von RT (Russia Today) und Sputnik veröffentlichten Corona-bezogenen Inhalten haben Artikel, die Verschwörungstheorien wie „Das Virus wurde von Menschenhand gemacht“ oder absichtlich verbreitet besonders viel Interaktionen hervorgerufen.
  • EU: Desinformation und falsche Gesundheitsratschläge zum Coronavirus, die im Widerspruch zu den offiziellen Leitlinien der WHO und den internen Richtlinien von Online-Plattformen stehen, kursieren weiterhin. So bewirbt Sputnik Deutschland beispielsweise auf Facebook und Twitter die Behauptung, dass „Händewaschen nicht hilft“. Es gibt Hinweise darauf, dass Online-Plattformen weiterhin Desinformationen und Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit dem Coronavirus monetarisieren.
  • China: Staatliche Medien und Regierungsvertreter fördern nicht belegte Theorien über die Herkunft des Coronavirus. In der chinesischen Berichterstattung wird die Dankbarkeit einiger europäischer Staats- und Regierungschefs für die chinesische Hilfe hervorgehoben.
  • Russland: In der Datenbank EUvsDisinfo wurden mehr als 150 Fälle kremlfreundlicher Desinformation über COVID-19 erfasst (seit 22. Januar). Die staatlich kontrollierten russischen Medien haben ihren Schwerpunkt verlagert, um die Bereitschaft Russlands zur Bekämpfung des Ausbruchs hervorzuheben. Über die russische Hilfe für Italien wurde ausführlich berichtet.
  • Afrika: In einigen Ländern verbreiten sich Hasskampagnen gegen soziale und ethnische Gruppen. Chinas proaktive Kommunikation rund um die Bereitstellung von Unterstützung stellt andere Geber vor Reputationsprobleme.
  • MENA (Mittlerer Osten und Nordafrika): Daesh ermutigt Militante dazu, die Unsicherheit um das Coronavirus auszunutzen. Die Pandemie wird als „schmerzhafte Quälerei“ gegen „Kreuzritter-Nationen“ dargestellt. Das syrische Regime nutzt das Coronavirus, um die EU-Sanktionen anzugreifen. Die EU-Mitgliedstaaten werden als unfähig dargestellt, sich gegenseitig zu helfen.
  • Türkei: Falsche Gesundheitsinformationen sind in den sozialen Medien weiterhin weit verbreitet, der Anti-EU-Diskurs und die Kritik an der EU wird auch in der Öffentlichkeit befördert.
  • Westbalkan: Verschwörungstheorien, wonach das Virus eine Biowaffe der USA oder ein Vorwand für eine ausländische Invasion sei, sind weiterhin im Kommen. Die Coronakrise wird mit dem verbreiteten Narrativ verbunden, die EU lasse den Westbalkan im Stich.

Enge Zusammenarbeit mit Google, Facebook & Co.

Zudem arbeitet die Kommission weiterhin eng mit Online-Plattformen zusammen. Am 27. März 2020 sprach EU-Kommissionsvizepräsidentin Věra Jourová, zuständig für Werte und Transparenz, dazu erneut mit Google, Facebook, Twitter, Microsoft, Mozilla und dem Branchenverband EDiMA. In der Telefonkonferenz informierten die Plattformen die Kommission über Fortschritte bei ihren Bemühungen, verlässliche Quellen zu fördern und potenziell schädliche Inhalte zu entfernen.

Die Plattformen, die alle den Verhaltenskodex für den Bereich der Desinformation unterzeichnet haben, berichteten der Vizepräsidentin, dass die Schritte, die sie in den letzten Wochen unternommen haben, zu einem verbesserten Zugang zu verlässlichen Informationen (wie z.B. der WHO oder nationalen Gesundheitsbehörden) sowie zur Herabstufung und Entfernung schädlicher Inhalte beigetragen haben.

Die Plattformen bestätigten, dass sie weiterhin falsche und schädliche Informationen hauptsächlich in Gesundheitsfragen beobachten, die sie in großen Mengen entfernen.

Die Vizepräsidentin forderte die Unternehmen auf, relevante Daten mit Forschern und Faktenprüfern zu teilen, mit den Behörden in allen Mitgliedstaaten zusammenzuarbeiten und Beispiele der entfernten Inhalte zu zeigen.

Kompass zur Überprüfung von Falschmeldungen

Eine weitere übersichtliche Hilfestellung zum Erkennen von Falschmeldungen bietet der allgemeine „Kompass zur Überprüfung von Falschmeldungen“, den das Europäische Parlament im Februar 2019 veröffentlicht hat.

Warnung vor gefälschten Medikamenten beim Kauf im Internet

Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) warnt vor einer stark gestiegenen Zunahme von Arzneimittelfälschungen beim Online-Kauf.

Durch die hohe Nachfrage nach wichtigen Arzneimitteln bestellen viele Menschen vermehrt auf nicht autorisierten Onlineversandhandel-Plattformen. Diese Internetanbieter schlagen Profit aus der Angst der Verbraucher und Patienten, wichtige Arzneimittel nicht mehr zu erhalten. Trotz zwischenzeitlicher Verknappung von beispielsweise Paracetamol oder Ibuprofen, sollte man die Hände von unseriösen Anbietern lassen. In den von den illegalen Versandhändlern angebotenen Produkten finden sich nach Angaben der EMA nicht nur falsche oder unwirksame Wirkstoffe oder falschen Mengen - auch schädliche Substanzen können enthalten sein, die zu weiteren Gesundheitsproblemen führen oder Symptome von COVID-19 verschlimmern können.

Verbraucher und Patienten sollten daher nur bei registrierten Online Apotheken mit dem grünen EU-Logo bestellen oder Arzneimittel direkt vor Ort in der Apotheke kaufen. Sie sollen besonders jetzt sehr sorgfältig den Internetauftritt prüfen und diesen mit der Liste der durch die Mitgliedstaaten autorisierten Versandapotheken vergleichen. Dies geschieht ganz einfach durch einen Klick auf das grüne EU-Logo auf der aufgerufenen Webseite der Versandapotheke.

COVID-19: Beware of falsified medicines from unregistered websites (Press release 24/03/2020 - only in English)

Auch das Bundeskriminalamt (BKA) warnt davor, gefälschte Medikamente und Medizinprodukte im Zusammenhang mit dem Coronavirus online zu kaufen.

Achtung beim Kauf im Internet: gefälschte Medikamente und Medizinprodukte in Zusammenhang mit Corona/Covid-19 (Medieninformation vom 3. April 2020)

Reaktion der EU auf den Ausbruch von COVID-19

Auf seiner Website informiert der Europäische Rat unter anderem über folgende Themen:

  • Reaktion der EU auf den Ausbruch von COVID-19
  • Eindämmung der Ausbreitung des Virus
  • Sicherstellung der Bereitstellung medizinischer Ausrüstung
  • Förderung der Forschung im Bereich Therapien und Impfstoffe
  • Unterstützung von Arbeitsplätzen, Unternehmen und Wirtschaft
  • Krisenkoordinierung zum Ausbruch von COVID-19

Ausbruch von COVID‑19 (Coronavirus)

Coronavirus: Gelebte europäische Solidarität

Die Europäische Kommission koordiniert die gemeinsame COVID-19-Krisenreaktion. Entschlossenen Maßnahmen dienen der Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesens in der EU und der Abfedrung der Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft.

Präsidentin von der Leyen hat einen Coronavirus-Krisenstab eingerichtet, der die gemeinsamen Maßnahmen auf politischer Ebene koordiniert..

Coronavirus – Krisenreaktion

In der gesamten Europäischen Union (EU) bieten aktuell Länder, Regionen und Städte ihren Nachbarn ihre Hilfe an, und zwar dort, wo sie besonders dringend benötigt wird. Das ist gelebte europäische Solidarität.

Sowohl bei der Behandlung von Patienten und der Bereitstellung von medizinischem Gerät als auch dem Rücktransfer Deutscher aus dem Ausland unterstützen sich die EU-Mitglieder untereinander.

Website der Europäischen Kommission zum Coronavirus

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