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Institutionen und Beschäftigte aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbereich

Aktuelle Corona-Maßnahmen im Bereich Kultur und Tourismus in Sachsen

Welche Corona-Maßnahmen in Sachsen gelten, hängt maßgeblich von der 7-Tage-Inzidenz im Landkreis oder der Kreisfreien Stadt ab. 

  • Liegt die Inzidenz an 3 aufeinander folgenden Tagen über 100, so gelten ab dem übernächsten Tag (»3+2-Regel«) unmittelbar die verschärfenden Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes (»Bundesnotbremse«). Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung kann dazu ergänzende Regelung treffen.
  • Liegt die Inzidenz an 5 aufeinander folgenden Werktagen unter 100, so gelten ab dem übernächsten Tag (»5+2-Regel«) die Maßnahmen der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. Für die erleichternden Maßnahmen ist dabei ein weiteres kriterium, dass die maximale Auslastung der Bettenkapazität von 1.300 COVID-19 Erkrankten auf der Normalstation unterschritten ist (»Bettenindikator«).

Die aktuelle Corona-Schutz-Verordnung vom 4. Mai 2021 regelt die Maßnahmen rechtlich verbindlich bis 30. Mai 2021

 

Maßnahmen bei 7-Tage-Inzidenz über 100 Maßnahmen bei 7-Tage-Inzidenz unter 100 und Bettenbelegung unter 1.300
Aus-, Fort- und Weiterbildungs- und
Erwachsenenbildungseinrichtungen
und ähnliche Einrichtungen
sowie Volkshochschulen

Inzidenz über 165: geschlossen, ausgenommen bestimmte Abschlussklassen und praktische Ausbildungsanteile an Berufsbildungseinrichtungen

Inzidenz zwischen 100 und 165: Wechselunterricht mit Kontakterfassung und Test von Besuchern und Unterrichtenden (2 Mal wöchentlich)

dürfen öffnen

mit Kontakterfassung und Test von Besuchern und Unterrichtenden (2 Mal wöchentlich)

Unterricht an Kunst-, Musik und Tanzschulen und durch freiberufliche Musikpädagogen

Inzidenz über 165: untersagt,
ausgenommen Einzelunterricht für
Schüler, die 2021 ein entsprechendes Studium aufnehmen wollen, vor einer Abschlussprüfung stehen oder 2021
an internationalen oder nationalen Wettbewerben teilnehmen werden

Inzidenz zwischen 100 und 165: Einzelunterricht zulässig

mit Kontakterfassung und Test von Beschäftigten (2 Mal wöchentlich) und Schülern (tagaktuell) 

in Tanzschulen gilt als Einzelunterricht das Tanzen mit einem festen Tanzpartner

zulässig über den Einzelunterricht hinaus

mit Kontakterfassung und Test von Beschäftigten (2 Mal wöchentlich) und Schülern (tagaktuell)

  Von der Testpflicht ausgenommen sind Schüler, die im Rahmen der Testung an Schulen beim letzten Test in der Kalenderwoche negativ getestet wurden.
Museen, Galerien, Ausstellungen
und Gedenkstätten
geschlossen

dürfen öffnen

mit Terminbuchung, Kontakterfassung  und Test von Besuchern (tagaktuell)

Inzidenz unter 50: Auflagen (Terminbuchung, Kontakterfassung und Testpflicht) entfallen

Bibliotheken

dürfen für Medienausleihe öffnen

Fachbibliotheken und Bibliotheken an Hochschulen dürfen öffnen

dürfen öffnen

mit Terminbuchung, Kontakterfassung  und Test von Besuchern (tagaktuell)

Inzidenz unter 50: Auflagen (Terminbuchung, Kontakterfassung und Testpflicht) entfallen

Kinos, Theater, Bühnen, Opernhäuser, Konzerthäuser,
Konzertveranstaltungsorte, Musiktheater und ähnliche Einrichtungen für Publikum

geschlossen

Ausnahme: Autokinos

dürfen öffnen

mit Terminbuchung, Kontakterfassung  und Test von Besuchern (tagaktuell)

Inzidenz unter 50: Auflagen (Terminbuchung, Kontakterfassung und Testpflicht) entfallen

Open-Air-Kulturveranstaltungen untersagt

zulässig

mit Terminbuchung, Kontakterfassung  und Test von Besuchern (tagaktuell)

Inzidenz unter 50: Auflagen (Terminbuchung, Kontakterfassung und Testpflicht) entfallen

Gastronomie

geschlossen

Ausnahme: Abholung (zwischen 5 und 22 Uhr) und Lieferung

dürfen im Außenbereich öffnen

mit Terminbuchung, Kontakterfassung und Test (tagaktuell), wenn mehr als 2 Hausstände an einem Tisch sitzen

Inzidenz unter 50: Auflagen (Terminbuchung, Kontakterfassung und Testpflicht) entfallen

Einrichtungen und Aktivitäten, die der Unterhaltung oder Freizeitgestaltung dienen

etwa Freizeit- und Vergnügungsparks;
Diskotheken, Clubs und Musikclubs; Seilbahnen, Fluss- und Seenschifffahrt im Ausflugsverkehr; touristische
Bahn- und Busverkehre, Flusskreuzfahrten sowie sonstige gewerbliche Freizeitaktivitäten

untersagt untersagt
botanische und zoologische Gärten, Tierparks

dürfen im Außenbereich öffnen

mit Kontakterfassung und Test für Besucher (tagaktuell)

dürfen öffnen

mit Kontakterfassung und Test für Besucher (tagaktuell)

Inzidenz unter 50: Auflagen (Terminbuchung, Kontakterfassung und Testpflicht) entfallen

Stadt-, Gäste- und
Naturführungen
untersagt

im Außenbereich mit höchstens 10 Teilnehmern zulässig

mit Kontakterfassung und Test für Besucher (tagaktuell)

Beherbergung

touristische Übernachtungen untersagt, Übernachtungen etwa aus notwendigen beruflichen, schulischen, medizinischen oder sozialen Anlässen zulässig

Dauercamping zulässig, wenn Gemeinschaftsanlagen (Sanitäranlagen, Küche und ähnliche Anlagen) nicht gleichzeitig genutzt werden

bei zulässigen Übernachtungen ist Kontakterfassung vorzusehen

touristische Übernachtungen untersagt, Übernachtungen etwa aus notwendigen beruflichen, schulischen, medizinischen oder sozialen Anlässen zulässig

Beherbergung (auch für touristische Übernachtungen) auf Camping- und Caravaningplätzen sowie in Ferienwohnungen generell zulässig 

bei zulässigen Übernachtungen ist Kontakterfassung vorzusehen

Inzidenz unter 50: touristische Übernachtungen zulässig

nach vorheriger Buchung mit Kontakterfassung | Test (tagaktuell) zu Beginn des Aufenthaltes

Modellprojekte nicht zulässig zulässig

Grundlage für die Maßnahmen sind das Infektionsschutzgesetz (»Bundes-Notbremse«) und die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 4. Mai 2021.

Testpflichten

  • Alle Beschäftigten mit direktem Kundenkontakt lassen sich 2 Mal wöchentlich testen. 
  • Wenn Besucher oder Kunden einen tagaktuellen Test vorlegen müssen, so darf dieser nicht älter als 24 Stunden sein. Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren.
  • Tagesaktuell negativ getesteten Personen sind vollständig Geimpfte gleichgestellt, ebenso Genesene in den 6 Monaten nach Genesung beziehungsweise 14 Tage nach Erhalt der ersten Impfdosis auch darüber hinaus.
  • Als Nachweis sind Test- oder Impfbescheinigungen gemeinsam mit einem amtlichen Ausweispapier im Original vorzulegen.

Hygienekonzept

Für offene oder zulässige Einrichtungen, Angebote und Veranstaltungen ist ein eigenes schriftliches Hygienekonzept entsprechend der Regelungen in § 6 der Corona-Schutz-Verordnung zu erstellen und umzusetzen. Das Hygienekonzept muss insbesondere ein Einlassmanagement und die Abstandsregelung zu anderen Personen sowie weitere Hygienemaßnahmen beinhalten. Die Schutzvorschriften gemäß der Allgemeinverfügung »Anordnung von Hygieneauflagen« sind einzuhalten. Das Hygienekonzept benennt einen Ansprechpartner vor Ort, der für die Einhaltung und Umsetzung des Hygienekonzepts verantwortlich ist.

Darüber hinaus sind zu berücksichtigen:

Kontakterfassung

In allen Einrichtungen sowie bei allen Angeboten und Veranstaltungen, wo eine Kontakterfassung nach der Corona-Schutz-Verordnung erforderlich ist, sollen digitale Systeme, insbesondere die Corona-Warn-App, genutzt werden. Zusätzlich ist eine analoge Form der Kontakterfassung anzubieten. Bei der analogen Kontakterfassung sind folgende Kontaktdaten zu verarbeiten: Name, Telefonnummer oder E-Mail und Anschrift der Besucher sowie Zeitraum und Ort des Besuchs. Antworten auf häufige Fragen zur Kontakterfassung sind im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen – FAQ« zusammengestellt.

Entwicklung der 7-Tage-Inzidenz in den letzten 14 Tagen

, Quellen: Landesuntersuchungsanstalt Sachsen (bis 30. November 2020), Robert-Koch-Institut (ab 01. Dezember 2020)

Der kritische Belastungswert bei den Krankenhausbetten auf Normalstationen, die für COVID-19-Patienten sofort zur Verfügung stehen, liegt bei 1.300 COVID-19-Patienten, die nicht intensivmedizinisch behandelt werden. Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung vom 4. Mai 2021 schreibt für den Fall, dass in Sachsen mehr als 1.300 Betten auf Normalstationen mit COVID-19-Patienten belegt sind, eine Rückkehr zum Lockdown vor. 

Aktuelle Bettenbelegung durch COVID19-Patienten in den sächsischen Krankenhäusern (Bettenindikator)

1) Landkreis Meißen, Stadt Dresden, Landkreis Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis Bautzen, Landkreis Görlitz 2) Landkreis Leipzig, Stadt Leipzig, Landkreis Nordsachsen 3) Stadt Chemnitz, Landkreis Mittelsachsen, Landkreis Zwickau, Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis

, Quelle: Krankenhauskoordinatoren Sachsen © Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt

Hinweis: In den Krankenhaus-Clustern Dresden und Chemnitz liegt die kritische Marke bei je 500 Krankenhausbetten auf den Normalstationen. Der kritische Belastungswert im Krankenhaus-Cluster Leipzig beträgt 300 Betten. Der Wert am Ende des Diagrammbalkens gibt die aktuelle Gesamtbettenkapazität für COVID-19-Patienten an, die nicht intensivmedizinisch behandelt werden müssen. Sobald die Notwendigkeit dafür besteht, werden diese Betten aufgestockt.

Unterstützungsangebote des Freistaates Sachsen für Kulturschaffende und -einrichtungen

Info-Grafik mit Text: »Neue Corona-Hilfen für Kultur und Tourismus geplant! 9 Millionen Euro für Hilfsprogramme in den Bereichen: Tourismus, Zoos und Tiergärten sowie freie Musikschulen und freiberufliche Musik- und Tanzlehrkräfte«
Neben der Kultur soll auch der Tourismus in Sachsen unterstützt werden. Die Infografik zeigt die in beiden Bereichen geplanten Unterstützungen. Insgesamt sind 9 Millionen Euro vorgesehen.  

Sachsen plant neue Corona-Hilfen für Zoos und Tierparks, freie Musikschulen sowie freiberufliche Musik- und Tanzlehrkräfte

Sachsen will mit rund 7 Millionen Euro den von den Beschränkungen der Corona-Pandemie hart getroffenen Kulturbereich unterstützen. Die Sächsische Staatsregierung hat dafür zwei Förderprogramme beschlossen. Der Haushalts- und Finanzausschusses des Sächsischen Landtages hat diesen zugestimmt. Sobald eine Antragstellung möglich ist, werden die Modalitäten bekannt gegeben. 

Für die Überbrückung finanzieller Engpässe von Tierparks und zoologischen Gärten sind rund 5 Millionen Euro geplant.

  • Mit der Förderung sollen finanzielle Engpässe überbrückt werden, um den Erhalt der Einrichtungen abzusichern. Die Einnahmeverluste zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2021 (Förderzeitraum) sollen so ausgeglichen werden (soweit diese maßgeblich durch die Corona-Pandemie verursacht wurden).
     
  • Als Zuwendungsempfänger sind die Träger der jeweiligen Einrichtung vorgesehen. 
     
  • Als Zuwendungsvoraussetzungen sind vorgesehen:
    • Die Einrichtung ist ortsfest und befindet sich im Freistaat Sachsen. Sie ist satzungsgemäß öffentlich zugängig und verfügt über eine ganzjährige regelmäßige Öffnungszeit.
    • Für die Einrichtung liegt eine Erlaubnis gemäß Tierschutzgesetz oder eine Genehmigung gemäß Bundesnaturschutzgesetz vor.
       
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Höhe der Zuwendung soll sich nach den nicht durch Einnahmen gedeckten Betriebsausgaben der Einrichtung im Förderzeitraum bemessen, begrenzt auf maximal 900.000 Euro.
     
  • Abgrenzung zu anderen Förderprogrammen: Die Zuwendung darf nicht zu einer Überkompensation führen. Alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Ausgabensenkung (zum Beispiel durch Kurzarbeit) sind vorher auszuschöpfen und alle verfügbaren Finanzhilfen und Leistungen (zum Beispiel Zuschussprogramme des Bundes und des Landes sowie Leistungen der Kommunen und Kulturräume) sind in Anspruch zu nehmen.

Rund 2 Millionen Euro sollen zur Unterstützung von freien Musikschulen und freiberuflichen Anbietern von außerschulischem Musik- und Tanzunterricht zur Verfügung stehen.

  • Mit der Förderung sollen finanzielle Engpässe überbrückt werden, um so die Existenz der Träger zu sichern. Die Einnahmeausfälle zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 23. Juli 2021 (Förderzeitraum) sollen so ausgeglichen werden (Einnahmeausfälle aus Unterrichtsgebühren von freien Musikschulen und aus ausfallenden Honoraren von freiberuflichen Anbietern von außerschulischem Musik- und Tanzunterricht während und aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie).
     
  • Zuwendungsempfänger sollen sein:
    • freie Musikschulen mit Sitz in Sachsen, die gemeinnützige Zwecke verfolgen und die Zuwendungsvoraussetzungen nach Ziffer II Nummer 1 der Förderrichtlinie Musikschulen/Kulturelle Bildung erfüllen.
    • freiberufliche Einzelunternehmer (»Solo-Selbständige«) als Anbieter von außerschulischem Musik- und Tanzunterricht im Freistaat Sachsen; diese müssen ihr Einkommen überwiegend durch diese Freiberuflichkeit erwirtschaften und Mitglied in der Künstlersozialkasse sein.
       
  • Zuwendungsvoraussetzung ist, dass der Unterricht aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ganz oder teilweise nicht stattfinden kann und nicht in alternativer Form, zum Beispiel als Online-Unterricht, durchgeführt werden kann.
     
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Höhe der Zuwendung soll sich am tatsächlichen Einnahmeausfall aufgrund der im Förderzeitraum geplanten Einnahmen bemessen.
     
  • Abgrenzung zu anderen Förderprogrammen: Die Förderung erfolgt nachrangig und nur insoweit andere Förderangebote und Unterstützungsleistungen etwa des Bundes und des Freistaates Sachsen nicht zur Verfügung stehen.
Infografik mit folgendem Text: »Sächsische Corona-Hilfen für Kultur erweitert und bis Ende 2021 verlängert. Bis zu 10.000 Euro (in Einzelfällen bis zu 50.000 Euro) ohne Rückzahlung für Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft«
Im November 2020 wurde das Förderprogramm bis zum 31. Dezember 2021 verlängert und auf Musik-Clubs und Spielstätten erweitert. 

Kunst- und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Corona-Krise betroffen sind, können Anträge auf Förderung nach der Richtlinie »Corona-Härtefälle Kultur« bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) stellen.

Geförderte erhalten einen Zuschuss bis zu 10.000 Euro, bei höherem Liquiditätsbedarf bis zu 50.000 Euro. Im Rahmen der Förderung kann der Liquiditätsbedarf geltend gemacht werden, der aus unabweisbaren Einnahmeausfällen und/oder durch notwendige zusätzliche Ausgaben (zum Beispiel für Hygienemaßnahmen oder digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) entsteht.

Die Förderung, von der bereits im Jahr 2020 zahlreiche freie Kunst- und Kultureinrichtungen profitieren konnten, läuft bis zum 31. Dezember 2021. Antragsschluss für Liquiditätsbedarfe in 2020 war der 31. Dezember 2020. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2021 können fortlaufend bis zum 20. November 2021 gestellt werden.

Fragen und Antworten zum Soforthilfe-Zuschuss »Härtefälle Kultur«

Das Kulturministerium hat den Kulturräumen und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen Anwendungshinweise über den Umgang mit Förderungen gegeben.

Demnach ist es möglich, Projekte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ist dies nicht möglich, können Förderzwecke umgewidmet werden, der ähnlich zum geplanten Vorhaben war. Müssen Projekte ganz abgesagt werden, können entstandene Ausgaben für Vorbereitungen im Einzelfall weiter gefördert werden und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Darüber hinaus ist es den Kulturräumen möglich, ihren Zuwendungsempfängern aus den 2020 zugewiesenen und bereits beschiedenen Mitteln Ausfallhonorare der regulären Honorare als zuwendungsfähig zu gewähren. Voraussetzung dafür ist zum einen, dass der Ausfall der geplanten Honorarzahlungen auf die Corona-Krise zurückzuführen ist (zum Beispiel auf Grund der Absage von Veranstaltungen) und zum anderen keine anderweitigen Soforthilfe-Programme der Corona-Krise in Betracht kommen (Vorrang Bundesprogramme).

Diese Anwendungshinweise können die Kulturräume übernehmen bzw. sich daran orientieren. Dies entscheiden die Kulturräume eigenständig im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Bitte setzen sie sich mit den entsprechenden Kulturräumen bzw. der Kulturstiftung dazu in Verbindung.

Weitere Unterstützungs- und Hilfsangebote

Die Überbrückungshilfe III unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die Corona-bedingte Umsatzeinbußen verzeichnen müssen, mit Fixkostenzuschüssen. Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden bis zu 100 Prozent der Fixkosten erstattet. Die Überbrückungshilfe III umfasst den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 und beträgt maximal 1,5 Millionen Euro.

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum von Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für die daher die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III nicht in Frage kommt. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal 7.500 Euro.

Die elektronische Antragstellung ist über eine zentrale Plattform (Link siehe unten) bis zum 31. August 2021 möglich. Für die Überbrückungshilfe III erfolgt sie über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte), für die Neustarthilfe ist sie direkt (ohne prüfenden Dritten) möglich.

Eine gleichzeitige Antragstellung für die Neustarthilfe und die Überbrückungshilfe III ist nicht möglich. Soloselbstständige können jedoch nachträglich zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung entscheiden, welche der beiden Hilfen sie in Anspruch nehmen wollen.

Die November- und Dezemberhilfe (außerordentliche Wirtschaftshilfe) unterstützt Unternehmen, Selbständige, Einrichtungen und Vereine, die von den Schließungen im November und Dezember 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt oder indirekt betroffen sind. Für die Dauer der Schließungen erhalten Betroffene einen einmaligen Zuschuss von bis zu 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November beziehunsgweise Dezember 2019.

Die elektronische Antragstellung war über eine zentrale Plattform (Link siehe unten) bis zum 30. April 2021 möglich. Selbständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro Anträge direkt stellen. Als Identitätsnachweis ist das Elster-Zertifkat erforderlich. Für alle anderen erfolgt die Antragstellung über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte).

Mit »Neustart Kultur« hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt. Im Fokus der Förderung stehen vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden, beispielsweise Kinos, Museen, Theater, Musikaufführungsstätten, soziokulturelle Zentren und Kleinkunstbühnen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten. Daneben erhalten die Bundeskulturfonds zusätzliche Mittel, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten und so unmittelbar Künstlerinnen und Künstler zu fördern.

»Neustart Kultur« setzt sich aus unterschiedlichen Hilfsprogrammen für die unterschiedlichen Einrichtungen aus dem Kultur- und Kreativbereich zusammen. Die Ausreichung der Fördergelder wird häufig von den jeweiligen Verbänden koordiniert. Informationen zur Antragstellung und den Konditionen veröffentlicht die Bundesregierung.

Wer in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie offiziell durch ein sächsisches Gesundheitsamt einer Quarantäne beziehungsweise einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über die Landesdirektion Sachsen (LDS) eine Entschädigung beantragen. Mit der Entschädigung können sowohl Betriebe und deren Angestellte, als auch Selbstständige und Freiberufler unterstützt werden.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet.Selbstständige und Freiberufler können auf eigenen Antrag bei der Landesdirektion Sachsen ihren Verdienstausfall ersetzt bekommen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall.

Zur Sicherung der wirtschaftlichen und persönlichen Existenz in der Corona-Pandemie wurden die Zugangsvoraussetzungen für die Grundsicherung (wie etwa das Arbeitslosengeld II) deutlich erleichtert. Die Regelungen über den erleichterten Zugang zur Grundsicherung gelten für Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. Dezember 2021 beginnen.

Die Künstlersozialkasse (KSK) gibt Informationen zur Corona-Pandemie für selbständige Künstler, Publizisten, Kultur- und Kreativschaffende sowie abgabepflichtige Unternehmen.

Um Unternehmen, Beschäftigte, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie vielfältige steuerliche Hilfen etwa als Liquiditätshilfen. Zudem ist die Insolvenzantragspflicht in bestimmten Fällen (weiter) ausgesetzt.

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