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Institutionen und Beschäftigte aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbereich

Viele kulturelle Einrichtungen und Angebote in Sachsen dürfen wieder öffnen beziehungsweise stattfinden. Erforderlich ist für jede EInrichtung und jedes Angebote ein individuelles Hygienekonzept. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Hinweise zu den Bedingungen für die Wiedereröffnung ebenso wie zu den Unterstützungs- und Hilfsangeboten für Künstllerinnen und Künstler durch den Bund und den Freistaat Sachsen.

Bedingungen für die Wiedereröffnung von kulturellen Einrichtungen

Folgende Kultureinrichtungen und -angebote in Sachsen dürfen für den Besucherverkehr öffnen beziehungsweise stattfinden:

  • Museen*, Ausstellungen*, Galerien* und Ausstellungshäuser*,
  • Fachbibliotheken*, Bibliotheken* und Archive*,
  • Gedenkstätten*,
  • Musik- und Tanzschulen,
  • Literaturhäuser, Kleinkunstbühnen, Einrichtungen der Soziokultur,
  • Gästeführungen.

Bedingung für die Öffnung ist, dass die Einrichtung beziehungsweise das Angebot ein individuelles Hygienekonzept erstellt und umsetzt. Dies kann durch die zuständige kommunale Behörde überprüft werden.

Bei dem mit * gekennzeichneten Einrichtungen und Angeboten ist das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung in geschlossenen Räumen verpflichtend. Für die anderen Einrichtungen und Angebote treffen die Bertreiber bezeihungsweise Anbieter Festlegungen dazu in den jeweiligen Hygienekonzepten.

Darüber hinaus dürfen in Sachsen folgende Kultureichrichtungen öffnen, sofern ein von der zuständigen kommunalen Behörde genehmigtes Hygienekonzept vorliegt:

  • Theater und Musiktheater, 
  • Kinos,
  • Konzerthäuser und Konzertveranstaltungsorte,
  • Opernhäuser.

Großveranstaltungen mit einer Teilnehmerzahl von mehr als 1 000 Personen sind bis zum 31. August 2020 untersagt.

Bei der Erstellung der Hygienekonzepte sind die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dazu vorhandene branchenspezifische Konkretisierungen der Unfallversicherungsträger beziehungsweise der Aufsichtsbehörde und die einschlägigen Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes zum Infektionsschutz in ihrer jeweiligen Fassung zu berücksichtigen sowie weitere Schutzvorschriften gemäß der Allgemeinverfügung Anordnung von Hygieneauflagen des Staatsministeriums für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt einzuhalten.

Hilfsangebote des Freistaats Sachsen für Kulturschaffende

Der Freistaat Sachsen hat rund 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um sächsische Kulturschaffende in Zeiten der Corona-Pandemie zu unterstützen. Die Maßnahmen umfassen das Stipendienprogramm »Denkzeit« für freischaffende Künstler, Finanzhilfen für freie Musikschulen und freien Musiklehrkräften sowie Mittel, um Honorare für Online-Auftritte zu zahlen. 

Informationsgrafik mit dem Text: 2.000 Euro für sächsische Künstler: Das neue Programm »Denkzeit«. Mikrostipendien für freischaffende Künstlerinnen und Künstler im Hauptberuf, die durch die Corona-Pandemie in einer schwierigen Lage sind © SMKT

+++Hinweis: Derzeit können keine neuen Bewerbungen für das Proramm »Denkzeit« angenommen werden. +++

Sächsische Künstlerinnen und Künstler können bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Stipendien in Höhe von je 2.000 Euro beantragen. Die Stipendien werden in Form einer einmaligen Zuwendung für die Dauer von zwei Monaten gewährt.

Das neue Programm richtet sich an freischaffende, hauptberuflich tätige Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Darstellende und Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film mit Hauptwohnsitz in Sachsen, die in Folge der Corona-Pandemie existentiell und künstlerisch in einer schwierigen Lage sind. Das Programm soll sie darin ermutigen, auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer künstlerischen Arbeit festzuhalten und individuelle Handlungsansätze für den Umgang mit der Corona-Krise zu entwickeln.

Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ansätze und Formate. So können beispielsweise Recherche- und Konzeptarbeiten oder Ideen der künstlerischen Reflexion der Krise ebenso Gegenstand des Stipendiums sein wie das Ausloten digitaler Interaktionstechniken, die Erprobung von Veranstaltungsformaten im virtuellen Raum oder die Restrukturierung von Arbeitsprozessen.

Anträge können ausschließlich über ein Online-Formular auf der Webseite der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gestellt werden. Ein einfaches Antragsverfahren soll dafür sorgen, dass die Mittel zügig an die Antragstellerinnen und Antragsteller ausgereicht werden können. Eine kurze Skizzierung des Vorhabens ist ausreichend.

»Denkzeit«: Kontakt und Online-Formular

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Telefon: 0351 88480-33

E-Mail: denkzeit@kdfs.de

Webseite: Zum Online-Antrag für das Programm »Denkzeit«

Sharepic mit Beschriftung: Rund 6 Millionen Euro für Musikschulen und freie Musiklehrkräfte in Sachsen

Mit einem neuen Sofortprogramm unterstützt das Sächsische Kulturministerium freie Musikschulen und freie Musiklehrkräfte mit rund 6 Millionen Euro, um Einnahmenausfälle infolge der Corona-Pandemie auszugleichen. Das Hilfsprogramm wird den Zeitraum Mitte März bis zum Ende des Schuljahres abdecken.

Freie oder private Anbieter von außerschulischem Musikunterricht aus Sachsen, die professionell und selbstständig tätig sind, ihr Einkommen überwiegend durch ihre Freiberuflichkeit verdienen und durch die Absage von außerschulischem Musikunterricht aufgrund der aktuell geltenden Allgemeinverfügung für den Freistaat Sachsen Einnahmeausfälle nachweisen, können einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe bis zu 60 % der nachgewiesenen Einnahmeausfälle beantragen. Die maximale Unterstützung beträgt 750 EUR je Woche.

Musikschulen erhalten einen Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss. Das Programm gilt innerhalb des Zeitraumes, in dem die Allgemeinverfügung den Musikschulunterricht auch zu Teilen nicht ermöglicht. Voraussetzung für die finanzielle Unterstützung ist, dass sich die Musikschulen nicht in kommunaler Trägerschaft befinden und bereits durch das SMWK im Rahmen der Förderrichtlinie Musikschulen/Kulturelle Bildung gefördert werden.

Die Anträge für Hilfen aus dem Sofortprogramm können ab sofort beim Sächsischen Musikrat gestellt werden

 

Als eine weitere Unterstützungsmaßnahme wird Künstlerinnen und Künstlern über die Kampagne »So geht sächsisch.« eine digitale Bühne geboten und so die kulturelle Vielfalt im Internet ermöglicht. Neben Künstlerhonoraren sollen hier auch Ausgaben für Technik unterstützt werden.

Weiteres zu den geplanten Maßnahmen erfahren Sie hier in Kürze.

Das Kulturministerium hat den Kulturräumen und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen Anwendungshinweise über den Umgang mit Förderungen gegeben.

Demnach ist es möglich, Projekte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ist dies nicht möglich, können Förderzwecke umgewidmet werden, der ähnlich zum geplanten Vorhaben war. Müssen Projekte ganz abgesagt werden, können entstandene Ausgaben für Vorbereitungen im Einzelfall weiter gefördert werden und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Darüber hinaus ist es den Kulturräumen möglich, ihren Zuwendungsempfängern aus den 2020 zugewiesenen und bereits beschiedenen Mitteln Ausfallhonorare der regulären Honorare als zuwendungsfähig zu gewähren. Voraussetzung dafür ist zum einen, dass der Ausfall der geplanten Honorarzahlungen auf die Corona-Krise zurückzuführen ist (zum Beispiel auf Grund der Absage von Veranstaltungen) und zum anderen keine anderweitigen Soforthilfe-Programme der Corona-Krise in Betracht kommen (Vorrang Bundesprogramme).

Diese Anwendungshinweise können die Kulturräume übernehmen bzw. sich daran orientieren. Dies entscheiden die Kulturräume eigenständig im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Bitte setzen sie sich mit den entsprechenden Kulturräumen bzw. der Kulturstiftung dazu in Verbindung.

Weitere Unterstützungs- und Hilfsangebote

Wer kann den Zuschuss beantragen?

Selbstständige, Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente).

Wofür kann der Zuschuss eingesetzt werden?

Der Zuschuss dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Unternehmen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise. Damit sollen Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (beispielsweise gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) finanziert werden. Ausfallende Einkommen (Unternehmerlohn) deckt der Zuschuss des Bundes nicht.

Hinweis: Selbstständige und Freiberufler, die zwar keine laufenden Betriebsausgaben, aber Einkommensausfälle haben, können das Soforthilfe-Darlehen des Freistaates (»Sachsen hilft sofort.«) in Anspruch nehmen. Außerdem hat der Bund im Rahmen seines Sozialpaketes die Voraussetzungen für die Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) geöffnet. 

Wie hoch ist der Zuschuss?

  • für Selbständige, Freiberufler und Unternehmen bis 5 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente): einmalig bis zu 9.000 Euro für 3 Monate 
  • für Unternehmen bis 10 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente): einmalig bis zu 15.000 Euro für 3 Monate
  • Die Höhe des Zuschusses hängt ab vom glaubhaft versicherten Liquiditätsengpasses der 3 Monate

Wo kann der Zuschuss beantragt werden?

Der Zuschuss kann ab sofort direkt über die Sächsische Aufbaubank (SAB) beantragt werden.

Damit die Unterstützung schnell ankommt, hat die SAB alle peronellen und IT-Ressourcen aktiviert. Wir bitten Sie um Verständnis, wenn es aufgrund des erhöhten Anruf- und Antragsaufkommens dennoch zu Verzögerungen kommt.

Wer kann das Darlehen beantragen?

  • Einzelunternehmer (Solo-Selbständige), Kleinstunternehmen und Freiberufler in Sachsen, mit einem Jahresumsatz bis zu 1 Mio. Euro. 
  • größere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) und mit einem Jahresumsatz über 1 Mio. Euro

Wofür kann das Darlehen eingesetzt werden?

  • Liquiditätsbedarf bei Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.
  • Bei Einzelunternehmen (Solo-Selbstständigen) und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft kann der Unternehmerlohn gefördert werden, wenn dieser in den nächsten vier Monaten 6 500 Euro nicht übersteigt.

Wie hoch ist das Darlehen?

  • für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 bis zu 1 Millionen Euro bis zu 50 000 Euro
  • für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über 1 Millionen Euro bis zu 100 000 Euro

Eine Kombination des Darlehens mit anderen Förderprogrammen ist möglich. Zu beachten ist dabei, dass die Summe der insgesamt in Anspruch genommenen Fördermittel den durch die Coronakrise verursachten Liquiditätsbedarf nicht übersteigen darf.

Wann und wie muss das Darlehen zurückgezahlt werden?

  • Das Darlehen ist für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren zinslos und muss 3 Jahre lang nicht zurückgezahlt werden. 
  • Nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit kann eine individuelle Tilgungsvereinbarung getroffen werden (beispielsweise mit zunächst niedrigeren Raten oder Sondertilgungen). 
  • Bei Tilgung des Darlehens in Höhe von 90 Prozent der Darlehenssumme innerhalb von drei Jahren nach Darlehensgewährung wird der restliche Darlehensbetrag erlassen.
  • Wird das steuerlich festgestellte Jahresergebnis für das Jahr 2019 bis zum 31. Dezember 2023 nicht erreicht, wird auf Antrag ein Teilerlass von bis zu 20 Prozent gewährt

Wo kann das Darlehen beantragt werden?

Das Darlehen kann ab sofort direkt über die Sächsische Aufbaubank (SAB) beantragt werden.

Damit die Unterstützung schnell ankommt, hat die SAB alle peronellen und IT-Ressourcen aktiviert. Wir bitten Sie um Verständnis, wenn es aufgrund des erhöhten Anruf- und Antragsaufkommens dennoch zu Verzögerungen kommt.

Die Stadt Leipzig gewährt einen einmaligen Zuschuss von bis zu 2.000 Euro, von denen auch Kulturschaffende profitieren können. Antragsberechtigt sind Soloselbstständige und Einzelunternehmen ohne Angestellte im Haupterwerb mit Betriebsstätte und Hauptwohnsitz in Leipzig

Der Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden und soll Lebenshaltungen decken. 

Voraussetzung für einen Zuschuss von mindestens 20 Prozent Umsatzrückgang im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr. Zudem dürfen keine anderen Einkommen fließen und für den Förderzeitraum keine staatlichen Leistungen (Arbeitslosengeld I und II) bentragt sein. Grundsätzlich sind die Leistungen mit anderen Hilfsprogrammen kombinierbar, die keine private Lebenshaltungskosten decken. 

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) hat angekündigt,
die Förderkriterien für das »Zukunftsprogramm Kino« zu erleichtern. So wird die Maximalhöhe des Bundesanteils von 40% auf 80% der förderfähigen Kosten angehoben. Gleichzeitig entfällt die zwingende Kofinanzierung durch Länderprogramme, sodass auch Kinos im Freistaat Sachsen die Förderung in Anspruch nehmen können. 

Die geänderten Fördervoraussetzungen gelten bis zum 31.12.2020. Weitere Details zu den neuen Förderungen werden in Kürze auf der Internetseite der Filmförderungsanstalt (FFA) veröffentlicht.

Unter den Namen »Reload« hat die Kulturstiftung des Bundes ein Stipendienprogramm ins Leben gerufen, das sich an Freie Gruppen der darstellenden Künste und der Musik richtet. Geförderten Gruppen soll so ermöglicht werden, sich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auseinanderzusetzten und dafür erforderliche Arbeits- und Recherchevorhaben finanzieren zu können. Die Unterstützung beträgt 25.000 Euro pro Gruppe

Bewerbungen können vom 11. bis zum 25. Mai 2020 online bei der Kulturstiftung des Bundes eingereicht werden.

Zur Absicherung der persönlichen Existenz wurden die Zugangsvoraussetzung für die Grundsicherung wurden deutlich erleichtert. Wer seinen Lebensunterhalten derzeit nicht bestreiten kann, kann Grundsicherung beantragen. Zudem übernimmt die Arbeitsagentur Miet- und Heizkosten in ihrer tatsächlichen Höhe. 

Diese Regelungen gelten für Personen in Kurzarbeit, aber auch für Freiberufler, Solo-Selbständiger oder Kleinunternehmer und sind in finanzieller Not, die einen Großteil Ihrer Aufträge verloren haben.

Wenn der Verdienst aufgrund von Einnahmeneinbußen nicht mehr für Lebensunterhalt der Familie ausreicht, kann zusätzlich einen Antrag auf den neu eingerichteten Notfall-Kinderzuschlag (»Notfall-KiZ«) stellen. 

Wer auf Grund des Coronavirus offiziell durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wird /einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen. Mit der Entschädigung können sowohl Betriebe und deren Angestellte, als auch Selbstständige und Freiberufler unterstützt werden.

Bei Angestellten zahlt in der Regel der Arbeitgeber das Arbeitsentgelt zunächst weiter. Dieser kann sich das Geld im Nachhinein von der Landesdirektion Sachsen auf Antrag erstatten lassen. Selbstständige und Freiberufler können auf eigenen Antrag bei der Landesdirektion Sachsen ihren Verdienstausfall ersetzt bekommen.

Bitte beachten Sie, dass anderweitige finanzielle Unterstützungen – etwa bei Umsatzeinbußen oder Auftragsausfällen – nicht über die Landesdirektion Sachsen geregelt werden.

Künstler, Kultur- und Kreativschaffende, die in der Künstlersozialkasse (KSK) versichert sind, können zum einen Zahlungserleichterungen oder Zahlungsaufschub beantragen und zum anderen eine Änderungsmitteilung über das geschätzte Jahreseinkommen zu machen. Werden durch die Minderung des Einkommens die Voraussetzungen für die Versicherungspflicht nicht mehr erfüllt, wird bleibt der Versicherungsschutz bis auf Weiteres bestehen.

Abgabepflichtiges Unternehmen können ebenso einen Antrag auf Zahlungserleichterungen oder Zahlungsaufschub stellen. Außerdem können die monatlichen Vorauszahlungen auf die abgabepflichtigen Entgeltzahlungen auf Antrag herabgesetzt werden.

Um in der Krise die Liquidität von Unternehmen und Selbstständigen zu sichern, greifen auch steuerliche Erleichterungen. Die Stundung von Steuerzahlungen ist erleichtert und Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Schriftliche Anträge nehmen die Finanzämter entegegn. Unter folgendem Link gelangen Sie zu einem Antragsformular für Steuererleichterungen.

Die Insolvenzantragspflicht ist bis zum 30. September 2020 für die Unternehmen, die infolge Corona-Krise wirtschaftliche Schwierigkeiten haben oder insolvent geworden sind, ausgesetzt.

Verbraucher und Kleinstunternehmer dürfen bis zum 30. Juni 2020 nicht von Leistungen der Daseinsvorsorge (unter anderem Pflichtversicherungen, Energielieferung, Telekommunikation) ausgeschlossen werden, zu denen vor dem 8. März 2020 ein abgeschlossener Vertrag bestand. Für die Betroffenen besteht ein Leistungsverweigerungsrecht (Zahlungsaufschub). Die Leistungsverweigerung muss allerdings auch für den Gläubiger zumutbar sein.

Des Weiteren dürfen Vermieter das Mietverhältnis wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruhen. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch Gewerberaummietverträge. Voraussetzung ist auch hier, dass der Mieter glaubhaft darlegen kann, dass die Nichtleistung auf finanziellen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie beruht.

Die Deutsche Orchester-Stiftung hat eine bundesweite Spendenkampagne gestartet, um freischaffende Musiker in der Coronakrise zu unterstützen. Die Spendenkampagne der Deutschen Orchester-Stiftung steht unter Schirmherrschaft von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Kirill Petrenko.

Die GEMA stellt mit dem »Schutzschirm LIVE« und dem »Corona-Hilfsfonds« für ihre Mitglieder finanzielle Übergangshilfen bereit. Über den »Schutzschirm LIVE« können Musikurheber eine Vorauszahlung auf ihre künftigen Ausschüttungen in den Live- und Wiedergabesparten beantragen. Aus den Mitteln des neu gebildeten »Corona-Hilfsfonds« können existenziell gefährdete GEMA-Mitglieder eine einmalige persönliche Übergangshilfe in Höhe von bis zu 5 000 Euro beantragen.

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