Hauptinhalt

Institutionen und Beschäftigte aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbereich

Informationen zu den aktuellen Beschränkungen

Bis einschließlich 30. November 2020 sind im Kultur-, Tourismus- und Freizeitbereich Institutionen, Einrichtungen und Angebote weitgehend geschlossen sowie Veranstaltungen untersagt.

Die verbindliche Rechtsgrundlage dafür ist die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung, abrufbar im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen«.

Verboten sind insbesondere die Öffnung und das Betreiben – mit Ausnahme zulässiger Onlineangebote – von:

  • Aus- und Fortbildungseinrichtungen, die nicht der berufsbezogenen, schulischen oder akademischen Ausbildung dienen,
  • Museen, Musikschulen, Kinos, Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte, Musiktheater, Clubs und Musikclubs und entsprechende Einrichtungen für Publikum,
  • Bibliotheken, mit Ausnahme der Medienausleihe, Fachbibliotheken und Bibliotheken an den Hochschulen,
  • touristischen Busreisen und Übernachtungsangeboten (beispielsweise Hotels, Pensionen, airbnb, Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Campingplätze), mit Ausnahme von Übernachtungen aus notwendigen beruflichen, sozialen oder medizinischen Anlässen,
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und ähnliche Einrichtungen, ausgenommen die Lieferung und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken sowie der Betrieb von Kantinen und Mensen,
  • Angebote der Kinder-und Jugendhilfe ohne sozialpädagogische Betreuung, Einrichtungen und Angeboten der Kinder-und Jugenderholung,
  • Freizeit-, Vergnügungsparks, botanische und zoologische Gärten, Tierparks, Zirkusse sowie Angebote von Freizeitaktivitäten,
  • Frei-, Hallen- und Kurbäder, Thermen (soweit es sich nicht um Reha-Einrichtungen handelt), Dampfbäder, Dampfsaunen und Saunen,
  • Volksfeste, Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte, Messen, Tagungen und Kongresse,
  • Diskotheken und Tanzlustbarkeiten.

Grundsätzlich dürfen keine Institutionen und Einrichtungen geöffnet und betrieben werden, die der Freizeitgestaltung dienen und ebenso keine Veranstaltungen durchgeführt werden, die der Unterhaltung dienen. Dementsprechend sind auch die Aktivitäten, insbesondere Proben von Musikvereinen, Laienorchestern, -chören und -theatern untersagt.

Gemäß des Sozialministeriums als Verordnungsgeber fällt der Privateinzelunterricht, den freiberufliche Musikschulpädagoginnen und -pädagogenen anbieten nicht unter das Verbot von Musikschulen (im Sinne von § 4 Absatz 1 Nummer 11 der Corona-Schutz-Verordnung) und kann daher unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und der Hygieneregeln durchgeführt werden.

Weiterhin geöffnet bleiben und durchgeführt werden können insbesondere:

  • Aus-und Fortbildungseinrichtungen, die der berufsbezogenen, schulischen oder akademischen Ausbildung dienen,
  • Übernachtungsangebote für Übernachtungen aus notwendigen beruflichen, sozialen oder medizinischen Anlässen,
  • alle gastronomischen Einrichtungen einschließlich Imbiss- und Caféangebote zur Lieferung und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken,
  • Zusammenkünfte in Kirchen und Räumen von Religionsgemeinschaften zum Zwecke der Religionsausübung sowie Beisetzungen.

Die Voraussetzungen für die Öffnung und den Betrieb regeln die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (hier insbesondere § 5) und die Allgemeinverfügung Anordnung von Hygieneauflagen, abrufbar im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen«. Grundlegende Voraussetzung ist das Erstellen und Umsetzen eines eigenen schriftlichen Hygienekonzeptes. In den oben aufgeführten Bereichen besteht grundsätzlich die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung. Darüber hinaus ist gegebenfalls die Erhebung von Kontaktdaten vorgeschrieben.

Gemäß des Sozialministeriums als Verordnungsgeber fällt der Privateinzelunterricht, den freiberufliche Musikschulpädagoginnen und -pädagogen anbieten nicht unter das Verbot von Musikschulen (im Sinne von § 4 Absatz 1 Nummer 11 der Corona-Schutz-Verordnung) und kann daher unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen und der Hygieneregeln durchgeführt werden.

Hilfsangebote des Freistaats Sachsen für Kulturschaffende

Infografik mit folgendem Text: »Sächsische Corona-Hilfen für Kultur erweitert und bis Ende 2021 verlängert. Bis zu 10.000 Euro (in Einzelfällen bis zu 50.000 Euro) ohne Rückzahlung für Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft«

Kunst- und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Corona-Krise betroffen sind, können Anträge auf Förderung nach der Richtlinie »Corona-Härtefälle Kultur« bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) stellen.

Geförderte erhalten einen Zuschuss bis zu 10.000 Euro, bei höherem Liquiditätsbedarf bis zu 50.000 Euro. Im Rahmen der Förderung kann der Liquiditätsbedarf geltend gemacht werden, der aus unabweisbaren Einnahmeausfällen und/oder durch notwendige zusätzliche Ausgaben (zum Beispiel für Hygienemaßnahmen oder digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) entsteht.

Von der Förderung können bereits im Jahr 2020 zahlreiche freie Kunst- und Kultureinrichtungen profitieren. Nun sind die Fördermöglichkeiten bis zum 31. Dezember 2021 verlängert worden.

Zudem können nun auch Träger von kleinen und mittleren kulturellen Spielstätten in den Bereichen Darstellende Künste und Musik Zuwendungen erhalten, die im Haupterwerb Einzelunternehmer oder selbständige Angehörige der Freien Berufe sind. Voraussetzung ist, dass der Betrieb einer kulturellen Spielstätte ihr hauptsächlicher Unternehmenszweck ist, die Spielstätte mindestens 24 kulturelle Veranstaltungen pro Jahr vorweisen kann, die Veranstaltungen allgemein öffentlich zugänglich sind und die Spielstätte maximal 2.000 Besucherplätze (sitzend/stehend) besitzt. Antragstellungen durch diese Gruppen sind ab Anfang der 48. Kalenderwoche möglich.

Alle übrigen Antragsberechtigten können ihre Anträge weiterhin fortlaufend einreichen. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2020 können noch bis 31. Dezember 2020 gestellt werden. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2021 können ab 1. Januar 2021 bis zum 20. November 2021 gestellt werden.

Informationsgrafik mit dem Text: 2.000 Euro für sächsische Künstler: Das neue Programm »Denkzeit«. Mikrostipendien für freischaffende Künstlerinnen und Künstler im Hauptberuf, die durch die Corona-Pandemie in einer schwierigen Lage sind © SMKT

Sächsische Künstlerinnen und Künstler können bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Stipendien in Höhe von je 2.000 Euro beantragen. Die Stipendien werden in Form einer einmaligen Zuwendung für die Dauer von zwei Monaten gewährt.

Das neue Programm richtet sich an freischaffende, hauptberuflich tätige Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Darstellende und Bildende Kunst, Musik, Literatur und Film mit Hauptwohnsitz in Sachsen, die in Folge der Corona-Pandemie existentiell und künstlerisch in einer schwierigen Lage sind. Das Programm soll sie darin ermutigen, auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und Veranstaltungsverboten an ihrer künstlerischen Arbeit festzuhalten und individuelle Handlungsansätze für den Umgang mit der Corona-Krise zu entwickeln.

Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ansätze und Formate. So können beispielsweise Recherche- und Konzeptarbeiten oder Ideen der künstlerischen Reflexion der Krise ebenso Gegenstand des Stipendiums sein wie das Ausloten digitaler Interaktionstechniken, die Erprobung von Veranstaltungsformaten im virtuellen Raum oder die Restrukturierung von Arbeitsprozessen.

Anträge können ausschließlich über ein Online-Formular auf der Webseite der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gestellt werden. Eine kurze Skizzierung des Vorhabens ist ausreichend. Anträge für das laufende Jahr 2020 können bis zum 30. November 2020, 16:00 Uhr, entgegengenommen werden.

»Denkzeit«: Kontakt und Online-Formular

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Telefon: 0351 88480-33

E-Mail: denkzeit@kdfs.de

Webseite: Zu den Details von »Denkzeit« auf der Internetseite der Kulturstiftung

Logo des Wettbewerbs »Denkzeit Event« © Landestourismusverband Sachsen e.V.

Im Rahmen von »Denkzeit Event« konnten insgesamt 157 Veranstalter aus ganz Sachsen für ihre Konzepte zu Veranstaltungen unter Corona-Bedingungen ausgezeichnet werden. Ziel des Wettbewerbs war es, kreative und innovative Ideen zur Umsetzung etablierter oder neuer Veranstaltungen in Sachsen unter Corona-Bedingungen anzuregen und der Veranstaltungsbranche damit Perspektiven zu bieten. Die besten Ideen, die aus der Krise heraus geboren werden, wurden prämiert und erhielten ein Preisgeld zwischen 1.000 und 50.000 Euro für die Umsetzung dieser Vorhaben. Dafür stellt der Freistaat Sachsen rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Kleinprojektefonds richtet sich vorrangig an Initiativen und Vorhaben in den ländlichen Regionen Sachsens. In der gegenwärtigen Situation soll es vor allem dabei unterstützen, das kulturelle Leben vor Ort wieder anzukurbeln. Dafür wird der Fonds im Jahr 2020 auf 750.000 EUR aufgestockt.

Gefördert werden können kleine Kunst- und Kulturprojekte mit Fördersummen von 500 bis 5.000 EuroAnträge können fortlaufend bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen gestellt werden.

Logo von Kultur Digital

Die Kampagne »So geht sächsisch.« sucht Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen, die ihre Projekte im digitalen Raum veröffentlichen und die kulturelle Vielfalt im Internet steigern wollen. 

Für die ausgewählten Projekte sind unter anderem Aufwandentschädigungen, Künstlerhonorare und Ausgaben für Künstlersozialabgaben vorgesehen. Das Sächsische Kulturministerium hat dafür 2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 

Eingereicht werden können digitale Projekte, die Social Media-tauglich sind und einen Bezug zu Sachsen haben. 

Das Kulturministerium hat den Kulturräumen und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen Anwendungshinweise über den Umgang mit Förderungen gegeben.

Demnach ist es möglich, Projekte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ist dies nicht möglich, können Förderzwecke umgewidmet werden, der ähnlich zum geplanten Vorhaben war. Müssen Projekte ganz abgesagt werden, können entstandene Ausgaben für Vorbereitungen im Einzelfall weiter gefördert werden und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Darüber hinaus ist es den Kulturräumen möglich, ihren Zuwendungsempfängern aus den 2020 zugewiesenen und bereits beschiedenen Mitteln Ausfallhonorare der regulären Honorare als zuwendungsfähig zu gewähren. Voraussetzung dafür ist zum einen, dass der Ausfall der geplanten Honorarzahlungen auf die Corona-Krise zurückzuführen ist (zum Beispiel auf Grund der Absage von Veranstaltungen) und zum anderen keine anderweitigen Soforthilfe-Programme der Corona-Krise in Betracht kommen (Vorrang Bundesprogramme).

Diese Anwendungshinweise können die Kulturräume übernehmen bzw. sich daran orientieren. Dies entscheiden die Kulturräume eigenständig im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Bitte setzen sie sich mit den entsprechenden Kulturräumen bzw. der Kulturstiftung dazu in Verbindung.

Weitere Unterstützungs- und Hilfsangebote

Unternehmen, Betriebe, (Solo-)Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, denen aufgrund staatlicher Anordnung im November das Geschäft untersagt ist, erhalten im Rahmen der außerordentlichen Wirtschaftshilfen (Novemberhilfen) eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019Ebenfalls antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die durch die Schließungen indirekt stark betroffen sind, verbundene Unternehmen sowie gemeinnützige und öffentliche Unternehmen und Enrichtungen.

(Solo-)Selbständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Umsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. (Solo-)Selbständige, die keine oder kaum Fixkosten, aber dennoch hohe Umsatzausfälle haben, können die Mittel auch für Lebenshaltungskosten nutzen.

Die elektronische Antragstellung ist ab sofort über die bestehende Plattform der Überbrückungshilfen durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte möglich. (Solo-)Selbständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro Anträge direkt stellen, ohne einen prüfenden Dritten einschalten zu müssen. Als Identitätsnachweis ist dazu die Elster-ID aus der elektronischen Steuererklärung erforderlich. Bewilligungsstelle für Sachsen wir die Sächsische Aufbaubank (SAB) sein. 

Erste Auszahlungen und Abschlagszahlungen für (Solo-)Selbständige in Höhe von bis zu 5.000 Euro und für andere Unternehmen bis zu 10.000 Euro werden noch im November starten. 

Kleine und mittelständische Unternehmen einschließlich gemeinnütziger Organisationen sowie (Solo-)Selbstständige und Freiberufler im Haupterwerb können Überbrückungshilfen als Liquiditätshilfen erhalten. Gewährt wird eine Förderung von bis zu 90 Prozent der förderfähigen betrieblichen Fixkosten. Die Förderhöhe hängt von der Höhe des (erwarteten) Umsatzeinbruches im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab.

Die Antragstellung kann nur über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, steuerberatende Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer vorgenommen werden, die die angegebenen Umsatzeinbrüche prüfen müssen. Die Antragfrist für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist abgelaufen. Anträge für die zweite Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate September bis Dezember 2020) können laufend bis 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Da zu erwarten ist, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen (zum Beispiel der Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft), sollen die Überbrückungshilfen in einer dritten Phase bis Ende Juni 2021 verlängert und die Konditionen nochmals verbessert werden. Die Details stehen fest und werden zeitnah bekannt gegeben. So sollen bei der Höhe anstelle von bislang maximal 50.000 Euro pro Monat künftig bis 200.00 Euro Betriebskostenerstattung möglich sein. Anträge sollen einige Wochen nach Programmstart am 1. Januar 2021 gestellt werden können.

Als Bestandteil der Überbrückungshilfen III soll mit der Neustarthilfe der besonderen Situation von (Solo-)Selbständigen, insbesondere aus dem Kultur-, Medien und Veranstaltungsbereich Rechnung getragen werden. Mit der Neustarthilfe sollen (Solo-)Selbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine betrieblichen Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, für den Zeitraum von Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale erhalten.

Diese Betriebskostenpauschale soll bis zu 25 Prozent eines siebenmonatigen Referenzumsatzes 2019, maximal bis zu 5.000 Euro, betragen. Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt und mit dem Faktor sieben multipliziert.

Die Neustarthilfe soll nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet werden. Sie soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet höher sein, sind Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Anträge sollen einige Wochen nach Programmstart am 1. Januar 2021 gestellt werden können.

Mit »Neustart Kultur« hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt. Im Fokus der Förderung stehen vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden, beispielsweise Kinos, Museen, Theater, Musikaufführungsstätten, soziokulturelle Zentren und Kleinkunstbühnen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten. Daneben erhalten die Bundeskulturfonds zusätzliche Mittel, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten und so unmittelbar Künstlerinnen und Künstler zu fördern.

»Neustart Kultur« setzt sich aus unterschiedlichen Hilfsprogrammen für die unterschiedlichen Einrichtungen aus dem Kultur- und Kreativbereich zusammen. Die Ausreichung der Fördergelder wird häufig von den jeweiligen Verbänden koordiniert. Informationen zur Antragstellung und den Konditionen veröffentlicht die Bundesregierung.

Wer in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie offiziell durch ein sächsisches Gesundheitsamt einer Quarantäne beziehungsweise einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über die Landesdirektion Sachsen (LDS) eine Entschädigung beantragen. Mit der Entschädigung können sowohl Betriebe und deren Angestellte, als auch Selbstständige und Freiberufler unterstützt werden.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet.Selbstständige und Freiberufler können auf eigenen Antrag bei der Landesdirektion Sachsen ihren Verdienstausfall ersetzt bekommen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall.

Zur Sicherung der wirtschaftlichen und persönlichen Existenz in der Corona-Pandemie wurden die Zugangsvoraussetzungen für die Grundsicherung (wie etwa das Arbeitslosengeld II) deutlich erleichtert. Für alle Anträge bei der Bundesagentur für Arbeit beziehungsweise dem jeweils zuständigen Jobcenter gilt bis zum 31. Dezember 2020 ein vereinfachtes Verfahren.

Die Grundsicherung beinhaltet eine Pauschale für Kosten des Lebensunterhalts und Mietzahlungen. In den ersten sechs Monaten werden die Ausgaben für Wohnung und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt. Zudem ist die Vermögensprüfung vereinfacht und beruht in der Regel auf Eigenerklärung.

Die Künstlersozialkasse (KSK) gibt Informationen zur Corona-Pandemie für selbständige Künstler, Publizisten, Kultur- und Kreativschaffende sowie abgabepflichtige Unternehmen.

Um Unternehmen, Beschäftigte, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie vielfältige steuerliche Hilfen etwa als Liquiditätshilfen. Zudem wurde die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 31. Dezember 2020 verlängert.

zurück zum Seitenanfang