Hauptinhalt

Institutionen und Beschäftigte aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbereich

Informationen zu den aktuellen Beschränkungen und Lockerungen

Die verbindliche Rechtsgrundlage für die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie in Sachsen ist die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung (abrufbar im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen«). Bis 9. April 2021 gelten die Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung vom 29. März 2021.

Die Verordnung gibt darüber hinaus den Rahmen für Maßnahmen, die abhängig vom Infektionsgeschehen in den Landkreisen und Kreisfreien Städten möglich sind. Diese werden in Form von Allgemeinverfügungen erlassen und online auf den Corona-Informationsportalen der Landkreise und Kreisfreien Städte bekannt gegeben (siehe unten in Liste). 

Aktuell laufen Abstimmungen zwischen Bund und Ländern über eine bundeseinheitliche »Notbremse« für Regionen mit 7-Tage-Inzidenzen über 100.

Nacholgende Auflistung zeigt, welche Einrichtungen und Angebote im Bereich Kultur und Tourismus weiter schließen müssen beziehungsweise nicht möglich bleiben. Das regelt § 4 der Corona-Schutz-Verordnung. 

Darüber hinaus sind in den Landkreisen und Kreisfreien Städten abhängig vom Infektionsgeschehen Öffnungen möglich. Informationen dazu sind weiter unten auf dieser Seite zusammengestellt.

Untersagt sind grundsätzlich die Öffnung und der Betrieb von:

  • Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen, Ausnahmen entsprechend § 4 Absatz 2 Nummer 1 der Verordnung,
  • Musikschulen und Musikunterricht durch freiberufliche Musikpädagogen, mit Ausnahme des Einzelunterrichts,
  • Bibliotheken, mit Ausnahme der Medienausleihe, von Fachbibliotheken und Bibliotheken an den Hochschulen,
  • Museen, Galerien, Gedenkstätten, botanische Gärten, Zoos und Tierparks (Öffnungen möglich - siehe unten),
  • Volkshochschulen, Kinos, Theatern, Opernhäusern, Konzerthäusern, Konzertveranstaltungsorten, Musiktheatern, Tanz- und Kunstschulen, Clubs und Musikclubs und entsprechenden Einrichtungen für Publikum,
  • Busreisen und Übernachtungsangeboten (etwa in Hotels, Pensionen, Ferienhäusern, Ferienwohnungen und auf Campingplätzen), mit Ausnahme von Übernachtungen aus notwendigen beruflichen, schulischen, medizinischen oder sozialen Anlässen,
  • Gastronomiebetrieben sowie Bars, Kneipen, Cafés, Eisdielen und ähnlichen Einrichtungen, mit Ausnahme der Lieferung und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken; bei der Abholung ist ein Verzehr unmittelbar vor Ort untersagt,
  • Einrichtungen und Angeboten der Kinder- und Jugenderholung gemäß § 11 Absatz 3 Nummer 5 SGB VIII,
  • Frei-, Hallen- und Kurbädern, Thermen (soweit es sich nicht um Reha-Einrichtungen handelt), mit Ausnahme der Nutzung von Frei- oder Hallenbädern, sofern dies für die praktische Ausbildung und eine Prüfung berufsbedingt erforderlich ist,
  • Dampfbädern, Dampfsaunen, Saunen, Solarien und Sonnenstudios,
  • Volksfesten, Jahrmärkten, Weihnachtsmärkten, Spezialmärkten, Ausstellungen nach § 65 der Gewerbeordnung sowie Messen, Tagungen und Kongressen,
  • Freizeit-, Vergnügungsparks und Zirkussen sowie Diskotheken und Tanzlustbarkeiten.

Grundsätzlich untersagt ist der Betrieb aller Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen und ebenso die Durchführung von Veranstaltungen, die der Unterhaltung dienen. Dementsprechend sind auch die Aktivitäten, insbesondere Proben von Musikvereinen, Laienorchestern, -chören, Theater- und ähnlichen Gruppen im Freizeitbereich aktuell nicht möglich.

Nacholgende Auflistung zeigt, welche Einrichtungen und Angebote im Bereich Kultur und Tourismus geöffnet werden können beziehungsweise möglich sind. Das regelt § 4 der Corona-Schutz-Verordnung. 

Darüber hinaus sind abhängig vom Infektionsgeschehen in den Landkreisen und Kreisfreien Städten Öffnungen möglich. Informationen dazu sind weiter unten auf dieser Seite zusammengestellt.

Möglich ist insbesondere die Öffnung und der Betrieb von:

  • Aus-, Fort- und Weiterbildungseinrichtungen entsprechend der Ausnahmen in § 4 Absatz 2 Nummer 1 der Verordnung,
  • Einzelunterricht an Musikschulen und durch freiberufliche Musikpädagogen (weitere Informationen siehe unten),
  • Bibliotheken zur Medienausleihe sowie Fachbibliotheken und Bibliotheken an den Hochschulen,
  • Übernachtungsangeboten aus notwendigen beruflichen, schulischen, medizinischen oder sozialen Anlässen,
  • Gastronomiebetrieben sowie Bars, Kneipen, Cafés, Eisdielen und ähnlichen Einrichtungen für die Lieferung und Abholung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken; bei der Abholung ist ein Verzehr unmittelbar vor Ort untersagt,
  • Frei- oder Hallenbädern, sofern dies für die praktische Ausbildung und eine Prüfung berufsbedingt erforderlich ist,
  • Zusammenkünfte in Kirchen und auf den für die Religionsausübung bestimmten Grundstücken und in Gebäuden von Religionsgemeinschaften zum Zwecke der Religionsausübung,
  • Eheschließungen und Beerdigungen im engsten Familienkreis (nicht mehr als 20 Personen).

Grundlegende Voraussetzungen für die Öffnung und den Betrieb:

  • Alle Beschäftigten mit direktem Kundenkontakt lassen sich zweimal wöchentlich per Schnelltest oder Selbsttest auf das Coronavirus testen (§ 3a Absatz 2 der Verordnung). 
     
  • In jeder Einrichtung beziehungsweise für jedes Angebot ist ein eigenes schriftliches Hygienekonzept nach den Maßgaben des § 5 Absätze 4 und 3 der Verordnung zu erstellen und umzusetzen – einschließlich von Regelungen
    • zu Abständen, zum Einlassmanagement und zur Kontaktdatenerhebung (zu erheben sind: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Anschrift der Besucher sowie Zeitraum und Ort des Besuchs, § 5 Absatz 6),
    • zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung (OP-Maske oder FFP2-Maske in den meisten Fällen verpflichtend, ausgenommen Kinder unter 7 Jahren, ausführlich in § 3 Absatz 1a und Absatz 3),
    • entsprechend der »Anordnung von Hygieneauflagen« (abrufbar im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen«), diese enthält sowohl Grundsätze (Ziffer I.) als auch besondere Regelungen für einzelne Bereiche (Ziffer II.),
    • zu einem verantwortlichen Ansprechpartner vor Ort (§ 5 Absatz 4).
       
  • Wenn Besucher oder Nutzer einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest vorlegen müssen, so darf dieser nicht älter als 24 Stunden sein (§ 1a Absatz 5 der Verordnung). Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren (§ 1a Absatz 4). Das negative Testergebnis von Selbsttests kann durch eine Selbstauskunft nachgewiesen werden (§ 1 Absatz 2, zur »Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigen-Selbsttests« siehe unten in Linkliste).

Einzelunterricht an Musikschulen und durch Musikpädagogen mit Testpflicht

Die Öffnung von Musikschulen und der Musikunterricht durch Musikpädagogen für Einzelunterricht ist in allen Landkreisen und Kreisfreien Städten unabhängig von der Inzidenz möglich (§ 4 Absatz 2 Nummer 12 der Verordnung). Dabei sind neben den grundlegenden Voraussetzungen (siehe oben), folgende zusätzliche Hinweise zu berücksichtigen:

  • Die Beschäftigten in Musikschulen und Musikpädagogen werden zweimal wöchentlich per Schnelltest oder Selbsttest auf das Coronavirus getestet (§ 5 Absatz 4a).
  • Die Musikschülerinnen und -schüler legen jeweils einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest vor (§ 5 Absatz 4b). Ausgenommen von der Testpflicht sind Musikschülerinnen und -schüler, die im Rahmen der Testungen in den Schulen beim letzten Test in der Kalenderwoche negativ getestet wurden (§ 5 Absatz 4a). 
  • Während des Einzelunterrichts ist das Tragen einer Mund-Nasenbedeckung nicht zwingend (§ 3 Absatz 1a Nummer 10). Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten, beim Spielen von Blasinstrumenten und beim Singen beträgt dieser 3 Meter.

Die Corona-Schutz-Verordnung gibt den Rahmen für die Maßnahmen, die in den Landkreisen und Kreisfreien Städten möglich sind. Diese werden in Form von Allgemeinverfügungen erlassen und online auf den Corona-Informationsportalen der Landkreise und Kreisfreien Städte bekannt gegeben (siehe unten in Linkliste).

Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass das Maximum an durch COVID-19 Erkrankte belegten Krankenhausbetten in der Normalstation von 1.300 (maximale Bettenkapazität) in Sachsen nicht überschritten wird (§ 8f Absatz 2 der Verordnung, abrufbar im Bereich »Infektionsfälle in Sachsen«).

Grundlegende Voraussetzungen für die Öffnung von Einrichtungen und Angeboten 

  • Alle Beschäftigten mit direktem Kundenkontakt lassen sich zweimal wöchentlich per Schnelltest oder Selbsttest auf das Coronavirus testen (§ 3a Absatz 2 der Verordnung). 
     
  • In jeder Einrichtung beziehungsweise für jedes Angebot ist ein eigenes schriftliches Hygienekonzept nach den Maßgaben des § 5 Absätze 4 und 3 der Verordnung zu erstellen und umzusetzen – einschließlich von Regelungen
    • zu Abständen, zum Einlassmanagement und zur Kontaktdatenerhebung (zu erheben sind: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und Anschrift der Besucher sowie Zeitraum und Ort des Besuchs, § 5 Absatz 6),
    • zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung (OP-Maske oder FFP2-Maske in den meisten Fällen verpflichtend, ausgenommen Kinder unter 7 Jahren, ausführlich in § 3 Absatz 1a und Absatz 3),
    • entsprechend der »Anordnung von Hygieneauflagen« (abrufbar im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen«), diese enthält sowohl Grundsätze (Ziffer I.) als auch besondere Regelungen für einzelne Bereiche (Ziffer II.),
    • zu einem verantwortlichen Ansprechpartner vor Ort (§ 5 Absatz 4).
       
  • Wenn Besucher oder Nutzer einen tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest vorlegen müssen, so darf dieser nicht älter als 24 Stunden sein (§ 1a Absatz 5 der Verordnung). Ausgenommen von der Testpflicht sind Kinder unter 7 Jahren (§ 1a Absatz 4). Das negative Testergebnis von Selbsttests kann durch eine Selbstauskunft nachgewiesen werden (§ 1 Absatz 2, zur »Bescheinigung über das Vorliegen eines positiven oder negativen Antigen-Selbsttests« siehe unten in Linkliste).

Inzidenzunabhängige Öffnung von Museen, Galerien und Gedenkstätten, botanischen Gärten, Zoos und Tierparks  

Die Landkreise oder Kreisfreien Städte können inzidenzunabhängig die Öffnung von botanischen Gärten, Zoos und Tierparks sowie Museen, Galerien und Gedenkstätten mit vorheriger Terminbuchung zulassen. Nutzer und Besucher dieser Einrichtungen müssen einen tagesaktuellen negativen Selbst- oder Schnelltests vorlegen (§ 8 Absatz 3). Bei der Öffnung sind die grundlegenden Voraussetzungen (siehe oben) zu berücksichtigen.

Mögliche Lockerungen bei einer dauerhaft stabilen Inzidenz unter 100

  • Öffnung der Außengastronomie mit vorheriger Terminbuchung,
  • Öffnung von Kinos, Theatern, Opern, Konzertveranstaltungsorten, Musiktheatern – für Besucherinnen und Besucher mit einem tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest,
  • Öffnung von Musikschulen (auch Gruppenunterricht), Kunstschulen und Tanzschulen (mit fester Tanzpartnerin oder festem Tanzpartner) – für Schülerinnen und Schüler mit einem tagesaktuellen negativen Schnell- oder Selbsttest,
  • Öffnung von Bibliotheken

Wird der Inzidenz-Wert von 100 im Landkreis beziehungsweise in der Kreisfreien Stadt an 3 aufeinanderfolgenden Tagen überschritten, müssen Lockerungen zurückgenommen werden.

Unterstützungsangebote des Freistaates Sachsen für Kulturschaffende und -einrichtungen

Info-Grafik mit Text: »Neue Corona-Hilfen für Kultur und Tourismus geplant! 9 Millionen Euro für Hilfsprogramme in den Bereichen: Tourismus, Zoos und Tiergärten sowie freie Musikschulen und freiberufliche Musik- und Tanzlehrkräfte«
Neben der Kultur soll auch der Tourismus in Sachsen unterstützt werden. Die Infografik zeigt die in beiden Bereichen geplanten Unterstützungen. Insgesamt sind 9 Millionen Euro vorgesehen.  

Sachsen plant neue Corona-Hilfen für Zoos und Tierparks, freie Musikschulen sowie freiberufliche Musik- und Tanzlehrkräfte

Sachsen will mit rund 7 Millionen Euro den von der Corona-Pandemie hart getroffenen Kulturbereich unterstützen. Die Sächsische Staatsregierung hat dafür am 13. April 2021 zwei Förderprogramme beschlossen. Für die Hilfen bedarf es noch der Zustimmung des Haushalts- und Finanzausschusses des Sächsischen Landtages. Sobald eine Antragstellung möglich ist, werden die Modalitäten bekannt gegeben.

Für die Überbrückung finanzieller Engpässe von Tierparks und zoologischen Gärten sind rund 5 Millionen Euro geplant.

  • Mit der Förderung sollen finanzielle Engpässe überbrückt werden, um den Erhalt der Einrichtungen abzusichern. Die Einnahmeverluste zwischen dem 1. Januar und dem 31. Mai 2021 (Förderzeitraum) sollen so ausgeglichen werden (soweit diese maßgeblich durch die Corona-Pandemie verursacht wurden).
     
  • Als Zuwendungsempfänger sind die Träger der jeweiligen Einrichtung vorgesehen. Diese müssen Mitglied des Deutsche Tierparkgesellschaft e. V. oder des Verbandes der Zoologischen Gärten e.V. in Sachsen sein.
     
  • Als Zuwendungsvoraussetzungen sind vorgesehen:
    • Die Einrichtung ist ortsfest und befindet sich im Freistaat Sachsen. Sie ist satzungsgemäß öffentlich zugängig und verfügt über eine ganzjährige regelmäßige Öffnungszeit.
    • Für die Einrichtung liegt eine Erlaubnis gemäß Tierschutzgesetz oder eine Genehmigung gemäß Bundesnaturschutzgesetz vor.
       
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Höhe der Zuwendung soll sich nach den nicht durch Einnahmen gedeckten Betriebsausgaben der Einrichtung im Förderzeitraum bemessen, begrenzt auf maximal 900.000 Euro.
     
  • Abgrenzung zu anderen Förderprogrammen: Die Zuwendung darf nicht zu einer Überkompensation führen. Alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zur Ausgabensenkung (zum Beispiel durch Kurzarbeit) sind vorher auszuschöpfen und alle verfügbaren Finanzhilfen und Leistungen (zum Beispiel Zuschussprogramme des Bundes und des Landes sowie Leistungen der Kommunen und Kulturräume) sind in Anspruch zu nehmen.

Rund 2 Millionen Euro sollen zur Unterstützung von freien Musikschulen und freiberuflichen Anbietern von außerschulischem Musik- und Tanzunterricht zur Verfügung stehen.

  • Mit der Förderung sollen finanzielle Engpässe überbrückt werden, um so die Existenz der Träger zu sichern. Die Einnahmeausfälle zwischen dem 1. Januar 2021 und dem 23. Juli 2021 (Förderzeitraum) sollen so ausgeglichen werden (Einnahmeausfälle aus Unterrichtsgebühren von freien Musikschulen und aus ausfallenden Honoraren von freiberuflichen Anbietern von außerschulischem Musik- und Tanzunterricht während und aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie).
     
  • Zuwendungsempfänger sollen sein:
    • freie Musikschulen mit Sitz in Sachsen, die gemeinnützige Zwecke verfolgen und die Zuwendungsvoraussetzungen nach Ziffer II Nummer 1 der Förderrichtlinie Musikschulen/Kulturelle Bildung erfüllen.
    • freiberufliche Einzelunternehmer (»Solo-Selbständige«) als Anbieter von außerschulischem Musik- und Tanzunterricht im Freistaat Sachsen; diese müssen ihr Einkommen überwiegend durch diese Freiberuflichkeit erwirtschaften und Mitglied in der Künstlersozialkasse sein.
       
  • Zuwendungsvoraussetzung ist, dass der Unterricht aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ganz oder teilweise nicht stattfinden kann und nicht in alternativer Form, zum Beispiel als Online-Unterricht, durchgeführt werden kann.
     
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Höhe der Zuwendung soll sich am tatsächlichen Einnahmeausfall aufgrund der im Förderzeitraum geplanten Einnahmen bemessen.
     
  • Abgrenzung zu anderen Förderprogrammen: Die Förderung erfolgt nachrangig und nur insoweit andere Förderangebote und Unterstützungsleistungen etwa des Bundes und des Freistaates Sachsen nicht zur Verfügung stehen.
Infografik mit folgendem Text: »Sächsische Corona-Hilfen für Kultur erweitert und bis Ende 2021 verlängert. Bis zu 10.000 Euro (in Einzelfällen bis zu 50.000 Euro) ohne Rückzahlung für Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft«
Im November 2020 wurde das Förderprogramm bis zum 31. Dezember 2021 verlängert und auf Musik-Clubs und Spielstätten erweitert. 

Kunst- und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Corona-Krise betroffen sind, können Anträge auf Förderung nach der Richtlinie »Corona-Härtefälle Kultur« bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) stellen.

Geförderte erhalten einen Zuschuss bis zu 10.000 Euro, bei höherem Liquiditätsbedarf bis zu 50.000 Euro. Im Rahmen der Förderung kann der Liquiditätsbedarf geltend gemacht werden, der aus unabweisbaren Einnahmeausfällen und/oder durch notwendige zusätzliche Ausgaben (zum Beispiel für Hygienemaßnahmen oder digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) entsteht.

Die Förderung, von der bereits im Jahr 2020 zahlreiche freie Kunst- und Kultureinrichtungen profitieren konnten, läuft bis zum 31. Dezember 2021. Antragsschluss für Liquiditätsbedarfe in 2020 war der 31. Dezember 2020. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2021 können fortlaufend bis zum 20. November 2021 gestellt werden.

Fragen und Antworten zum Soforthilfe-Zuschuss »Härtefälle Kultur«

Das Kulturministerium hat den Kulturräumen und der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen Anwendungshinweise über den Umgang mit Förderungen gegeben.

Demnach ist es möglich, Projekte auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben. Ist dies nicht möglich, können Förderzwecke umgewidmet werden, der ähnlich zum geplanten Vorhaben war. Müssen Projekte ganz abgesagt werden, können entstandene Ausgaben für Vorbereitungen im Einzelfall weiter gefördert werden und müssen nicht zurückgezahlt werden.

Darüber hinaus ist es den Kulturräumen möglich, ihren Zuwendungsempfängern aus den 2020 zugewiesenen und bereits beschiedenen Mitteln Ausfallhonorare der regulären Honorare als zuwendungsfähig zu gewähren. Voraussetzung dafür ist zum einen, dass der Ausfall der geplanten Honorarzahlungen auf die Corona-Krise zurückzuführen ist (zum Beispiel auf Grund der Absage von Veranstaltungen) und zum anderen keine anderweitigen Soforthilfe-Programme der Corona-Krise in Betracht kommen (Vorrang Bundesprogramme).

Diese Anwendungshinweise können die Kulturräume übernehmen bzw. sich daran orientieren. Dies entscheiden die Kulturräume eigenständig im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Bitte setzen sie sich mit den entsprechenden Kulturräumen bzw. der Kulturstiftung dazu in Verbindung.

Weitere Unterstützungs- und Hilfsangebote

Die November- und Dezemberhilfe (außerordentliche Wirtschaftshilfe) unterstützt Unternehmen, Selbständige, Einrichtungen und Vereine, die von den Schließungen im November und Dezember 2020 zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt oder indirekt betroffen sind. Für die Dauer der Schließungen erhalten Betroffene einen einmaligen Zuschuss von bis zu 75 Prozent des jeweiligen Umsatzes im November beziehunsgweise Dezember 2019.

Die elektronische Antragstellung ist über eine zentrale Plattform (Link siehe unten) bis zum 30. April 2021 möglich. Selbständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro Anträge direkt stellen. Als Identitätsnachweis ist das Elster-Zertifkat erforderlich. Für alle anderen erfolgt die Antragstellung über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte).

Die Überbrückungshilfe III unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die Corona-bedingte Umsatzeinbußen verzeichnen müssen, mit Fixkostenzuschüssen. Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden bis zu 100 Prozent der Fixkosten erstattet. Die Überbrückungshilfe III umfasst den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021 und beträgt maximal 1,5 Millionen Euro.

Mit der Neustarthilfe werden Soloselbständige unterstützt, deren wirtschaftliche Tätigkeit im Förderzeitraum von Januar bis Juni 2021 Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für die daher die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III nicht in Frage kommt. Die Förderhöhe beträgt 50 Prozent eines sechsmonatigen Referenzumsatzes, der auf Basis des Jahresumsatzes 2019 berechnet wird, maximal 7.500 Euro.

Die elektronische Antragstellung ist über eine zentrale Plattform (Link siehe unten) bis zum 31. August 2021 möglich. Für die Überbrückungshilfe III erfolgt sie über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte), für die Neustarthilfe ist sie direkt (ohne prüfenden Dritten) möglich.

Eine gleichzeitige Antragstellung für die Neustarthilfe und die Überbrückungshilfe III ist nicht möglich. Soloselbstständige können jedoch nachträglich zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung entscheiden, welche der beiden Hilfen sie in Anspruch nehmen wollen.

Mit »Neustart Kultur« hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt. Im Fokus der Förderung stehen vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden, beispielsweise Kinos, Museen, Theater, Musikaufführungsstätten, soziokulturelle Zentren und Kleinkunstbühnen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten. Daneben erhalten die Bundeskulturfonds zusätzliche Mittel, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten und so unmittelbar Künstlerinnen und Künstler zu fördern.

»Neustart Kultur« setzt sich aus unterschiedlichen Hilfsprogrammen für die unterschiedlichen Einrichtungen aus dem Kultur- und Kreativbereich zusammen. Die Ausreichung der Fördergelder wird häufig von den jeweiligen Verbänden koordiniert. Informationen zur Antragstellung und den Konditionen veröffentlicht die Bundesregierung.

Wer in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie offiziell durch ein sächsisches Gesundheitsamt einer Quarantäne beziehungsweise einem Tätigkeitsverbot unterliegt und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann über die Landesdirektion Sachsen (LDS) eine Entschädigung beantragen. Mit der Entschädigung können sowohl Betriebe und deren Angestellte, als auch Selbstständige und Freiberufler unterstützt werden.

Bei Arbeitnehmern hat der Arbeitgeber für die Dauer des Arbeitsverhältnisses, längstens für sechs Wochen, die Entschädigung für die zuständige Behörde auszuzahlen. Die ausgezahlten Beträge werden dem Arbeitgeber auf Antrag von der zuständigen Behörde erstattet.Selbstständige und Freiberufler können auf eigenen Antrag bei der Landesdirektion Sachsen ihren Verdienstausfall ersetzt bekommen. Die Entschädigung bemisst sich nach dem Verdienstausfall.

Zur Sicherung der wirtschaftlichen und persönlichen Existenz in der Corona-Pandemie wurden die Zugangsvoraussetzungen für die Grundsicherung (wie etwa das Arbeitslosengeld II) deutlich erleichtert. Die Regelungen über den erleichterten Zugang zur Grundsicherung gelten für Bewilligungszeiträume, die bis zum 31. Dezember 2021 beginnen.

Die Künstlersozialkasse (KSK) gibt Informationen zur Corona-Pandemie für selbständige Künstler, Publizisten, Kultur- und Kreativschaffende sowie abgabepflichtige Unternehmen.

Um Unternehmen, Beschäftigte, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie vielfältige steuerliche Hilfen etwa als Liquiditätshilfen. Zudem ist die Insolvenzantragspflicht in bestimmten Fällen (weiter) ausgesetzt.

zurück zum Seitenanfang