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Nationale Teststrategie des Bundes

Schema zur nationalen Teststrategie des Bundes
Übersicht zur aktuellen nationalen Teststrategie des Bundes  © Bundesministerium für Gesundheit

Eines der wichtigsten Werkzeuge im Kampf gegen die Corona-Pandemie ist die Testung. Daher wurden die Testkapazitäten in Deutschland schon zu Beginn der Pandemie schnell aufgebaut und stetig erweitert.

Mittlerweile stehen ausreichend Tests zur Verfügung, sodass nicht nur Menschen mit Symptomen oder nach Kontakt mit Infizierten getestet werden, sondern alle Bürgerinnen und Bürger – auch ohne Symptome – getestet werden können. So ist es möglich, Fälle aufzudecken, bei denen kein akuter Verdacht auf eine Infektion vorliegt. Tests helfen, Infektionsketten schneller zu erkennen und zu durchbrechen. Sie können zudem zusätzliche Sicherheit im Alltag geben.

In der Nationalen Teststrategie sind die verschiedenen Schwerpunkte der Testung in Deutschland skizziert. Diese unterscheidet zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen, den Testarten und den Kostenträgern. Die Coronavirus-Testverordnung des Bundes regelt die Ansprüche auf Testung und die Übernahme der Kosten durch den Bund.

Wer wie getestet wird

PCR-Tests

Personen mit Symptomen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, sollten ihre Ärztin oder ihren Arzt beziehungsweise den ärztlichen Bereitschaftsdienst kontaktieren. Sie haben Anspruch auf einen PCR-Test. Dieser erfolgt durch einen Abstrich im Nasen-/Rachenraum mit einem speziellen Tupfer. Die Proben werden im Labor untersucht. Die Dauer zwischen der Durchführung des Tests und dem Ergebnis beträgt in der Regel ungefähr 24 Stunden.

Antigen-Schnelltests

Bei den Antigen-Testverfahren wird eine Probe von einem Abstrich aus der vorderen Nase oder dem Nasen- Rachenraum, aber auch Speichel- oder Gurgelproben, auf einen Teststreifen gegeben. Vorteile von Antigen-Schnelltests und Selbsttests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Selbsttests und Antigen-Schnelltests sind jedoch weniger sensitiv als ein PCR-Test, weshalb eine Infektion mit dem Coronavirus auch bei einem negativen Testergebnis vorliegen kann.

Wichtig: Sofern ein Antigen-Schnelltest oder Selbsttest den Verdacht auf eine Infektion anzeigt, ist eine Bestätigung durch einen PCR-Test unbedingt erforderlich. Ein negatives Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme und entbindet nicht von Hygiene- und Schutzmaßnahmen (Stichwort AHA+L-Formel).

Der Bund übernimmt seit dem 8. März 2021 zudem die Kosten für regelmäßige Antigen-Schnelltests bei allen Bürgerinnen und Bürgern. Jeder kann sich bei Teststellen (z. B. Apotheken, Arztpraxen oder weitere Teststellen) auf eine Infektion mit SARS-COV-2 testen lassen, die die kostenfreie Bürgertestung anbieten. Seit dem Frühjahr 2021 sind außerdem auch Antigen-Selbsttests im Handel erhältlich. Damit können sich Laien selbst zuhause testen.

Wie Sie bei einem Verdacht auf eine Infektion vorgehen sollten

Nehmen Sie Erkältungssymptome ernst: Auch bei leichten Anzeichen eines Atemwegsinfekts sollten Sie sich – am besten telefonisch – bei einem Arzt oder einer Ärztin melden. Besprechen Sie das Vorgehen zunächst telefonisch mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt oder wenden Sie sich außerhalb der Sprechstunden an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit geltenden Telefonnummer 116 117. In Notfällen, zum Beispiel bei starker Atemnot, wählen Sie die 112.

Personen mit leichten Erkältungssymptomen sollten sich zu Hause selbst absondern, um möglichst wenig Kontakte zu haben. Diese Selbstisolierung sollte nach einer Empfehlung des RKI fünf Tage plus zwei Tage ohne Symptome betragen. Betroffene sollten mit ihren Arbeitgebern klären, ob in dieser Zeit Homeoffice möglich ist. Gegebenenfalls sollten Sie mit Ihrem Arzt über eine Krankschreibung sprechen.

Falls Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, wenden Sie sich auch ohne dass Symptome vorliegen an das zuständige Gesundheitsamt, das nach einer individuellen Befragung die weiteren Maßnahmen festlegen wird.

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