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Priorisierung für die Coronaschutzimpfung

Mitarbeiter des DRK trägt Tablett mit mehreren Spritzen © dpa

Voraussetzung für eine Impfung ist momentan die Zugehörigkeit zu einer prioritär zu impfenden Personengruppe, weil noch nicht ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen, um die gesamte Bevölkerung zu impfen. Die Impfungen in den Impfzentren richten sich nach einer festgelegten Reihenfolge. Vor der Impfung erfolgen eine ärztliche Aufklärung und eine Anamnese. In Sachsen können sich seit dem 11. März 2021 auch alle Menschen, die der Priorisierungsgruppe 2 angehören, impfen lassen. Auch Personen nach Vollendung des 60. Lebensjahres können eine Impfung erhalten (nur AstraZeneca). Die Impftermine für die Coronaschutz-Impfung werden ab sofort vergeben. Weiterhin gilt für den Vogtlandkreis aufgrund der hohen Inzidenzzahlen eine Öffnung der Impfpriorisierung gemäß Impfverordnung des Bundes. 

Die Termine können online unter sachsen.impfterminvergabe.de oder telefonisch unter 0800 0899089 gebucht werden. Änderungen zur Impfpriorisierung werden an dieser Stelle schnellstmöglich bekanntgegeben. 

Hinweis: Kurzfristige Impftermine können nur über das Impfportal ermöglicht werden.

Aktuell erhalten folgende Personen in Sachsen ein Impfangebot: 

Personen der Priorisierungsgruppe 1:

  • Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen sowie in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut     oder gepflegt werden oder tätig sind,
  • Personen, die regelmäßig Schutzimpfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 durchführen oder im Rahmen ambulanter Dienste regelmäßig ältere oder pflegebedürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen, sowie Personen, die im Rahmen der ambulanten Pflege Begutachtungs- oder Prüftätigkeiten ausüben,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere
  • auf Intensivstationen,
  • in Notaufnahmen,
  • in Rettungsdiensten, inklusive der Notarztdienste, der ärztlichen Bereitschaftsdienste sowie der Feuerwehren und Luftrettung
  • als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung
  • in den Impfzentren und mobilen Teams sowie
  • in Bereichen, in denen für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden. Das betrifft insbesondere das Personal
  • in benannten Corona-Schwerpunktpraxen,
  • in SARS-CoV-2-Testzentren,
  • in Einrichtungen des ÖGD mit Untersuchungs- und Testoption,
  • Hausarzt- und Kinderarztpraxen,
  • in medizinischen Einrichtungen der Sprach- und Stimmbildung,
  • in HNO-ärztlichen und pneumologischen Fachpraxen,
  • in zahnärztlichen und MKG-Praxen,
  • in Einrichtungen der Geburtshilfe.
  • Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere
  • in der Onkologie,
  • in der Transplantationsmedizin,
  • im Rahmen der Behandlung schwer immunsupprimierter Patienten und
  • in der Nephrologie und Dialyseeinrichtungen.

Außerdem Personen der Priorisierungsgruppe 2:

  • Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben,
  • Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:
  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung,
  • Personen nach Organtransplantation,
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung durch die Einzelfallkommission aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht,
  • ​​​​​​​bis zu zwei enge Kontaktpersonen
  • von einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person nach den Nummern 1 und 2 und nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 CoronaImpfV, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
  • das betrifft Kontaktpersonen von pflegebedürftigen Personen, die sich nicht in einer Einrichtung befinden und das 70. Lebensjahr vollendet haben oder an einer der unter Nummer 2 der hohen Priorität aufgeführten Erkrankungen leiden
  • von einer schwangeren Person, die von dieser Person oder von einer sie vertretenden Person bestimmt werden,
  • auch Hebammen und Personal involviert in die Geburtsvorbereitung
  • Personen, die in stationären oder teilstationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege geistig oder psychisch behinderter Menschen tätig sind oder im Rahmen ambulanter Dienste oder ambulanter Dienste der Eingliederungshilfe oder als von Menschen mit Behinderungen angestellte Assistenzkräfte regelmäßig geistig oder psychisch behinderte Menschen behandeln, betreuen oder pflegen,
  • Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen oder im Rahmen der Ausübung eines Heilberufes mit einem hohen oder erhöhten Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbaren Patientenkontakt, wie z. B. Psychotherapeuten und Angehörige von Gesundheitsfachberufen, Personal der Blut- und Plasmaspendedienste sofern diese nicht bereits unter der Gruppe der höchsten Priorität erfasst sind, und Personen, die regelmäßig zum Zwecke der Diagnostik des Coronavirus SARS-CoV-2 Körpermaterial entnehmen (auch testendes Personal in Teststellen und Testzentren),
  • Polizei- und Einsatzkräfte, die in Ausübung ihrer Tätigkeit zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, insbesondere bei Demonstrationen, einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind, sowie Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind (soweit nicht durch den Bund geimpft)
  • Personen, die in Auslandsvertretungen der Bundesrepublik Deutschland oder für das Deutsche Archäologische Institut an Dienstorten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die im Ausland für deutsche politische Stiftungen oder Organisationen und Einrichtungen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutschland in den Bereichen Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge, Entwicklungszusammenarbeit oder auswärtige Kultur- und Bildungspolitik oder als deutsche Staatsangehörige in internationalen Organisationen an Orten mit unzureichender gesundheitlicher Versorgung tätig und infolgedessen einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind,
  • Personen, die in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, in allgemeinbildenden Schulen oder berufsbildenden Schulen tätig sind,
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst (sofern nicht in der Gruppe der höchsten Priorität erfasst) oder in besonders relevanter Position zur Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur tätig sind,
  • Personen, die in Obdachlosenunterkünften oder Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen oder Spätaussiedlern oder in sonstigen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe oder in Frauenhäusern untergebracht oder tätig sind,
  • Personen, die im Rahmen der nach Landesrecht anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a des Elften Buches Sozialgesetzbuch regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind sowie persönliche Assistenzkräfte, die im Arbeitgebermodell beschäftigt werden.

Außerdem Personen, die das 60. Lebensjahr vollendet haben (nur AstraZeneca). 

Weiterhin gilt für den Vogtlandkreis aufgrund der hohen Inzidenzzahlen eine Öffnung der Impfpriorisierung gemäß Impfverordnung des Bundes.

Aktuelle Priorisierung für ein Impfangebot gegen das Coronavirus

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Priorisierung für die Coronaschutzimpfung
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Priorisierung für die Coronaschutzimpfung
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Priorisierung für die Coronaschutzimpfung

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat auf Grundlage der Bundesverordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Corona-Virus SARS-CoV-2 und der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) vorrangig zu impfende Personengruppen priorisiert. Höchste Priorität haben Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, das Personal dieser Einrichtungen und Mitarbeiter von Krankenhäusern. Mit Eröffnung der Impfzentren am 11. Januar 2021 rückt die Personengruppe mit der höchsten Impfpriorität in den Fokus: mobile Personen über 80 Jahre, aber auch Beschäftigte ambulanter Pflegedienste und besonders betroffener Risikobereiche der ambulanten Versorgung. Außerdem dürfen nun auch bestimmte Personen der Priorisierungsgruppe 2 geimpft werden. 

Ich versichere, dass keiner vergessen wird, der geimpft werden möchte. Je mehr Impfstoff zur Verfügung steht, darunter auch Impfstoff mit anderen Anforderungen an die Lagerung, werden wir das Angebot erweitern und anpassen.

Gesundheitsministerin Petra Köpping

Antrag auf Priorisierung auf Coronavirus-Schutzimpfung aus medizinischen Gründen

Wichtige Informationen bei Einzelfall-Antrag

  • Die Anträge können für die Impfpriorisierungsstufen 2 und 3 gestellt werden. 
  • Es werden keine Impftermine vergeben. Es kann kein Antrag auf einen bestimmten Impftermin gestellt werden. Eine Priorisierung innerhalb einer Priorisierungsstufe kann nicht stattfinden. Die Impfterminvergabe erfolgt über das DRK und ist abhängig von der Impfstoffverfügbarkeit sowie den jeweils geöffneten Priorisierungs-Stufen.
  • Es sind keine Anträge auf bestimmte Impfstoffe möglich.
  • Bei Posteingang – digital wie per Brief – werden Anträge prioritär bearbeitet. Alles andere, wie Fragen, muss bei hohem Aufkommen gegebenenfalls zurückgestellt werden.
  • Wenn Sie über 70 Jahre sind, brauchen Sie keinen Einzelfall-Antrag mehr zu stellen. Die Impfpriorität 2 wurde geöffnet. Darunter fallen auch über 70-Jährige.
  • Wenn Sie schon ein Attest Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin haben, das Sie in eine Impfpriorität einstuft, brauchen Sie keinen Einzelfall-Antrag mehr zu stellen. Damit sind Sie schon berechtigt in der entsprechenden Impfpriorität einen Impftermin zu beantragen. Bitte beachten Sie dafür die folgenden Informationen.

Wer kann einen Einzelfall-Antrag stellen?

Bitte prüfen Sie zuerst, ob Sie schon ohne Einzelfall-Antrag geimpft werden können!

Darunter fallen in der Priorisierungsgruppe 2 auch Personen, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht:

  • Personen mit Trisomie 21,
  • Personen nach Organtransplantation,
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit psychiatrischer Erkrankung,
  • Personen mit malignen hämatologischen Erkrankungen, nicht in Remission befindlichen Krebserkrankungen oder Krebserkrankungen vor oder während einer Krebsbehandlung oder einer onkologischen Anschlussrehabilitation,
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukuviszidose oder anderer ähnlich schwerer chronischer Lungenerkrankung,
  • Personen mit Diabetes mellitus (HbA1c ≥ 58 mmol/mol [≥ 7,5%]),
  • Personen mit Leberzirrhose und anderer chronischer Lebererkrankung,
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
  • Personen mit Adipositas (BMI > 40).

Bei diesen Personen ist ein ärztliches Zeugnis der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes ausreichend, um ihre Impfberechtigung nachzuweisen. Sie können bereits einen Termin vereinbaren.

Auch für die folgenden Krankheitsbilder in der Priorisierungsgruppe 3 reicht ein ärztliches Zeugnis aus. Zu dieser Gruppe gehören Personen mit

  • behandlungsfreien in Remission befindlichen Krebserkrankungen, wenn die Remissionsdauer mehr als fünf Jahre beträgt,
  • Immundefizienz oder HIV-Infektion, Autoimmunerkrankungen oder rheumatologische Erkrankungen,
  • einer Herzinsuffizienz, Arrhythmie, einem Vorhofflimmern, einer koronaren Herzkrankheit oder arterieller Hypertonie,
  • zerebrovaskulären Erkrankungen, Apoplex oder einer anderen chronischen neurologischen Erkrankung,
  • Asthma bronchiale,
  • chronisch entzündlicher Darmerkrankung,
  • Diabetes mellitus (mit HbA1c < 58 mmol/mol oder < 7,5%),
  • Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 30).

Bei diesen Personen ist ein ärztliches Zeugnis der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes ausreichend, um ihre Impfberechtigung nachzuweisen. Sie können einen Termin vereinbaren, sobald Personengruppen der dritten Stufe mit erhöhter Priorität an der Reihe sind.

Der Einzelfall-Antrag gilt lediglich für Fälle, die über oben genannte Wege noch nicht abgedeckt sind und bei denen nach ärztlicher Beurteilung und Prüfung durch die Einzelfall-Stelle ebenfalls ein (sehr) hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus besteht.

Was muss alles eingereicht werden?

Für einen Antrag füllen Sie vollständig das Antragsformular „Antrag auf Priorisierung für Corona-Schutzimpfung aus medizinischen Gründen“ aus und senden es gemeinsam mit der ärztlichen Beurteilung

  • per Post an Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt - Geschäftsstelle Stelle Einzelfallentscheidung Corona-Impfung -, Albertstraße 10, 01097 Dresden oder
  • per E-Mail an Einzelfallentscheidung@sms.sachsen.de.

Welche Informationen die ärztliche Beurteilung enthalten soll, entnehmen Sie dem Merkblatt, welches dem Antragsformular angefügt ist.

Anträge, die nicht vollständig sind oder bei denen die ärztliche Beurteilung fehlt, können nicht bearbeitet werden.

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