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Unternehmen aus der Tourismusbranche

Unterstützung des Freistaates Sachsen für den Neustart der Tourismusbranche

Mit rund 2 Millionen Euro unterstützt der Freistaat Sachsen der Neustart in der Tourismusbranche und Modellprojekte.

  • Gefördert werden können
    • insbesondere die wissenschaftliche Begleitung von Modellprojekten zum Neustart nach § 31 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung (in der jeweils geltenden Fassung);
    • Maßnahmen zum Erhalt von touristischen Einrichtungen nach coronabedingtem Betriebsausfall im laufenden Jahr 2021 oder zur Vorbereitung der kommenden Saison;
    • Maßnahmen zur Entwicklung und Umsetzung von Konzepten, die zur Wiederaufnahme touristischer Einrichtungen erforderlich sind, dazu zählen insbesondere die Umsetzung von Hygienekonzepten wie zum Beispiel die Gästelenkung und Ähnliches.
       
  • Zuwendungsempfänger können kleine und mittlere Unternehmen einschließlich kommunaler Unternehmen und Vereine sein. Diese müssen im Freistaat Sachsen gewerbliche Dienstleistungen im Tourismus erbringen (gilt nicht bei Modellprojekten). Kommunen können Zuwendungsempfänger sein, wenn sie verantwortliche Koordinatoren eines Modellprojekts sind.
     
  • Wie hoch ist die Förderung? Die Höhe der Zuwendung kann bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben betragen, begrenzt auf maximal 300.000 Euro. 
     
  • Abgrenzung zu anderen Förderprogrammen: Die zur Förderung beantragten Maßnahmen dürfen nicht über die Überbrückungshilfe oder die November- und Dezemberhilfe des Bundes und ebenso nicht über Härtefallhilfen des Bundes und der Länder förderfähig sein. Die Zuwendung darf nicht zu einer Überkompensation führen. Dabei sind gegebenenfalls weitere Hilfen des Landes und des Bundes zu berücksichtigen.

Die Antragstellung ist bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) bis zum 30. September 2021 möglich. 

Weitere Unterstützungs- und Hilfsangebote

Die Überbrückungshilfe III (Plus) unterstützt von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen mit Fixkostenzuschüssen. Je nach Höhe des Umsatzeinbruches werden bis zu 100 Prozent der Fixkosten erstattet. Die Überbrückungshilfe III umfasst den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021, die Überbrückungshile III Plus den Förderzeitraum Juli bis September 2021.

Die Neustarthilfe (Plus) unterstützt Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, deren wirtschaftliche Tätigkeit Corona-bedingt eingeschränkt ist, die aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für die daher die Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III nicht in Frage kommt. Die Neustarthilfe umfasst den Förderzeitraum November 2020 bis Juni 2021, die Neustarthilfe Plus den Förderzeitraum Juli bis September 2021.

Die elektronische Antragstellung ist über eine zentrale Plattform (Link siehe unten) bis zum 31. Oktober 2021 möglich. Für die Überbrückungshilfe III erfolgt sie über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte), für die Neustarthilfe ist sie direkt (ohne prüfenden Dritten) möglich. Eine gleichzeitige Antragstellung für die Neustarthilfe und die Überbrückungshilfe III ist nicht möglich.

Die Härtefallhilfen unterstützen in besonderen Einzelfällen Unternehmen, Selbstständige, Vereine und andere Organisationen, die im Hauptwwerb wirtschaftlich am Markt tätig sind und Corona-bedingt in Existenznot geraten sind. Sie richten sich speziell an die Unternehmen, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen (etwa die Überbrückungshilfen, die November- und Dezemberhilfe).

Ein möglicher Härtefall wäre zum Beispiel, dass der bei der Überbrückungshilfe erforderliche Umsatzrückgang nicht dargestellt werden kann, weil das Unternehmen im Jahr 2019 nach einem Brand oder wegen Renovierung lange Zeit geschlossen war. Oder weil der Selbstständige lange krank war oder wegen Elternzeit nicht gearbeitet hat.

Umfang und Höhe der Unterstützung hängen unter anderem von der Belastung im Einzelfall ab. Sie richten sich grundlegend nach den Leistungen im Programm der Überbrückungshilfe, das heißt insbesondere an den betrieblichen Fixkosten wie Miete, Versicherungsbeiträge und so weiter. Die Härtefallhilfe umfasst maximal einen Zeitraum von Juni 2020 bis Juni 2021 und soll im Regelfall 100.000 Euro nicht übersteigen.

Die Antragstellung ist bis zum 30. September 2021 ausschließlich durch prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte) möglich. Über die Anträge entscheidet bei bestimmten Fallgestaltungen die Sächsische Aufbaubank (SAB), in sonstigen Fällen eine Härtefallkommission, in der neben den betroffenen Ministerien und der SAB als beratende Mitglieder auch die Kammern sowie der DGB vertreten sind.

Unternehmen, die durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten sind, können einen KfW-Kredit erhalten, um ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken. Die Kredite unterscheiden sich nach Größe und Dauer des Bestehens der Unternehmen am Markt.

  • KfW-Schnellkredit für alle Unternehmen
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Sonderprogramm - Konsortialfinanzierungen ab 25 Mio. Euro

Die Konditionen, insbesondere die Haftungsfreistellung und die Zinsen, sind im Zuge der Coronakrise verbessert worden. Beantragt werden kann der Kredit der jeweiligen Hausbank oder Sparkasse.

Wozu dient das Kurzarbeitergeld?

Aufgrund der Corona-Krise müssen Unternehmen zum Teil ihre Produktion einschränken oder einstellen. Mit dem Kurzarbeitergeld sollen Unternehmen die daraus entstehenden Entgeltausfälle ihrer Beschäftigten zumindest in Teilen ausgleichen können. Eine grundlegende Voraussetzung für einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld ist, dass mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

  • Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts – für Eltern 67 Prozent.
  • Beiträge für die Sozialversicherungen werden bei Kurzarbeit vollständig erstattet.
  • Die Auszahlung von Kurzarbeitergeld kann bis zu 24 Monate betragen.

Wer kann das Kurzarbeitergeld beantragen?

Zunächst zeigt der Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit an, dass in seinem Betrieb Kurzarbeit notwendig ist. Hat die Arbeitsagentur festgestellt, dass die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld erfüllt sind, beantragt der Unternehmer nachträglich die Erstattung des Kurzarbeitergeldes.

Um Unternehmen, Beschäftigte, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie vielfältige steuerliche Hilfen etwa als Liquiditätshilfen. Zudem ist die Insolvenzantragspflicht in bestimmten Fällen (weiter) ausgesetzt.

Modellprojekte – Online-Tool für Landkreise und Kreisfreie Städte zur Beantragung des Einvernehmens bei der »Fachkommission Modellprojekte«

Soweit es das Infektionsgeschehen zulässt, können Landkreise und Kreisfreie Städte im Freistaat Sachsen zeitlich befristet die Durchführung von landesbedeutsamen Modellprojekten in Gemeinden genehmigen. Ziel der Modellprojekte soll sein, die Entwicklung des Infektionsgeschehens zu untersuchen sowie Corona-Testkonzepte und digitale Systeme zur Kontaktnachverfolgung in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt zu erproben. Modellprojekte sind nur zulässig, wenn sie wissenschaftlich begleitet werden. Es sollen nicht mehr als zwei Modellprojekte je Landkreis oder Kreisfreier Stadt für denselben Zeitraum genehmigt werden. Die Grundlage bildet § 31 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung in der jeweils aktuell geltenden Fassung.

Vor der Genehmigung ist das Einvernehmen mit einer im Sächsischen Kultur- und Tourismusministerium, unter Beteiligung des Sächsischen Sozialministeriums, eingerichteten »Fachkommission Modellprojekte« herzustellen. Dieses Einvernehmen können Landkreise und Kreisfreie Städte über ein Online-Tool erbitten. Das Tool richtet sich ausschließlich an die sächsischen Landkreise und Kreisfreie Städte. Bitte wenden Sie sich an Ihr zuständiges Landratsamt oder die Stadtverwaltung, falls Sie ein Modellprojekt planen. Zusätzlich muss für eine Genehmigung separat das Benehmen mit dem Sächsischen Datenschutzbeauftragten hergestellt werden. 

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