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Unternehmen aus der Tourismusbranche

Unterstützungs- und Hilfsangebote

Die Überbrückungshilfe III Plus und IV unterstützen alle von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberufler bei der Deckung von betrieblichen Fixkosten. Voraussetzung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen wie die Reisebranche oder die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft können zusätzliche Förderungen beantragen. Die Überbrückungshilfe III Plus umfasst den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021. die Überbrückungshilfe IV den Förderzeitraum Januar bis März 2022.

Die Neustarthilfe Plus und 2022 unterstützen Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten, die coronabedingte Umsatzeinbußen verzeichnen, aufgrund geringer Fixkosten aber kaum von den Überbrückungshilfen profitieren. Die Neustarthilfe wird nicht auf die Grundsicherung angerechnet. Die Neustarthilfe Plus umfasst den Förderzeitraum Juli bis Dezember 2021, die Neustarthilfe 2022 den Förderzeitraum Januar bis März 2022.

Die elektronische Antragstellung ist über eine zentrale Plattform bis zum 31. März 2022 (Überbrückungshilfe III Plus und Neustarthilfe Plus) beziehungsweise 30. April 2022 (Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022) möglich. Für die Überbrückungshilfen erfolgt sie über prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte), für die Neustarthilfe ist sie direkt (ohne prüfenden Dritten) möglich. Eine gleichzeitige Antragstellung für die Neustarthilfen und die Überbrückungshilfen ist nicht möglich.

Das geplante Programm »Corona-Zuschuss Sachsen Plus« richtet sich an Unternehmen mit wenigen Mitarbeitern, Selbstständige und Freiberufler in Sachsen, die aufgrund der Corona-Notfall-Verordnung im Dezember 2021 mindestens 70 Prozent corona-bedingte Umsatzeinbrüche verzeichneten. Mit einem frei verwendbaren Zuschuss will der Freistaat Sachsen die Überbrückungshilfe in den drei Monaten auf jeweils mindestens 1.500 Euro aufstocken.

Da nur ein Teil der Überbrückungshilfe angerechnet wird, kann der Gesamtbetrag aus Überbrückungshilfe und Corona-Zuschuss auch deutlich über 1.500 Euro pro Monat liegen. Die Personalkostenpauschale und der Eigenkapitalzuschuss – das sind frei verwendbare Aufschläge auf die Überbrückungshilfe – werden nicht angerechnet, sondern gehen ungemindert an das Unternehmen. Auch die anteilige Erstattung der Kosten für Auszubildende sowie für Hygienemaßnahmen und für Marketing- und Werbekosten, des Wertverlusts von verderblichen Waren und Saisonwaren sowie die branchenspezischen Hilfen – etwa für die Veranstaltungs- und Kulturwirtschaft sowie die Reisebranche – erhält das Unternehmen zusätzlich.

Für das Programm stehen rund 4,3 Millionen Euro zur Verfügung. Der Haushalts- und Finanzausschuss des Sächsischen Landestages muss die Verwendung der Mittel noch genehmigen. Die Beantragung des Corona-Zuschusses bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) soll im März 2022 starten. Unternehmer, Selbstsständige und Freiberufler können die Anträge selbst stellen. Dabei kann auf die Daten aus dem Antrag auf Überbrückungshilfe zurückgegriffen werden. 

Die Härtefallhilfen unterstützen in besonderen Einzelfällen Unternehmen, Selbstständige, Vereine und andere Organisationen, die im Hauptwwerb wirtschaftlich am Markt tätig sind und Corona-bedingt in Existenznot geraten sind. 

Ein Härtefall im Sinne dieses Programms liegt grundsätzlich dann vor, wenn auf ein Unternehmen die folgenden beiden Merkmale zutreffen:

  • Das Unternehmen befindet sich in einer existenzbedrohlichen Situation, die auf außergewöhnliche Belastungen infolge der Corona-Pandemie zurückzuführen ist.
  • Das Unternehmen hat keinen Zugang zu einem Corona-Hilfsprogramm des Bundes, der Länder oder der Kommunen (etwa die Überbrückungshilfen).

Umfang und Höhe der Unterstützung hängen unter anderem von der Belastung im Einzelfall ab. Sie richten sich grundlegend nach den Leistungen im Programm der Überbrückungshilfe, das heißt insbesondere an den betrieblichen Fixkosten wie Miete, Versicherungsbeiträge und so weiter. Die Härtefallhilfe umfasst maximal einen Zeitraum von 1. Juni 2020 bis 1. März 2022.

Die Antragstellung ist bis zum 30. April 2022 ausschließlich durch prüfende Dritte (Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsanwälte) möglich. Über die Anträge entscheidet bei bestimmten Fallgestaltungen die Sächsische Aufbaubank (SAB), in sonstigen Fällen eine Härtefallkommission, in der neben den betroffenen Ministerien und der SAB als beratende Mitglieder auch die Kammern sowie der DGB vertreten sind.

Unternehmen, die durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten sind, können einen KfW-Kredit erhalten, um ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken. Die Kredite unterscheiden sich nach Größe und Dauer des Bestehens der Unternehmen am Markt.

  • KfW-Schnellkredit für alle Unternehmen
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Sonderprogramm - Konsortialfinanzierungen ab 25 Mio. Euro

Die Konditionen, insbesondere die Haftungsfreistellung und die Zinsen, sind im Zuge der Coronakrise verbessert worden. Beantragt werden kann der Kredit der jeweiligen Hausbank oder Sparkasse.

Wozu dient das Kurzarbeitergeld?

Aufgrund der Corona-Krise müssen Unternehmen zum Teil ihre Produktion einschränken oder einstellen. Mit dem Kurzarbeitergeld sollen Unternehmen die daraus entstehenden Entgeltausfälle ihrer Beschäftigten zumindest in Teilen ausgleichen können. Eine grundlegende Voraussetzung für einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld ist, dass mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

  • Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts – für Eltern 67 Prozent.
  • Beiträge für die Sozialversicherungen werden bei Kurzarbeit vollständig erstattet.
  • Die Auszahlung von Kurzarbeitergeld kann bis zu 24 Monate betragen.

Wer kann das Kurzarbeitergeld beantragen?

Zunächst zeigt der Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit an, dass in seinem Betrieb Kurzarbeit notwendig ist. Hat die Arbeitsagentur festgestellt, dass die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld erfüllt sind, beantragt der Unternehmer nachträglich die Erstattung des Kurzarbeitergeldes.

Um Unternehmen, Beschäftigte, Selbstständige und Freiberufler in der Corona-Pandemie zu unterstützen, erhalten sie vielfältige steuerliche Hilfen etwa als Liquiditätshilfen. Zudem ist die Insolvenzantragspflicht in bestimmten Fällen (weiter) ausgesetzt.

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