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Unternehmen aus der Tourismusbranche

Hotels und Beherbungsbetriebe in Sachsen dürfen wieder für Touristen öffnen. Erforderlich ist für jeden Betrieb ein individuelles Hygienekonzept. Auf dieser Seite finden Sie wichtige Hinweise zu den Bedingungen für die Wiedereröffnung ebenso zu den Unterstützungsangeboten durch den Bund und den Freistaat Sachsen.

Bedingungen für die Wiedereröffnung von Hotels und Beherbergungsbetrieben

In Sachsen ist der Betrieb von Hotels- und Beherbergungsstätten sowie die Nutzung von Ferienwohnungen und -häusern und Camping-, Wohnmobilstellplätzen und ähnlichem gestattet.

Bedingung für die Öffnung des jeweiligen Betriebs ist, dass ein individuelles Hygienekonzept erstellt und umgesetzt wird. Die zuständige kommunale Behörde kann die Hygienekonzepte der Betriebe und deren Einhaltung überprüfen, genehmigen muss sie diese jedoch nicht. Für den Bereich Gastgewerbe und Tourismus hat der DEHOGA Sachsen Checklisten, Hilfestellungen und Muster sowie einen FAQ erstellt. 

Auch Besucher und Touristen aus anderen Bundesländern dürfen nach Sachsen reisen und berherbergt werden. Auch für diese geltenden die in Sachsen bestehenden infektionsschutzrechtlichen Regelungen einschließlich Kontaktbeschränkungen.

Unterstützungen für Betriebe aus der Tourismusbranche

Unternehmen, die durch die Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten sind, können einen KfW-Kredit erhalten, um ihre Liquidität zu verbessern und laufende Kosten zu decken. Die Kredite unterscheiden sich nach Größe und Dauer des Bestehens der Unternehmen am Markt.

  • KfW-Schnellkredit für Unternehmen mit mehr als 10 Mitarbeitern
  • KfW-Kredit für Unternehmen, die länger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Kredit für junge Unternehmen, die weniger als 5 Jahre am Markt sind
  • KfW-Sonderprogramm - Konsortialfinanzierungen ab 25 Mio. Euro

Die Konditionen, insbesondere die Haftungsfreistellung und die Zinsen, sind im Zuge der Coronakrise verbessert worden. Beantragt werden kann der Kredit der jeweiligen Hausbank oder Sparkasse.

    Wer kann das Darlehen beantragen?

    • Einzelunternehmer (Solo-Selbständige), Kleinstunternehmen und Freiberufler in Sachsen, mit einem Jahresumsatz bis zu 1 Mio. Euro. 
    • größere Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern (Vollzeitäquivalente) und mit einem Jahresumsatz über 1 Mio. Euro

    Wofür kann das Darlehen eingesetzt werden?

    • Liquiditätsbedarf bei Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.
    • Bei Einzelunternehmen (Solo-Selbstständigen) und Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft kann der Unternehmerlohn gefördert werden, wenn dieser in den nächsten vier Monaten 6 500 Euro nicht übersteigt.

    Wie hoch ist das Darlehen?

    • für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 bis zu 1 Millionen Euro bis zu 50 000 Euro
    • für Antragsteller mit einem Jahresumsatz im Jahr 2019 über 1 Millionen Euro bis zu 100 000 Euro

    Eine Kombination des Darlehens mit anderen Förderprogrammen ist möglich. Zu beachten ist dabei, dass die Summe der insgesamt in Anspruch genommenen Fördermittel den durch die Coronakrise verursachten Liquiditätsbedarf nicht übersteigen darf.

    Wann und wie muss das Darlehen zurückgezahlt werden?

    • Das Darlehen ist für die gesamte Laufzeit von zehn Jahren zinslos und muss 3 Jahre lang nicht zurückgezahlt werden. 
    • Nach Ablauf der tilgungsfreien Zeit kann eine individuelle Tilgungsvereinbarung getroffen werden (beispielsweise mit zunächst niedrigeren Raten oder Sondertilgungen). 
    • Bei Tilgung des Darlehens in Höhe von 90 Prozent der Darlehenssumme innerhalb von drei Jahren nach Darlehensgewährung wird der restliche Darlehensbetrag erlassen.
    • Wird das steuerlich festgestellte Jahresergebnis für das Jahr 2019 bis zum 31. Dezember 2023 nicht erreicht, wird auf Antrag ein Teilerlass von bis zu 20 Prozent gewährt

    Wo kann das Darlehen beantragt werden?

    Das Darlehen kann ab sofort direkt über die Sächsische Aufbaubank (SAB) beantragt werden.

    Damit die Unterstützung schnell ankommt, hat die SAB alle peronellen und IT-Ressourcen aktiviert. Wir bitten Sie um Verständnis, wenn es aufgrund des erhöhten Anruf- und Antragsaufkommens dennoch zu Verzögerungen kommt.

    Wer kann den Zuschuss beantragen?

    Selbstständige, Angehörige der Freien Berufe mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente).

    Wofür kann der Zuschuss eingesetzt werden?

    Der Zuschuss dient der Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Unternehmen und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen in Folge der Corona-Krise. Damit sollen Verbindlichkeiten aus dem fortlaufenden erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (beispielsweise gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) finanziert werden. Ausfallende Einkommen (Unternehmerlohn) deckt der Zuschuss des Bundes nicht.

    Hinweis: Selbstständige und Freiberufler, die zwar keine laufenden Betriebsausgaben, aber Einkommensausfälle haben, können das Soforthilfe-Darlehen des Freistaates (»Sachsen hilft sofort.«) in Anspruch nehmen. Außerdem hat der Bund im Rahmen seines Sozialpaketes die Voraussetzungen für die Grundsicherung (Arbeitslosengeld II) geöffnet. 

    Wie hoch ist der Zuschuss?

    • für Selbständige, Freiberufler und Unternehmen bis 5 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente): einmalig bis zu 9.000 Euro für 3 Monate 
    • für Unternehmen bis 10 Beschäftigte (Vollzeitäquivalente): einmalig bis zu 15.000 Euro für 3 Monate
    • Die Höhe des Zuschusses hängt ab vom glaubhaft versicherten Liquiditätsengpasses der 3 Monate

    Wo kann der Zuschuss beantragt werden?

    Der Zuschuss kann ab sofort direkt über die Sächsische Aufbaubank (SAB) beantragt werden.

    Damit die Unterstützung schnell ankommt, hat die SAB alle peronellen und IT-Ressourcen aktiviert. Wir bitten Sie um Verständnis, wenn es aufgrund des erhöhten Anruf- und Antragsaufkommens dennoch zu Verzögerungen kommt.

    Wozu dient das Kurzarbeitergeld?

    Aufgrund der Corona-Krise müssen Unternehmen zum Teil ihre Produktion einschränken oder einstellen. Mit dem Kurzarbeitergeld sollen Unternehmen die daraus entstehenden Entgeltausfälle ihrer Beschäftigten zumindest in Teilen ausgleichen können. Eine grundlegende Voraussetzung für einen Anspruch auf Kurzarbeitergeld ist, dass mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

    Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?

    • Das Kurzarbeitergeld beträgt 60 Prozent des fehlenden Nettoentgelts – für Eltern 67 Prozent.
    • Beiträge für die Sozialversicherungen werden bei Kurzarbeit vollständig erstattet.
    • Die Auszahlung von Kurzarbeitergeld kann bis zu 24 Monate betragen.

    Wer kann das Kurzarbeitergeld beantragen?

    Zunächst zeigt der Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit an, dass in seinem Betrieb Kurzarbeit notwendig ist. Hat die Arbeitsagentur festgestellt, dass die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld erfüllt sind, beantragt der Unternehmer nachträglich die Erstattung des Kurzarbeitergeldes.

    Die Insolvenzantragspflicht ist bis zum 30. September 2020 für die Unternehmen, die infolge Corona-Krise wirtschaftliche Schwierigkeiten haben oder insolvent geworden sind, ausgesetzt.

    Verbraucher und Kleinstunternehmer dürfen bis zum 30. Juni 2020 nicht von Leistungen der Daseinsvorsorge (unter anderem Pflichtversicherungen, Energielieferung, Telekommunikation) ausgeschlossen werden, zu denen vor dem 8. März 2020 ein abgeschlossener Vertrag bestand. Für die Betroffenen besteht ein Leistungsverweigerungsrecht (Zahlungsaufschub). Die Leistungsverweigerung muss allerdings auch für den Gläubiger zumutbar sein.

    Des Weiteren dürfen Vermieter das Mietverhältnis wegen Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April 2020 bis 30. Juni 2020 nicht kündigen, sofern die Mietschulden auf den Auswirkungen der Corona-Pandemie beruhen. Dies gilt sowohl für Wohn- als auch Gewerberaummietverträge. Voraussetzung ist auch hier, dass der Mieter glaubhaft darlegen kann, dass die Nichtleistung auf finanziellen Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie beruht.

    Um in der Krise die Liquidität von Unternehmen und Selbstständigen zu sichern, greifen auch steuerliche Erleichterungen. Die Stundung von Steuerzahlungen ist erleichtert und Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet. Schriftliche Anträge nehmen die Finanzämter entegegn. Unter folgendem Link gelangen Sie zu einem Antragsformular für Steuererleichterungen.

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