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Verbraucher, Land- und Forstwirtschaft, Grüne Berufe

Landwirtschaft und Gartenbau

Für Neuanreisende aus Risikogebieten gilt:

Wenn sie zu einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme nach Sachsen einreisen, müssen in den ersten 14 Tagen nach ihrer Einreise gruppenbezogen am Ort der Unterbringung und der Tätigkeit betriebliche Hygienemaßnahmen und Vorkehrungen zur Kontaktvermeidung außerhalb der Arbeitsgruppe ergriffen werden, die einer Absonderung vergleichbar sind. Das Verlassen der Unterbringung darf in diesem Zeitraum nur zur Ausübung der Tätigkeit erfolgen. Der Arbeitgeber muss die Arbeitsaufnahme vor ihrem Beginn bei dem zuständigen Gesundheitsamt anzeigen und die ergriffenen Schutzmaßnahmen dokumentieren. (Sächsische Corona-Quarantäne-Verordnung, § 3 Abs. 5 „Ausnahmen“)

Wichtige Schutzmaßnahmen für alle Beschäftigten in der Ernte zur Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sind in den Dokumenten unter folgenden Links verfügbar: 

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard vom 16. April 2020

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Ziel der Schutzmaßnahmen ist es, die Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden.

Stand der Informationen: 6. November 2020

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht

  • bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel, in Taxis, in Reisebussen und im Rahmen von regelmäßigen Fahrdiensten bei der Beförderung von Menschen mit Behinderung, pflegebedürftigen Menschen und Patienten zur medizinischen Behandlungen,
  • in Groß- und Einzelhandelsgeschäfte (Geschäfte, Läden, Verkaufsstellen, Kioske, Spätshops, Supermärkte, Bau- und Gartenmärkte u.ä.),
  • in Gesundheitseinrichtungen (z.B. Krankenhäusern, Tageskliniken, Arzt – und Zahnarztpraxen). Die Pflicht gilt nicht für die Behandlungsräume und für die Patienten in ihren Zimmern und beim Essen,.
  • für Beschäftigte ambulanter Pflegedienste bei der Pflege,
  • in Einrichtungen zur Pflege, Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen für die Besucher,
  • in den der Öffentlichkeit zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr: Einkaufszentren, Beherbergungsbetriebe (Hotels, Pensionen u.ä.), Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung (z.B. Behörden, Ämter), Banken, Sparkassen, Versicherungen, gastronomische Einrichtungen zur und bei Lieferung und Abholung von Speisen und Getränken (Restaurants, Imbisse, Cafés, Kneipen u.ä.) und
  • in Aus- und Fortbildungseinrichtungen (auch während des Unterrichts, außer in Musik- und Tanzhochschulen).

Ebenso müssen Personen, die keine Schüler, Lehrer oder sonstige Beschäftigte der jeweiligen Kita oder Schule sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie Kitas und Schulen betreten. Ausdrückliche Ausnahmen von dieser Pflicht gelten für: Schülerinnen und Schüler der Grundschulen, während des Hortes, im Unterricht der Sekundarstufe I für Schülerinnen und Schüler, im Unterricht der Sekundarstufe I in Förderschulen für Schülerinnen und Schüler und auch für Lehrkräfte und sonstiges im Unterricht eingesetztes Personal, im Unterricht der Werkstufe der Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, im inklusiven Unterricht für die Förderschwerpunkte Hören und Sprache sowie generell zur Aufnahme von Speisen und Getränken im Schulgebäude.

In der Öffentlichkeit gilt von 6.00 Uhr bis 24.00 Uhr an folgenden Orten die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung: 

  • beim Aufenthalt an Haltestellen, in Bahnhöfen, in Fußgängerzonen,
  • auf dem Sport und Spiel gewidmeten Flächen wie z.B. Spielplätzen (ausgenommen Kinder bis zur Vollendung des zehnten Lebensjahres), 
  • auf Wochenmärkten und an Außenverkaufsständen. 

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht nicht bei der sportlichen Betätigung (z.B. Joggen) und bei der Fortbewegung mit Fortbewegungsmitteln (z.B. Fahrrad, Skateboard).

Verstöße sind bußgeldbewehrt, außer beim Verstoß gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in der Schule. 

Es wird darüber hinaus dringend empfohlen, auch sonst im öffentlichen Raum eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, und Mund und Nase durch einen einfachen Mundschutz oder beispielsweise durch ein Tuch oder einen Schal abzudecken. Dadurch kann insbesondere bei Kontakt mit Risikopersonen für sich und andere das Risiko von Infektionen reduziert werden.

(aktualiisert am 2.November 2020)
 

Nein. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht grundsätzlich auch für das Verkaufspersonal. Sofern weitere Schutzmaßnahmen (beispielsweise Acrylglasscheiben) für das Personal ergriffen wurden, muss jedoch keine Maske getragen werden. Dies gilt jedoch nur für Einzelpersonen. Stehen mehrere Beschäftigte hinter der Acrylglasscheibe, sollten weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden (z. B. Mund-Nasen-Bedeckung).

Zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für das Eigentum sind unaufschiebbare Maßnahmen wegen des Befalls von Borkenkäfern zulässig.   

Ja, selbsterzeugende und vermarktende Gartenbau- und Baumschulerzeuger dürfen ihre Erzeugnisse an Selbstpflücker verkaufen. Um das Infektionsrisiko durch Menschenansammlungen auch beim Besuch der Verkaufsstände und den Plantagen zu minimieren, muss wie bei den Verkaufsständen durch geeignete Maßnahmen ein Mindestabstand der Besucher von 1,5 Metern sowie die Einhaltung der übrigen Anforderungen der Allgemeinverfügung Vollzug des Infektionsschutzgesetzes, Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie, Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus vom 26. Juni 2020 (Az.: 15-5422/22) gewährleistet werden.

Als Ansprechpartner steht die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) zur Verfügung. Die Beratung ist kostenlos. Telefon: 0351 4910-1100.

Beratungszentrum Konsolidierung (BZK) der SAB

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fehlen auf Grund der Corona-Krise tausende Saisonarbeitskräfte.  Gleichzeitig können derzeit viele Menschen nicht arbeiten oder auch studieren. Hier finden Sie verschiedene Angebote und Möglichkeiten zu helfen oder sich Hilfe zu organisieren:

Sozialversicherungsfreie Beschäftigung von Saisonkräften

Im Bereich der Arbeitskräfteverfügbarkeit haben wir gemeinsam mit verschiedenen Partnern erreicht, dass Saisonarbeitskräfte bis zum 31. Oktober 2020 eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben dürfen. Bisher war das für bis zu 70 Tage möglich. Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland und auch bereit sind, können so länger hier arbeiten. Das hilft den Betrieben bei der Ernte und Aussaat. Das Kriterium der Berufsmäßigkeit für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft gilt weiterhin.

Nebentätigkeiten für Bezieher von Kurzarbeitergeld

Um Anreize für eine temporäre Tätigkeit in der Landwirtschaft zu schaffen, werden Nebeneinkünfte aus der Landwirtschaft während der Corona-Krise bis zur Höhe des bisherigen Lohns nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.

Bessere Hinzuverdienstregelungen bei Ruheständlern

Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt soll erleichtert werden. Das geltende Recht sieht Beschränkungen beim Zusammentreffen von Rente und Hinzuverdienst vor. Die Hinzuverdienstgrenze bei Vorruheständlern wird in der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich angehoben und in der Alterssicherung der Landwirte vollständig aufgehoben. Die Regelung gilt bis Ende 2020.

Online-Plattformen

Der Bundesverband der Maschinenringe e. V. hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Online-Plattform www.daslandhilft.de eingerichtet. Die Plattform stellt den Kontakt zwischen Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern her, um sie für Pflanz- und Erntearbeiten in der Landwirtschaft zu vermitteln. Über eine regionale Suche finden Landwirte und Helfer zusammen. Ziel ist eine schnelle, kostenlose sowie vor allem zuverlässige Hilfe und Vermittlung von Menschen, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten.

Auch die Plattform www.saisonarbeit-in-Deutschland.de bringt Landwirte und suchende Helferinnen und Helfer zusammen. Betriebe können dort derzeit kostenlos Stellenangebote einstellen.

Weiterhin lohnt sich der Blick auf die Plattform www.land-arbeit.com.

Asylbewerber / Geflüchtete

Für Asylsuchende und Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten gilt bisher ein Arbeitsverbot, wenn der Asylantrag nach dem 31. August 2015 gestellt wurde. Um einen Mangel im Bereich der Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer zu vermeiden, hat die Bundesregierung mögliche Ausnahmeregelungen geprüft. Mit der Globalzustimmung können Asylsuchende als Erntehelfer arbeiten. Weitere Informationen dazu in der Pressemitteilgung des BMEL vom 22.04.2020.

Wald und Forstwirtschaft

Grundsätzlich ist die gesamte berufliche Tätigkeit einer Person, unabhängig davon ob diese als Einzelunternehmer, im Nebenerwerb oder als Angestellter eines Unternehmens ausgeübt wird, ein zulässiger triftiger Grund zum Verlassen der Unterkunft nach der Allgemeinverfügung vom 01.04.2020. Danach ist auch das Aufsuchen der Waldflächen durch einen privaten Waldbesitzer ebenso wie die Arbeit im eigenen Wald ein triftiger Grund, weil es sich im Regelfall um die Tätigkeit in einem forstwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb handelt. Die Auflagen hinsichtlich des Kontaktverbots sind dabei zu beachten.

Grüne Berufe in der Land- und Forstwirtschaft

Verbraucher, Versorgung

Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und Biomüll für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Nicht in den Restmüll von Quarantänehaushalten gehören jedoch weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Gegebenenfalls müssen diese aufbewahrt werden, bis sie wieder entsorgt werden können.

Die Wasserbereitstellung durch die Landestalsperrenverwaltung für die Trinkwasseraufbereitung und die Brauchwasserversorgung ist jederzeit sichergestellt.

Hamsterkäufe sind unnötig. Die Lieferketten funktionieren, der Nachschub kommt im Einzelhandel an. Leere Regale im Geschäft vor Ort entstehen vielmehr dann, wenn viele Menschen jetzt deutlich über den Bedarf einkaufen. Die Lager der Großhändler sind gefüllt.

Freizeitbeschäftigungen

Ja, es müssen die Bedingungen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen beachtet werden. Die zum Angeln notwendigen Berechtigungen (Fischereischein und Erlaubnisschein) müssen mitgeführt werden.

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