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Verbraucher, Land- und Forstwirtschaft, Grüne Berufe

Landwirtschaft und Gartenbau

Für Neuanreisende aus dem Ausland gilt: 
Wenn sie zu einer mindestens dreiwöchigen Arbeitsaufnahme nach Sachsen einreisen, müssen sie in den ersten 14 Tagen gruppenbezogen strikt getrennt von anderen Beschäftigten arbeiten und strikt getrennt untergebracht werden. Das Verlassen der Unterkunft ist nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit gestattet (Sächsische Corona-Quarantäne-Verordnung, § 3 Abs.2 „Ausnahmen“)

Das Faktenblatt der Arbeitsschutzbehörde  informiert über Sofortmaßnahmen, die für alle Beschäftigten in der Ernte zur Einhaltung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes notwendig sind. Neu sind die zusätzlichen Arbeitsschutzstandards, beschlossen von der Bundesregierung am 16. April 2020, die in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel konkretisiert werden. Das Ziel ist die Ansteckung mit dem Virus zu vermeiden.

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Stand der Informationen: 10. September 2020

Zuwendungszweck ist die Unterstützung von Kleinstunternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen der Land- und Forstwirtschaft sowie der Fischerei und Aquakultur in Sachsen, die aufgrund der Auswirkungen des Corona-Virus mit unverschuldeten wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert sind.

Eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung besteht in Geschäften und bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Die Pflicht gilt auch bei der Benutzung von Reisebussen, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ebenso müssen Personen, die keine Schüler, Lehrer oder sonstige Beschäftigte der jeweiligen Kita oder Schule sind, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie Kitas und Schulen betreten.

Verstöße sind bußgeldbewehrt.

Darüber hinaus besteht keine allgemeine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasenbedeckung in der Öffentlichkeit. Es wird jedoch dringend empfohlen, im öffentlichen Raum eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, und Mund und Nase durch einen einfachen Mundschutz oder beispielsweise durch ein Tuch oder einen Schal abzudecken. Dadurch kann insbesondere bei Kontakt mit Risikopersonen für sich und andere das Risiko von Infektionen reduziert werden.

(aktualisiert am 16. September 2020)

Nein. Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung besteht grundsätzlich auch für das Verkaufspersonal. Sofern weitere Schutzmaßnahmen (beispielsweise Acrylglasscheiben) für das Personal ergriffen wurden, muss jedoch keine Maske getragen werden. Dies gilt jedoch nur für Einzelpersonen. Stehen mehrere Beschäftigte hinter der Acrylglasscheibe, sollten weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden (z. B. Mund-Nasen-Bedeckung).

Zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für das Eigentum sind unaufschiebbare Maßnahmen wegen des Befalls von Borkenkäfern zulässig.   

Ja, selbsterzeugende und vermarktende Gartenbau- und Baumschulerzeuger dürfen ihre Erzeugnisse an Selbstpflücker verkaufen. Um das Infektionsrisiko durch Menschenansammlungen auch beim Besuch der Verkaufsstände und den Plantagen zu minimieren, muss wie bei den Verkaufsständen durch geeignete Maßnahmen ein Mindestabstand der Besucher von 1,5 Metern sowie die Einhaltung der übrigen Anforderungen der Allgemeinverfügung Vollzug des Infektionsschutzgesetzes, Maßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie, Anordnung von Hygieneauflagen zur Verhinderung der Verbreitung des Corona-Virus vom 26. Juni 2020 (Az.: 15-5422/22) gewährleistet werden.

Als Ansprechpartner steht die Sächsische Aufbaubank – Förderbank (SAB) zur Verfügung. Die Beratung ist kostenlos. Telefon: 0351 4910-1100.

Beratungszentrum Konsolidierung (BZK) der SAB

Im Bereich der Land- und Forstwirtschaft fehlen auf Grund der Corona-Krise tausende Saisonarbeitskräfte.  Gleichzeitig können derzeit viele Menschen nicht arbeiten oder auch studieren. Hier finden Sie verschiedene Angebote und Möglichkeiten zu helfen oder sich Hilfe zu organisieren:

Sozialversicherungsfreie Beschäftigung von Saisonkräften

Im Bereich der Arbeitskräfteverfügbarkeit haben wir gemeinsam mit verschiedenen Partnern erreicht, dass Saisonarbeitskräfte bis zum 31. Oktober 2020 eine kurzfristige Beschäftigung für bis zu 115 Tage sozialversicherungsfrei ausüben dürfen. Bisher war das für bis zu 70 Tage möglich. Saisonarbeitskräfte, die bereits in Deutschland und auch bereit sind, können so länger hier arbeiten. Das hilft den Betrieben bei der Ernte und Aussaat. Das Kriterium der Berufsmäßigkeit für die Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft gilt weiterhin.

Nebentätigkeiten für Bezieher von Kurzarbeitergeld

Um Anreize für eine temporäre Tätigkeit in der Landwirtschaft zu schaffen, werden Nebeneinkünfte aus der Landwirtschaft während der Corona-Krise bis zur Höhe des bisherigen Lohns nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet.

Bessere Hinzuverdienstregelungen bei Ruheständlern

Weiterarbeit oder Wiederaufnahme einer Beschäftigung nach Renteneintritt soll erleichtert werden. Das geltende Recht sieht Beschränkungen beim Zusammentreffen von Rente und Hinzuverdienst vor. Die Hinzuverdienstgrenze bei Vorruheständlern wird in der gesetzlichen Rentenversicherung deutlich angehoben und in der Alterssicherung der Landwirte vollständig aufgehoben. Die Regelung gilt bis Ende 2020.

Online-Plattformen

Der Bundesverband der Maschinenringe e. V. hat gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft die Online-Plattform www.daslandhilft.de eingerichtet. Die Plattform stellt den Kontakt zwischen Landwirten und Bürgerinnen und Bürgern her, um sie für Pflanz- und Erntearbeiten in der Landwirtschaft zu vermitteln. Über eine regionale Suche finden Landwirte und Helfer zusammen. Ziel ist eine schnelle, kostenlose sowie vor allem zuverlässige Hilfe und Vermittlung von Menschen, die Hilfe brauchen und die Hilfe bieten.

Auch die Plattform www.saisonarbeit-in-Deutschland.de bringt Landwirte und suchende Helferinnen und Helfer zusammen. Betriebe können dort derzeit kostenlos Stellenangebote einstellen.

Weiterhin lohnt sich der Blick auf die Plattform www.land-arbeit.com.

Asylbewerber / Geflüchtete

Für Asylsuchende und Geduldete aus sicheren Herkunftsstaaten gilt bisher ein Arbeitsverbot, wenn der Asylantrag nach dem 31. August 2015 gestellt wurde. Um einen Mangel im Bereich der Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer zu vermeiden, hat die Bundesregierung mögliche Ausnahmeregelungen geprüft. Mit der Globalzustimmung können Asylsuchende als Erntehelfer arbeiten. Weitere Informationen dazu in der Pressemitteilgung des BMEL vom 22.04.2020.

Wald und Forstwirtschaft

Grundsätzlich ist die gesamte berufliche Tätigkeit einer Person, unabhängig davon ob diese als Einzelunternehmer, im Nebenerwerb oder als Angestellter eines Unternehmens ausgeübt wird, ein zulässiger triftiger Grund zum Verlassen der Unterkunft nach der Allgemeinverfügung vom 01.04.2020. Danach ist auch das Aufsuchen der Waldflächen durch einen privaten Waldbesitzer ebenso wie die Arbeit im eigenen Wald ein triftiger Grund, weil es sich im Regelfall um die Tätigkeit in einem forstwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetrieb handelt. Die Auflagen hinsichtlich des Kontaktverbots sind dabei zu beachten.

Grüne Berufe in der Land- und Forstwirtschaft

Verbraucher, Versorgung

Private Haushalte, in denen infizierte Personen oder begründete Verdachtsfälle von COVID-19 in häuslicher Quarantäne leben, sollen den Haushaltsmüll nicht trennen. Das heißt, neben dem Restmüll sollen auch Verpackungsabfälle (gelber Sack), und Biomüll für die Dauer der Quarantäne über die Restmülltonne entsorgt werden. Nicht in den Restmüll von Quarantänehaushalten gehören jedoch weiterhin Altpapier, Altglas, Elektroschrott und Batterien. Gegebenenfalls müssen diese aufbewahrt werden, bis sie wieder entsorgt werden können.

Die Wasserbereitstellung durch die Landestalsperrenverwaltung für die Trinkwasseraufbereitung und die Brauchwasserversorgung ist jederzeit sichergestellt.

Hamsterkäufe sind unnötig. Die Lieferketten funktionieren, der Nachschub kommt im Einzelhandel an. Leere Regale im Geschäft vor Ort entstehen vielmehr dann, wenn viele Menschen jetzt deutlich über den Bedarf einkaufen. Die Lager der Großhändler sind gefüllt.

Freizeitbeschäftigungen

Ja, es müssen die Bedingungen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen beachtet werden. Die zum Angeln notwendigen Berechtigungen (Fischereischein und Erlaubnisschein) müssen mitgeführt werden.

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