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Häufig gestellte Fragen zu Coronatests

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Testen auf eine Infektion mit SARS-CoV-2

Testangebote

Stand: 22. November 2021

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich testen zu lassen. Symptomatische Personen, das sind Personen, die typische Anzeichen einer Coronavirus-Krankheit haben, sollten sich unbedingt bei ihrer Hausärztin/ ihrem Hausarzt oder einem Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen testen lassen.

Asymptomatische Bürgerinnen und Bürger können sich kostenfrei in einer Teststelle (siehe Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordung) testen lassen. Auf der nachstehenden Karte finden Sie Teststellen in Deutschland, die das digitale EU-Testzertifikat über die Corona-Warn-App anbieten. Diese Teststellen sind Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung. Die Karte wird täglich aktualisiert. Die Adressen weiterer Testanbieter finden sich auch auf den entsprechenden Internetseiten der Landkreise und kreisfreien Städte.

Alle Personen, die ein positives Ergebnis von einem Antigenschnelltest haben. Darüber hinaus haben folgende asymptomatische Personen nach der Coronavirus-Testverordnung grundsätzlich Anspruch auf eine kostenlose Testung. Diese Testung kann auch durch eine Diagnostik mittels Nukleinsäurenachweis des Coronavirus SARS-CoV-2, also zum Beispiel eine PCR-Testung, erfolgen. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht, da auch eine Diagnostik durch Antigen-Tests möglich ist. Aufgrund der derzeitig angespannten Situation der Labore ist die Diagnostik mit Antigentests vorzuziehen, falls keine Pflicht zur PCR-Testung besteht.

  • Enge Kontaktpersonen von Menschen, bei denen durch einen Arzt oder den öffentlichen Gesundheitsdienst eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wurde.
  • Personen, die über die Corona-Warn-App eine Warnung mit der Statusanzeige »erhöhtes Risiko« erhalten haben. 
  • Wenn in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder einer vergleichbaren Einrichtung außerhalb der regulären Krankenversorgung eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde, Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in den betroffenen Bereichen der Einrichtung aufgehalten haben.
  • Personen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder in einem vergleichbar vulnerablen Bereich behandelt oder untergebracht werden sollen, und es die jeweilige Einrichtung oder der öffentliche Gesundheitsdienst verlangen. Das gilt für folgende Einrichtungen oder Unternehmen: 
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Tageskliniken
    • Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 Absatz 1 SGB IX
    • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern

Hierfür muss gegenüber der Teststelle nachgewiesen werden, dass der Test gefordert wird.

Alle asymptomatischen Personen haben Anspruch auf die kostenfreie Testung »Bürgertest« (§ 4a Coronavirus-Testverordnung). »Bürgertests« können im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten mindestens einmal pro Woche in Anspruch genommen werden. Der Anspruch besteht auch für Personen, die nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind.

Der Anspruch auf den „Bürgertest“ besteht nicht, wenn schon ein anderer gesetzlicher Anspruch besteht. Beispielsweise besteht für Beschäftigte, die einen täglichen Testnachweis vorlegen müssen, kein Anspruch auf einen täglichen Test, weil der Arbeitgeber zwei Tests pro Woche bereitstellen muss.

Personen, bei denen aufgrund typischer COVID-19-Symptome der Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Erkrankung haben, können im Rahmen der Krankenbehandlung getestet werden.

Nein. Diese sind kostenfrei, wenn sie in der Einrichtung stattfinden.

Nach der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung müssen die Einrichtungen den Besucherinnen und Besuchern auf Wunsch auch weiterhin die Durchführung oder Abnahme eines Tests anbieten. Dieser kann allerdings nur für den Zutritt zu der jeweiligen Einrichtung genutzt werden und nicht darüber hinaus, wie es bei einem Test aus einem Testzentrum der Fall wäre.

PCR-Test:

Die PCR-Testung ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren, das automatisiert werden kann. Dafür müssen die Proben nach dem Abstrich in ein Labor transportiert werden. Bei der PCR wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt. Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

Antigenschnelltests:

Antigentests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigentests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Die leichte Handhabung eines Point-of-care (PoC)-Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. Hier kann ein PoC-Antigentest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. vorübergehende häusliche Isolierung, die Übertragung des Virus zu verhindern. Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigentest ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigentestergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt. Außerdem ist ein Antigenschnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test, das heißt es kommt häufiger als bei der PCR vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigentest Ergebnis mittels PCR bestätigt werden

Antigenselbsttests:

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Nach jedem positiven Selbsttest muss immer ein PCR-Test durchgeführt werden, um ein falsch-positives Testergebnis auszuschließen.

Das Sozialministerium empfiehlt ausdrücklich den Erwerb und die Nutzung von zertifizierten Schnell- und Selbsttests.

Aktuelle Regeln zum Testnachweis

Stand: 1. Dezember 2021

Die Bundesregierung hat mit der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung folgende Testnachweise festgelegt:

  • vor Ort unter Aufsicht desjenigen stattfindet, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist,
  • betriebliche Testung im Rahmen des Arbeitsschutzes
  • durch Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 Coronavirus-Testverordnung

Diese Tests werden von der Person (z. B. Kundin) selber unter Aufsicht (z. B. Friseurin/Friseur) durchgeführt. Die Friseurin ist der Schutzmaßnahme (Zutritt nach der 3G-Regel nur für geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen) unterworfen.

Der Testnachweis wird nur von der jeweiligen Einrichtung anerkannt. Wer sich z. B. unter Aufsicht einer Friseurin/ eines Friseurs testet, kann den Testnachweis nicht noch für den Zutritt zu einem Restaurant nutzen.

Darunter sind alle Tests zu verstehen, die durch fachkundige bzw. eingewiesene Personen durchgeführt oder beaufsichtigt werden. Dazu zählen:

  • Personen mit medizinischer Ausbildung oder
  • Personen, die sich entsprechend weitergebildet haben (inkl. ärztliche Schulung zur Durchführung von Schnelltests),
  • Personen, die in die Handhabung des jeweiligen Selbsttests eingewiesen wurden.

Die Testnachweise können durch die genannten Personen ausgestellt werden und dienen auch für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen. Aufgrund der neuen Regelung zum 3G-Nachweis im Betrieb, muss die Testung im Betrieb dokumentiert werden.

Die Testung muss im Rahmen des Arbeitsschutzes für das eigene Personal erfolgt sein. Das heißt, es können keine Testnachweise für Personen ausgestellt werden, die nicht Angehörige des Betriebes sind. Praktikantinnen und Praktikanten werden hier auch als Angehörige des Betriebes gewertet.

Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung sind die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie die von ihnen betriebenen Testzentren, Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, medizinische Labore und Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie die Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie andere Teststellen, die durch das zuständige Gesundheitsamt beauftragt wurden.

Diese Leistungserbringer bieten in der Regel auch den Testnachweis als digitales Zertifikat über die Corona-Warn-App an. Zu diesen Tests gehört auch der kostenfreie »Bürgertest«.

Nein. Die Testung muss vor Ort durchgeführt werden, damit der Nachweis anerkannt wird. Anbieter von videoüberwachten Selbsttests bieten die Leistung nicht als Leistungserbringer im Sinne des § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung an.

Einen Testnachweis dürfen alle Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 Coronavirus-Testverordnung des Bundes, bspw. Arztpraxen, Apotheken, Rettungsdienste sowie vom Gesundheitsamt beauftragte Teststellen ausstellen. Diese Teststellen dürfen auch das EU-Test-Zertifikat ausstellen (z. B. über die Corona-Warn-App).

Für Tests, die im Rahmen der betrieblichen Testungen durch fachkundig geschulte oder eingewiesene Personen stattgefunden haben, können Testnachweise ausgestellt werden. Die Testnachweise müssen vom Betrieb gestempelt und dokumentiert werden. Der Nachweis kann auch digital erfolgen, jedoch nicht über die Corona-Warn-App.

Nein, dieser Testnachweis entspricht nicht dem in der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung geforderten Testnachweis (§ 3 Absatz 1). Privatpersonen sind keine Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung.

Tagesaktuell bedeutet, dass zwischen dem Zeitpunkt der Durchführung des Antigenschnelltests bis zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme von Angeboten und Leistungen nicht mehr als 24 Stunden liegen dürfen. D. h. der Test darf bei der Nutzung von Angeboten nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein.

Die Erfüllung der Testpflicht ist durch den Nachweis eines negativen Antigenschnelltests oder eines PCR-Tests möglich.

Kinder, die noch nicht eingeschult wurden, fallen grundsätzlich unter keine Testpflicht. Für Kinder und Jugendliche, die der Testpflicht nach der Sächsischen Schul- und Kita-Coronaverordnung in der Schule unterliegen, ist in § 3 Abs. 4 der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung eine Ausnahme geregelt. Sie müssen keinen Testnachweis vorlegen. Dies gilt auch während der Ferien.

Schülerinnen und Schüler aus anderen Bundesländern gelten analog § 3 Abs. 4 der Sächsischen Corona-Notfall-Verordnung ebenfalls als getestet.

Ein Bildungsnachweis ist hier nicht zwingend erforderlich, da in Deutschland die Schulpflicht besteht und das Alter somit als Beleg ausreicht. Die Sächsische Corona-Notfall-Verordnung sieht außerdem für Schülerinnen und Schüler keine expliziten Nachweispflichten vor. Für Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen oder Berufsschulen kann es dennoch hilfreich sein, einen Schülerausweis mitzuführen, um diesen auf Nachfrage vorzeigen zu können. 

Das heißt, die Einrichtungen müssen Schülerinnen und Schülern den Zutritt gewähren und die 2G- oder 3G-Regelung als erfüllt ansehen. Eine Prüfung der tatsächlichen Durchführung der Testung obliegt den Einrichtungen nicht, sodass diese von dieser Aufgabe entbunden sind.

Testungen im Betrieb

Stand: 22. November 2021

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes, das am 24. November 2021 in Kraft tritt, ist festgelegt, dass alle Beschäftigten ein gültiges Impf-, Genesenen- oder Testzertifikat vorlegen können. Das heißt, das Testzertifikat darf höchstens 24 Stunden (bei PCR-Tests 48 Stunden) alt sein.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat alle Fragen zu 3G am Arbeitsplatz umfassend beantwortet.

Der Arbeitgeber muss allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich zu Hause arbeiten, zweimal pro Woche Tests anbieten. Grundlage hierfür ist die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung.

Alle Regelungen zu 3G-Testnachweisen am Arbeitsplatz finden Sie beim Internetportals des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (Link: https://www.bmas.de/DE/Corona/Fragen-und-Antworten/Fragen-und-Antworten-ASVO/faq-corona-asvo.html)

Über das Angebot muss der Arbeitgeber bis zum 19. März 2022 den Nachweis aufbewahren. Mehr Informationen finden Sie im sächsische Arbeitsschutzportal. 

Einrichtungen, die mit einrichtungsbezogenem Testkonzept (§ 4 der Coronavirus-Testverordnung) abrechnen (z. B. in der Pflege), können auch Selbsttests ohne Aufsicht durchführen. Jedoch darf dafür kein Testnachweis ausgestellt werden.

Die Testung der Beschäftigten kann auch durch Dritte, z. B. durch geeignete Dienstleister erfolgen.

Kundenkontakt ist der unmittelbare physische Kontakt bzw. Kontakt mit tatsächlich persönlicher Begegnung bei der Ausübung beruflicher Tätigkeiten.

Das ist der Fall, wenn der Kontakt mit einer Berührung des Gegenübers verbunden ist (zum Beispiel bei der Physiotherapie). Direkter Kundenkontakt ist auch das persönliche Zusammentreffen zwischen Beschäftigten/Selbstständigen mit anderen Personen, die nicht dem Betrieb angehören, sondern eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder eine Ware kaufen wollen. Klares Merkmal ist ein Kontakt von »Angesicht zu Angesicht« unabhängig von der Zeitdauer.

Darüber hinaus ist direkter Kundenkontakt auch bei einer persönlichen Begegnung gegeben, wenn der Beschäftigte nicht auf Dauer und vollständig durch Hygienevorrichtungen vom Kunden abgeschlossen ist. Ausreichend ist bereits der einmalige kurze Kontakt unter Einhaltung der sonstigen Hygieneregeln.

Das Angebot ist dort anzubieten, wo der Arbeitnehmer tatsächlich seine Arbeitsleistung erbringt. Es ist den Beteiligten (Verleiher und Entleiher) überlassen zu klären, wer das Angebot unterbreitet.

Neben all den Pflichten, die mit der Durchführung von Tests zum Nachweis des Coronavirus bestehen, muss der Betrieb positive Testergebnisse an das zuständige Gesundheitsamt melden, wenn die Testung durch den Betrieb durchgeführt wurde. Gerade in größeren Betrieben sollte hierfür ein elektronisches Meldeportal zum Gesundheitsamt genutzt werden. 

Neben all den Pflichten, die mit der Durchführung von Tests zum Nachweis des Coronavirus bestehen, muss der Betrieb positive Testergebnisse an das zuständige Gesundheitsamt melden, wenn die Testung durch den Betrieb durchgeführt wurde. Gerade in größeren Betrieben sollte hierfür ein elektronisches Meldeportal zum Gesundheitsamt genutzt werden.

Kann der Arbeitgeber trotz umfangreicher Anstrengungen und Bemühungen keine Tests erwerben, ist er auch nicht zur Bereitstellung verpflichtet. Das gleiche gilt, wenn zwar noch Tests angeboten werden, dies aber zu Preisen, die weit über dem Angemessenen liegen. Neben der preislichen Komponente können im Einzelfall auch sonstige Gründe die Zumutbarkeit entfallen lassen, etwa, wenn gewerbliche Bestellungen nicht mehr möglich sind und der Arbeitgeber eine nicht unerhebliche Anzahl von Tests als Privatperson erwerben müsste.

Anbieter von Testungen

Der Antigenschnelltest ist ein Medizinprodukt und darf nur entsprechend der Gebrauchsinformation (»Beipackzettel«) des Herstellers und der Medizinproduktebetreiberverordnung angewandt werden. Der Antigenschnelltest sollte durch Ärztinnen und Ärzte oder Gesundheitspersonal oder durch Personen durchgeführt werden, die fachkundig geschult wurden. Eine vorhergehende Einweisung bzw. Schulung in die korrekte Durchführung der Abstrichentnahme und Anwendung der Tests ist erforderlich. Darüber hinaus ist eine arbeitsschutzrechtliche Unterweisung der testenden Person notwendig. 

Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur (siehe genaue Angabe des Temperaturbereichs entsprechend Herstellerangaben in der Packungsbeilage). Es ist davon auszugehen, dass bei sachgemäßer Lagerung und Gebrauch CE-zertifizierte Antigentests in einem Temperaturbereich zwischen 4°C und 30°C gleichbleibende Leistungen in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität liefern. Geringe Temperaturen (<4°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests lassen die Spezifität des Testergebnisses sinken. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch positiven Ergebnissen kommen. Bei erhöhten Temperaturen (>30°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests, kann es zu einer Reduktion der Sensitivität kommen. Damit kann es vermehrt zu falsch negativen Testen kommen. Insgesamt sind häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentesten kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Starke Temperaturschwankungen können auch zu Kondensation von Wasser in der Testkartusche führen, dies ist mit erheblichen Einschränkungen in der Testleistung verbunden.

Die Regelungen zur Quarantäne (Absonderung) werden in Sachsen von den Landkreisen und Kreisfreien Städten in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen erlassen. Das Sozialministerium erstellt die Grundlage dafür, so dass grundsätzlich überall in Sachsen die gleichen Regeln gelten. Die Gesundheitsämter können bei Bedarf davon abweichen. 

Die Antworten auf die nachfolgenden Fragen entsprechen dem aktuellsten Stand, wie sie spätestens ab dem 21. November 2021 gelten. Die Regelungen werden derzeit angepasst.

Sie müssen für mind. 14 Tage zu Hause bleiben (d. h. sich absondern). Wenn Sie noch Symptome haben, verlängert sich die Zeit.

  • Sie dürfen nur raus, wenn Sie zum Arzt gehen müssen.
  • Wenn Sie mit anderen Menschen zusammenleben und in den letzten zwei Tagen mit ihnen auch engen Kontakt hatten, müssen Sie ihnen sofort sagen, dass Sie positiv sind und diese ebenfalls zu Hause bleiben müssen.
  • Sagen Sie allen anderen (auch geimpften und genesenen) Personen Bescheid, mit denen Sie zwei Tage vor dem Test oder Ihren Symptomen Kontakt hatten. Alle sollen sich am 4. oder 5. Tag nach dem Kontakt mit Ihnen testen lassen. Das geht in einer Teststelle.
  • Vermeiden Sie die Nähe zu den Menschen in Ihrer Wohnung, damit Sie diese nicht anstecken.
  • Sagen Sie Ihrem Arbeitgeber oder ggf. der Schule Bescheid.
  • Aktivieren Sie die Corona-Warn-App und teilen Sie Ihr Testergebnis.
  • Wenn Sie vollständig geimpft sind und keine Symptome haben, können Sie am 5. Tag einen PCR-Test oder am 7. Test einen Antigenschnelltest in einer Teststelle machen. Wenn der Test negativ ist, ist Ihre Absonderung zu Ende. Heben Sie das Testergebnis auf, falls das Gesundheitsamt das sehen will.

Ja, auch wenn Sie keine Symptome haben. Es wird davon ausgegangen, dass vollständig geimpfte Personen für einen kürzeren Zeitraum ansteckend sind. Daher können diese die Absonderung vor dem Ablauf der 14 Tage beenden. Wenn Sie vollständig geimpft sind und keine Symptome haben, können Sie am 5. Tag einen PCR-Test oder am 7. Test einen Antigenschnelltest in einer Teststelle machen. Wenn der Test negativ ist, ist Ihre Absonderung zu Ende. Heben Sie das Testergebnis auf, falls das Gesundheitsamt das sehen will.

Den PCR-Test müssen Sie selber bezahlen. Nach der Coronavirus-Testverordnung besteht kein Anspruch auf einen PCR-Test.

Als enge Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall gilt, wenn folgende Situation vorlag

  • Aufenthalt in der Nähe (weniger als 1,5 m) und länger 10 Minuten ohne dass beide Mund-Nasen-Schutz getragen haben oder
  • Gespräch mit der positiv getesteten Person mit weniger als 1,5 m Abstand zueinander (unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne Mund-Nasen-Schutz oder mit direktem Kontakt (mit Sekret aus den Atemwegen) oder
  • Aufenthalt von Kontaktperson (und positiv getesteter Person) im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration von infektiösen Aerosolen unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Das gilt nicht, wenn der Mund-Nasen-Schutz korrekt als persönliche Schutzausrüstung zum Beispiel im Rahmen der Patientenversorgung getragen wurde.

Wenn Sie mit einer positiv getesteten Person zusammenleben (ein Hausstand) müssen Sie sofort in Absonderung (Quarantäne) gehen.

Wenn Sie in dem Zeitraum ab zwei Tage vor dem Test oder dem Auftreten von Symptomen keinen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten, brauchen Sie nicht in Absonderung gehen.

Zwei Beispiele zur Berechnung:

  • Ihr Kind wurde am Freitag in der Schule positiv getestet. Sie haben es am Dienstag das letzte Mal gesehen, seit dem hält es sich in der Wohnung des anderen Elternteils auf. Sie müssen nicht in Absonderung gehen, solange sie keinen direkten Kontakt mit Ihrem Kind haben.
  • Ihre Mitbewohnerin hat seit Sonntag typische Symptome für COVID-19. Am Montag hat sie einen positiven Test gemacht. Sie haben am Samstag mit ihr zusammen gegessen. Sie müssen in Absonderung gehen. Als erster Tag der Absonderung gilt der Tag nach dem Kontakt, also der Sonntag.

Sie müssen nicht in Absonderung gehen, wenn Sie vollständig geimpft sind oder wenn Sie vor höchstens sechs Monaten selber einen positiven PCR-Test hatten und genesen sind.

Hausstandsangehörige und enge Kontaktpersonen, die vom Gesundheitsamt informiert wurden, müssen für  10 Tage in Absonderung (Quarantäne). Als erster Tag wird der Tag nach dem letzten Kontakt gerechnet. Wer keine Symptome hat, kann sich »freitesten« lassen: ab dem 7. Tag mittels Antigenschnelltest oder PCR-Test und. Die Absonderung endet erst, wenn das negative Testergebnis vorliegt. Sie müssen Testnachweis aufheben. Evtl. will das Gesundheitsamt den Nachweis sehen.

Zwei Beispiele zur Berechnung der Zeit für Ungeimpfte und Personen, die in den letzten sechs Monaten nicht selber an Corona erkrankt waren (positiver PCR-Test):

  • Ihr Kind wurde am Freitag, den 19. November in der Schule positiv getestet und hat keine Symptome. Sobald Sie von dem positiven Test erfahren, müssen sofort nach Hause in Absonderung gehen. Ihre Absonderungszeit wird ab dem Tag danach gerechnet, also den 20. November, für 10 Tag berechnet, also den 29. November. Am 7. Tag, also den 26. November können Sie sich »freitesten«, wenn Sie keine Symptome haben und Testergebnis negativ ist.
  • Ihre Mitbewohnerin hat seit dem 21. November typische Symptome für COVID-19. Am 22. November hat sie einen positiven Test gemacht. Sie haben am 20. November mit ihr zusammen gegessen. Sie müssen in Absonderung gehen. Als erster Tag der Absonderung gilt der Tag nach dem Kontakt, also der 21 November. Sie müssen bis zum 30. November in Absonderung bleiben. Sie können sich am 27. November freitesten, wenn Sie keine Symptome haben und das Testergebnis negativ ist.

Aufgrund der angespannten Infektionslage in Sachsen, konzentrieren sich die Gesundheitsämter vor allem auf die Bearbeitung der Infektionsfälle und um den Schutz von Kranken oder älteren Personen (sog. vulnerable Gruppen). Wer engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person muss sich selber darum kümmern, andere zu schützen.

Daher gilt für alle Personen, die weder vollständig geimpft oder genesen sind:

  • alle Hausstandsangehörigen (z. B. Familie, WG): für 10 Quarantäne (Absonderung). Siehe auch die Fragen zur Dauer der Quarantäne und Freitestung.

Das Gesundheitsamt schickt keine Quarantäneanordnung an die Hausstandsangehörigen. Wenn ein Nachweis für die Schule, Arbeitgeber oder für den PCR-Test gebraucht wird, kann die Information des Gesundheitsamtes an die positiv getestete Person genutzt werden.

Das Gesundheitsamt kann weiterhin enge Kontaktpersonen ermitteln und die Quarantäne (Absonderung) anordnen.

Alle Personen, die engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten und nicht abgesondert sind, sind aufgefordert eigenverantwortlich, ihre Kontakte zu reduzieren (z. B. wenn möglich im Home-Office zu arbeiten) und sich am 4. oder 5. Tag nach dem Kontakt testen zu lassen.

Ja, wenn Sie weder vollständig geimpft noch genesen sind.

Wenn Sie und ihr Kind gesetzlich krankenversichert sind, können Sie für die Betreuung ihres Kindes Kinderkrankentage in Anspruch nehmen. Dies geht für Kinder bis 12 Jahre und für Kinder mit Behinderung ohne Altersgrenze.

Bei einem positiven Coronafall in der Schule werden grundsätzlich nur das betroffene Kind und ggf. betroffene ungeimpfte Erwachsene (Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte) abgesondert.

Wenn mehrere Kinder zur gleichen Zeit positiv getestet werden, kann das Gesundheitsamt die ganze Klasse in Quarantäne (Absonderung) schicken oder die Schule entscheidet, dass andere Maßnahmen (wie zum Beispiel häusliche Lernzeit) getroffen werden.

Die Familie von dem Kind, das enge Kontaktperson ist, muss sich nicht absondern. Jedoch ist es auch hier ratsam, die Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren.

Bei einem positiven Coronafall in der Kita werden grundsätzlich nur das betroffene Kind und ggf. exponierte betroffene ungeimpfte Erwachsene (pädagogische Fachkräfte) abgesondert.

Wenn mehrere Kinder zur gleichen Zeit positiv getestet werden, kann das Gesundheitsamt die ganze Gruppe in Quarantäne (Absonderung) schicken.

Die Familie von dem Kind, das enge Kontaktperson ist, muss sich nicht absondern. Jedoch ist es auch hier ratsam, die Kontakte zu anderen Menschen zu reduzieren. Bei gesetzlich krankenversicherten Eltern und Kindern können sich die Eltern zur Betreuung ihrer Kinder auch »kindkrank« melden, wenn die Betreuung ausfällt.

Grundsätzlich wird angestrebt, möglichst wenige Kinder und Jugendliche bei COVID-19-Fällen an Kitas und Schulen abzusondern (in Quarantäne zu schicken). Ziel ist es, den Regelbetrieb weitgehend aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die psychosozialen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren.

Es hat sich gezeigt, dass nach einem Coronafall in der Kita sehr wenige weitere Kinder innerhalb der Kitagruppen positiv getestet werden. Auch anhand der altersbezogenen Inzidenzen wird derzeit deutlich, dass sich nur wenige Kita-Kinder als Kontaktpersonen infizieren. Vermutlich stecken sich derzeit die Kinder eher bei ihren ungeimpften Eltern an und nicht in der Kita.

Im Schulbereich stellt sich die Situation etwas anders dar. Die Inzidenzen bei Kindern im Schulalter sind derzeit hoch. Aufgrund dessen erfolgt aktuell die dreimalige bzw. tägliche Testung in den Schulklassen abhängig vom jeweiligen Infektionsgeschehen. Das Kultusministerium regelt, wie häufig in der Schule getestet wird.

Bei einem Coronafall wird nun immer das positive Kind und ggf. weitere symptomatische Kinder bzw. das Personal abgesondert. Das Gesundheitsamt kann auch mehrere Personen absondern, was zum Beispiel im Fall eines Ausbruchs geschieht. Die Entscheidung hierzu obliegt dem jeweiligen Gesundheitsamt.

Neben der unverzüglichen Absonderung der positiv getesteten Personen kann, gemäß SchulKita Corona VO, der Träger bzw. das Kultusministerium, einzelne Kitas oder Schulen teilweise oder vollständig schließen oder auch in Kindertageseinrichtungen den eingeschränkten Regelbetrieb mit festen Gruppen beschließen. Einzelne Klassen- bzw. Schulschließungen erfolgen per Allgemeinverfügung durch das Kultusministerium.

Kita- und Grundschul-Kinder können sich bislang kaum vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 schützen. Daher haben alle Erwachsenen (das Personal und die Familien) die Verantwortung, die Kinder zu schützen. Dies gelingt am besten durch die Impfung der Erwachsenen und älteren Geschwister. Auf diesem Weg wird der Eintrag von Infektionen in die Einrichtungen vermieden.

Zur Beantwortung weiterführender Fragen im Schul- und Kitabereich wird auf die Seite des Kultusministeriums verwiesen: https://www.bildung.sachsen.de/blog/index.php/2021/11/05/schulen-und-kitas-sollen-offen-bleiben/

Nein, wenn die Infektion innerhalb des letztes halben Jahres stattfand. Die Infektion muss mit einem PCR-Testergebnis belegt sein. Trotzdem sollen Sie Ihre Kontakte reduzieren und (wenn möglich) zum Beispiel im Home-Office arbeiten. Sie sollten sich am 4. oder 5. Tag testen lassen.

Nein, symptomlose und vollständig geimpfte Personen (d. h. am 15. Tag nach der letzten notwendigen Impfung) müssen sich nicht mehr absondern. Trotzdem sollen Sie Ihre Kontakte reduzieren und (wenn möglich) zum Beispiel im Home-Office arbeiten. Sie sollten sich am 4. oder 5. Tag testen lassen. Auch geimpfte Personen können sich anstecken.

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie typische Symptome haben und vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Ja, dies ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung der Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, muss diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und muss sich vorsichtshalber solange zu Hause in Quarantäne (Absonderung) begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Zudem müssen Sie Ihren Hausstandsangehörigen (Familie, Wohngemeinschaft) mitteilen, dass Sie sich selbst positiv getestet haben und die Angehörigen ihre Kontakte reduzieren müssen.

Nein, der zu Hause ohne Aufsicht vorgenommene Selbsttest ist nicht meldepflichtig. Sie müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Anders kann es sein, wenn zum Beispiel in einer Einrichtung oder einem Betrieb das Personal sich unter Aufsicht selbst testet. Hier ist die Einrichtung oder das Unternehmen weiterhin meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

Ja. Personen, die sich selbst positiv getestet haben, müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Solange bis das Ergebnis vom PCR-Test vorliegt, gelten sie als sogenannte Verdachtspersonen und müssen sich absondern. Zudem sollen auch die Hausstandsangehörigen vorsorglich, ihre Kontakte reduzieren.

 
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