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Quarantäne-Regeln in Sachsen

Aus Papier gebastelte Häuser und Figuren sowie 1 Corona-Virus liegen auf einem Tisch © pixabay

Sachsen passt ab dem 25. April 2022 die Absonderungsregelungen an das nun mehr aktuelle Infektionsgeschehen an. Für alle Infizierten gilt jetzt, dass sie für mindestens fünf Tage und höchstens zehn Tage in Absonderung gehen, davon müssen immer 48 Stunden symptomfrei sein. Wer zum Beispiel am fünften Tag noch krank ist, bleibt so lange in Absonderung bis die 48 Stunden Symptomfreiheit erreicht sind.

Bei den Kontaktpersonen entfällt die Quarantäne. Bislang galt die Ausnahme nur für geimpfte und genesene Personen. Alle engen Kontaktpersonen, insbesondere Hausstandsangehörige, sind jedoch – wie vorher auch - aufgefordert, verantwortungsvoll zu handeln. Das bedeutet, sie sollen so gut wie möglich Kontakte reduzieren, auf eigene Symptome achten und sich testen.

Um den Eintrag von Infektionen in Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen zu vermeiden, müssen Personen, die in der Pflege, medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe arbeiten, einen negativen Test vorlegen, bevor sie wieder die Tätigkeit aufnehmen. Dieser Testnachweis muss jedoch nur vorgelegt werden, wenn die Arbeit vor dem oder am 10. Tag der Absonderung aufgenommen wird. Wer für zehn Tage abgesondert war, muss keinen negativen Test vorlegen. Hier gilt die Regelung wie bisher.

Was tun bei einer (möglichen) Infektion mit dem Coronavirus?

Sie haben Krankheitszeichen, die auf COVID-19 hinweisen? Sie hatten Kontakt zu einem Menschen, bei dem eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde? Eine erste Hilfestellung geben wir Betroffenen hier. Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut informieren Sie ausführlich darüber, wie Sie jetzt vorgehen sollten. Bitte nutzen Sie diese Orientierungshilfen, die wir Ihnen untenstehend verlinken.

Informieren Sie sich bitte außerdem auf den Coronavirus-Seiten der sächsischen Landkreise und Kreisfreien Städte zu den geltenden Vorschriften hinsichtlich Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und positiv Getesteten und Unterstützungsangeboten.

Häufige Fragen zur Quarantäne in Sachsen

Zum Schutz vor der Weitergabe von Infektionen müssen sich folgende Personen absondern:

  • diejenigen, die mit SARS-CoV-2 infiziert sind

Die Absonderung von infizierten Personen heißt »Isolation« und die von Kontaktpersonen »Quarantäne«. Im Alltag wird oft nur von Quarantäne gesprochen.

Die Regelungen zur Absonderung werden in Sachsen von den Landkreisen und Kreisfreien Städten in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen erlassen. Das Sozialministerium erstellt die Grundlage dafür, so dass grundsätzlich überall in Sachsen die gleichen Regeln gelten. Die Gesundheitsämter können bei Bedarf davon abweichen. 

Mit diesen Regeln zur Absonderung werden nun auch die aktuellen Entwicklungen des Infektionsgeschehens berücksichtigt.

aktualisiert am 25. April 2022

Ja, ab dem 25. April 00:00 Uhr gelten die Regeln für alle Personen. Das heißt, die Absonderung als Kontaktperson ist beendet und positiv getestete Personen, deren Absonderung bereits mind. fünf Tage dauert und die für 48 Stunden symptomfrei sind, können ihre Absonderung beenden.

  • Sie müssen für mind. 5 Tage zu Hause bleiben (d. h. sich absondern; Isolation). 
  • Sie dürfen nur raus, wenn Sie zum Arzt oder zur Testung gehen müssen. 
  • Wenn Sie mit anderen Menschen zusammenleben und in den letzten zwei Tagen mit ihnen auch engen Kontakt hatten, müssen Sie ihnen sofort sagen, dass Sie positiv sind.
  • Sagen Sie allen anderen Personen Bescheid, mit denen Sie zwei Tage vor dem Test oder Ihren Symptomen Kontakt hatten. Alle sollen so wenig Menschen wie möglich treffen und sich am 3. oder 4. Tag nach dem Kontakt mit Ihnen testen lassen. Das geht kostenlos in einer Teststelle.
  • Vermeiden Sie die Nähe zu den Menschen in Ihrer Wohnung, damit Sie diese nicht anstecken.
  • Sagen Sie Ihrem Arbeitgeber oder ggf. der Schule bzw. Kindertagesstätte Bescheid.
  • Aktivieren Sie die Corona-Warn-App und teilen Sie Ihr Testergebnis.
  • Wenn Sie für 48 Stunden keine Symptome haben, dürfen Sie nach 5 Tagen nach Testung die Isolation beenden, eine Freitestung ist nicht nötig.
  • Wenn Sie nach 5 Tagen weiterhin Symptome haben, endet die Isolation nach 48 h Symptomfreiheit oder spätestens nach 10 Tagen.
  • Sofern Sie bereits vor dem positiven Test Symptome hatten, können bis zu 2 Tage für die Berechnung der Isolationsdauer berücksichtigt werden (siehe Quarantänerechner).
  • Wenn Sie die in der Pflege, der medizinischen Versorgung oder Eingliederungshilfe arbeiten benötigen Sie einen negativen Test (Fremdtestung; Antigenschnelltest oder PCR-Test) wenn Sie vor dem oder am 10. Tag seit dem Beginn der Absonderung die Arbeit aufnehmen wollen.

Sie müssen sich schon ohne Anordnung vom Gesundheitsamt eigenverantwortlich absondern. Die meisten Gesundheitsämter versenden keine Benachrichtigung (Bescheid oder E-Mail), weil für alle Menschen, die positiv getestet wurden oder Verdachtsperson sind, die Allgemeinverfügung zur Absonderung gilt. Diese Allgemeinverfügung wird von den Landkreisen und Kreisfreien Städten veröffentlicht. Deshalb braucht es für die Absonderung keine besondere Information vom Gesundheitsamt. Als Nachweis reicht der positive PCR-Test.

Ja, auch wenn Sie keine Symptome haben. Auch geimpfte und genesene Menschen können sich wieder mit SARS-CoV-2 anstecken. Der Immunschutz wehrt insbesondere die Virusvariante Omikron nicht immer ab.

Als enge Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall gilt, wenn folgende Situation vorlag

  • Aufenthalt in der Nähe (weniger als 1,5 m) und länger 10 Minuten ohne dass beide Mund-Nasen-Schutz getragen haben oder
  • Gespräch mit der positiv getesteten Person mit weniger als 1,5 m Abstand zueinander (unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne Mund-Nasen-Schutz oder mit direktem Kontakt (mit Sekret aus den Atemwegen) oder
  • Aufenthalt von Kontaktperson (und positiv getesteter Person) im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration von infektiösen Aerosolen unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske getragen wurde.

Das gilt nicht, wenn die FFP2-Maske korrekt als persönliche Schutzausrüstung zum Beispiel im Rahmen der Patientenversorgung getragen wurde.

Enge Kontaktperson müssen nicht in Quarantäne, ihnen wird aber dringlich empfohlen, insbesondere Kontakte zu vulnerablen Personen zu reduzieren, auf eigene Symptome zu achten und sich mittels Antigenschnelltest auf das Vorliegen einer Infektion mit SARS-Cov-2 zu testen oder testen zu lassen. Die Testung soll am 3. oder 4. Tag nach dem Kontakt zu der positiv getesteten Person stattfinden.

Entwickeln Kontaktpersonen COVID-19-typische Symptome, müssen sie sich selbst in Absonderung begeben und eine zeitnahe Testung veranlassen.

Das Gesundheitsamt kann weiterhin enge Kontaktpersonen ermitteln und die Quarantäne (Absonderung) anordnen

Es besteht keine Testpflicht für die Testung am Ende der Absonderung (Tag 10). Die Absonderung endet nach 10 Tagen. Wenn Sie noch Symptome haben, sollten Sie ggf. zum Arzt gehen

Die Gesundheitsämter konzentrieren sich vor allem auf die Bearbeitung der Infektionsfälle und um den Schutz von Kranken oder älteren Personen (sog. vulnerable Gruppen). Wer engen Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte, muss sich selber darum kümmern, andere zu schützen. Siehe Frage: »Wann muss ich als enge Kontaktperson in Quarantäne?«

Das Gesundheitsamt kann weiterhin enge Kontaktpersonen ermitteln und die Quarantäne (Absonderung) anordnen.

Siehe Frage: »Wann muss ich als enge Kontaktperson in Quarantäne?«

Wenn Sie und Ihr Kind gesetzlich krankenversichert sind, können Sie für die Betreuung Ihres Kindes Kinderkrankentage in Anspruch nehmen. Dies geht für Kinder bis 12 Jahre und für Kinder mit Behinderung ohne Altersgrenze.

Bei einem positiven Coronafall in der Schule wird grundsätzlich nur das betroffene Kind abgesondert.

Wenn mehrere Kinder zur gleichen Zeit positiv getestet werden, kann das Gesundheitsamt im Einzelfall auch anders entscheiden.

Bei einem positiven Coronafall in der Kita oder der Tagespflege wird grundsätzlich nur das betroffene Kind abgesondert.

Wenn mehrere Kinder zur gleichen Zeit positiv getestet werden, kann das Gesundheitsamt im Einzelfall auch anders entscheiden.

Grundsätzlich wird angestrebt, möglichst wenige Kinder und Jugendliche bei COVID-19-Fällen an Kitas und Schulen abzusondern (in Quarantäne zu schicken). Ziel ist es, den Regelbetrieb weitgehend aufrecht zu erhalten und gleichzeitig die psychosozialen Auswirkungen der Pandemie zu minimieren. Bei Kindern und Jugendlichen handelt es sich in der Regel nicht um sogenannte vulnerablen Gruppen.

Bei einem Coronafall wird nur das positive Kind abgesondert. Das Gesundheitsamt kann auch mehrere Personen absondern, was zum Beispiel im Fall eines Ausbruchs geschieht. Die Entscheidung hierzu trifft das Gesundheitsamt. 

Zur Beantwortung weiterführender Fragen im Schul- und Kitabereich wird auf die Seite des Kultusministeriums verwiesen. 

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie typische Symptome haben und vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Ja, dies ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung der Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, muss diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und muss sich vorsichtshalber solange zu Hause in Absonderung begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Zudem müssen Sie Ihren Hausstandsangehörigen (Familie, Wohngemeinschaft) mitteilen, dass Sie sich selbst positiv getestet haben und die Angehörigen ihre Kontakte reduzieren sollen.

Nein, der zu Hause ohne Aufsicht vorgenommene Selbsttest ist nicht meldepflichtig. Sie müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Anders kann es sein, wenn zum Beispiel in einer Einrichtung oder einem Betrieb das Personal sich unter Aufsicht selbst testet. Hier ist die Einrichtung oder das Unternehmen weiterhin meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

Ja. Personen, die sich selbst positiv getestet haben, müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Solange bis das Ergebnis vom PCR-Test vorliegt, gelten sie als sogenannte Verdachtspersonen und müssen sich absondern. Zudem sollen auch die Hausstandsangehörigen vorsorglich, ihre Kontakte reduzieren.

 

Quarantänerechner

Der Quarantänerechner hilft für die Berechnung der Absonderungszeiten für die positiv getesteten Personen und für ihre Hausstandsangehörigen. Ausschlaggebend ist der erste Test mit einem positiven Ergebnis. Bitte auch angeben, ob und ggf. wann vor der Testung bereits Symptome aufgetreten sind. Die Datei kann heruntergeladen werden.

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