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Häufig gestellte Fragen zu Coronatests

Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Testen auf eine Infektion mit SARS-CoV-2

Aktuelle Regelungen zu Testpflichten und Fragen zur Vorschrift zur Rückkehrertestung

Seit dem 26. Juli 2021 gilt die Testpflicht für Personen, die wegen Urlaub, Zeitausgleich oder vergleichbaren Dienst- oder Arbeitsbefreiungen fünf Werktage oder länger nicht im Betrieb waren. Wer z.B. wegen Teilzeit/Schichtarbeit nur einen Tag in der Woche arbeitet und diesen Tag Urlaub hat, fällt auch unter die Regelung. Diese sogenannten Rückkehrer müssen am ersten Arbeitstag nach dieser Arbeitsunterbrechung dem Arbeitgeber einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorlegen oder im Laufe des ersten Arbeitstages einen beaufsichtigten Test durchführen. Erfolgt die Arbeitsaufnahme im Homeoffice, gilt diese Verpflichtung für den ersten Tag, an dem die Arbeit im Betrieb oder an sonstigen Einsatzorten außerhalb der eigenen Häuslichkeit stattfindet.

Arbeitgeber sind verpflichtet, den Beschäftigten die Tests kostenfrei zur Verfügung zu stellen. 

Die Testpflicht gilt aber nicht, wenn die Abwesenheit nicht auf Urlaub, sondern auf einer Abwesenheit durch Krankheit, Schichtarbeit, Kurzarbeit, Home-Office, Dienstreisen etc. beruht.

(aktualisiert am 2. September 2021)

Die Testpflicht gilt für Personen, die nicht bereits vollständig geimpft oder genesen (»immunisiert«) sind. Die Immunisierung muss nachgewiesen werden. Wer seinen Arbeitgeber nicht über seinen Impfstatus informieren will, kann auch als geimpfte Person auf den Test ausweichen.

Reisetätigkeiten begünstigen grundsätzlich eine Virusausbreitung. Und jeder Urlaub – egal wo, auch zuhause – ist bei einer »generalisierenden« Betrachtung mit mehr Kontakten verbunden als die normale Arbeitszeit. Zudem soll sichergestellt werden, dass Beschäftigte sich nicht offenbaren müssen, was sie im Urlaub gemacht haben und wo sie im Urlaub waren.

Entweder ein maximal 24 Stunden alter Negativtestnachweis oder eine »beaufsichtigte« Beschäftigtentestung per Selbsttest im Betrieb. 

Am ersten Arbeitstag in Präsenz im Betrieb oder bei Kunden muss der Testnachweis erbracht werden. Startet man nach dem Urlaub im Homeoffice, gilt die Testpflicht für den ersten Arbeitstag ohne Homeoffice.

Sie müssen nur die Testnachweise kontrollieren. Aus datenschutzrechtlichen Gründen sollte dies nicht gegenüber dem direkten Vorgesetzten erfolgen. Es wird empfohlen eine zentrale (informationell abgeschottete) Vertrauensstelle mit dieser Aufgabe zu betrauen. Dies kann auch die Personalverwaltung oder eine andere zentrale Stelle sein. In Kleinstunternehmen, die über keine derartige Stelle verfügen und diese auch nicht einrichten können, kann der Arbeitgeber, der gleichzeitig der direkte Vorgesetzte ist, diese Nachweise kontrollieren. Die Ergebnisse sind nicht zu dokumentieren.  Entscheidend ist, dass die Betriebe den Behörden bei Überprüfungen ihr Kontrollsystem darstellen können.

Wichtig: Bei der Festlegung entsprechender Verfahren im Betrieb sind die Mitbestimmungsrechte der Betriebs- und Personalräte zu beachten!

Die Pflicht zur Bereitstellung der kostenlosen Selbsttests ergibt sich aus der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes.

(aktualisiert am 23. Juli 2021)

Zunächst sollten Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber – sinnvollerweise auch unter Einbeziehung von Betriebs- und Personalräten – versuchen, die Beschäftigten vom dringenden Erfordernis eines Tests zu überzeugen. Bleibt es bei der Testverweigerung, prüfen Arbeitgeberinnen/Arbeitgeber, ob Arbeitsschutzmaßnahmen zum Schutz der anderen Beschäftigten erforderlich sind. Das können z.B. für die ersten Tage isolierte Arbeitsplätze etc. sein. 

Wer den Test verweigert, kann daraus aber jedenfalls keine eigenen Ansprüche, wie etwa ein »Recht auf Homeoffice« ableiten.

Testangebote

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich zu testen. Symptomatische Personen, das sind Personen, die typische Anzeichen einer Coronavirus-Krankheit haben, sollten sich unbedingt bei ihrer Hausärztin/ ihrem Hausarzt oder einem Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen testen lassen.

Asymptomatische Bürgerinnen und Bürger können sich kostenpflichtig in einer Teststelle (siehe Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordung testen lassen. Einige Personen haben weiterhin den Anspruch auf eine kostenfreie Testung.

Auf der nachstehenden Karte finden Sie Teststellen in Deutschland, die das digitale EU-Testzertifikat über die Corona-Warn-App anbieten. Diese Teststellen sind Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung. Die Karte wird täglich aktualisiert.

Alle Personen, die ein positives Ergebnis von einem Antigenschnelltest haben. Darüber hinaus haben folgende asymptomatische Personen nach der Coronavirus-Testverordnung grundsätzlich Anspruch auf eine kostenlose Testung. Diese Testung kann auch durch eine Diagnostik mittels Nukleinsäurenachweis des Coronavirus SARS-CoV-2, also zum Beispiel eine PCR-Testung, erfolgen. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht, da auch eine Diagnostik durch Antigen-Tests möglich ist.

  • Kontaktpersonen von Menschen, bei denen durch einen Arzt oder den öffentlichen Gesundheitsdienst eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt wurde. Kontaktpersonen sind zum Beispiel Mitglieder desselben Haushalts, Personen mit engem räumlichen Kontakt zu einer infizierten Person oder Personen, die über die Corona-Warn-App eine Warnung mit der Statusanzeige »erhöhtes Risiko« erhalten haben.
  • Wenn in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder einer vergleichbaren Einrichtung außerhalb der regulären Krankenversorgung eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt wurde, Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in den betroffenen Bereichen der Einrichtung aufgehalten haben.
  • Personen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder in einem vergleichbar vulnerablen Bereich behandelt oder untergebracht werden sollen, und es die jeweilige Einrichtung oder der öffentliche Gesundheitsdienst verlangen.
    Das gilt für folgende Einrichtungen oder Unternehmen: 
    • Krankenhäuser
    • Rehabilitationseinrichtungen
    • stationäre Pflegeeinrichtungen
    • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
    • Einrichtungen für ambulante Operationen
    • Dialysezentren
    • ambulante Pflege
    • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
    • Tageskliniken
    • Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 Absatz 1 SGB IX
    • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
    • Obdachlosenunterkünfte
    • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern

Hierfür muss gegenüber der Teststelle nachgewiesen werden, dass der Test gefordert wird.

Am 11. Oktober 2021 tritt die geänderte Testverordnung in Kraft. Zu den wesentlichen Neuerungen zählt die Abschaffung der kostenfreien Bürgertestungen für die meisten asymptomatischen Personen. Danach haben nur noch die folgenden asymptomatischen Personen Anspruch auf einen kostenfreien Test:

  • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung noch keine zwölf Jahre alt sind oder erst in den letzten drei Monaten vor der Testung zwölf Jahre alt geworden sind.
  • Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation zum Zeitpunkt der Testung nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden können. Das gilt insbesondere bei einer Schwangerschaft im ersten Schwangerschaftsdrittel, da die Ständige Impfkommission für diesen Zeitraum bislang keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen hat. Die kostenlose Testmöglichkeit besteht auch dann, wenn wegen einer medizinischen Kontraindikation eine Impfung in den letzten drei Monaten vor der Testung nicht möglich war.
  • Für vormals Schwangere bzw. Stillende erfolgte eine generelle Impfempfehlung durch die STIKO erst am 17. September 2021. Bis zu dieser Empfehlung bestand eine medizinische Kontraindikation im Sinne des neuen § 4a Nummer 2 der CoronaTestV. Die in dieser Vorschrift verankerte Übergangsfrist von 3 Monaten beginnt damit erst am 18. September 2021 zu laufen. Folglich haben vormals Schwangere bzw. Stillende bis zum 17. Dezember 2021 einen Anspruch auf kostenlose Testung nach § 4a Nummer 2 TestV. Die Anspruchsberechtigung kann in diesem Fall durch den Mutterpass belegt werden, aus dem die vorangegangene Schwangerschaft hervorgeht.
  • Personen, die sich wegen einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 selbst in Absonderung begeben mussten, können sich kostenlos testen lassen, wenn die Testung zur Beendigung der Absonderung erforderlich ist.
  • Bis zum 31. Dezember 2021 können sich alle, die zum Zeitpunkt der Testung noch minderjährig sind, kostenlos testen lassen.
  • Bis zum 31. Dezember 2021 können sich auch Schwangere kostenlos testen lassen. Zwar besteht für diese Personen seit August bzw. September 2021 eine generelle Impfempfehlung der ständigen Impfkommission. Um diesen Personen ausreichend Zeit zu gewähren, sich über die bestehenden Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen, haben sie bis Ende des Jahres weiterhin einen Anspruch auf kostenlose Testung.
  • Auch Studierende aus dem Ausland, die sich für ein Studium in Deutschland aufhalten und mit in Deutschland nicht anerkannten Impfstoffen geimpft wurden, können sich bis zum 31. Dezember 2021 kostenlos per Schnelltest testen lassen.
  • Außerdem können Personen, die an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 teilnehmen oder in den letzten drei Monaten vor der Testung an solchen Studien teilgenommen haben, sich kostenlos mittels Schnelltest testen lassen.

Personen, bei denen aufgrund typischer COVID-19-Symptome der Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Erkrankung haben, können im Rahmen der Krankenbehandlung getestet werden. Enge Kontaktpersonen haben ebenso einen Anspruch auf kostenfreie Testung.

 

Wer nach dem Ende der allgemeinen Bürgertestung am 11. Oktober 2021 eine kostenlose Testung nach Paragraf 4a der Testverordnung in Anspruch nehmen möchte, muss zunächst gegenüber der testenden Stelle zum Nachweis der Identität einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen. Außerdem muss die zu testende Person belegen können, dass sie aus einem der in § 4a der Testverordnung genannten Gründe anspruchsberechtigt ist.

Ein gegebenenfalls erforderlicher Altersnachweis ergibt sich aus dem Identitätsnachweis des Kindes.

Wer aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden kann, muss bei Inanspruchnahme der Testung ein entsprechendes Zeugnis vorlegen. Aus dem Zeugnis muss die Überzeugung der ausstellenden ärztlichen Person oder der ausstellenden Stelle hervorgehen, dass eine medizinische Kontraindikation gegenüber der Schutzimpfung gegen SARS-CoV-2 besteht. Außerdem müssen der Name, die Anschrift und das Geburtsdatum der getesteten Person sowie die Identität der Person oder Stelle, die das ärztliche Zeugnis ausgestellt hat, nachgewiesen werden. Die Angabe einer Diagnose ist nicht erforderlich. Der Mutterpass kann als ärztliches Zeugnis zum Nachweis einer (vorangegangenen) Schwangerschaft verwendet werden.

Studierende, bei denen eine Schutzimpfung mit anderen als den vom Paul-Ehrlich-Institut unter www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist, können ihre Anspruchsberechtigung durch die Vorlage ihrer Studienbescheinigung und ihres Impfausweises nachweisen.

Teilnehmende an Impfwirksamkeitsstudien können sich von den Verantwortlichen der Studien einen entsprechenden Teilnahmenachweis ausstellen lassen.

Nach Einschätzung des RKI können nur sehr wenige Personen (Einzelfälle) aufgrund von Allergien gegen Bestandteile der COVID-19-Impfstoffe nicht geimpft werden. In der Regel können Personen, die mit einem der Impfstofftypen (mRNA vs. Vektor-basiert) nicht impfbar sind, mit dem jeweils anderen geimpft werden. Infektionen mit Temperaturen >38 °C sind eine vorübergehende Kontraindikation, nach Abklingen des Fiebers kann geimpft werden. In der Regel benötigen Personen mit erhöhtem Temperaturen auch keinen negativen Testnachweis. Quelle: FAQ zu COVID-19 und Impfen des Robert Koch-Institut

Der Wegfall der kostenfreien »Bürgertestung« bedeutet keine Änderungen hinsichtlich der Testung von Besucherinnen und Besuchern von Alten- oder Pflegeheimen, Wohnheimen für Menschen mit Behinderungen bzw. Krankenhäusern. Diese bleiben auch weiterhin kostenfrei, wenn sie in der Einrichtung stattfinden.

Nach Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung müssen die Einrichtungen den Besucherinnen und Besuchern auf Wunsch auch weiterhin die Durchführung oder Abnahme eines Tests anbieten. Dieser kann allerdings nur für den Zutritt zu der jeweiligen Einrichtung genutzt werden und nicht darüber hinaus, wie es bei einem Test aus einem Testzentrum der Fall wäre.

(neu am 12. Oktober 2021)

PCR-Test:

Die PCR-Testung ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren, das automatisiert werden kann. Dafür müssen die Proben nach dem Abstrich in ein Labor transportiert werden. Bei der PCR wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt. Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

Antigenschnelltests:

Antigentests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigentests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Die leichte Handhabung eines Point-of-care (PoC)-Antigentests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. Hier kann ein PoC-Antigentest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. vorübergehende häusliche Isolierung, die Übertragung des Virus zu verhindern. Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigentest ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigentestergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt. Außerdem ist ein Antigenschnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test, das heißt es kommt häufiger als bei der PCR vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigentest Ergebnis mittels PCR bestätigt werden

Antigenselbsttests:

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Nach jedem positiven Selbsttest muss immer ein PCR-Test durchgeführt werden, um ein falsch-positives Testergebnis auszuschließen.

Das Sozialministerium empfiehlt ausdrücklich den Erwerb und die Nutzung von zertifizierten Schnell- und Selbsttests.

Aktuelle Regeln zum Testnachweis

Stand: 7. Oktober 2021

Die Bundesregierung hat mit der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung folgende Testnachweise festgelegt:

  • vor Ort unter Aufsicht desjenigen stattfindet, der der jeweiligen Schutzmaßnahme unterworfen ist,
  • betriebliche Testung im Rahmen des Arbeitsschutzes
  • durch Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 Coronavirus-Testverordnung

Diese Tests werden von der Person (z. B. Kundin) selber unter Aufsicht (z. B. Friseurin/Friseur) durchgeführt. Die Friseurin ist der Schutzmaßnahme (Zutritt nach der 3G-Regel nur für geimpfte, genesene oder negativ getestete Personen) unterworfen.

Der Testnachweis wird nur von der jeweiligen Einrichtung anerkannt. Wer sich z. B. unter Aufsicht einer Friseurin/ eines Friseurs testet, kann den Testnachweis nicht noch für den Zutritt zu einem Restaurant nutzen.

Darunter sind alle Tests zu verstehen, die durch fachkundige bzw. eingewiesene Personen durchgeführt oder beaufsichtigt werden. Dazu zählen:

  • Personen mit medizinischer Ausbildung oder
  • Personen, die sich entsprechend weitergebildet haben (inkl. ärztliche Schulung zur Durchführung von Schnelltests),
  • Personen, die in die Handhabung des jeweiligen Selbsttests eingewiesen wurden.

Die Testnachweise können durch die genannten Personen ausgestellt werden und dienen auch für die Inanspruchnahme von Dienstleistungen.

Die Testung muss im Rahmen des Arbeitsschutzes für das eigene Personal erfolgt sein. Das heißt, es können keine Testnachweise für Personen ausgestellt werden, die nicht Angehörige des Betriebes sind. Praktikantinnen und Praktikanten werden hier auch als Angehörige des Betriebes gewertet.

Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung sind die zuständigen Stellen des öffentlichen Gesundheitsdienstes sowie die von ihnen betriebenen Testzentren, Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, medizinische Labore und Rettungs- und Hilfsorganisationen sowie die Testzentren der Kassenärztlichen Vereinigungen sowie andere Teststellen, die durch das zuständige Gesundheitsamt beauftragt wurden.

Diese Leistungserbringer bieten in der Regel auch den Testnachweis als digitales Zertifikat über die Corona-Warn-App an.

Nein. Die Testung muss vor Ort durchgeführt werden, damit der Nachweis anerkannt wird. Anbieter von videoüberwachten Selbsttests bieten die Leistung nicht als Leistungserbringer im Sinne des § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung an.

Einen Testnachweis dürfen alle Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 Coronavirus-Testverordnung des Bundes, bspw. Arztpraxen, Apotheken, Rettungsdienste sowie vom Gesundheitsamt beauftragte Teststellen ausstellen. Diese Teststellen dürfen auch das EU-Test-Zertifikat ausstellen (z. B. über die Corona-Warn-App).

Für Tests, die im Rahmen der betrieblichen Testungen durch fachkundig geschulte oder eingewiesene Personen stattgefunden haben, können Testnachweise ausgestellt werden. Die Testnachweise müssen vom Betrieb gestempelt werden. Der Nachweis kann auch digital erfolgen, jedoch nicht über die Corona-Warn-App.

Nein, dieser Testnachweis entspricht nicht dem in der Sächsischen Corona-Schutzverordnung geforderten Testnachweis (§ 4 Absatz 1). Privatpersonen sind keine Leistungserbringer gemäß § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung.

Tagesaktuell bedeutet, dass zwischen dem Zeitpunkt der Durchführung des Antigenschnelltests bis zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme von Angeboten und Leistungen nicht mehr als 24 Stunden liegen dürfen. D. h. der Test darf bei der Nutzung von Angeboten nicht älter als 24 Stunden sein. PCR-Tests dürfen nicht älter als 48 Stunden sein.

Die Erfüllung der Testpflicht ist durch den Nachweis eines negativen Antigenschnelltests oder eines PCR-Tests möglich.

Von der nach Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung ab einem Schwellenwert von 35 geltenden 3G-Regelung sind Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres ausgenommen. Sie fallen grundsätzlich unter keine Testpflicht. Für Kinder und Jugendliche, die der Testpflicht nach der Sächsischen Schul- und Kita-Coronaverordnung in der Schule unterliegen, ist in § 4 Abs. 4 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung eine Ausnahme geregelt. Sie brauchen das Nichtvorliegen einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht gesondert nachweisen. Dies gilt auch während der Ferien.

Schülerinnen und Schüler aus anderen Bundesländern gelten analog § 4 Abs. 4 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung ebenfalls als getestet.

(aktualisiert am 12. Oktober 2021)

Ein Bildungsnachweis ist hier nicht zwingend erforderlich, da in Deutschland die Schulpflicht besteht und das Alter somit als Beleg ausreicht. Die Sächsische Corona-Schutz-Verordnung sieht außerdem für Schülerinnen und Schüler keine expliziten Nachweispflichten vor. Für Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen oder Berufsschulen kann es dennoch hilfreich sein, einen Schülerausweis mitzuführen, um diesen auf Nachfrage vorzeigen zu können. 

Das heißt, die Einrichtungen müssen Schülerinnen und Schülern den Zutritt gewähren und die 3G-Regelung als erfüllt ansehen. Eine Prüfung der tatsächlichen Durchführung der Testung obliegt den Einrichtungen nicht, sodass diese von dieser Aufgabe entbunden sind.

(neu am 14. September 2021)

Testungen im Betrieb

Der Arbeitgeber muss allen Beschäftigten, die nicht ausschließlich zu Hause arbeiten, zweimal pro Woche Tests anbieten. Über das Angebot muss er bis zum 24. November 2021 den Nachweis aufbewahren. Mehr Informationen finden Sie im sächsische Arbeitsschutzportal. 

(aktualisiert am 24. September 2021)

Einrichtungen, die mit einrichtungsbezogenem Testkonzept (§ 4 der Coronavirus-Testverordnung) abrechnen (z. B. in der Pflege), können auch Selbsttests ohne Aufsicht durchführen. Jedoch darf dafür kein Testnachweis ausgestellt werden.

Die Testung der Beschäftigten kann auch durch Dritte, z. B. durch geeignete Dienstleister erfolgen.

Die Testpflicht gilt nicht für vollständig geimpfte und genesene Personen. 

Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Schwellenwert von 35 überschreitet, müssen Beschäftigte und Selbständige gemäß § 7 Absatz 2 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung zweimal wöchentlich einen Testnachweis führen, wenn sie direkten Kundenkontakt haben.

Die Testpflicht in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens ist jedoch unabhängig von der Inzidenz geregelt. Für diese Beschäftigten gelten die speziellen Testanordnungen bzw. -empfehlungen in § 11 Absatz 5 und 6 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. Für stationäre Hospize gelten die Regelungen wie für Alten- und Pflegeheime (dreimal wöchentliche Testung).

Beschäftigte in stationären und teilstationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und in Angeboten nach § 11 bis 14, 16 SGB VIII sind verpflichtet, sich zweimal wöchentlich testen zu lassen (§ 5 Absatz 4 der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung). Darunter fallen Angebote in der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit.

Kundenkontakt ist der unmittelbare physische Kontakt bzw. Kontakt mit tatsächlich persönlicher Begegnung bei der Ausübung beruflicher Tätigkeiten.

Das ist der Fall, wenn der Kontakt mit einer Berührung des Gegenübers verbunden ist (zum Beispiel bei der Physiotherapie). Direkter Kundenkontakt ist auch das persönliche Zusammentreffen zwischen Beschäftigten/Selbstständigen mit anderen Personen, die nicht dem Betrieb angehören, sondern eine Dienstleistung in Anspruch nehmen oder eine Ware kaufen wollen. Klares Merkmal ist ein Kontakt von »Angesicht zu Angesicht« unabhängig von der Zeitdauer.

Darüber hinaus ist direkter Kundenkontakt auch bei einer persönlichen Begegnung gegeben, wenn der Beschäftigte nicht auf Dauer und vollständig durch Hygienevorrichtungen vom Kunden abgeschlossen ist. Ausreichend ist bereits der einmalige kurze Kontakt unter Einhaltung der sonstigen Hygieneregeln.

Das Angebot ist dort anzubieten, wo der Arbeitnehmer tatsächlich seine Arbeitsleistung erbringt. Es ist den Beteiligten (Verleiher und Entleiher) überlassen zu klären, wer das Angebot unterbreitet.

Für Beschäftigte, die wegen des direkten Kundenkontaktes einer Testpflicht unterliegen, gehört die Durchführung des Tests zur Arbeitszeit.

(aktualisiert am 2. September 2021)

Nein, es besteht nach den Infektionsschutz-Vorschriften keine ausdrückliche Verpflichtung dazu. Arbeitsrechtlich ist es jedoch sehr sinnvoll, den Arbeitgeber über ein positives Test-Ergebnis zu informieren, um eine Lohnfortzahlung nicht zu gefährden. Bei einem positiven Testergebnis müssen Sie sich sofort absondern, das heißt, Sie müssen den Betrieb verlassen.

Der Arbeitgeber ist nur dann zur Lohnfortzahlung verpflichtet, wenn Sie dafür einen sachlichen Grund haben bzw. ihm nennen. Außerdem benötigt er die Information über die Absonderung dazu, um eine Entschädigung für den von ihm fortgezahlten Lohn zu erhalten. Im Übrigen müssen Sie Ihre Kontaktpersonen dem Gesundheitsamt mitteilen, das dann wiederum diese Kontaktpersonen informiert. Auf diesem Wege können dann auch der Arbeitgeber bzw. die Kolleginnen und Kollegen von dem positiven Testergebnis erfahren. Mehr Informationen zum Anspruch auf Entschädigung finden Sie auf der Website der Landesdirektion Sachsen.

Wenn der Verdacht besteht, dass die Ansteckung bei der Arbeit passiert ist, kann es sich um einen Arbeitsunfall oder sogar in besonderen Fällen auch um eine Berufskrankheit handeln. Voraussetzung dafür ist, dass die Infektion infolge der bei der gesetzlichen Unfallversicherung versicherten Tätigkeit eingetreten ist. Die Arbeitgeberin/Der Arbeitgeber muss die Infektion als Arbeitsunfall bei der zuständigen Unfallversicherung und der Arbeitsschutzbehörde (Landesdirektion Sachsen, Abteilung Arbeitsschutz) melden.

Neben all den Pflichten, die mit der Durchführung von Tests zum Nachweis des Coronavirus bestehen, muss der Betrieb positive Testergebnisse an das zuständige Gesundheitsamt melden, wenn die Testung durch den Betrieb durchgeführt wurde. Gerade in größeren Betrieben sollte hierfür ein elektronisches Meldeportal zum Gesundheitsamt genutzt werden.

Anbieter von Testungen

Der Antigenschnelltest ist ein Medizinprodukt und darf nur entsprechend der Gebrauchsinformation (»Beipackzettel«) des Herstellers und der Medizinproduktebetreiberverordnung angewandt werden. Der Antigenschnelltest sollte durch Ärztinnen und Ärzte oder Gesundheitspersonal oder durch Personen durchgeführt werden, die fachkundig geschult wurden. Eine vorhergehende Einweisung bzw. Schulung in die korrekte Durchführung der Abstrichentnahme und Anwendung der Tests ist erforderlich. Darüber hinaus ist eine arbeitsschutzrechtliche Unterweisung der testenden Person notwendig. 

Voraussetzung für eine sachgerechte Anwendung von Antigentests ist die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur (siehe genaue Angabe des Temperaturbereichs entsprechend Herstellerangaben in der Packungsbeilage). Es ist davon auszugehen, dass bei sachgemäßer Lagerung und Gebrauch CE-zertifizierte Antigentests in einem Temperaturbereich zwischen 4°C und 30°C gleichbleibende Leistungen in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität liefern. Geringe Temperaturen (<4°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests lassen die Spezifität des Testergebnisses sinken. In der Konsequenz kann es zu vermehrten falsch positiven Ergebnissen kommen. Bei erhöhten Temperaturen (>30°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests, kann es zu einer Reduktion der Sensitivität kommen. Damit kann es vermehrt zu falsch negativen Testen kommen. Insgesamt sind häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentesten kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Starke Temperaturschwankungen können auch zu Kondensation von Wasser in der Testkartusche führen, dies ist mit erheblichen Einschränkungen in der Testleistung verbunden.

Häufige Fragen zu positiven Tests und Quarantäne

Wurden Sie positiv auf das Coronavirus getestet, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie andere Menschen nicht anstecken. Deswegen müssen Sie sich sofort nach der Testung häuslich absondern (in Isolation/Quarantäne begeben). Ihre Hausstandsangehörigen (Familie oder Wohngemeinschaft) müssen sich auch absondern.

Wenn Sie durch einen Antigen-Schnelltest positiv getestet wurden oder sich selbst getestet haben, müssen Sie sich  mittels eines PCR-Tests nachtesten lassen, um das Testergebnis zu bestätigen. Dies kann bei einem niedergelassenen Arzt oder Testzentrum erfolgen. In seltenen Fällen kommt es zu sogenannten »falsch-positiven« Fällen, der PCR-Test bietet Ihnen Sicherheit. Aktivieren Sie ggf. die Corona-Warn-App und tragen Sie Ihr Ergebnis ein.

Sie müssen sich beim Gesundheitsamt melden und über das Testergebnis informieren. Sie müssen dem Gesundheitsamt folgendes mitteilen:

  • Ihren Namen, eine Post- und ggf. E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Die Namen Ihrer Hausstandsangehörigen sowie weiterer enger Kontaktpersonen. Dies sind diejenigen Personen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor Ihrem Test bzw. Symptomen für einen Zeitraum von mehr als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ein Kontakt ohne das beiderseitige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bestand oder Personen, mit denen ein schlecht oder nicht belüfteter Raum über eine längere Zeit geteilt wurde (Definition enge Kontaktperson). Bitte informieren Sie auch diese Kontaktpersonen. Die Kontaktpersonen sollen ihre Kontakte reduzieren.
  • Am besten auch die Testart (Antigenschnelltest oder PCR-Test) nennen.
  • Bitte schauen Sie auf der Internetseite von Ihrem Landkreis/kreisfreien Stadt nach, welche Pflichten Sie jetzt haben. Alle Regeln zur Absonderung wurden durch die Landkreise bzw. kreisfreien Städte in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen veröffentlicht.
  • Auf den Internetseiten der Landkreise bzw. kreisfreien Städte finden Sie auch die Formulare und Kontaktdaten für die Meldung. Nutzen Sie bitte diese!

Enge Kontaktpersonen müssen sich unverzüglich nach der Mitteilung und bis zum Ablauf des 10. Tages nach dem vom Gesundheitsamt mitgeteilten letzten Kontakt mit einer positiv getesteten Person absondern, sofern keine anderweitige Anordnung des Gesundheitsamtes erfolgt. Das Gesundheitsamt nimmt die Kontaktdaten auf und belehrt die Kontaktpersonen unverzüglich schriftlich, elektronisch oder zunächst mündlich über die einzuhaltenden Maßnahmen.

Ausgenommen von der Pflicht zur Absonderung und der Weitergabe ihrer Kontaktdaten sind

  • Hausstandsangehörige, die seit dem Zeitpunkt der Testung bzw. ab Auftreten der ersten typischen Symptome des Quellfalls sowie in den zwei Tagen vor diesem Zeitpunkt keinen Kontakt zu der positiv getesteten Person hatten und ihrerseits keine typischen Symptome aufweisen.

Von der Absonderung befreit sind symptomfreie,  

  • zum Zeitpunkt des Kontaktes zu einer positiv getesteten Person vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen ab dem 15. Tag nach Gabe der letzten Impfdosis. Dazu gehören auch immungesunde Personen, bei denen eine mittels PCR-Test oder Antikörpertest bestätigte SARS-CoV-2-Infektion vorlag (»Genesene«) und die nach der Infektion mit einer Impfstoffdosis geimpft wurden,
  • immungesunde Personen, bei denen vor höchstens sechs Monaten eine mittels PCR-Test bestätigte SARS-CoV-2-Infektion vorlag (»Genesene«).

Die von der Absonderung befreiten Personen müssen sofort das Gesundheitsamt dazu informieren und z. B. ihr Impfzertifikat einreichen.

Die Absonderungszeit für enge Kontaktpersonen beträgt 10 Tage. Wer keine Symptome hat, kann sich „freitesten“ lassen: ab dem 5. Tag der Absonderungszeit mittels PCR-Test und ab dem 7. Tag mittels Antigenschnelltest. Die Absonderung endet erst, wenn das negative Testergebnis vorliegt. Dann muss auch sofort das zuständige Gesundheitsamt informiert werden.

Schule, Altersgruppe bis 12 (hilfsweise bis einschließlich 6. Klasse)

Bei einem positiven Coronafall werden grundsätzlich nur das betroffene Kind und ggf. exponierte ungeimpfte Erwachsene (Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte) abgesondert.

Anstelle der Absonderung der gesamten Klasse ordnet das Gesundheitsamt gegenüber der Schule die Beobachtung gemäß § 29 Infektionsschutzgesetz (IfSG) der anderen Schülerinnen und Schüler der Klasse an. Die Beobachtung erfolgt unter Einsatz von Tests (Antigenschnelltest), die jeden zweiten Tag für die Dauer einer Woche in der Schule durchgeführt werden (Selbsttest unter Aufsicht der Lehrkraft).

Schule, Altersgruppe über 12 (hilfsweise ab 7. Klasse):

Bei einem positiven Coronafall wird nur die betroffene Schülerin oder der Schüler abgesondert. In der Klasse gelten nur die direkten Sitznachbarinnen und Sitznachbarn der infizierten Person (bei geringem Abstand auch davor, dahinter, rechts und links) sowie Lehrkräfte und weiteres Schulpersonal, die in engem Kontakt standen, als „enge Kontaktpersonen“ mit Absonderungspflicht. Dies gilt sofern kein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS) im Unterricht oder bei Kontakt getragen wurde. Sofern ein MNS im Unterricht getragen wurde und alle anderen Hygiene-Maßnahmen (z. B. Lüftung etc.) eingehalten wurden, werden die Kontaktpersonen nicht abgesondert, sondern beobachtet.

Das Gesundheitsamt ordnet die Beobachtung gemäß § 29 IfSG der anderen Schülerinnen und Schüler der Klasse bzw. des Kurses an. Die Beobachtung erfolgt unter Einsatz von Tests (Antigenschnelltest), die jeden zweiten Tag für die Dauer einer Woche in der Schule durchgeführt werden (Selbsttest unter Aufsicht der Lehrkraft).

Kita:

Abgesondert wird das infizierte Kind (Indexfall) und ggf. das exponierte ungeimpfte Personal. Es erfolgt keine Absonderung weiterer symptomloser Kinder der Gruppe. Anstelle der Absonderung der Kinder ordnet das Gesundheitsamt die Beobachtung gemäß § 29 IfSG gegenüber der Kindertageseinrichtung an.

Der Beobachtungszeitraum beginnt nach Feststellung des Indexfalles. In dieser Zeit dürfen die Kinder nur in einer festen Gruppe ohne Durchmischung mit anderen Kindern im Innenbereich betreut werden. Die pädagogische Fachkraft darf in der Beobachtungszeit nur die unter Beobachtung stehende Gruppe betreuen.

In dem Beobachtungszeitraum werden die Kinder und die betreuenden Personen insgesamt zweimal mittels eines Lolli-PCR-Tests getestet. Es wird dringend empfohlen, dass sich auch das geimpfte bzw. genesene Personal testet.

Infektionscluster: Ab zwei Infizierten pro Gruppe oder Klasse sind alle Kinder/ Schüler der Gruppe oder Klasse abzusondern. Sofern Hinweise vorliegen, dass die Infektionen nicht im Gruppen- oder Klassenkontext erlangt wurden (z.B. in der Freizeit) und es unwahrscheinlich ist, dass weitere Personen aus der Gruppe oder Klasse infiziert wurden, kann auf eine Absonderung weiterer Kinder/Schüler verzichtet werden. Ggf. muss aber das weitere Infektionsgeschehen in der Klasse mit erhöhter Testfrequenz überwacht werden.

In der Regel nicht, wenn die Infektion innerhalb des letztes halben Jahres stattfand. Die Infektion muss mit einem PCR-Testergebnis belegt sein.

Nein, symptomlose und vollständig geimpfte Personen (d. h. am 15. Tag nach der letzten notwendigen Impfung) müssen sich nicht mehr absondern. Das gilt für die in Deutschland anerkannten Impfstoffe.

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Ja, dies ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung der Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, muss diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und muss sich vorsichtshalber solange zu Hause in Quarantäne begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Zudem müssen Sie Ihren Hausstandsangehörigen (Familie, Wohngemeinschaft) mitteilen, dass Sie sich selbst positiv getestet haben und die Angehörigen ihre Kontakte reduzieren müssen.

Nein, der zu Hause ohne Aufsicht vorgenommene Selbsttest ist nicht meldepflichtig. Sie müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Anders kann es sein, wenn zum Beispiel in einer Einrichtung oder einem Betrieb das Personal sich unter Aufsicht selbst testet. Hier ist die Einrichtung oder das Unternehmen weiterhin meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

Ja. Personen, die sich selbst positiv getestet haben, müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Solange bis das Ergebnis vorliegt, gelten sie als sogenannte Verdachtspersonen und müssen sich absondern. Zudem sind die Hausstandsangehörigen aufgefordert, ihre Kontakte zu reduzieren. Weitere Informationen finden Sie im Infoblatt für Verdachtspersonen. 

 
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