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Häufig gestellte Fragen zu Coronatests

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Pflicht zum Testen auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 gemäß Sächsischer Corona-Schutz-Verordnung

Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 vom 4. Mai 2021 (gültig ab 10. Mai 2021)

Dieser FAQ-Teil wird derzeit aktuell redaktionell überarbeitet. 

Allgemeine FAQs

PCR-Test:

Die PCR-Testung ist ein Standardverfahren in der Diagnostik von Viren, das automatisiert werden kann. Dafür müssen die Proben nach dem Abstrich in ein Labor transportiert werden. Bei der PCR wird das Erbmaterial der Viren so stark vervielfältigt, dass es nachgewiesen werden kann, auch wenn es nur in geringen Mengen vorkommt. Das Testverfahren nimmt derzeit etwa vier bis fünf Stunden in Anspruch. Hinzu kommt die Transportzeit ins Labor, die Vorbereitungszeit im Labor und gegebenenfalls eine Wartezeit wegen eines hohen Probeaufkommens.

Antigen-Schnelltests:

Antigen-Tests, die Eiweißstrukturen von SARS-CoV-2 nachweisen, funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip wie Schwangerschaftstests. Dazu wird eine Probe von einem Nasen- Rachen-Abstrich auf einen Teststreifen gegeben. Falls das SARS-CoV-2 Virus in der Probe enthalten ist, reagieren die Eiweißbestandteile des Virus mit dem Teststreifen und eine Verfärbung auf dem Teststreifen wird sichtbar. Vorteile von Antigen-Tests sind die vergleichsweise geringen Kosten und das zeitnahe Testergebnis (in weniger als 30 Minuten). Die leichte Handhabung eines Point-of-care (PoC)-Antigen-Tests erlaubt die Testung auch außerhalb eines Labors. Hier kann ein PoC-Antigentest helfen, asymptomatische, möglicherweise infektiöse Personen leicht zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. vorübergehende häusliche Isolierung, die Übertragung des Virus zu verhindern. Generell sind Antigen-Tests weniger sensitiv als der PCR-Test, es ist also eine größere Virusmenge notwendig, damit ein Antigen-Test ein positives Ergebnis zeigt. Das bedeutet, dass ein negatives Antigen-Testergebnis die Möglichkeit einer Infektion mit SARS-CoV-2 nicht ausschließt. Außerdem ist ein Antigen-Schnelltest nicht so spezifisch wie ein PCR-Test, das heißt es kommt häufiger als bei der PCR vor, dass ein positives Ergebnis angezeigt wird, wenn die Person gar nicht infiziert ist. Deshalb muss ein positives Antigen-Test Ergebnis mittels PCR bestätigt werden

Selbsttests:

Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt. Dafür muss die Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. Der Test kann zum Beispiel mit einem Nasenabstrich oder mit Speichel erfolgen. Nach jedem positiven Selbsttest muss immer ein PCR-Test durchgeführt werden, um ein falsch-positives Testergebnis auszuschließen.

Das Sozialministerium empfiehlt ausdrücklich den Erwerb und die Nutzung von zertifizierten Schnell- und Selbsttests.

Alle Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland leben oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hier haben, können sich kostenfrei im Rahmen der »Bürgertestung« testen lassen. Das gilt auch für Personen, die keine Krankenversicherung haben, keine deutsche Staatsbürgerschaft oder sich nur vorrübergehend in Deutschland aufhalten (z. B. Grenzpendler).

Die kostenfreie »Bürgertestung« ist für Menschen gedacht, die keine Symptome haben und sich vorsorglich testen möchten. Die Bürgertestung ersetzt nicht die Pflicht des Arbeitgebers Tests für seine Beschäftigten anzubieten.

Personen mit Symptomen, die typisch für eine Infektion mit dem Coronavirus sind, können sich beim Hausarzt oder einem Testzentrum testen lassen. Typische Symptome sind zum Beispiel Geruchs- und Geschmacksstörungen, Fieber, trockener Husten und Atemnot.

 

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um sich zu testen. Symptomatische Personen sollten sich unbedingt bei ihrer Hausärztin/ ihrem Hausarzt oder einem Testzentrum der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen testen lassen.

Asymptomatische Bürgerinnen und Bürger können die kostenfreie „Bürgertestung“ in Anspruch nehmen.

Auf der nachstehenden Karte finden Sie Angebote im Freistaat Sachsen insb. für Testungen mit Schnelltests auf eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-COV-2. Die in der Karte gelisteten Testmöglichkeiten erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auf den Internetseiten der Landkreise bzw. kreisfreien Städten sind vor allem die Teststellen aufgelistet, die die kostenfreie Bürgertestung anbieten.

Wurden Sie positiv auf das Coronavirus getestet, müssen Sie dafür sorgen, dass Sie andere Menschen nicht anstecken. Deswegen müssen Sie sich sofort nach der Testung für 14 Tage häuslich absondern (in Isolation/Quarantäne begeben). Ihre Hausstandsangehörigen müssen sich auch absondern.

Wenn Sie durch einen Antigen-Schnelltest positiv getestet wurden sollten Sie sich dringend mittels eines PCR-Tests nachtesten lassen, um das Testergebnis zu bestätigen. Bei einem Selbsttest besteht die Pflicht zur Nachtestung. Dies kann bei einem niedergelassenen Arzt oder Testzentrum erfolgen. In seltenen Fällen kommt es zu sogenannten »falsch-positiven« Fällen, der PCR-Test bietet Ihnen Sicherheit. Aktivieren Sie ggf. die Corona-Warn-App und tragen Sie Ihr Ergebnis ein.

Sie müssen sich beim Gesundheitsamt melden und über das Testergebnis informieren. Sie müssen dem Gesundheitsamt folgendes mitteilen:

  • Ihren Namen, eine Post- und ggf. E-Mail-Adresse und Telefonnummer
  • Die Namen Ihrer Hausstandsangehörigen sowie weiterer enger Kontaktpersonen. Dies sind diejenigen Personen, mit denen Sie in den zwei Tagen vor Ihrem Test bzw. Symptomen für einen Zeitraum von mehr als 10 Minuten und mit einem Abstand von weniger als 1,5 Metern ein Kontakt ohne das beiderseitige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bestand oder Personen, mit denen ein schlecht oder nicht belüfteter Raum über eine längere Zeit geteilt wurde (Definition enge Kontaktperson). Bitte informieren Sie auch diese Kontaktpersonen. Die Kontaktpersonen sollen ihre Kontakte reduzieren.
  • Am besten auch die Testart (Antigenschnelltest oder PCR-Test) nennen.
  • Bitte schauen Sie auf der Internetseite von Ihrem Landkreis/kreisfreien Stadt nach, welche Pflichten Sie jetzt haben. Alle Regeln zur Absonderung wurden durch die Landkreise bzw. kreisfreien Städte in der Allgemeinverfügung zur Absonderung von engen Kontaktpersonen, von Verdachtspersonen und von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen veröffentlicht.
  • Auf den Internetseiten der Landkreise bzw. kreisfreien Städte finden Sie auch die Formulare und Kontaktdaten für die Meldung. Nutzen Sie bitte diese!

Ja, aufgrund der entstandenen Varianten (Mutationen) ist die Testung bislang weiterhin notwendig, damit sichergestellt ist, dass eine Infektion nicht weitergegeben wird.

In der Regel nicht, wenn die Infektion innerhalb des letztes halben Jahres stattfand. Das Gesundheitsamt entscheidet darüber, weil es gerade wegen der Virusvarianten auf den Einzelfall angekommen kann.

Nein, symptomlose und vollständig geimpfte Personen (d.h. am 15. Tag nach der letzten Impfung) müssen sich nicht mehr absondern.

Es ist möglich, dass ein Test noch negativ ausfällt, obwohl die Person bereits infiziert ist. Wenn Sie vermuten, sich infiziert zu haben, wenden Sie sich bitte telefonisch an Ihren behandelnden Arzt oder Ihre Ärztin oder rufen Sie die 116 117 an. Dort wird entschieden, ob Sie wiederholt getestet werden müssen.

Häufige Fragen zu Corona-Selbsttests

Aktuell sind sie z. B. in Apotheken, Supermärkten und Drogeriemärkten erhältlich.

Ja, dies ist in den Allgemeinverfügungen zur Absonderung der Landkreise und kreisfreien Städte geregelt. Wer einen Selbsttest macht, der positiv ausfällt, sollte diesen aber genauso wie bei einem positiven Antigen-Schnelltest durch einen PCR-Test bestätigen lassen und muss sich vorsichtshalber solange zu Hause in Quarantäne begeben, bis das Ergebnis vorliegt.

Zudem müssen Sie Ihren Hausstandsangehörigen (Familie, Wohngemeinschaft) mitteilen, dass Sie sich selbst positiv getestet haben und die Angehörigen ihre Kontakte reduzieren müssen.

Nein, der zu Hause ohne Aufsicht vorgenommene Selbsttest ist nicht meldepflichtig. Anders kann es sein, wenn zum Beispiel in einer Einrichtung das Personal sich unter Aufsicht selbst testet. Wenn einer der Beschäftigten ein positives Testergebnis hat, ist die Einrichtung weiterhin meldepflichtig an das Gesundheitsamt.

Ja,. Personen, die sich selbst positiv getestet haben, müssen sich sofort mittels PCR-Test nachtesten lassen. Solange bis das Ergebnis vorliegt, gelten sie als sogenannte Verdachtspersonen und müssen sich absondern. Zudem sind die Hausstandsangehörigen aufgefordert, ihre Kontakte zu reduzieren.

Da der Test nicht gemeldet werden muss, gibt es in dem Sinne kein »verheimlichen«. Das Gesundheitsamt kann ggf. mit Anordnungen oder Bußgeldern eine Testung durchsetzen.

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