Hauptinhalt

Allgemeine Informationen zur Impfung gegen COVID-19

3 Flaschen mit Covid-Impfstoffen liegen nebeneinander © unsplash | Daniel Schludi

Am 21. Dezember 2020 wurde der erste Corona-Impfstoff in Europa zugelassen. Für die Corona-Schutzimpfung kommen vor allem mRNA-Impfstoffe und Vektor-Impfstoffe zum Einsatz. Mittlerweile wurden die Impfstoffe von BioNTech/Pfizer, MOderna, AstraZeneca, Jonson & Johnson und Novavax in Deutschland zugelassen. 

Aufklärungsfilm zur Coronaschutzimpfung

Mit einem neuen Impfstoff sind viele Fragen und auch Sorgen verbunden. Doch in Deutschland werden nur Arzneimittel zugelassen, die sehr strenge Sicherheitsstandards erfüllen und umfangreichen klinischen Prüfungen standhalten. Die Coronaschutzimpfung ebnet den Weg aus der Pandemie. Je mehr Menschen durch eine Impfung gegen Covid-19 immun sind, desto weniger kann sich das Virus ausbreiten. Der Aufklärungsfilm greift die Sorgen und Bedenken der Menschen auf und erklärt anhand dieser die Wirkungsweise und Vorteile der Coronaschutzimpfung. 

Überblick über derzeit mögliche Impfschemata sowie deren Vor- und Nachteile

Stand: 17. Februar 20221

Impfschemata Vorteile Nachteile

Schema 1: Erste Dosis Comirnaty® – Zweite Dosis Comirnaty®

Name der Firma: BioNTech

mRNA-Impfstoff (Totimpfstoff)

  • sehr guter Immunschutz (ca. 90-95%)
  • >90%-iger Schutz gegen schwere Verläufe und Tod
  • gegen die Deltavariante nur etwas geringerer Immunschutz, jedoch nach 2 Impfungen >95% gegen schwere Verläufe und Tod
  • Impfung ab 5 Jahren empfohlen
  • sehr schneller Immunschutz möglich (2. Dosis nach 21 Tagen möglich)
  • von der WHO akzeptiertes Impfschema
  • sicherer Schutz gegen Omikron nur mit 3. Impfung
  • häufige Impfreaktionen insbesondere nach der zweiten Impfung (Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle)
  • in seltenen Fällen insbesondere bei jungen Männern Herzbeutel- bzw. Herzmuskelentzündung (bisher sowohl in USA als auch in Israel nur milde Verläufe, Häufigkeit 1:>30.000 bei 16-30 Jahre, 1:16.000 bei 12-17 Jahre, Auftreten vor allem bei männlichen Impflingen und in der ersten Woche nach der zweiten Impfung)

Schema 2: Erste Dosis Spikevax® - zweite Dosis Spikevax®

Name der Firma: Moderna

mRNA-Impfstoff (Totimpfstoff)

  • sehr guter Immunschutz (ca. 95%,)
  • >90%-iger Schutz gegen schwere Verläufe und Tod
  • gegen die Deltavariante nur etwas geringerer Immunschutz, jedoch nach 2 Impfungen >95% gegen schwere Verläufe und Tod
  • Impfung ab 30 Jahren empfohlen
  • Schneller Immunschutz möglich (2. Dosis nach 28 Tagen möglich)
  • von der WHO akzeptiertes Impfschema
  • sicherer Schutz gegen Omikron nur mit 3. Impfung
  • häufige Impfreaktion insbesondere nach der zweiten Impfung (Fieber, Müdigkeit, Kopf- und Gliederschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle)
  • in seltenen Fällen insbesondere bei jungen Männern Herzbeutel- bzw. Herzmuskelentzündung (bisher immer folgenlos ausgeheilt, Häufigkeit 1:>20.000

 

 

 

Schema 3: Erste Dosis Vaxzevria® – Zweite Dosis Vaxzevria®

Name der Firma: AstraZeneca

Vektorimpfstoff (Totimpfstoff): Vektor ist ein nicht vermehrungsfähiges Adenovirus (Erkältungsvirus) von Schimpansen

  • guter Immunschutz (ca. 65% bei Impfabstand zur zweiten Dosis von 28 Tagen, 84-90% wenn die 2. Dosis 10-12 Wochen nach der 1. Dosis erfolgt)
  • >85%-iger Schutz gegen schwere Verläufe und Tod
  • gegen die Deltavariante nur etwas geringerer Immunschutz, jedoch nach 2 Impfungen >85% gegen schwere Verläufe und Tod
  • Impfung ab 60 Jahren empfohlen
  • von der WHO akzeptiertes Impfschema
  • sicherer Schutz gegen Omikron nur mit 3. Impfung mit mRNA
  • häufige Impfreaktion insbesondere bei jungen Menschen nach der ersten Impfung (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen an der Einstichstelle)
  • in sehr seltenen Fällen (bei jungen Frauen etwas häufiger als bei Männern) Mangel der Blutplättchen und daraus folgende Thrombosen (z.B. im Gehirn, in den Bauchorganen), Häufigkeit höchstens 1:50.000, in sehr seltenen Fällen Auftreten eines sog. Guillain-Barré-Syndroms (aufsteigende Lähmung durch eine autoimmune Entzündung der Nervenwurzeln am Rückenmark), Häufigkeit höchstens 1:100.000

Schema 4: Erste Dosis Covid-19 Vakzine Janssen – Zweite Dosis Covid-19 Vakzine Janssen

Name der Firma: Johnson&Johnson

Vektorimpfstoff (Totimpfstoff): Vektor ist ein nicht vermehrungsfähiges menschliches Adenovirus (Erkältungsvirus)

  • guter Immunschutz (>70%)
  • >85%-iger Schutz gegen schwere Verläufe und Tod
  • gegen die Deltavariante geringerer Immunschutz, jedoch >90% gegen schwere Verläufe und Tod
  • Impfreaktion seltener als bei den mRNA-Impfstoffen, eher bei jungen Menschen (Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, Schmerzen an der Einstichstelle)
  • Impfung ab 60 Jahren empfohlen
  • von der WHO akzeptiertes Impfschema: Reisen sind in alle Länder möglich
  • sicherer Schutz gegen Omikron nur mit 3. Impfung mit mRNA
  • in sehr seltenen Fällen (bei jungen Frauen etwas häufiger als bei Männern) Mangel der Blutplättchen und daraus folgende Thrombosen (z.B. im Gehirn, in den Bauchorganen), Häufigkeit höchstens 1:50.000, in sehr seltenen Fällen Auftreten eines sog. Guillain-Barré-Syndroms (aufsteigende Lähmung durch eine autoimmune Entzündung der Nervenwurzeln am Rückenmark), Häufigkeit höchstens 1:100.000
  • in sehr seltenen Fällen Nesselsucht (höchstens 1:10.000)
Schema 5: Erste Dosis Nuvaxovid – Zweite Dosis Nuvaxovid

 

Name der Firma: Novavax

 

Proteinimpfstoff (Totimpfstoff) aus SARS-CoV-2-Spike (S)-Glykoproteinen (plus Impfverstärker = Adjuvans)

 

  • guter Immunschutz (>90%)
  • >90%-iger Schutz gegen schwere Verläufe und Tod
  • seltener Impfreaktionen als bei allen anderen Impfstoffen (eher Lokalreaktionen, kaum Fieber)
  • Immunschutz gegen Delta >85%
  • Impfung ab 18 Jahren empfohlen
  • von der WHO akzeptiertes Impfschema
  • sicherer Schutz gegen Omikron sehr wahrscheinlich nur mit 3. Impfung
  • nur begrenzte Aussagen zu seltenen Nebenwirkungen möglich, da bisher nur ca. <50.000 Probanden mit dem Impfstoff geimpft. Dabei traten bis auf eine Perikarditis keine schweren Impfreaktionen auf.

Grundlage sind die STIKO-Empfehlung vom 15. Februar 2022: https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/07/Art_01.html und die SIKO-Empfehlung vom 15. Februar 2022: https://www.slaek.de/media/dokumente/02medien/Patienten/gesundheitsinformationen/impfen/2022-02-15_SIKO_Empfehlungen_zur_SARS-CoV-2-Impfung_ohneAenderungsmarkie....pdf

zurück zum Seitenanfang