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Häufig gestellte Fragen zur Coronaschutzimpfung

Drei Holzwürfel stehen nebeneinander auf dem Tisch. Sie sind jeweils mit einem Fragezeichen beschriftet © iStock

Die wichtigsten Antworten auf die Fragen zur Coronaschutzimpfung haben wir hier zusammengestellt. Weitere Informationen finden Sie außerdem in den FAQs des Bundesgesundheitsministeriums

Fragen zu der Impfpriorisierung

Die Coronaschutzimpfung erfolgt mit Priorisierung, weil zunächst nicht ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht, um alle Menschen, die das wünschen, zu impfen.

Die Reihenfolge der Impfungen ist in einer Rechtsverordnung des Bundesgesundheitsministeriums festgelegt, die auf der Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission beim Robert Koch-Institut (RKI) aufbaut. Diese Rechtsverordnung ist am 15. Dezember 2020 in Kraft treten.

Am besten informieren Sie sich auf der Seite des Sozialministeriums und des Deutschen Roten Kreuzes:

Am besten informieren Sie sich auf der Seite des Sozialministeriums und des Deutschen Roten Kreuzes sowie über die Sozialen Medien.

Die Anmeldung zur Impfung wird für Angehörige einer höheren Priorisierungsgruppe auch dann möglich sein, wenn andere Priorisierungsgruppen zur Impfung berechtigt sind. Das Impfangebot verfällt nicht.

Nein. Eine Wahl des Impfstoffes besteht nicht.

Impfberechtigt sind Personen, die dem in der Priorisierung festgelegten Alter sind. Die Bestätigung dafür erfolgt durch Vorlegen des Personalausweises oder Reisepasses oder durch Einlesen der Gesundheitskarte.

Personen, die durch ihre Beschäftigung in bestimmten in der Priorisierung genannten Institutionen und Bereichen tätigt sind, weisen dies durch eine Arbeitgeberbescheinigung der Institution bzw. des Unternehmens oder einen persönlichen Dienstausweis nach.

Personen, die an bestimmten Krankheiten leiden und deshalb vorrangig geimpft werden sollen, weisen dies durch ein ärztliches Attest, durch Vorlage eines Schwerbehindertenausweises oder eines anderen medizinischen Nachweises nach. Die Nachweise müssen persönlich auf die sie vorlegende Person ausgestellt und aktuell gültig sein. Sofern die für eine Impfung berechtigende Vorerkrankung durch Einlesen der Chipkarte nachweisbar ist, genügt dies.

Wie kann ich nachweisen, dass ich eine enge Kontaktperson einer nicht in einer Einrichtung befindlichen pflegebedürftigen Person über 70 Jahre oder mit einer der in § 3 aufgezählten Erkrankungen oder einer schwangeren Person bin?  - Lassen sie sich von der betreffenden Person das entsprechende Formblatt unterschreiben und bringen sie dies und eine Kopie des Personalausweises der betreffenden Person mit.

Erzieher in Ausbildung und auch Lehramtsstudenten mit Kontakt zu Betreuten in Kitas, Grund- und Förderschulen (durch Pflichtpraktikum) gehören zur Prio 2. Ziel ist es ja, das Infektionsrisiko in den Einrichtungen zu minimieren. Die Impfverordnung des Bundes sagt ja, wer in Kitas, Kindertagespflege, Grund- und Förderschulen tätig ist, kann geimpft werden.

In der Coronavirus-Impfverordnung vom 10. März 2021 (CoronaImpfV) werden Personen, die als Wahlhelfer tätig sind, in der Gruppe der Personen, die mit erhöhter Priorität Anspruch auf Schutzimpfung haben, ausdrücklich genannt. Die bloße Aufführung in der CoronaImpfV eröffnet den Wahlhelfern noch keinen Anspruch auf sofortige Impfung. Die Impfung ist erst dann möglich ist, wenn die Personengruppe mit erhöhter Priorität (Stufe 3) im jeweiligen Land mit der Impfung an der Reihe ist. Dann können sich die betroffenen Personen um einen Impftermin bemühen. Da in der CoronaImpfV keine Einschränkungen getroffen worden sind, gilt diese für die Urnen- und Briefwahlvorstände zur Bundestagswahl 2021 und zu den Kommunalwahlen.

Fragen zu den Impfstoffen

Die klinischen Studien zur Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden in drei Studienphasen überprüft. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden sehr breit angelegt. Zudem wurden in vorbereitenden nichtklinischen Studien die Impfstoffe mit erhöhter Wirkstoffmenge an Tieren untersucht, um mögliche Auswirkungen auf den Körper zu untersuchen, die Schäden anzeigen könnten. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der EU

Auch nach Verfügbarkeit eines zugelassenen Impfstoffs, finden weiterhin Untersuchungen statt, um weitere Informationen zur Sicherheit des Impfstoffs (z.B. Auftreten seltener unerwünschter Wirkungen) nach Anwendung in größeren Bevölkerungsgruppen zu erhalten.

In die Impfstoffstudien werden mehrere zehntausend Personen einbezogen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind bisher nicht gehäuft aufgetreten. Mögliche häufige Nebenwirkungen sind leichte bis moderate Schmerzen an der Einstichstelle, Erschöpfung sowie Kopfschmerzen, die vorübergehend auftreten und normalerweise innerhalb von zwei Tagen verschwinden.

In den Zulassungsstudien können Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von 1 zu 1.000 beobachtet werden.
Über langfristige Effekte können jedoch noch keine Aussagen gemacht werden.
Gewisse Risiken lassen sich nicht ausschließen, aber tatsächlich werden in Deutschland generell nur Impfstoffe genehmigt, die unsere sehr strengen Sicherheitsstandards erfüllen und umfangreichen klinischen Prüfungen unterzogen wurden. Die Sicherheitsprüfungen wurden für die Corona-Schutzimpfung insofern optimiert, als die klassischen Prüfschritte parallel und nicht zeitversetzt erfolgt sind. Dabei wurden aber keine Prüfschritte ausgelassen. Die Sicherheit von uns allen hat oberste Priorität!

Durch ähnliche Viren wissen die Forscher:innen bereits viel über SARS-CoV-2. Das lieferte relativ schnell eine gute Grundlage für die Entwicklung des COVID-19-Impfstoffes.Darüber hinaus haben Forscher:innen weltweit gleichzeitig daran gearbeitet, ihre aktu- ellen Ergebnisse miteinander geteilt und direkt an die Prüfbehörden weitergegeben. So ein globales wissenschaftliches Zusammenwirken gab es vor dieser Pandemie noch nie.

Aber keine Sorge: Trotzdem wurden keine Prüfschritte weggelassen. Es wurde parallel an mehreren Prüfschritten und generell stärker zusammengearbeitet. Die zugelassenen COVID-19-Impfstoffe haben in klinischen Studien vor der Zulassung Wirksamkeit und gute Verträglichkeit gezeigt.

Bis auf weiteres übernehmen die sächsischen Impfzentren die Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Alle Personen, die einen Zweitimpftermin haben und unter 60 Jahre alt sind, erhalten einen anderen Impfstoff. Sie werden zu ihrem regulär gebuchten Termin mit einem mRNA Impfstoff geimpft. Personen ab 60 Jahren erhalten zu ihrer Zweitimpfung, wie ursprünglich vorgesehen, weiterhin den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.

Laut Herstellerangaben haben die Impfungen gegen COVID-19 eine hohe Wirksamkeit von bis zu 95%. Die Studiendaten zeigten: Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, war bei den COVID-19-geimpften Teilnehmer:innen um 95% geringer als bei den Placebo-geimpften TeilnehmerInnen. Kommt eine COVID-19-geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Zur Grundimmunisierung muss der gleiche Impfstoff mindestens zweimal im Abstand von drei bzw. vier Wochen injiziert werden. Das Immunsystem braucht diese Zeit, damit der Körper den Immunschutz aufbaut. Der Impfschutz beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis.

Die Dauer der Schutzwirkung ist nicht bekannt, erste Analysen zeigen aber noch eine starke Immunantwort nach drei bis sechs Monaten, so dass man von einer längerfristig bestehenden Immunantwort ausgehen kann. In aktuell laufenden Untersuchungen werden noch genauere Erkenntnisse über die Dauer des Immunschutzes gewonnen werden. Damit einhergehend kann auch noch keine Aussage zum Zeitpunkt einer möglicherweise notwendig werdenden Auffrischungsimpfung getroffen werden.

Anhand klinischer Studien werden im Zulassungsverfahren die Wirkungen der Impfstoffe bewertet – die gewünschten und die unerwünschten Nebenwirkungen. Die zum Zeitpunkt der Zulassung bekannten Nebenwirkungen werden in der Gebrauchsinformation der Impfstoffe publiziert und im Aufklärungsgespräch kommuniziert. Nach der Marktzulassung der Impfstoffe wird deren Anwendung engmaschig und streng überwacht werden. Weitere Informationen zur Zulassung finden Sie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts.

Zur weiteren Information können Sie sich die Aufklärungsbögen des RKI herunterladen.

Da noch keine Langzeitstudien vorliegen, sind Aussagen über Spätfolgen der Impfungen derzeit nicht möglich. Rückschlüsse, die sich aus vergangenen Forschungsprojekten ziehen lassen, welche in Verbindung mit vergleichbaren Inhaltsstoffen standen, deuten derzeit nicht auf unerwünschte Langzeitfolgen hin.

Sie sprechen die mRNA-Impfstoffe an. Diese werden nicht in DNA umgebaut und haben keinen Einfluss auf unsere Gene. Es ist nämlich so, dass aus mRNA in menschlichen Zellen keine DNA gemacht werden kann. DNA und mRNA – das klingt zwar ähnlich, ist aber etwas ganz anderes.

Wenn Sie einen mRNA-Impfstoff bekommen, dann reagiert Ihr Körper, indem er Proteine herstellt, auf die Ihr Immunsystem wiederum mit der Bildung von Antikörpern antwortet, was
für Sie dann den Schutz vor dem eigentlichen Virus bedeutet.

Ja. Zu AstraZeneca gibt es sogar ganz konkret in der 7. KW eine Veröffentlichung in einem Preprint, dass der Immunschutz gegen die britische Mutante sehr gut ist. Zu den anderen Impfstoffen laufen die Studien noch.

Der Impfstoff von Moderna ist erst ab 18 Jahren zugelassen, der Impfstoff von BioNTech ist ab 16 Jahren zugelassen. In der Studienpopulation bei BioNTech waren 153 Teilnehmer im Alter von 16 bis 17 enthalten. Aber auch 16- und 17-Jährige werden erst mit nachgeordneter Priorität geimpft, es sei denn, es besteht eine der Erkrankungen aus den Prioritätsgruppen 2 und 3.

Wenn in hoffentlich naher Zukunft ein Impfstoff für Kinder entwickelt wird, muss dann ebenso wie für die Impfung für Erwachsene durch die Zulassungsbehörden sichergestellt sein, dass dieser wirksam und sicher ist. Wenn es so weit ist, werden auch für Ihre Kinder Impfempfehlungen ausgesprochen.

Impfreaktionen sind nicht gleich Nebenwirkungen! Auf Grund von klinischen Studien vor der Zulassung, die eine gute Verträglichkeit des Impfstoffes gezeigt haben, ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen niedrig. Es kann allerdings, wie nach jeder Impfung, zu Impfreaktionen kommen. Impfreaktionen sind eigentlich ein gutes Zeichen dafür, dass Ihr Körper den Impfstoff aufnimmt und Antikörper entwickelt. Impfreaktionen können beispielsweise stärkere Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen, lokale Einstichschmerzen am Arm, Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome umfassen. Beobachten Sie Ihre Symptome und bei Fragen wenden Sie sich an Ihre/n Hausärzt:in, wie unter der Frage »Wo kann ich Nebenwirkungen melden?« beschrieben.

Beim Menschen befindet sich das Erbgut in Form von DNA im Zellkern. Ein Einbau von mRNA aus dem Impfstoff in die DNA ist nicht möglich. Die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommene mRNA wird nicht in DNA umgewandelt. Daher hat eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nach den Erfahrungen seit mehr als 10 Jahren mit solchen Impfstoffen keine Auswirkungen auf das Erbgut.

Richtig. Schon 22 Tage nach der ersten Impfung beträgt der Schutz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 über 80%. Sogar ohne Zweitimpfung steigt er in den Folgewochen weiter an. Diesen sehr guten Immunschutz verlängert die Zweitimpfung nach 12 Wochen.

Der AstraZeneca-Impfstoff ist ein sogenannter Vektor-Impfstoff. Der Bauplan für das Spike-Eiweiß wird nicht über eine Boten-RNA wie bei den mRNA-Impfstoffen in die Zelle geschleust, sondern über einen Vektor, der sich im Menschen nicht vermehren kann (»Replikations-defizient«) und für den Menschen ungefährlich ist. In diesem Fall wird eine DNA eingeschleust, die in den Zellkern gelangt und dort zur mRNA umgeschrieben wird. Die folgenden Schritte laufen vergleichbar mit jenen bei den mRNA-Impfstoffen ab. Rein statistisch liegt die Impfwirkung bei Optimierung der Impfabstände schon bei 78% nach der ersten Impfung und bei 84% nach der 2. Impfung, wenn man alle symptomatischen COVID-19-Fälle nach Impfung betrachtet. Interessanterweise ist auch die Wirksamkeit bei der sich in Europa ausbreitenden Variante B.1.1.7 immerhin für die symptomatische Infektion 74%. 

Nach bisherigen Erfahrungen sind die Reaktionen auf den AstraZeneca-Impfstoff bei der ersten Anwendung etwas ausgeprägter, aber vergleichbar mit denen bei der Impfung mit dem BioNTech/Pfizer-Impfstoff. Die Reaktionen klingen aber ebenfalls typischerweise nach 2-3 Tagen wieder vollständig ab. Weltweit ist der AstraZeneca-Impfstoff schon viele Millionen Male verimpft worden.

Nein. Der Impfstoff wird zwar bei circa -70°C aufbewahrt, kurz vor der Impfung wird er aber aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Kühlschrank- oder Raumtemperatur gelagert wird, aufgenommen.

Solche Annahmen sind Verschwörungsmythen, keine Tatsachen. Diese Behauptung ist nicht wahr.

Wir dürfen nicht vergessen: Die Forschung am COVID-19-Impfstoff wird von WissenschaftlerInnen durchgeführt. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines guten Schutzimpfstoffes gegen COVID-19.

Fragen zu den Nebenwirkungen

In den umfangreichen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von weiblicher oder männlicher Unfruchtbarkeit.

Impfreaktionen sind nicht gleich Nebenwirkungen. Die häufigsten lokalen Reaktionen waren Schmerzen an der Einstichstelle (COVID-19-Impfung: 54,2%; Kontrollgruppe: 36,7%) sowie Spannungsgefühl (COVID-19-Impfung: 63,7%; Kontrollgruppe: 39,5%). Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (COVID-19-Impfung: 53,1%; Kontrollen: 38,2%), Kopfschmerzen (COVID-19-Impfung: 52,6%; Kontrollen: 39,0%) sowie Krankheitsgefühl (COVID-19-Impfung: 44,2%; Kontrollen: 20,2%) die häufigsten Ereignisse. Erhöhte Temperaturen trat bei 33,6% der COVID-19-Geimpften und 10,7% in der Kontrollgruppe auf. Fieber hingegen trat nur bei einem vergleichsweisen geringen Anteil der TeilnehmerInnen auf (COVID-19-Impfung: 7,9%; Kontrollen: 1,2%). Der STIKO lagen darüber hinaus weitergehende Informationen des Herstellers vor, die zeigen, dass die Häufigkeit lokaler und systemischer Reaktionen nach der 2. Dosis geringer war als nach der 1. Dosis.

Nebenwirkungen melden Sie direkt an Ihre/n Hausärzt:in oder in der Apotheke, bleiben Sie mit Ihrem/r Hausärzt:in im Austausch. Für die Bewertung der Nebenwirkungen, eine mögliche Diagnose und Folgebehandlung sind diese weiterhin Ihre Ansprechpartner, auch wenn sie Sie nicht geimpft haben.

Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen und es wird so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Oft ist es nur ein Verdacht, der sich nicht bestätigt. Gerne können Sie Nebenwirkungen auch noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0-App (die App des Paul-Ehrlich-Instituts) melden. Auch Ihr/e Hausärzt:in wird auftretende Nebenwirkungen an die vorgesehenen Stellen melden, das ist Pflicht.

Nebenwirkungen melden Sie direkt an Ihren Hausarzt oder in der Apotheke, bleiben Sie mit Ihrem Hausarzt im Austausch. Für die Bewertung der Nebenwirkungen, eine mögliche Diagnose und Folgebehandlung sind diese weiterhin Ihre Ansprechpartner, auch wenn sie Sie nicht geimpft haben. Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen und es wird so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Oft ist es nur ein Verdacht, der sich nicht bestätigt. Gerne können Sie Nebenwirkungen auch noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite https://nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0-App (die App des Paul-Ehrlich-Instituts) melden. Auch Ihr Hausarzt wird auftretende Nebenwirkungen an die vorgesehenen Stellen melden, das ist Pflicht.

Bei vorbekannten Allergien oder bekannten Unverträglichkeiten auf Inhaltsstoffe (z.B. Polyethylenglykol = PEG) sollte ein alternativer Impfstoff eingesetzt werden. Eine allergische Reaktion auf die erste Dosis des SARS-CoV-2-Impfstoffs stellt eine Kontraindikation für die Verabreichung der zweiten Dosis dar. Bei schweren allergischen Reaktionen (allergischer Schock, Herz-Kreislauf- und/ oder Atemstillstand) in der persönlichen Vorgeschichte sind ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine längere Nachbeobachtung nach der Impfung unbedingt nötig.

Schwangere Frauen sollten zunächst nicht geimpft werden. Bei Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohem Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden

Die Impfung sollte bei Personen mit akuten fieberhaften Erkrankung oder schwerer Einschränkung des Allgemeinzustandes verschoben werden. Das Vorliegen einer geringfügigen Infektion und/oder leicht erhöhter Körpertemperatur sollte die Impfung nicht verzögern. Wird nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch gesichert, sollte die 2. Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitraum verschoben werden.

Nein, die Einnahme der Antibaby-Pille ist kein Hinderungsgrund für den Erhalt der Impfung gegen SARS-CoV-2.

Aufgrund fehlender Daten zur Anwendung von SARS-CoV-2-Impfstoffen in der Schwangerschaft wird Schwangeren die Impfung grundsätzlich nicht angeraten. Eine versehentliche (akzidentelle) Impfung in der Schwangerschaft ist nach dem jetzigen Kenntnisstand weder für Mutter noch das Kind gefährlich. Bei Schwangeren mit Vorerkrankungen und einem daraus resultierenden hohem Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung kann in Einzelfällen nach ausführlicher Aufklärung eine Impfung angeboten werden

Eine Impfung in der Stillzeit ist unproblematisch.

Ja, Implantate stellen keinen Ausschlussgrund für die Impfung dar.

Wechselwirkungen zwischen Psychopharmaka und den aktuell in Deutschland zugelassenen Impfstoffen sind nicht bekannt und auch grundsätzlich durch die unterschiedlichen Wirkmechanismen eher unwahrscheinlich.

Es gibt diesbezüglich keine Einschränkungen. Da Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, zur Risikogruppe für die Entwicklung eines schweren Krankheitsverlaufs gehören, ist gerade diesen Personen eine Impfung gegen SARS-CoV-2 dringend anzuraten.

Es wird häufig gefragt, wieso nicht bestimmte Erkrankungen eher zu einer Priorisierung führen als das Alter. Hierfür macht die STIKO ganz klar geltend, dass die statistische Auswertung aus den COVID-Datenbanken eine absolut eindeutige Priorisierung für die Gruppe 1 nach Alter rechtfertigen. 

Die Applikation der Impfung erfolgt in den Muskel. Dies ist auch bei Einnahme von blutverdünnenden Arzneimitteln in der üblichen prophylaktischen bzw. therapeutischen Dosierung möglich und sollte mit einer sehr feinen Injektionsnadel und anschließendem festen Abdrücken der Einstichstelle über 10 Minuten erfolgen.

Nicht geimpft werden sollen Patienten mit schweren fieberhaften Erkrankungen oder Infekten. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichtes Fieber sollten kein Grund sein, die Impfung zu verzögern.

Immunsupprimierte Patienten waren (bis auf stabile HIV-Patienten) nicht in der Studienpopulation. Trotzdem wird von allen Experten gerade die Impfung für Immunsupprimierte empfohlen, da sie ein großes Risiko für schwere Verläufe haben. Es könnte sein, dass ihre Immunantwort hinter der der Durchschnittspopulation zurückbleibt.

Auch die Deutsche Transplantationsgesellschaft hat darauf aufmerksam gemacht, dass gerade die transplantierten Patienten geimpft werden sollten.

Ebenso hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie geklärt, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auch unter immunsuppressiver Therapie geimpft werden sollten. 

Für Patienten mit einer ausgeheilten Tumorerkrankung in der Anamnese gibt es keine Kriterien, die eine Impfung verbietet.

Patienten mit Tumorerkrankungen, die noch in Behandlung sind, sollten sich von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie hat am 07.01.2021 eine aktualisierte Empfehlung zur Impfung speziell auch für Patienten in der Krebstherapie veröffentlicht, wonach gerade bei Patienten unter Chemotherapie die Impfung empfohlen wird. 

Für Diabetiker gibt es derzeit keine Einschränkungen, unter den Probanden zum Beispiel bei BioNTech waren laut der Studienprotokolle fast 1600 Diabetiker allein in der Gruppe, die den Impfstoff bekommen hatte.

Durch die Einnahme von Schmerzmitteln in üblicher Dosierung ist keine Zunahme von Nebenwirkungen zu erwarten. Die Einnahme eines bisher gut vertragenen Schmerzmittels für stärker auf Impfungen reagierende Personen insbesondere bei Applikation der 2. Impfdosis, welche im Vergleich zur 1. Impfdosis mit etwas vermehrten lokalen und systemischen Reaktionen einhergehen kann, ist sogar sinnvoll.

Ihre Gesundheit steht an erster Stelle. Ihr/e Hausärzt:in ist für Sie da und klärt Sie gerne zu allen
Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung auf.

Es ist so: Die Corona-Schutzimpfung gibt Hoffnung auf einen sicheren und effektiven Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung. Die Impfstoffe wurden im Rahmen von klinischen Studien vor der Zulassung bei mehreren zehntausend Freiwilligen untersucht und es traten bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. Über langfristige Effekte können jedoch noch keine Aussagen gemacht werden.

Das Risiko, Schäden durch die Erkrankung davonzutragen, ist viel höher.

Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

Fragen zur Coronaschutzimpfung allgemein

Am 21. Dezember gab die europäische Arzneimittelbehörde EMA grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech. Die EU-Kommission hatte die Zulassung daraufhin erteilt. Am 22. Dezember erteilte das Paul-Ehrlich-Institut die Freigabe der Impfstoff-Chargen und der Hersteller Biontech liefert den Impfstoff an die Anlieferungszentren der Länder.

Danach lag es in der Hand der Länder, den Impfstoff an ihre regionalen Zentren zu verteilen und zu impfen. Der Schwerpunkt lag zunächst auf den Alten- und Pflegeeinrichtungen.

In Sachsen startete die Coronaschutzimpfung am 27. Dezember 2020 in Pflegeheimen in Lichtentanne (Landkreis Zwickau) und Radeberg (Landkreis Bautzen) sowie im Klinikum Chemnitz. 

Die Terminvergabe erfolgt über eine zentrale Hotline oder online. Die Termine zur Impfung werden an entsprechend priorisierte Personengruppen je nach Verfügbarkeit vergeben.

Hotline: 0800 0899 089

Auf folgemden Buchungsportal können individuelle Impftermine entsprechend der Priorisierung gebucht werden:

Dies ist davon abhängig, wie hoch die Nachfrage ist und wie viel Impfstoff zur Verfügung steht. Es werden nur so viele Termine im Impfportal angeboten, wie auch Impfstoff vorhanden ist. Der Termin für die Erst- und die Zweitimpfung werden gemeinsam vergeben.

Die Impfung wird in Impfzentren durchgeführt, die das Deutsche Rote Kreuz im Auftrag des Sozialministeriums betreibt. Jeder kann das Impfzentrum wählen, welches für ihn selbst am besten erreichbar ist. Beide Impfungen müssen im gleichen Impfzentrum erfolgen. Seit dem 7. April sind außerdem Impfungen bei Hausärzten möglich. Im grenznahen Raum wird zudem in den Medizinischen Versorgungszentren von Krankenhäusern geimpft. 

Ausschließlich qualifizierte Ärztinnen und Ärzte sowie geschultes medizinisches Fachpersonal werden die Impfungen durchführen. Viele Mediziner und auch viele medizinisch geschulte Fachkräfte haben sich bereiterklärt, bei der Durchführung der Impfungen zu helfen.

Neben der Terminbestätigung sind der Impfausweis, falls vorhanden, sowie wichtige Unterlagen wie ein Herzpass, ein Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste zur Impfung mitzubringen.

Die Coronaschutzimpfung wird, wie jede andere Impfung auch, im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung dokumentiert. Wer nicht über einen Impfausweis verfügt, bekommt eine einheitliche Ersatzbescheinigung zum Eintrag der beiden Impfungen.

Zur Vorbereitung können bereits die Aufklärungsbögen des RKI herunterladen werden. Von Vorteil ist, wenn sich die zu Impfenden den Aufklärungsbogen und die Einverständniserklärung bereits zu Hause ausdrucken und ausgefüllt zur Impfung mitbringen.

Beim Check-in bzw. der Anmeldung im Impfzentrum gleicht das Personal die Daten ab. Dabei muss unter anderem ein Aufklärungsbogen ausgefüllt werden. Ein Arzt führt mit dem Impfwilligen ein Aufklärungsgespräch, thematisiert ausführlich die medizinische Vorgeschichte und informiert über die Impfung. Nach Unterzeichnung der Einverständniserklärung wird geimpft. Danach verbringt die geimpfte Person zur noch rund eine halbe Stunde zur Überwachung in einem Beobachtungsraum. Im Anschluss kann die Heimfahrt angetreten werden.

Bei den zunächst vor einer Zulassung stehenden Impfstoffen ist für einen wirksamen Schutz jeweils eine zweimalige Impfung im Abstand von drei Wochen erforderlich. Wie lange die Wirkung eines Impfstoffes anhält und wie oft geimpft werden muss, ist derzeit nicht absehbar.

Ziel ist, dass all diejenigen, die eine Corona-Schutzimpfung möchten, diese auch sobald wie möglich erhalten können. Am Anfang wird es noch nicht genug Impfstoff für alle geben. Deshalb wird empfohlen, dass zuerst die Menschen geimpft werden, die das größte gesundheitliche Risiko für einen schweren Verlauf und ein Ansteckungsrisiko durch ihren Beruf haben. Das heißt, dass diejenigen Menschen, die eine Impfung am dringendsten brauchen, sie auch zuerst erhalten sollen.

Personen in der Häuslichkeit sollen perspektivisch entweder über mobile Impfteams oder behandelnde Hausärzte mit Impfungen versorgt werden, sobald die Kapazität bzw. die besonderen Lagerungs- und Transportbedingungen des jeweils zur Verfügung stehenden Impfstoffes dies gestatten. Auch sind in verschiedenen Kommunen zusätzliche Angebote für solche Menschen zur leichteren Erreichbarkeit der Impfung geplant.

Die sächsischen Hausarztpraxen werden nach der Freigabe durch den Bund ab dem 7. April 2021 flächendeckend und regulär in die Impfkampagne gegen das Coronavirus einbezogen. Die Praxen beziehen ihren Impfstoffbedarf über den Großhandel und die Apotheken. Sie bestellen den Impfstoff selbst über das System der Regelversorgung.
Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Die Ärztinnen und Ärzte können ihre Patientinnen und Patienten gezielt ansprechen, um die vorgegebene Priorisierung einzuhalten.

Nein. Es gibt keine Impfpflicht. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig. Vor der Impfung findet in den Impfzentren eine ausführliche Beratung und Aufklärung durch Ärztinnen und Ärzte statt. Es handelt sich um eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung. Die Impfung bietet dem Geimpften Schutz und hilft, die Pandemie einzudämmen.

Nein. Die Impfung ist freiwillig.

Die Impfungen gegen das Coronavirus sind für die Bevölkerung kostenlos. Die Finanzierung der Impfstoffe übernimmt der Bund, die Kosten für den Betrieb der Impfstellen teilen sich Bund und Länder.

Nein, das ist nicht notwendig, solange Sie keine Symptome aufweisen. Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine akute Infektion auch nicht negativ beeinflusst.

Der Impfschutz greift circa zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfung – und auch danach sind Sie weiterhin aufgefordert, die AHA-Regelungen einzuhalten. Trotz Immunität können Sie möglicherweise noch ÜberträgerIn sein – die Regelungengelten vorerst also weiterhin, zum Schutz aller.

Durch die vollständige Impfung ist zwar die Wahrscheinlichkeit der Weitergabe verringert, jedoch erlauben die bisher vorliegenden Daten keine abschließende Bewertung hinsichtlich einer kompletten Verhinderung einer Übertragung von SARS-CoV-2. Daher gelten die AHA-Regeln zunächst auch für Geimpfte.

Ja, und das war auch nicht anders zu erwarten. Das ist bei Erkrankungen der oberen Atemwege, z.B. nach einer Grippeimpfung, immer so. Aber zumindestens zu AstraZeneca gibt es Untersuchungen, dass die Viruslast nach der Impfung, selbst wenn man Virusträger ist, deutlich geringer ausfällt und man also deutlich weniger infektiös ist. So schützt man über die Impfung nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie und andere Mitmenschen.

Alle Antigen-Tests, die in Deutschland zugelassen sind, verwenden bis auf einen selten verwendeten Test als Zielantigen das sog. Nukleokapsid-Protein von SARS-CoV-2. Die mRNA, die im Impfstoff benutzt wird, kodiert das Spike-Protein. Da dieses jeweils völlig unterschiedliche Eiweiß-Strukturen sind, kann es nicht zu falsch positiven Tests aufgrund der SARS-CoV-2-Impfung führen.

Da das Ausmaß und die Dauer der Immunität nach einer COVID-19-Erkrankung derzeit noch unklar sind, sollten sich auch Menschen, die eine SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben impfen lassen. Der Impfstoff wird jedoch zunächst für Personen der höchsten und hohen Prioritätsstufen verwendet, die bisher weder eine Erkrankung durchgemacht haben, noch geimpft sind. Wenn aber gerade bei diesen Personen das Zurückstellen und erneute Einbestellen bzw. Aufsuchen von Genesenen beispielsweise in Senioren- oder Altenpflegeheimen schwierig ist, sollten alle in diesen Einrichtungen Lebenden oder Tätigen eine Impfung angeboten bekommen. Es ist nicht eindeutig gesichert, aber theoretisch könnten ehemals an COVID-19 Erkrankte nach der Schutzimpfung möglicherweise eine robustere Immunantwort entwickeln.

Grundsätzlich gilt auch, dass nach durchgemachter (asymptomatischer oder symptomatischer) SARS-CoV-2-Infektion keine erhöhte Rate an unerwünschten Reaktionen nach der Impfung zu erwarten ist.

Mit Bezug auf die Entscheidungen der ständigen Impfkommission und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt kann eine Impfung in Abstimmung mit dem Impfarzt erfolgen, wenn die Covid-19-Erkrankung drei Monate zurückliegt. Die drei Monate beginnen mit dem Tag des positiven Abstrichs.​

Die Impfung schützt davor, selbst schwer zu erkranken und kann wahrscheinlich auch die Übertragung der Krankheit erschweren. Im Moment gibt es hinsichtlich Freizeitaktivitäten keine Privilegien für Geimpfte.

Bisher ist noch nicht wirklich erwiesen, ob das Virus nach vollständiger Impfung weitergegeben werden kann. Bis hier klare Daten vorliegen, ist also auch eine Impfbescheinigung kein Ersatz für einen aktuellen (Schnell)-Test. 

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