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Häufig gestellte Fragen zur Coronaschutzimpfung

Drei Holzwürfel stehen nebeneinander auf dem Tisch. Sie sind jeweils mit einem Fragezeichen beschriftet © iStock

Die wichtigsten Antworten auf die Fragen zur Coronaschutzimpfung haben wir hier zusammengestellt. Weitere Informationen finden Sie außerdem in den FAQs des Bundesgesundheitsministeriums

Fragen zu den Impfstoffen

Die klinischen Studien zur Verträglichkeit, Sicherheit und Wirksamkeit der Impfstoffe wurden in drei Studienphasen überprüft. Vor allem die klinischen Prüfungen der Phase 3 wurden sehr breit angelegt. Zudem wurden in vorbereitenden nichtklinischen Studien die Impfstoffe mit erhöhter Wirkstoffmenge an Tieren untersucht, um mögliche Auswirkungen auf den Körper zu untersuchen, die Schäden anzeigen könnten. Die Qualitätsanforderungen im europäischen Zulassungsverfahren sind sehr hoch. Das ist auch eine Frage der Verlässlichkeit und im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger der EU

Auch nach Verfügbarkeit eines zugelassenen Impfstoffs, finden weiterhin Untersuchungen statt, um weitere Informationen zur Sicherheit des Impfstoffs (z.B. Auftreten seltener unerwünschter Wirkungen) nach Anwendung in größeren Bevölkerungsgruppen zu erhalten.

In die Impfstoffstudien werden mehrere zehntausend Personen einbezogen. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind bisher nicht gehäuft aufgetreten. Mögliche häufige Nebenwirkungen sind leichte bis moderate Schmerzen an der Einstichstelle, Erschöpfung sowie Kopfschmerzen, die vorübergehend auftreten und normalerweise innerhalb von zwei Tagen verschwinden.

In den Zulassungsstudien können Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von 1 zu 1.000 beobachtet werden.
Über langfristige Effekte können jedoch noch keine Aussagen gemacht werden.
Gewisse Risiken lassen sich nicht ausschließen, aber tatsächlich werden in Deutschland generell nur Impfstoffe genehmigt, die unsere sehr strengen Sicherheitsstandards erfüllen und umfangreichen klinischen Prüfungen unterzogen wurden. Die Sicherheitsprüfungen wurden für die Corona-Schutzimpfung insofern optimiert, als die klassischen Prüfschritte parallel und nicht zeitversetzt erfolgt sind. Dabei wurden aber keine Prüfschritte ausgelassen. Die Sicherheit von uns allen hat oberste Priorität!

Durch ähnliche Viren wissen die Forscher:innen bereits viel über SARS-CoV-2. Das lieferte relativ schnell eine gute Grundlage für die Entwicklung des COVID-19-Impfstoffes.Darüber hinaus haben Forscher:innen weltweit gleichzeitig daran gearbeitet, ihre aktu- ellen Ergebnisse miteinander geteilt und direkt an die Prüfbehörden weitergegeben. So ein globales wissenschaftliches Zusammenwirken gab es vor dieser Pandemie noch nie.

Aber keine Sorge: Trotzdem wurden keine Prüfschritte weggelassen. Es wurde parallel an mehreren Prüfschritten und generell stärker zusammengearbeitet. Die zugelassenen COVID-19-Impfstoffe haben in klinischen Studien vor der Zulassung Wirksamkeit und gute Verträglichkeit gezeigt.

Bis auf weiteres übernehmen die sächsischen Impfzentren die Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Alle Personen, die einen Zweitimpftermin haben und unter 60 Jahre alt sind, erhalten einen anderen Impfstoff. Sie werden zu ihrem regulär gebuchten Termin mit einem mRNA Impfstoff geimpft. Personen ab 60 Jahren erhalten zu ihrer Zweitimpfung, wie ursprünglich vorgesehen, weiterhin den Impfstoff des Herstellers Astrazeneca.

Laut Herstellerangaben haben die Impfungen gegen COVID-19 eine hohe Wirksamkeit von bis zu 95%. Die Studiendaten zeigten: Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus zu infizieren, war bei den COVID-19-geimpften Teilnehmer:innen um 95% geringer als bei den Placebo-geimpften TeilnehmerInnen. Kommt eine COVID-19-geimpfte Person also mit dem Erreger in Kontakt, wird sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erkranken.

Zur Grundimmunisierung muss der gleiche Impfstoff mindestens zweimal im Abstand von drei bzw. vier Wochen injiziert werden. Das Immunsystem braucht diese Zeit, damit der Körper den Immunschutz aufbaut. Der Impfschutz beginnt nach derzeitigem Kenntnisstand ein bis zwei Wochen nach der zweiten Impfdosis.

Die Dauer der Schutzwirkung ist nicht bekannt, erste Analysen zeigen aber noch eine starke Immunantwort nach drei bis sechs Monaten, so dass man von einer längerfristig bestehenden Immunantwort ausgehen kann. In aktuell laufenden Untersuchungen werden noch genauere Erkenntnisse über die Dauer des Immunschutzes gewonnen werden. 

Gemäß dem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz sind Auffrischungsimpfungen in Sachsen grundsätzlich seit September 2021 möglich. Empfohlen wird eine so genannte Booster-Impfung mit einer Dosis eines mRNA-Impfstoffes für alle vollständig geimpften Menschen, die ein erhöhtes Risiko für Durchbruchsinfektionen haben. Die Sächsische Impfkommission empfiehlt für alle Geimpften ab 18 Jahren eine Auffrischungsimpfung sechs Monate nach der letzten Impfung. Im Einzelfall oder wenn genug Impfstoff da ist, kann schon nach fünf Monaten aufgefrischt werden.

Anhand klinischer Studien werden im Zulassungsverfahren die Wirkungen der Impfstoffe bewertet – die gewünschten und die unerwünschten Nebenwirkungen. Die zum Zeitpunkt der Zulassung bekannten Nebenwirkungen werden in der Gebrauchsinformation der Impfstoffe publiziert und im Aufklärungsgespräch kommuniziert. Nach der Marktzulassung der Impfstoffe wird deren Anwendung engmaschig und streng überwacht werden. Weitere Informationen zur Zulassung finden Sie auf der Internetseite des Paul-Ehrlich-Instituts.

Zur weiteren Information können Sie sich die Aufklärungsbögen des RKI herunterladen.

Da noch keine Langzeitstudien vorliegen, sind Aussagen über Spätfolgen der Impfungen derzeit nicht möglich. Rückschlüsse, die sich aus vergangenen Forschungsprojekten ziehen lassen, welche in Verbindung mit vergleichbaren Inhaltsstoffen standen, deuten derzeit nicht auf unerwünschte Langzeitfolgen hin.

Sie sprechen die mRNA-Impfstoffe an. Diese werden nicht in DNA umgebaut und haben keinen Einfluss auf unsere Gene. Es ist nämlich so, dass aus mRNA in menschlichen Zellen keine DNA gemacht werden kann. DNA und mRNA – das klingt zwar ähnlich, ist aber etwas ganz anderes.

Wenn Sie einen mRNA-Impfstoff bekommen, dann reagiert Ihr Körper, indem er Proteine herstellt, auf die Ihr Immunsystem wiederum mit der Bildung von Antikörpern antwortet, was
für Sie dann den Schutz vor dem eigentlichen Virus bedeutet.

Ja. Zu AstraZeneca gibt es sogar ganz konkret in der 7. KW eine Veröffentlichung in einem Preprint, dass der Immunschutz gegen die britische Mutante sehr gut ist. Zu den anderen Impfstoffen laufen die Studien noch.

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist in Europa auch für Kinder ab 12 Jahren zugelassen. Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat auch für den Einsatz des Impfstoffes von Moderna für Kinder ab 12 Jahre grünes Licht gegeben. 

Die Sächsische Impfkommission empfiehlt seit 1. August 2021 die Impfung für alle Kinder ab 12 Jahre. Die Entscheidung, ob geimpft wird, trifft in jedem Einzelfall der Impfarzt.

Die Sächsische Impfkommission empfiehlt seit 1. Dezember 2021 außerdem die Impfung gegen SARS-CoV-2 für alle Kinder zwischen 5 und 11 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder Kontakt zu Menschen mit einem erhöhten Risiko haben.

Bitte beachten Sie, dass generell die endgültige Entscheidung, ob ein Kind geimpft wird, beim Impfarzt liegt -  auch wenn sich alle anderen Beteiligten für die Impfung ausgesprochen haben. 

Folgende Regeln gelten für 14 und 15-Jährige:

Es ist eine Einwilligung durch beide Sorgeberechtigte und Anwesenheit mindestens eines Sorgeberechtigten erforderlich.

Erscheinen beide Sorgeberechtigte zur Impfung, dann:

  • füllen beide unten stehendes Formblatt aus,
  • unterschreiben beide das Aufklärungsmerkblatt sowie die Einwilligungserklärung, 
  • unterschreibt auch der minderjährige Impfling das Aufklärungsmerkblatt sowie die Einwilligungserklärung, 
  • nehmen beide am Aufklärungsgespräch und am Impftermin des Impflings teil.

Erscheint nur ein Sorgeberechtigter zur Impfung, dann:

  • ist dieser vom anderen Sorgeberechtigten durch unten stehendes Formblatt zu ermächtigen oder
  • hat dieser durch unten stehendes Formblatt das alleinige Sorgerecht zu bestätigen
  • unterschreibt nur der Erschienene das Aufklärungsmerkblatt sowie die Einwilligungserklärung
  • unterschreibt auch der minderjährige Impfling das Aufklärungsmerkblatt sowie die Einwilligungserklärung
  • nimmt der erschienene Sorgeberechtige unter Beachtung der Punkte 2a oder 2b am Aufklärungsgespräch und am Impftermin teil.

Folgende Regeln gelten für 16 bis 17-Jährige:

Es ist eine Einwilligung durch mindestens einen Sorgeberechtigen, jedoch keine Anwesenheit des / der Sorgeberechtigten erforderlich.

  • Mindestens ein Sorgeberechtigter unterschreibt das Aufklärungsmerkblatt und die Einwilligungserklärung
  • Auch der minderjährige Impfling unterschreibt das Aufklärungsmerkblatt und die Einwilligungserklärung.

Impfreaktionen sind nicht gleich Nebenwirkungen! Auf Grund von klinischen Studien vor der Zulassung, die eine gute Verträglichkeit des Impfstoffes gezeigt haben, ist die Häufigkeit von Nebenwirkungen niedrig. Es kann allerdings, wie nach jeder Impfung, zu Impfreaktionen kommen. Impfreaktionen sind eigentlich ein gutes Zeichen dafür, dass Ihr Körper den Impfstoff aufnimmt und Antikörper entwickelt. Impfreaktionen können beispielsweise stärkere Kopfschmerzen, Glieder- und Gelenkschmerzen, lokale Einstichschmerzen am Arm, Müdigkeit oder grippeähnliche Symptome umfassen. Beobachten Sie Ihre Symptome und bei Fragen wenden Sie sich an Ihre/n Hausärzt:in, wie unter der Frage »Wo kann ich Nebenwirkungen melden?« beschrieben.

Beim Menschen befindet sich das Erbgut in Form von DNA im Zellkern. Ein Einbau von mRNA aus dem Impfstoff in die DNA ist nicht möglich. Die von den Körperzellen nach der Impfung aufgenommene mRNA wird nicht in DNA umgewandelt. Daher hat eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff nach den Erfahrungen seit mehr als 10 Jahren mit solchen Impfstoffen keine Auswirkungen auf das Erbgut.

Richtig. Schon 22 Tage nach der ersten Impfung beträgt der Schutz gegen einen schweren Verlauf von COVID-19 über 80%. Sogar ohne Zweitimpfung steigt er in den Folgewochen weiter an. Diesen sehr guten Immunschutz verlängert die Zweitimpfung nach 12 Wochen.

Der AstraZeneca-Impfstoff ist ein sogenannter Vektor-Impfstoff. Der Bauplan für das Spike-Eiweiß wird nicht über eine Boten-RNA wie bei den mRNA-Impfstoffen in die Zelle geschleust, sondern über einen Vektor, der sich im Menschen nicht vermehren kann (»Replikations-defizient«) und für den Menschen ungefährlich ist. In diesem Fall wird eine DNA eingeschleust, die in den Zellkern gelangt und dort zur mRNA umgeschrieben wird. Die folgenden Schritte laufen vergleichbar mit jenen bei den mRNA-Impfstoffen ab. Rein statistisch liegt die Impfwirkung bei Optimierung der Impfabstände schon bei 78% nach der ersten Impfung und bei 84% nach der 2. Impfung, wenn man alle symptomatischen COVID-19-Fälle nach Impfung betrachtet. Interessanterweise ist auch die Wirksamkeit bei der sich in Europa ausbreitenden Variante B.1.1.7 immerhin für die symptomatische Infektion 74%. 

Nach bisherigen Erfahrungen sind die Reaktionen auf den AstraZeneca-Impfstoff bei der ersten Anwendung etwas ausgeprägter, aber vergleichbar mit denen bei der Impfung mit dem BioNTech/Pfizer-Impfstoff. Die Reaktionen klingen aber ebenfalls typischerweise nach 2-3 Tagen wieder vollständig ab. Weltweit ist der AstraZeneca-Impfstoff schon viele Millionen Male verimpft worden.

Ein wahrscheinlicher Impfdurchbruch ist definiert als SARS-CoV-2-Infektion (mit klinischer Symptomatik), die bei einer vollständig geimpften Person mittels PCR oder Erregerisolierung diagnostiziert wurde. Sogenannte Impfdurchbrüche können vorkommen, allerdings ist die Quote dafür sehr niedrig. Eine genaue Aufschlüsselung der Zahlen in Deutschland finden Sie im Wochenbericht des RKI.

Nein. Der Impfstoff wird zwar bei circa -70°C aufbewahrt, kurz vor der Impfung wird er aber aufgetaut und in Kochsalzlösung, die bei normaler Kühlschrank- oder Raumtemperatur gelagert wird, aufgenommen.

Solche Annahmen sind Verschwörungsmythen, keine Tatsachen. Diese Behauptung ist nicht wahr.

Wir dürfen nicht vergessen: Die Forschung am COVID-19-Impfstoff wird von WissenschaftlerInnen durchgeführt. Ihr Ziel ist die Entwicklung eines guten Schutzimpfstoffes gegen COVID-19.

Fragen zur Boosterimpfung

Die Covid-19-Impfstoffe schützen effektiv vor schweren Erkrankungen mit dem Coronavirus. Die in Deutschland verwendeten Impfstoffe verhindern Corona-Infektionen in erheblichem Maße und reduzieren die Ansteckungsgefahr für andere.

Studien belegen, dass der Impfschutz mit der Zeit nachlassen kann, insbesondere bei Älteren oder bei Menschen mit schwächerem Immunsystem oder Vorerkrankungen. Bei älteren Menschen ist es zudem so, dass die Immunantwort nach einer Impfung insgesamt geringer ausfällt. Hier kann eine Auffrischungsimpfung den Impfschutz wieder deutlich erhöhen. Der Körper bildet mehr Antikörper und kann sich so noch besser vor dem Virus schützen. Die Auffrischungsimpfung wirkt also wie ein Booster für das Immunsystem.

Nach der neuesten Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) zum 1. November 2021 sind Auffrischungsimpfungen ohne Einschränkung für alle Menschen ab 18 Jahre möglich. Die STIKO hat am 21. Dezember 2021 ihre Empfehlung zur COVID-19-Auffrischimpfung hinsichtlich des Impfabstands aktualisiert. Für alle Personen, für die bisher nach zweifacher Impfung oder Infektion eine Auffrischimpfung (3. Impfung) bzw. eine einzelne Impfung mit einem Abstand von 6 Monaten empfohlen war, wird ab sofort ein verkürzter Abstand von mindestens 3 Monaten empfohlen. Neueste Daten belegen demnach eindrucksvoll eine Risikoreduktion für alle Altersgruppen. 

Nach der Aktualisierung der Empfehlung der Sächsischen Impfkommission (SIKO) zum Jahresbeginn ist eine Auffrischimpfung mit dem mRNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren nach frühestens drei Monaten nach der Grundimmunisierung ebenfalls möglich. Ob die Impfung dann tatsächlich durchgeführt wird, entscheidet die Ärztin, der Arzt nach dem Beratungsgespräch. 

Möglichst zeitnah sollen folgende Personengruppen geboostert:

  1. Alle, deren Impfung mehr als 6 Monate zurückliegt und die über 60 Jahre alt sind oder eine Grunderkrankung haben, die das Immunsystem beeinträchtigt (z.B. Transplantierte, Rheumapatienten, Tumorpatienten, Immunsupprimierte).
  2. alle vollständig mit AstraZeneca oder Johnson&Johnson Geimpften

Jetzt gilt es, schwere Verläufe und Tote zu verhindern:

Denjenigen, die ihren ersten Impfschutz mit dem Vektorimpfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, empfiehlt die SIKO zur Optimierung des Impfschutzes eine zusätzliche mRNA-Impfung ab der vierten Woche nach der verabreichten Johnson&Johnson-Impfung.

Auch Personen, die ihre erste Impfserie mit dem Vektorimpfstoff von AstraZeneca erhalten haben, können mindestens drei Monate nach der zweiten Impfung eine Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten. Gleiches gilt für Kreuzgeimpfte (1. Impfung: Vektor-Impfstoff + 2. Impfung: mRNA-Impfstoff).

Internationale Studien lassen davon ausgehen, dass der Impfschutz der Booster-Impfung nach etwa sieben bis 12 Tagen einsetzt. 

Fragen zur Kinderimpfung

Der Impfstoff ist ab Mitte der KW 50 in Sachsen vorhanden. Die Anzahl der Impfstoffdosen in den einzelnen Praxen hängt von den Bestellungen ab. Hauptsächlich sind die 277 niedergelassenen Kinderärztinnen und –ärzte erster Ansprechpartner. Darüber hinaus haben bislang rund 20 Kinderkliniken und –ambulanzen in ganz Sachsen regelmäßige Impfangebote für diese Personengruppe angekündigt. Erste Impfungen wurden bereits durchgeführt. Ergänzend wird auch der Freistaat spezielle Angebote für die 5- bis 11-Jährigen machen.

Eltern, die ihre Kinder impfen lassen möchten, können sich an die niedergelassenen Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte wenden. In Sachsen wollen sich zudem rund 20 Kinderkliniken und –ambulanzen an der Impfkampagne beteiligen. Darüber hinaus stehen auch die staatlichen Impfstellen für Eltern und ihre Kinder zur Verfügung. Zunächst gibt es Familien-Impftage an Samstagen sowie in den Weihnachtsferien.  

Die Siko empfiehlt Kindern die Corona-Schutz-Impfung zwischen 5 und 11 Jahren, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf oder Kontakt zu Menschen mit einem erhöhten Risiko haben. Zur Risikogruppe gehören etwa Kinder mit schweren Herzerkrankungen, genetischen Erkrankungen oder Diabetes Mellitus. Unabhängig davon soll Kindern und deren Eltern, die sich für eine Impfung entscheiden, die Möglichkeit dazu nicht verwehrt werden.

Ziel der Empfehlung ist es u.a. schwere COVID-19-Verläufe und Todesfälle bei Kindern im Alter von 5-11 Jahren zu verhindern. Zwar ist die 7-Tagesinzidenz in der Altersgruppe sehr hoch, so dass man davon ausgehen kann, dass ohne Impfung ein Großteil der 5- bis 11-Jährigen mittelfristig infiziert werden wird, allerdings verlaufen die meisten Infektionen asymptomatisch.

Derzeit besteht für Kinder ohne Vorerkrankungen in dieser Altersgruppe nur ein geringes Risiko für eine schwere COVID-19-Erkrankung, Hospitalisierung und Intensivbehandlung. Hinzu kommt, dass das Risiko seltener Nebenwirkungen der Impfung auf Grund der eingeschränkten Datenlage derzeit nicht eingeschätzt werden kann. Daher sprechen die Ständige Impfkommission (STIKO) und die Sächsische Impfkommission (SIKO) für 5- bis 11-jährige Kinder ohne Vorerkrankungen derzeit keine generelle Impfempfehlung aus. Aber auch Kinder ohne Vorerkrankungen können mit Einverständnis von Eltern und Arzt geimpft werden. Sobald weitere Daten zur Sicherheit des Impfstoffs in dieser Altersgruppe oder andere relevante Erkenntnisse vorliegen, wird die STIKO diese umgehend prüfen und die Empfehlung ggf. anpassen.

Bisher sind beim Corona-Impfstoff von BioNTech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren keine schweren Nebenwirkungen bekannt. In der Zulassungsstudie hatten viele Kinder ein bis zwei Tage lang vorübergehende Impfreaktionen, besonders nach der zweiten Spritze.

Häufig waren das Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Einige hatten rund um die Einstichstelle auch eine Rötung oder Schwellung. Außerdem bekamen einige Kinder Fieber, Durchfall, Schüttelfrost sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.

Die Haftungsregelung gilt auch für diese Kinder-Impfung. Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes wurde in § 60 IfSG klargestellt, dass für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung besteht. Dieser Anspruch besteht unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden.

Die STIKO empfiehlt eine Impfung genesener Kinder bisher nicht ausdrücklich. Die STIKO wird auch das  zu gegebener Zeit bewerten.

Fragen zu den Nebenwirkungen

In den umfangreichen Prüfungen, die vor der Zulassung der Impfstoffe durchgeführt wurden, gibt es keine Hinweise auf das Auftreten von weiblicher oder männlicher Unfruchtbarkeit.

Impfreaktionen sind nicht gleich Nebenwirkungen. Die häufigsten lokalen Reaktionen waren Schmerzen an der Einstichstelle (COVID-19-Impfung: 54,2%; Kontrollgruppe: 36,7%) sowie Spannungsgefühl (COVID-19-Impfung: 63,7%; Kontrollgruppe: 39,5%). Unter den systemischen Reaktionen waren Abgeschlagenheit (COVID-19-Impfung: 53,1%; Kontrollen: 38,2%), Kopfschmerzen (COVID-19-Impfung: 52,6%; Kontrollen: 39,0%) sowie Krankheitsgefühl (COVID-19-Impfung: 44,2%; Kontrollen: 20,2%) die häufigsten Ereignisse. Erhöhte Temperaturen trat bei 33,6% der COVID-19-Geimpften und 10,7% in der Kontrollgruppe auf. Fieber hingegen trat nur bei einem vergleichsweisen geringen Anteil der TeilnehmerInnen auf (COVID-19-Impfung: 7,9%; Kontrollen: 1,2%). Der STIKO lagen darüber hinaus weitergehende Informationen des Herstellers vor, die zeigen, dass die Häufigkeit lokaler und systemischer Reaktionen nach der 2. Dosis geringer war als nach der 1. Dosis.

Nebenwirkungen melden Sie direkt an Ihren Hausarzt oder in der Apotheke, bleiben Sie mit Ihrem Hausarzt im Austausch. Für die Bewertung der Nebenwirkungen, eine mögliche Diagnose und Folgebehandlung sind diese weiterhin Ihre Ansprechpartner, auch wenn sie Sie nicht geimpft haben.

Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen und es wird so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Oft ist es nur ein Verdacht, der sich nicht bestätigt. Gerne können Sie Nebenwirkungen auch noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite www.nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0-App (die App des Paul-Ehrlich-Instituts) melden. Auch Ihr Hausarzt wird auftretende Nebenwirkungen an die vorgesehenen Stellen melden, das ist Pflicht.

Bezüglich möglicher Nebenwirkung bei Impfungen wird jeder Impfling ärztlich aufgeklärt. Hierzu erhält und unterschreibt sie / er das Aufklärungsmerkblatt. Ebenso der aufklärende Arzt. Zusätzlich werden durch das Paul-Ehrlich-Institut auch regelmäßig Sicherheitsberichte herausgegeben. 

Sollten nun Nebenwirkungen bei der Impfung auftreten, sollte eine ärztliche Vorstellung erfolgen. Bei Nebenwirkungen, die das »übliche Maß« überschreiten, besteht eine ärztliche Meldepflicht an das örtliche Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt übermittelt an das Paul-Ehrlich-Institut und die zuständige Landesbehörde, in Sachsen ist das die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen. Darüber hinaus sind Ärzte gemäß der ärztlichen Berufsordnung verpflichtet, die ihnen aus ihrer ärztlichen Behandlungstätigkeit bekannt werdenden unerwünschten Wirkungen von Arzneimitteln der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) zu melden. In Sachsen hat hierzu die Sächsische Impfkommission (SIKO) eine Handlungsanleitung erstellt, die eine Hilfestellung bei Einschätzung und Vorgehen bei etwaigen Impfnebenwirkungen bietet. 

Die Meldung erfolgt gem. §6 Abs. 1 IfSG. Als das übliche Maß überschreitend werden angesehen: 
»kurzzeitig vorübergehende Lokal- und Allgemeinreaktionen, die als Ausdruck der Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff anzusehen sind: z.B. 

  • für die Dauer von 1-3 Tagen (gelegentlich länger) anhaltende Rötung, Schwellung oder Schmerzhaftigkeit an der Injektionsstelle 
  • Fieber unter 39.50C (bei rektaler Messung), Kopf- und Gliederschmerzen, Mattigkeit, Unwohlsein, Übelkeit, Unruhe, Schwellung der regionären Lymphknoten 
  • oder im gleichen Sinne zu deutende Symptome einer ‚Impfkrankheit‘ (1-3 Wochen nach der Impfung), z.B. leichte Parotisschwellung oder ein Masern- bzw. Varizellen ähnliches Exanthem oder kurzzeitige Arthralgien nach der Verabreichung von auf der Basis abgeschwächter Lebendviren hergestellten Impfstoffen gegen Mumps, Masern, Röteln oder Varizellen.«

Impfschäden werden durch den Kommunalen Sozialverband Sachsen bearbeitet. Ein Impfschaden kann gemäß § 60 IfSG beim Kommunalen Sozialverband Sachsen geltend gemacht werden. 

Primärer Ansprechpartner bei Nebenwirkungen ist für den Impfling ist in erster Linie die Ärztin bzw. der Arzt.

Nebenwirkungen melden Sie direkt an Ihren Hausarzt oder in der Apotheke, bleiben Sie mit Ihrem Hausarzt im Austausch. Für die Bewertung der Nebenwirkungen, eine mögliche Diagnose und Folgebehandlung sind diese weiterhin Ihre Ansprechpartner, auch wenn sie Sie nicht geimpft haben. Verdachtsfälle zu Nebenwirkungen werden sehr ernst genommen und es wird so schnell wie möglich aufgeklärt, ob es sich um eine zufällig in zeitlichem Zusammenhang auftretende Reaktion oder eine tatsächliche Nebenwirkung handelt. Oft ist es nur ein Verdacht, der sich nicht bestätigt. Gerne können Sie Nebenwirkungen auch noch zusätzlich beim Paul-Ehrlich-Institut über die Webseite https://nebenwirkungen.bund.de oder über die SafeVac 2.0-App (die App des Paul-Ehrlich-Instituts) melden. Auch Ihr Hausarzt wird auftretende Nebenwirkungen an die vorgesehenen Stellen melden, das ist Pflicht.

Bei vorbekannten Allergien oder bekannten Unverträglichkeiten auf Inhaltsstoffe (z.B. Polyethylenglykol = PEG) sollte ein alternativer Impfstoff eingesetzt werden. Eine allergische Reaktion auf die erste Dosis des SARS-CoV-2-Impfstoffs stellt eine Kontraindikation für die Verabreichung der zweiten Dosis dar. Bei schweren allergischen Reaktionen (allergischer Schock, Herz-Kreislauf- und/ oder Atemstillstand) in der persönlichen Vorgeschichte sind ein ausführliches Aufklärungsgespräch und eine längere Nachbeobachtung nach der Impfung unbedingt nötig.

Schwangere Frauen sollten zunächst nicht geimpft werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 17.September 2021 ihre COVID-19-Impfempfehlungen aktualisiert und spricht nun eine Impfempfehlung für bisher nicht geimpfte oder unvollständig geimpfte Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (ab 13. Schwangerschaftswoche) sowie für stillende Frauen aus.

Die Impfung sollte bei Personen mit akuten fieberhaften Erkrankung oder schwerer Einschränkung des Allgemeinzustandes verschoben werden. Das Vorliegen einer geringfügigen Infektion und/oder leicht erhöhter Körpertemperatur sollte die Impfung nicht verzögern. Wird nach Verabreichung der 1. Impfstoffdosis eine SARS-CoV-2-Infektion labordiagnostisch gesichert, sollte die 2. Impfstoffdosis auf einen späteren Zeitraum verschoben werden.

Nein, die Einnahme der Antibaby-Pille ist kein Hinderungsgrund für den Erhalt der Impfung gegen SARS-CoV-2.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat am 17.09.2021 ihre COVID-19-Impfempfehlungen aktualisiert und spricht nun eine Impfempfehlung für bisher nicht geimpfte oder unvollständig geimpfte Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel (ab 13. Schwangerschaftswoche) sowie für stillende Frauen aus. Nähere Informationen finden Sie auch in der aktuellen SIKO-Empfehlungen zur intrapandemischen SARS-CoV-2-Impfung. 

Ja, Implantate stellen keinen Ausschlussgrund für die Impfung dar.

Wechselwirkungen zwischen Psychopharmaka und den aktuell in Deutschland zugelassenen Impfstoffen sind nicht bekannt und auch grundsätzlich durch die unterschiedlichen Wirkmechanismen eher unwahrscheinlich.

Es gibt diesbezüglich keine Einschränkungen. Da Patienten, die unter Bluthochdruck leiden, zur Risikogruppe für die Entwicklung eines schweren Krankheitsverlaufs gehören, ist gerade diesen Personen eine Impfung gegen SARS-CoV-2 dringend anzuraten.

Es wird häufig gefragt, wieso nicht bestimmte Erkrankungen eher zu einer Priorisierung führen als das Alter. Hierfür macht die STIKO ganz klar geltend, dass die statistische Auswertung aus den COVID-Datenbanken eine absolut eindeutige Priorisierung für die Gruppe 1 nach Alter rechtfertigen. 

Die Applikation der Impfung erfolgt in den Muskel. Dies ist auch bei Einnahme von blutverdünnenden Arzneimitteln in der üblichen prophylaktischen bzw. therapeutischen Dosierung möglich und sollte mit einer sehr feinen Injektionsnadel und anschließendem festen Abdrücken der Einstichstelle über 10 Minuten erfolgen.

Nicht geimpft werden sollen Patienten mit schweren fieberhaften Erkrankungen oder Infekten. Das Vorliegen einer leichten Infektion und/oder leichtes Fieber sollten kein Grund sein, die Impfung zu verzögern.

Immunsupprimierte Patienten waren (bis auf stabile HIV-Patienten) nicht in der Studienpopulation. Trotzdem wird von allen Experten gerade die Impfung für Immunsupprimierte empfohlen, da sie ein großes Risiko für schwere Verläufe haben. Es könnte sein, dass ihre Immunantwort hinter der der Durchschnittspopulation zurückbleibt.

Auch die Deutsche Transplantationsgesellschaft hat darauf aufmerksam gemacht, dass gerade die transplantierten Patienten geimpft werden sollten.

Ebenso hat die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie geklärt, dass Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen auch unter immunsuppressiver Therapie geimpft werden sollten. 

Für Patienten mit einer ausgeheilten Tumorerkrankung in der Anamnese gibt es keine Kriterien, die eine Impfung verbietet.

Patienten mit Tumorerkrankungen, die noch in Behandlung sind, sollten sich von ihrem behandelnden Arzt beraten lassen. Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie hat am 07.01.2021 eine aktualisierte Empfehlung zur Impfung speziell auch für Patienten in der Krebstherapie veröffentlicht, wonach gerade bei Patienten unter Chemotherapie die Impfung empfohlen wird. 

Für Diabetiker gibt es derzeit keine Einschränkungen, unter den Probanden zum Beispiel bei BioNTech waren laut der Studienprotokolle fast 1600 Diabetiker allein in der Gruppe, die den Impfstoff bekommen hatte.

Durch die Einnahme von Schmerzmitteln in üblicher Dosierung ist keine Zunahme von Nebenwirkungen zu erwarten. Die Einnahme eines bisher gut vertragenen Schmerzmittels für stärker auf Impfungen reagierende Personen insbesondere bei Applikation der 2. Impfdosis, welche im Vergleich zur 1. Impfdosis mit etwas vermehrten lokalen und systemischen Reaktionen einhergehen kann, ist sogar sinnvoll.

Ihre Gesundheit steht an erster Stelle. Ihr/e Hausärzt:in ist für Sie da und klärt Sie gerne zu allen
Fragen rund um die Corona-Schutzimpfung auf.

Es ist so: Die Corona-Schutzimpfung gibt Hoffnung auf einen sicheren und effektiven Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung. Die Impfstoffe wurden im Rahmen von klinischen Studien vor der Zulassung bei mehreren zehntausend Freiwilligen untersucht und es traten bisher keine schwerwiegenden Nebenwirkungen auf. Über langfristige Effekte können jedoch noch keine Aussagen gemacht werden.

Das Risiko, Schäden durch die Erkrankung davonzutragen, ist viel höher.

Wenn es durch die Anwendung des Impfstoffs zu einer Schädigung kommt, kommt je nach Fallgestaltung eine Haftung u.a. des pharmazeutischen Unternehmens aufgrund verschiedener gesetzlicher Grundlagen in Betracht. Haftungsregelungen können sich ergeben aus dem Arzneimittelrecht, dem Produkthaftungsgesetz sowie den allgemeinen Haftungsregelungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Im Infektionsschutzgesetz (§ 60 Abs. 1 S. 1 IfSG) ist auch genau geregelt, wann jemand einen Antrag auf Versorgung nach dem Bundesversorgungsgesetz stellen kann. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn jemand durch eine Impfung, die von einer zuständigen Landesbehörde öffentlich empfohlen wurde, gesundheitlichen Schaden erlitten hat.

Fragen zur Coronaschutzimpfung allgemein

Am 21. Dezember gab die europäische Arzneimittelbehörde EMA grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech. Die EU-Kommission hatte die Zulassung daraufhin erteilt. Am 22. Dezember erteilte das Paul-Ehrlich-Institut die Freigabe der Impfstoff-Chargen und der Hersteller Biontech liefert den Impfstoff an die Anlieferungszentren der Länder.

Danach lag es in der Hand der Länder, den Impfstoff an ihre regionalen Zentren zu verteilen und zu impfen. Der Schwerpunkt lag zunächst auf den Alten- und Pflegeeinrichtungen.

In Sachsen startete die Coronaschutzimpfung am 27. Dezember 2020 in Pflegeheimen in Lichtentanne (Landkreis Zwickau) und Radeberg (Landkreis Bautzen) sowie im Klinikum Chemnitz. 

Impftermine können in säschischen Krankenhäusern und öffentlichen Einrichtungen, bei Hausärzten, Kinder-, Fach- oder Betriebsärzten durchgeführt werden. Kontaktieren Sie dazu die entsprechende Stelle. 

Außerdem gibt es in Sachsen immer wieder Impfaktionen, zu denen Sie ohne vorherige Anmeldung Ihre Coronaschutzimpfung erhalten können.  

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite »Impfen in Sachsen«

Nach Schließung der Impfzentren Ende September 2021 sind die niedergelassenen Ärzte die Hauptakteure des Impfprozesses in Sachsen. Damit geht die Coronaschutzimpfung sukzessive ins medizinische Regelsystem aus Ärzten und Betriebsärzten über, wie dies auch bei anderen Impfungen üblich ist. 

Zusätzlich bleiben 30 mobile Teams des Deutschen Roten Kreuzes Sachsen bis Endes des Jahres 2021 im Einsatz. Sie bieten weiterhin niederschwellige Impfangebote vor Ort an und unterstützen damit die Landkreise und Kreisfreien Städte vor allem auch in Orten und Regionen mit ärztlicher Unterversorgung. 

Auch in Sachsens Krankenhäusern wird ab dem 1. Oktober 2021 verstärkt die Coronaschutzimpfung für die Bevölkerung angeboten.

Ausschließlich qualifizierte Ärztinnen und Ärzte sowie geschultes medizinisches Fachpersonal werden die Impfungen durchführen. Viele Mediziner und auch viele medizinisch geschulte Fachkräfte haben sich bereiterklärt, bei der Durchführung der Impfungen zu helfen.

Zur Impfung sind der Impfausweis, falls vorhanden, sowie wichtige Unterlagen wie ein Herzpass, ein Diabetikerausweis oder eine Medikamentenliste zur Impfung mitzubringen.

Die Coronaschutzimpfung wird, wie jede andere Impfung auch, im Impfausweis oder in einer Impfbescheinigung dokumentiert. Wer nicht über einen Impfausweis verfügt, bekommt eine einheitliche Ersatzbescheinigung zum Eintrag der beiden Impfungen.

Zur Vorbereitung können bereits die Aufklärungsbögen des RKI herunterladen werden. Von Vorteil ist, wenn sich die zu Impfenden den Aufklärungsbogen und die Einverständniserklärung bereits zu Hause ausdrucken und ausgefüllt zur Impfung mitbringen.

Bei den Impfstoffen Biontech, Moderna und AstraZeneca ist für einen wirksamen Schutz jeweils eine zweimalige Impfung in je nach Impfstoff verschiedenem Abstand erforderlich. Bei dem Impfstoff von Johnson&Johnson ist eine Impfdosis ausreichend. Wie lange die Wirkung eines Impfstoffes anhält und wie oft geimpft werden muss, ist derzeit nicht absehbar.

Am Anfang der Coronaschutzimpfung war noch nicht genug Impfstoff für alle vorhanden. Deshalb wurde empfohlen, dass zuerst die Menschen geimpft werden, die das größte gesundheitliche Risiko für einen schweren Verlauf und ein Ansteckungsrisiko durch ihren Beruf haben. Das heißt, dass diejenigen Menschen, die eine Impfung am dringendsten brauchen, sollten sie auch zuerst erhalten. Seit dem 7. Juni 2021 ist diese Impfpriorisierung aufgehoben. Ziel ist, dass all diejenigen, die eine Corona-Schutzimpfung möchten, diese auch so bald wie möglich erhalten können.

Die sächsischen Hausarztpraxen wurden nach der Freigabe durch den Bund ab dem 7. April 2021 flächendeckend und regulär in die Impfkampagne gegen das Coronavirus einbezogen. Die Praxen beziehen ihren Impfstoffbedarf über den Großhandel und die Apotheken. Sie bestellen den Impfstoff selbst über das System der Regelversorgung.
Die Terminvergabe regeln die Praxen selbst. Niedergelassene Ärzte in Sachsen können seit dem 24. Mai 2021, mit allen zugelassenen Impfstoffen ohne vorgegebene Priorisierung impfen. Damit können die Mediziner ohne Bindung an die Coronavirus-Impfverordnung frei entscheiden, welche Patienten sie zuerst impfen.

Nein. Es gibt keine Impfpflicht. Die Impfung gegen das Coronavirus ist freiwillig. Vor der Impfung findet in den Impfzentren eine ausführliche Beratung und Aufklärung durch Ärztinnen und Ärzte statt. Es handelt sich um eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung. Die Impfung bietet dem Geimpften Schutz und hilft, die Pandemie einzudämmen.

Nein. Die Impfung ist freiwillig.

Die Impfungen gegen das Coronavirus sind für die Bevölkerung kostenlos. Die Finanzierung der Impfstoffe übernimmt der Bund, die Kosten für den Betrieb der Impfstellen teilen sich Bund und Länder.

Nein, das ist nicht notwendig, solange Sie keine Symptome aufweisen. Die Verträglichkeit der Impfung wird durch eine akute Infektion auch nicht negativ beeinflusst.

Der Impfschutz greift circa zwei bis drei Wochen nach der zweiten Impfung – und auch danach sind Sie weiterhin aufgefordert, die AHA-Regelungen einzuhalten. Trotz Immunität können Sie möglicherweise noch ÜberträgerIn sein – die Regelungengelten vorerst also weiterhin, zum Schutz aller.

Nach derzeitigem Kenntnisstand bieten die COVID-19-Impfstoffe einen guten Schutz. Es kann jedoch trotz COVID-19-Impfung zu einer COVID-19-Erkrankung kommen, da die Impfung keinen 100%igen Schutz bietet. Erkrankt eine vollständig geimpfte Person, spricht man von einem Impfdurchbruch.

Ja, und das war auch nicht anders zu erwarten. Das ist bei Erkrankungen der oberen Atemwege, z.B. nach einer Grippeimpfung, immer so. Aber zumindestens zu AstraZeneca gibt es Untersuchungen, dass die Viruslast nach der Impfung, selbst wenn man Virusträger ist, deutlich geringer ausfällt und man also deutlich weniger infektiös ist. So schützt man über die Impfung nicht nur sich selbst, sondern auch seine Familie und andere Mitmenschen.

Alle Antigen-Tests, die in Deutschland zugelassen sind, verwenden bis auf einen selten verwendeten Test als Zielantigen das sog. Nukleokapsid-Protein von SARS-CoV-2. Die mRNA, die im Impfstoff benutzt wird, kodiert das Spike-Protein. Da dieses jeweils völlig unterschiedliche Eiweiß-Strukturen sind, kann es nicht zu falsch positiven Tests aufgrund der SARS-CoV-2-Impfung führen.

Da das Ausmaß und die Dauer der Immunität nach einer COVID-19-Erkrankung derzeit noch unklar sind, sollten sich auch Menschen, die eine SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben impfen lassen. Der Impfstoff wird jedoch zunächst für Personen der höchsten und hohen Prioritätsstufen verwendet, die bisher weder eine Erkrankung durchgemacht haben, noch geimpft sind. Wenn aber gerade bei diesen Personen das Zurückstellen und erneute Einbestellen bzw. Aufsuchen von Genesenen beispielsweise in Senioren- oder Altenpflegeheimen schwierig ist, sollten alle in diesen Einrichtungen Lebenden oder Tätigen eine Impfung angeboten bekommen. Es ist nicht eindeutig gesichert, aber theoretisch könnten ehemals an COVID-19 Erkrankte nach der Schutzimpfung möglicherweise eine robustere Immunantwort entwickeln.

Grundsätzlich gilt auch, dass nach durchgemachter (asymptomatischer oder symptomatischer) SARS-CoV-2-Infektion keine erhöhte Rate an unerwünschten Reaktionen nach der Impfung zu erwarten ist.

Mit Bezug auf die Entscheidungen der ständigen Impfkommission und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt kann eine Impfung in Abstimmung mit dem Impfarzt erfolgen, wenn die Covid-19-Erkrankung drei Monate zurückliegt. Die drei Monate beginnen mit dem Tag des positiven Abstrichs.​

Die Verordnung der Bundesregierung zur Regelung von Erleichterungen und Ausnahmen von Schutzmaßnahmen zur Verhinderung der Verbreitung von COVID-19 gilt seit dem 9. Mai 2021. Menschen, die gegen COVID-19 geimpft oder von einer laborbestätigten Infektion mit dem Coronavirus genesen sind, erhalten bestimmte Erleichterungen. Zum Beispiel können Geimpfte und Geneseme ohne Vorlage eines negativen Coronatests Geschäfte betreten, Zoos besuchen oder Dienstleistungen von Friseuren in Anspruch nehmen. Häufig gestellte Fragen dazu beantwortet das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz: Fragen und Antworten zur COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung

Geimpfte Personen sind von der Testpflicht befreit. 

Antworten auf häufige Fragen zum Nachweis von Coronaschutzimpfungen und Genesung von einer Infektion mit SARS-CoV-2

Diese Regelungen beruhen auf der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung (SchAusnahmV). Die Verordnung ist am 9. Mai 2021 in Kraft getreten.

Der Nachweis kann über folgende Wege erbracht werden:

  • Genesenenzertifikat oder
  • Laborergebnis des PCR-Tests, 
  • Absonderungsbescheid, in dem der PCR-Test als Begründung aufgeführt ist oder
  • ärztliches Attest über die erfolgte Infektion auf der Grundlage eines PCR-Tests

Bei allen Nachweisen muss der Tag der Testung vermerkt sein.

Wenn ein Genesenennachweis im Sinne der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung vorgelegt werden muss, gilt seit dem 15. Januar 2022 eine Änderung der Gültigkeit. Dieser Nachweis ist nur noch maximal 90 Tage nach der Testung gültig. Vorher war er für sechs Monate gültig. Das wurde in der COVID-19-Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung und auch Coronavirus-Einreiseverordnung geregelt.

Der Tag der positiven Testung muss mindestens 28 Tage zurückliegen. Das digitale Genesenenzertifikat wird in Apotheken ausgestellt. Der Absonderungsbescheid (auch Quarantänebescheid) gilt nur, wenn er für positiv getestete Personen auf der Grundlage eines PCR-Tests ausgestellt wurde. Es gilt nicht der Absonderungsbescheid für Kontaktpersonen. Die Person darf keine Symptome einer möglichen Covid19-Infektion aufweisen.

Nein, nur ein PCR-Test wird anerkannt. Das Robert Koch-Institut hat sehr anschaulich beschrieben, warum der Antikörper-Test nicht anerkannt wird: https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Nein, nur mit PCR-Test. Das ist die Vorgabe des Bundes. 

Ja, die impfende Ärztin bzw. der impfende Arzt entscheidet auf der Grundlage des Alters und Gesundheitszustandes, ob nur eine Impfung reicht.

Ja. Eine auf SARS-CoV-2-Antikörper gesichert positiv getestete Person kann sich auch nur einmal impfen lassen, um den vollständigen Impfschutz zu erhalten. Für den Antikörpernachweis reicht ein Antikörperschnelltest nicht aus. Die labordiagnostischen Befunde sollen in einem nach der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiLiBÄK) arbeitenden oder nach DIN EN ISO 15189 akkreditierten Labor erhoben worden sein.

Mit einem Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache (z.B. gelber Impfpass oder in digitaler Form). Die Impfung muss aktuell mit einem oder mehreren dieser Impfstoffe durchgeführt worden sein: Biontech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca, Johnson&Johnson. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Bei genesenen Personen reicht eine verabreichte Impfstoffdosis. Zusätzlich darf die Person keine Symptome einer möglichen Covid19-Infektion aufweisen.

Fragen zum digitalen Impfpass

Bitte beachten Sie auch die Antworten des Bundesgesundheitsministeriums auf häufig gestellte Fragen zum digitalen Impfnachweis: FAQ des Bundesgesundheitsministeriums.

Stand: 8. Dezember 2021

Sachsen stellt dieses Angebot zur Verfügung. Für die Bürgerinnen und Bürger ist das Angebot kostenlos.

Vollständig Geimpfte können sich in vielen Apotheken deutschlandweit den digitalen Nachweis des SARS-COV-2-Impfschutzes nachträglich ausstellen lassen. Auch bei Ärzten ist die Ausstellung des digitalen Corona-Impfnachweises inzwischen möglich. Teilnehmende Ärzte bieten dies auch rückwirkend an. 

Der digitale Impfnachweis wird von den Nutzern über eine App, die kostenfrei zum Download bereitgestellt wird, auf dem Smartphone gespeichert. Damit wird nach der Impfung ein sog. Impfbescheinigungstoken (2DBarcode) abgescannt. Sie ist als neue Funktion in der Corona-Warn-App, aber auch als eigenständiges Smartphone-Programm verfügbar. Die App speichert die Impfbescheinigung lokal auf dem Smartphone. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat hierfür die App CovPass unter Führung des US-Technologiekonzerns IBM entwickeln lassen.

Die Corona-Warn-App kann kostenlos für iOS- oder Android-Geräte heruntergeladen werden. Nähere Informationen zur Corona-Warn-App finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung: Corona-Warn-App

Die CovPass-App kann ebenso für iOS- oder Android-Geräte heruntergeladen werden. Nähere Informationen zur CovPass-App finden Sie auf den Seiten des RKI: Coronaschutzimpfungen mit dem Smartphone vorzeigen.

Der wird bei der Impfung für jeden Geimpften generiert.

Zur Erstellung des »EU-COVID-19-Impfzertifikats« übermittelt die Arztpraxis oder die Apotheke die notwendigen personenbezogenen Daten an das Robert Koch-Institut (RKI), das das COVID-19 Impfzertifikat technisch generiert. Das RKI ist befugt, die zur Erstellung und Bescheinigung des COVID-19-Impfzertifikats erforderlichen personenbezogenen Daten zu verarbeiten.

Nach Eingabe oder Übernahme der Daten wird ein 2D-Barcode (QR-Code) erstellt, den Sie auf einem Papierausdruck mitbekommen und sofort oder später zum Beispiel über die Corona-Warn-App des Bundes oder die App »CovPass« des RKI einscannen können. Diese Apps speicheren Ihre Impfbescheinigung lokal auf dem Smartphone. Neben der papierlosen Variante ist auch ein Vorzeigen des QR-Codes auf Papier möglich. 

Bitte bewahren Sie den ausgedruckten QR-Code Ihres Impfzertifikates sicher auf, falls Sie einmal Ihr Smartphone wechseln und eine App zum digitalen Impfnachweis erneut installieren. Dann muss der Code neu eingescannt werden. 

Seit 14. Juni 2021 können sich bereits zuvor vollständig Geimpfte in vielen Apotheken deutschlandweit den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen. Auch bei Ärzten ist die Ausstellung des digitalen Corona-Impfpasses bereits möglich. Teilnehmende Ärzte können den digitalen Impfnachweis auch rückwirkend anbieten. Bitte informieren Sie sich hierzu bei Ihrer Apotheke oder Arztpraxis.

Für den digitalen Impfpass sind folgende Daten erforderlich: Name, Vorname, Geburtsdatum, Impfzentrum, Tag der 1. und 2. Impfung sowie Impfstoff. Sie müssen Ihren Personalausweis (für die Identitätsüberprüfung) und Ihren Impfausweis bzw. die Ersatzbescheinigung vorlegen.

Auch negative Tests oder eine durchgemachte Infektion lassen sich laut Bundesgesundheitsministerium in der CovPass App und auch in der Corona-Warn-App als Testzertifikat bzw. Genesenenzertifikat hinterlegen. 

Anspruch auf ein Genesenenzertifikat haben alle Personen, die eine Infektion mit dem Coronavrus SARS-CoV-2 durchgemacht haben. Voraussetzung ist der Nachweis eines PCR-Test-Ergebnisses. Der PCR-Test darf maximal sechs Monate alt sein und muss mindestens 28 Tage zurückliegen. Liegt dieses nicht mehr vor, kann man sich die Nachweise neu ausstellen lassen. Das Genesenenzertifikat kann durch die Person, die einen Test durchführen oder überwachen darf, ausgestellt werden. 

Das Genesenenzertifikat erhalten Sie bereits in Arztpraxen. Wenn Sie den QR-Code Ihres Genesenenzertifikates in der App einscannen, wird Ihnen für die Dauer der Gültigkeit des Zertifikats ein vollständiger Immunschutz angezeigt.
 

Derzeit ist das digitale Impfzertifikat der EU in Deutschland technisch ein Jahr lang nach der vollständigen Immunisierung (meist zweiter Impftermin) gültig. In der CovPass-App und in der Corona-Warn-App heißt es unter dem Ablaufdatum: »Bitte bemühen Sie sich rechtzeitig darum, einen neuen digitalen Nachweis ausstellen zu lassen.« Das betrifft jedoch nur das Dokument. Der Impfschutz ist davon unabhängig.

Fragen zur Impfpflicht

Die Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19) gehört zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen, von der alle Bevölkerungsteile betroffen sind. Um das Infektionsgeschehen weiter wirksam zu bekämpfen, besonders gefährdete vulnerable Menschen vor einer Infektion zu schützen und um die durch die Pandemie stark belasteten Krankenhäuser zu entlasten und die Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden.

Insbesondere hochbetagte Menschen, pflegebedürftige Menschen und Personen mit akuten oder chronischen Grundkrankheiten haben ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere, ggf. auch tödliche COVID-19 Krankheitsverläufe (vulnerable Personengruppen).

Dem Personal in den Gesundheitsberufen und Berufen, die Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen betreuen, kommt eine besondere Verantwortung zu, da es intensiven und engen Kontakt zu Personengruppen mit einem hohen Risiko für einen schweren, schwersten oder gar tödlichen COVID-19 Krankheitsverlauf hat. Ein verlässlicher Schutz vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 durch eine sehr hohe Impfquote bei dem Personal in diesen Berufen ist besonders wichtig, denn so wird das Risiko gesenkt, dass sich die besonders gefährdeten Personengruppen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizieren.

Seit Beginn der Pandemie kommt es wiederholt in Krankenhäusern und insbesondere auch Altenpflegeheimen nach Eintragung des Virus zu Ausbrüchen, die teilweise mit hohen Todesfallzahlen einhergehen. Daneben kam es bundesweit auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen zu Ausbrüchen, die teilweise auch Todesfälle zu Folge hatten. Um eine Eintragung und Weiterverbreitung des Virus in diesen Settings zu vermeiden, ist es unerlässlich, dass das dort tätige Personal vollständig geimpft ist. Obwohl medizinischem Personal und Pflegepersonal bereits zu Beginn der Impfkampagne ein Impfangebot unterbreitet wurde, bestehen erhebliche Impflücken bei dieser Personengruppe.

Quelle: BMG

Die Frist des 16. März 2022 wurde gewählt, um allen betroffenen Personen, die noch keine Impfung gegen COVID-19 wahrgenommen haben, ausreichend Zeit zu geben, eine vollständige Impfserie durchzuführen.

Quelle: BMG

Der Schutz der Gesundheit anderer Personen beziehungsweise der Allgemeinheit zur Abwehr von Seuchengefahren kann dann den gesetzlichen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit rechtfertigen, wenn ein solcher Eingriff verhältnismäßig ist. Bei COVID-19 handelt es sich um eine besonders gefährliche Infektionskrankheit. Die Personen in den von der Vorschrift des § 20a IfSG erfassten Einrichtungen und Unternehmen können sich teilweise nicht selbst vor einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und damit einer COVID-19-Erkrankung schützen und sind darauf angewiesen, dass Menschen in ihrem engen Umfeld geimpft sind. Bei gegen COVID-19-geimpftem Personal ist eine Übertragung des Virus (auch gegenüber Geimpften) erheblich weniger wahrscheinlich als durch ungeimpftes Personal. Daher ist aus Sicht der Bundesregierung eine einrichtungsbezogene Impfpflicht gerechtfertigt.

Quelle: BMG

Das Gesetz zur Stärkung der Impfprävention gegen COVID-19 und zur Änderung weiterer Vorschriften im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie vom 10. Dezember 2021 (BGBl. I S. 5162) ist am 12. Dezember 2021 in Kraft getreten.

Alle Personen, die in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen tätig sind, müssen den erforderlichen Nachweis vorlegen, wenn sie dazu von der zuständigen Behörde aufgefordert werden (nach Ablauf des 15. März 2022). Die behördlichen Kontrollen können auch ohne eine Meldung der Leitung von Einrichtungen und Unternehmen über fehlende Nachweise erfolgen.

Zu den betroffenen Unternehmen zählen auch Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX im sog. Arbeitgebermodell Personen für die Erbringung entsprechender Dienstleistungen beschäftigen. Im Arbeitgebermodell beschaffen sich die Leistungsberechtigten die durch die Leistungsträger bewilligten Leistungen selber und beschäftigen hierfür das erforderliche Personal.

Quelle: BMG

Die Regelung des § 20a IfSG tritt am 1. Januar 2023 außer Kraft.

Quelle: BMG

Bei den Rehabilitationseinrichtungen ist es unerheblich, in welchem Umfang die Leistungen erbracht werden (stationär, ambulant). Die dort tätigen Personen fallen unter die Nachweispflicht. Zu den medizinischen Rehabilitationseinrichtungen zählen auch Einrichtungen der beruflich-medizinischen Rehabilitation (Phase I und II) sowie Rehabilitationseinrichtungen für psychisch kranke bzw. behinderte Menschen (RPK). Bei den RPK kann die Nachweispflicht der dort Tätigen nur auf die gesamte Einrichtung bezogen betrachtet werden, das heißt unabhängig davon, dass neben den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation auch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erbracht werden.

Personen, die in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation nach § 51 SGB IX tätig sind, fallen unter die Nachweispflicht. Die freien Bildungsträger zählen nicht zu den Einrichtungen bzw. zu den vergleichbaren Einrichtungen im Sinne von § 51 SGB IX, weil sie sich regelmäßig in ihrer Struktur davon unterscheiden. Sie halten häufig keine umfassenden rehabilitativen Fachdienste bereit und richten ihre Angebote nicht ausschließlich an Rehabilitanden bzw. Menschen mit Behinderungen. Bei den freien Bildungsträgern handelt es sich insbesondere um Akademien, Bildungszentren, Fachhochschulen, Fach- und Technikerschulen.

Dienste der beruflichen Rehabilitation sind insbesondere die Integrationsfachdienste, Dienstleister im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung, des Budgets für Arbeit und des Budgets für Ausbildung sowie Unternehmen, die Arbeitsassistenzleistungen erbringen.

Quelle: BMAS

Hierzu zählen insbesondere die voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen gemäß § 72 SGB XI.

Aus dem Bereich der Eingliederungshilfe zählen dazu besondere Wohnformen für Menschen mit Behinderungen und Werkstätten für behinderte Menschen im Sinn des § 219 SGB IX, andere Leistungsanbieter nach § 60 SGB IX sowie andere vergleichbare tagesstrukturierende Angebote (z. B. Tagesförderstätten).

Bei den Werkstätten für behinderte Menschen wird auf die Einrichtung insgesamt abgestellt, somit nicht zwischen Eingangsverfahren bzw. Berufsbildungsbereich einerseits, und dem Arbeitsbereich andererseits unterschieden.

Auch vollstationäre Einrichtungen (z. B. betreute Wohngruppen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen) und teilstationäre Einrichtungen (z. B. Heilpädagogische Tagesstätten, heilpädagogische Kindertagesstätten) für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zählen hierzu. Dies gilt auch für voll- und teilstationäre Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit seelischen Behinderungen.

Nicht erfasst werden hingegen integrative Kindertagesstätten, da dort von einem anderen Sachverhalt auszugehen ist.

Nicht dazu zählen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

Quelle: BMAS / BMFSFJ

Zu den ambulanten Pflegediensten und Einrichtungen, welche den voll- und teilstationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen vergleichbare Dienstleistungen anbieten, zählen insbesondere folgende Einrichtungen (§ 20a Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 Buchst. a bis f IfSG):

  • ambulante Pflegeeinrichtungen gemäß § 72 des Elften Buches Sozialgesetzbuch sowie Einzelpersonen gemäß § 77 des Elften Buches Sozialgesetzbuch,
  • ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen,
  • Unternehmen, die Assistenzleistungen nach § 78 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch erbringen,
  • Unternehmen, die Leistungen der interdisziplinären Früherkennung und Frühförderung nach § 42 Absatz 2 Nummer 2 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch und § 46 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch in Verbindung mit der Frühförderungsverordnung oder heilpädagogische Leistungen nach § 79 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch erbringen,
  • Beförderungsdienste, die für Einrichtungen nach § 20a Absatz 1 Satz 1 Nummer 2 IfSG dort behandelte, betreute, gepflegte oder untergebrachte Personen befördern oder die Leistungen nach § 83 Absatz 1 Nummer 1 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch erbringen, und
  • Leistungsberechtigte (Budgetnehmer), die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch Personen für die Erbringung entsprechender Dienstleistungen beschäftigen.

Die im Gesetz vorgenommene Aufzählung ist nicht abschließend. So gilt etwa im Bereich der Pflegeversicherung dass auch die ambulanten Betreuungsdienste gemäß § 71 Abs. 1a SGB XI wie auch die ambulanten Pflegedienste (§ 71 Abs. 1 SGB XI) zu den zugelassenen Leistungserbringern zählen und insoweit erfasst sind.

Familienentlastenden Dienste in der Behindertenhilfe (FED), die etwa auch als Familienunterstützende Dienste (FUD) bekannt sind, sind dann erfasst, wenn sie, ggf. neben weiteren Leistungen, auch Leistungen zur Betreuung der Menschen mit Behinderungen anbieten, die u. a. mit Assistenzleistungen nach § 78 SGB IX vergleichbar sind.

Ebenso erfasst sind Personen, die in ambulant betreuten Wohngruppen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind.

Quelle: BMG

Zu den Unternehmen, die im Sinn des § 20a Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 IfSG vergleichbare Dienstleistungen anbieten, zählen auch Unternehmen, die Leistungen zur Teilhabe an Bildung nach § 112 SGB IX erbringen. Demnach unterliegen auch Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter der Nachweispflicht.

Quelle: BMAS / BMFSFJ

Inklusionsbetriebe sind Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, die Arbeitsplätze in unterschiedlichsten Branchen anbieten. Für sie gelten die gleichen Regelungen wie für andere Unternehmen, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen. Personen, die in Inklusionsbetrieben tätig sind, müssen den Impfschutz daher grundsätzlich nicht nachweisen.

Quelle: BMAS

Gem. § 2 Nummer 15 IfSG wird »Einrichtung oder Unternehmen« als eine juristische Person, eine Personengesellschaft oder eine natürliche Person, in deren unmittelbarem Verantwortungsbereich natürliche Personen behandelt, betreut, gepflegt oder untergebracht werden, definiert.

Wenn eine Einrichtung oder ein Unternehmen mehrere Angebote oder Arbeitsplätze versammelt, von denen manche ihrem Charakter nach unter die Vorschrift des § 20a IfSG fallen und manche nicht, ist darauf abzustellen, inwiefern diese verschiedenen Angebote so räumlich abgegrenzt sind, dass jeglicher für eine Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 relevante Kontakt zwischen den dort jeweils tätigen Personen und den in der Einrichtung behandelten, betreuten, gepflegten, untergebrachten Personen sicher ausgeschlossen werden kann. Nur wenn das sicher der Fall ist, kann in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt von einer Nachweiserbringung in Bezug auf die so betroffenen Angebote oder Arbeitsplätze abgesehen werden.

Quelle: BMG

Nein, eine Ausnahme oder Befreiungsmöglichkeit aus religiösen Gründen sieht das Gesetz nicht vor. Der Gesetzgeber hat nach den Erfahrungen aus anderen Staaten mit einem Impfnachweis bzw. einer Impfpflicht bewusst nur eine Ausnahme für Personen vorgesehen, die auf Grund einer medizinischen Kontraindikation nicht geimpft werden können. Eine Ausnahme aus religiösen Gründen ist auch nicht verfassungsrechtlich zwingend geboten.

Quelle: BMG

Die betroffenen Personen müssen einen der folgenden Nachweise vorlegen:

  • Einen Impfnachweis im Sinne des § 2 Nummer 3 der COVID-19 Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung

Demnach ist ein Impfnachweis ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vollständigen Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter (Papierdokument, z. B. Impfpass) oder digitaler Form (z. B. Impfzertifikat im CovPass), wenn die zugrundeliegende Schutzimpfung mit einem oder mehreren vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 genannten Impfstoffen erfolgt ist, und

  • entweder aus einer vom Paul-Ehrlich-Institut im Internet unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 veröffentlichten Anzahl von Impfstoffdosen, die für eine vollständige Schutzimpfung erforderlich ist, besteht und seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung mindestens 14 Tage vergangen sind oder
  • bei einer genesenen Person aus einer verabreichten Impfstoffdosis besteht.

Eine einzelne Impfstoffdosis mit einem der unter der Adresse www.pei.de/impfstoffe/covid-19 aufgeführten Impfstoffe ist auch ausreichend, wenn die betroffene Person einen bei ihr durchgeführten spezifischen positiven Antikörpertest in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form nachweisen kann und dieser Test zu einer Zeit erfolgt ist, zu der die betroffene Person noch keine Impfung gegen COVID-19 erhalten hatte.

Die labordiagnostischen Befunde müssen in einem nach der Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiLiBÄK) arbeitenden oder nach DIN EN ISO 15189 akkreditierten Labor erhoben worden sein.

  • Einen Genesenennachweis im Sinne des § 2 Nummer 5 der COVID-19 Schutzmaßnahmen-Ausnahmenverordnung

Demnach ist ein Genesenennachweis ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens einer vorherigen Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter (Papierdokument, z. B. Bescheinigung des (Gesundheitsamtes) oder digitaler Form (z. B. Genesenenzertifikat im CovPass), wenn die zugrundeliegende Testung durch eine Labordiagnostik mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-PCR oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik) erfolgt ist und mindestens 28 Tage sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Ein ärztliches Zeugnis darüber, dass sie aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen COVID-19 geimpft werden können.

Unter einer Praxis sind die verschiedenen Räumlichkeiten einer einen Heilberuf ausübenden Person erfasst, in denen sie Patienten empfängt, berät, untersucht und therapiert.

Bundesrechtlich geregelte humanmedizinische Heilberufe sind u. a:

  • Diätassistentin und Diätassistent,
  • Ergotherapeutin und Ergotherapeut,
  • Hebamme und Entbindungspfleger,
  • Logopädin und Logopäde,
  • Masseurin und medizinische Bademeisterin und Masseur und medizinischer Bademeister,
  • Orthoptistin und Orthoptist,
  • Physiotherapeutin und Physiotherapeut und
  • Podologin und Podologe.

Unter § 23 Absatz 3 Satz 1 Nr. 9 IfSG (Infektionsschutzgesetz) fallen alle Praxen sowohl von Angehörigen der genannten Berufe sowie – obwohl sie nicht zu den o. g. reglementierten Berufen gehören – von Angehörigen von sonstigen Heilberufen, deren Tätigkeit die Heilung von Krankheiten und die medizinisch-helfende Behandlung und Betreuung von Patienten mit sich bringt. Dazu gehören zum Beispiel Heilpraktiker, Osteopathen und Sprachtherapeuten.

Erfasst sind die Angehörigen dieser Berufe auch dann, wenn sie ihre Leistungen ambulant (z. B. in der räumlichen Umgebung bei Patientinnen und Patienten erbringen). Nach dem Sinn und Zweck des Gesetzes ist eine weite Auslegung angezeigt, weil hier ein vergleichbares Ansteckungsrisiko besteht.

Quelle: BMG

Weil das Gesetz lediglich darauf abstellt, ob in der betroffenen Einrichtung und Unternehmen Tätigkeiten ausgeübt werden, werden auch ehrenamtlich Tätige und Personen während eines Praktikums erfasst. Die Art der Beschäftigung (Arbeitsvertrag, Leiharbeitsverhältnis, Praktikum, Beamtenverhältnis) ist hier ohne Bedeutung. Bei den von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht erfassten Personen handelt es sich beispielsweise um medizinisches bzw. Pflege- und Betreuungspersonal, einschließlich zusätzlicher Betreuungskräfte nach § 53b SGB IX, aber auch andere dort tätige Personen wie z.B. Hausmeister und Transport-, Küchen-, oder Reinigungspersonal. Erfasst sind daher auch Auszubildende, Personen, die ihren Freiwilligendienst (nach dem BFDG oder JFDG) ableisten, sowie Zeitarbeitskräfte.

Ob in einer Einrichtung oder in einem Unternehmen anwesende Personen unter die einrichtungsbezogene Impfpflicht gegen COVID-19 fallen, hängt davon ab, ob diese Personen in den betroffenen Einrichtungen oder Unternehmen tätig werden. Dabei dürfte es erforderlich sein, dass die Personen nicht nur zeitlich ganz vorübergehend (nicht nur jeweils wenige Minuten, sondern über einen längeren Zeitraum) in der Einrichtung oder Unternehmen tätig sind.

Dies bedeutet, dass insbesondere folgende Personen der Nachweispflicht unterfallen:

  • Rechtliche Betreuer und Betreuerinnen,
  • Personen der Heimaufsicht,
  • (externe) Handwerker, insbesondere Gesundheitshandwerker wie Orthopädietechnik und medizinische Fußpflege, aber auch Personen, die Reparaturen im Gebäude durchführen.
  • Mitarbeitende in der Verwaltung oder in technischen oder IT-Diensten, in der Leitung/Geschäftsführung, sofern keine klare räumliche Abgrenzung zu den in der Einrichtung bzw. dem Unternehmen behandelten, untergebrachten oder gepflegten Personen vorhanden ist,
  • Friseur, der in die betroffenen Einrichtungen zum Haare schneiden kommt,
  • Freie Mitarbeiter (z. B. Honorarkräfte, Berater o.ä.)

Nicht unter die Nachweispflicht fallen z.B. Postboten oder Paketzusteller und andere Personen, die sich lediglich über einen ganz unerheblichen Zeitraum in der Einrichtung aufhalten. Von der Nachweispflicht ausgenommen sind auch Personen, die ausschließlich außerhalb der Einrichtung oder des Unternehmens am Gebäude Arbeiten durchführen (z.B. Bauarbeiter, Industriekletterer u.ä.).

Die in den Einrichtungen oder Unternehmen behandelten, betreuten (auch medizinisch oder pflegerisch untersuchten), gepflegten oder untergebrachten Personen müssen keinen Nachweis vorlegen. Menschen mit Behinderungen, die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben in einer Werkstatt für behinderte Menschen oder bei einem anderen Leistungsanbieter erhalten, unterfallen damit ebenso wie andere Betreute nicht der Nachweispflicht. Ebenso wenig unterfallen Besucher der behandelten, betreuten, gepflegten oder untergebrachten Personen (z. B. Angehörige) der Nachweispflicht, sofern sie in den Einrichtungen nicht, beispielsweise als rechtliche Betreuer, tätig werden.

Der Gesetzeswortlaut ist weit gefasst, sodass es grundsätzlich nicht darauf ankommt, ob die in einer Einrichtung oder Unternehmen tätige Person einen direkten Kontakt zu den vulnerablen Personengruppen hat. Einzig in den Fällen, in denen jeglicher Kontakt zu den gefährdeten Personengruppen und zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die einen direkten Kontakt zu diesen Personengruppen haben, wegen des Charakters der ausgeübten Tätigkeit sicher ausgeschlossen werden kann (beispielsweise räumlich abgetrennt tätigen Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeiter der ambulanten Pflegedienste oder in getrennten Verwaltungsgebäuden arbeitende Mitarbeiter), kann eine Tätigkeit in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen im Sinne des § 20a Absatz 1 Satz 1 IfSG verneint werden.

Im Hinblick auf Personen, die bereits in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen tätig sind:

Wenn der Nachweis nicht innerhalb der Frist bis zum Ablauf des 15. März 2022 vorgelegt wird oder wenn Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des vorgelegten Nachweises bestehen, hat die Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt darüber zu benachrichtigen und dem Gesundheitsamt die erforderlichen personenbezogenen Daten (Umfang ergibt sich aus § 2 Nummer 16 IfSG) weiterzuleiten. Das Gesundheitsamt wird den Fall untersuchen und die Person zur Vorlage des entsprechenden Nachweises auffordern. Wenn kein entsprechender Nachweis vorgelegt wird, kann das Gesundheitsamt der betroffenen Person gegenüber ein Betretungs- bzw. Tätigkeitsverbot im Hinblick auf die im § 20a Absatz 1 Satz 1 IfSG genannten Einrichtungen und Unternehmen aussprechen.

Zuständig ist das Gesundheitsamt, in dessen Bezirk sich die jeweilige Einrichtung oder das jeweilige Unternehmen befindet.

Für Leistungsberechtigte (Budgetnehmer), die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach § 29 SGB IX Personen beschäftigen, ist das Gesundheitsamt des Wohnsitzes des Budgetnehmers zuständig.

Die oberste Landesgesundheitsbehörde kann abweichende Bestimmungen hinsichtlich der Behörde, an die eine Meldung im Falle der Nichtvorlage eines Nachweises oder der Zweifel an seiner Richtigkeit zu richten ist, treffen.

Im Hinblick auf Personen, die nach dem 15. März 2022 eine Tätigkeit in einer betroffenen Einrichtung oder einem betroffenen Unternehmen aufnehmen wollen:

Eine Person, die keinen Nachweis vorgelegt hat, darf nicht in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen beschäftigt oder tätig werden.

Quelle: BMG

Soweit ein nach den gesetzlichen Bestimmungen erbrachter Nachweis ab dem 16. März 2022 seine Gültigkeit aufgrund Zeitablaufs verliert (z. B. bei zeitlich befristetem Genesenennachweis), haben Personen, die in den betroffenen Einrichtungen oder Unternehmen tätig sind, der Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens einen neuen Nachweis innerhalb eines Monats nach Ablauf der Gültigkeit des bisherigen Nachweises vorzulegen. Wenn der neue Nachweis nicht innerhalb eines Monats vorgelegt wird, oder wenn Zweifel an seiner Echtheit oder inhaltlicher Richtigkeit bestehen, hat die Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt darüber zu benachrichtigen und dem Gesundheitsamt die erforderlichen personenbezogenen Daten zu übermitteln.

Die oberste Landesgesundheitsbehörde kann abweichende Bestimmungen hinsichtlich der Behörde, an die eine Meldung im Falle der Nichtvorlage eines Nachweises oder der Zweifel an seiner Richtigkeit zu richten ist, treffen.

Im Hinblick auf Personen, die bereits in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen tätig sind:

Alle Personen, die in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen tätig sind, müssen bis zum Ablauf des 15. März 2022 der Leitung der Einrichtung oder des Unternehmens einen Impf- oder Genesenennachweis vorlegen.

Wenn der Nachweis nicht innerhalb der o.g. Frist vorgelegt wird, oder wenn Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des vorgelegten Nachweises bestehen, hat die Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens unverzüglich das zuständige Gesundheitsamt darüber zu benachrichtigen und dem Gesundheitsamt die erforderlichen personenbezogenen Daten weiterzuleiten.

Im Hinblick auf Personen, die nach dem 15. März 2022 eine Tätigkeit in einer betroffenen Einrichtung oder einem betroffenen Unternehmen aufnehmen wollen:

Ab dem 16. März 2022 sind Personen, die in den betroffenen Einrichtungen oder Unternehmen tätig werden sollen, verpflichtet, vor n Aufnahme der Tätigkeit der Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens einen solchen Nachweis vorzulegen. Eine Person, die keinen Nachweis vorlegt, darf nicht beschäftigt werden.

Personen, die aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen COVID-19 geimpft werden können, müssen statt eines Impf- oder Genesenennachweises ein entsprechendes ärztliches Zeugnis bis zum 15. März 2022 vorlegen.

Die zuständige Landesgesundheitsbehörde oder die von ihr bestimmte Stelle kann bestimmen, dass der Nachweis nicht der Leitung der jeweiligen Einrichtung oder des jeweiligen Unternehmens, sondern dem Gesundheitsamt oder einer anderen staatlichen Stelle vorgelegt werden muss.

Quelle: BMG

In dieser Konstellation ist es möglich, dass die Kontrolle der Nachweise durch den Arbeitgeber der betroffenen Person durchgeführt wird (eine Verarbeitungsbefugnis besteht bereits nach § 28b Absatz 3 IfSG) . Voraussetzung ist, dass eine entsprechende Absprache zwischen der Einrichtung oder dem Unternehmen besteht, in der oder dem die Person eingesetzt wird, und dem Arbeitgeber der Person besteht. Die Daten können entsprechend ausgetauscht werden.

Die betroffene Person ist verpflichtet, dem zuständigen Gesundheitsamt auf Anforderung einen entsprechenden Nachweis vorzulegen. Bestehen Zweifel an der Echtheit oder inhaltlichen Richtigkeit des ärztlichen Attestes über eine Kontraindikation, so kann das Gesundheitsamt eine ärztliche Untersuchung dazu anordnen, ob die betroffene Person aufgrund einer medizinischen Kontraindikation nicht gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft werden kann.

Wenn der Aufforderung zur Vorlage eines Nachweises innerhalb einer angemessenen Frist nicht Folge geleistet wird oder wenn die betroffene Person die durch das Gesundheitsamt angeordnete ärztliche Untersuchung nicht durchführen lässt, kann das Gesundheitsamt gegenüber der betroffenen Person ein Betretungsverbot hinsichtlich der betroffenen Einrichtungen und Unternehmen aussprechen, bzw. der Person untersagen, in solchen Einrichtungen und Unternehmen tätig zu werden.

Wer auf Anforderung des Gesundheitsamtes einen Nachweis nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig vorlegt, bzw. einer vollziehbaren Anordnung des Gesundheitsamtes nicht Folge leistet, begeht eine Ordnungswidrigkeit gem. § 73 Absatz 1a Nummer 7f bzw. 7h IfSG.

Widerspruch und Anfechtungsklage gegen eine Anordnung der ärztlichen Untersuchung bzw. gegen ein Betretungs- oder Tätigkeitsverbot haben in diesem Fall keine aufschiebende Wirkung.

Quelle: BMG

Ja. Auch wenn die Gesundheitsämter keine Benachrichtigung durch Leitungen von Einrichtungen oder Unternehmen erhalten haben, sind alle nachweisverpflichteten Personen verpflichtet, den erforderlichen Nachweis vorzulegen, wenn sie dazu aufgefordert werden (nach Ablauf des 15. März 2022).

Diejenigen Personen, die aufgrund des fehlenden Nachweises nicht in einer betroffenen Einrichtung oder einem betroffenen Unternehmen beschäftigt bzw. tätig geworden sind, sind nicht mehr nachweisverpflichtet.

Quelle: BMG

Das Gesetz regelt explizit im § 20a Absatz 2 Satz 2 IfSG, dass die Leitungen der betroffenen Einrichtungen und Unternehmen verpflichtet sind, unverzüglich das Gesundheitsamt zu benachrichtigen, wenn Zweifel an der Echtheit oder inhaltlicher Richtigkeit des übermittelten Nachweises bestehen.

Das Ausstellen und der Gebrauch unechter und unrichtiger Gesundheitszeugnisse ist nach §§ 277 bis 279 des Strafgesetzbuches strafbar. Darunter fallen auch Impfdokumentationen. Ausstellenden Ärzten drohen auch berufsrechtliche Konsequenzen.

Quelle: BMG

Das Gesundheitsamt kann gegenüber den betroffenen Personen ein Verbot aussprechen, das Unternehmen bzw. die Einrichtung zu betreten, oder in einer betroffenen Einrichtung bzw. in einem betroffenen Unternehmen tätig zu sein.

In diesen Fällen dürfte im Ergebnis für betroffene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Vergütungsanspruch in der Regel entfallen. Weigert sich der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin dauerhaft, einen 2G-Nachweis bzw. ein ärztliches Zeugnis über die Kontraindikation vorzulegen, kann als letztes Mittel eine Kündigung in Betracht kommen. Hier dürfte der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit jedoch regelmäßig zunächst eine Abmahnung erfordern.

Personen, die noch nicht in einer betroffenen Einrichtung oder in einem betroffenen Unternehmen tätig sind, dies aber beabsichtigen, dürfen ab dem 16. März 2022 ohne Vorlage eines entsprechenden Nachweises nicht beschäftigt werden bzw. keine Tätigkeit in den betroffenen Einrichtungen und Unternehmen aufnehmen.

Quelle: BMG

Die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten liegt im pflichtgemäßen Ermessen der Verfolgungsbehörde (§ 47 OWiG).

Die Leitung einer Einrichtung oder eines Unternehmens, die entgegen der gesetzlichen Verbote eine Person beschäftigt oder im Falle einer Benachrichtigungspflicht die Gesundheitsämter nicht informiert sowie Personen, die trotz Nachweispflicht und Anforderung des Gesundheitsamtes keinen Nachweis innerhalb einer angemessenen Frist erbringen, müssen mit einer Geldbuße bis zu 2.500 EUR rechnen. Die begangene Ordnungswidrigkeit muss vorwerfbar sein. Außerdem müssen die zuständigen Behörden dem Verhältnismäßigkeitsprinzip entsprechend bei unterschiedlichen Verstößen die Geldbuße entsprechend unterschiedlich bestimmen.

Eine wiederholte Verhängung der Geldbuße kommt in Frage, wenn eine bestands- oder rechtskräftige Entscheidung (siehe OLG Dresden NStZ-RR 97, 314) vorliegt oder ein neu gefasster (Unterlassungs-)Entschluss anzunehmen ist.

Neben oder alternativ zum Bußgeld (Ordnungswidrigkeitenrecht) kann auch ein Zwangsgeld (Verwaltungsvollstreckungsrecht) in Betracht kommen, wenn der vollstreckbaren Pflicht, einen Nachweis vorzulegen, nicht nachgekommen wird.

Quelle: BMG

Eine Zwangsimpfung kommt in keinem Fall in Betracht.

Quelle: BMG

Alle Impfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2, die nach der Coronavirus-Impfverordnung durchgeführt werden, sind für Bürgerinnen und Bürger kostenlos. Das gilt auch für Auffrischungsimpfungen.

Ein Impfschaden wird nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) definiert als die gesundheitliche und wirtschaftliche Folge einer über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung durch die Schutzimpfung. Der Anspruch auf eine Entschädigung wegen eines solchen Impfschadens ist in §§ 60 ff. IfSG geregelt. Die Vorschriften sehen eine umfassende Versorgung analog der Vorschriften des Bundesversorgungsgesetzes vor.

Der Anspruch auf Versorgung setzt weder eine Rechtswidrigkeit noch ein Verschulden voraus, sondern beruht maßgeblich auf der Kausalität zwischen der empfohlenen Impfung und deren Folgen. Dabei gelten Beweiserleichterungen für den Nachweis der Kausalität zur Anerkennung eines Gesundheitsschadens als Folge der über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehenden gesundheitlichen Schädigung (§ 61 IfSG).

Mit dem Zweiten Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes wurde in § 60 IfSG klargestellt, dass für alle gesundheitlichen Schäden, die im Zusammenhang mit Schutzimpfungen eingetreten sind, die auf Grundlage der Coronavirus-Impfverordnung seit 27. Dezember 2020 vorgenommen wurden, bundeseinheitlich ein Anspruch auf Entschädigung besteht. Dieser Anspruch besteht unabhängig von den öffentlichen Empfehlungen der Landesbehörden. Die Coronavirus-Impfverordnung stellt nunmehr in § 1 Absatz 2 klar, dass die Verabreichung des Impfstoffs auch außerhalb der arzneimittelrechtlichen Zulassung möglich ist, wenn sie nach dem Stand der Wissenschaft medizinisch vertretbar ist (insbesondere bei vorliegenden Empfehlungen der STIKO) oder im Rahmen nichtkommerzieller klinischer Studien erfolgt.

Impfhotlines der Krankenkassen

Informationen zur Impfung gegen SARS-CoV-2 geben auch die Krankenversicherungen. Hier finden Sie die Impfhotlines der Krankenkassen. 

AOK PLUS

Unter der kostenfreien Servicenummer 0800 2266550 informiert ein Team aus Ärzten sowie medizinisch ausgebildetem Fachpersonal Versicherte der AOK PLUS rund um die Uhr zur Coronaschutzimpfung. 

BARMER

Die kostenlose Impfhotline mit medizinisch geschultem Personal steht unter der Rufnummer 0800 84 84 111 uneingeschränkt allen Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern rund um die Uhr zur Verfügung. 

DAK-Gesundheit

Täglich rund um die Uhr ist für Versicherte der DAK-Gesundheit, die sich über das Coronavirus informieren möchten, folgende Rufnummer geschaltet: 040 325 325 800. Medizin-Experten beantworten die Fragen. 

IKK classic

Kostenlose Beratung von Kunden der IKK classic zu medizinischen Fragen rund um die Coronaschutzimpfung und allgemein zum Coronavirus: Versicherte erreichen die medizinische Hotline an sieben Tagen in der Woche rund um Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 455 1000. 

Kaufmännische Krankenkasse (KKH)

Gesundheitshotline 089 95 00 84 188 für Versicherte der KKH rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr, auch bei Fragen rund um das Coronavirus

Techniker Krankenkasse (TK)

Versicherte der TK können sich mit medizinischen Fragen direkt an die Coronavirus-Hotline des TK-ÄrzteZentrums unter Telefon 040 46 06 61 91 60 (Montag bis Freitag 8:00 bis 20:00 Uhr) wenden. In Sachsen ist zusätzlich die Hotline 0800 100 0214 (Montag bis Freitag 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr) erreichbar. 

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