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Kultur und Tourismus

In nahezu allen Regionen Deutschlands, so auch in Sachsen, steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) ebenso wie die Zahl der stationär in Krankenhäuser aufgenommenen COVID-19-Patienten derzeit stark an. Aus diesem Grund beraten die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder aktuell regelmäßig über notwendige Maßnahmen zur Bekämpfung der SARS-CoV2-Pandemie.

Sachsen setzt die Beschlüsse jeweils in der Corona-Schutz-Verordnung um (abrufbar im Bereich »Amtliche Bekanntmachungen«). Aktuell gelten die verschärften Regelungen bis einschließlich 30. November 2020. Was die Maßnahmen für Urlauber und Geschäftsreisende, Kulturschaffende und -einrichtungen sowie Tourismusunternehmen in Sachsen konkret bedeuten und welche Unterstützungsangebote für die Ausfälle durch die Beschränkungen geplant sind, darüber informieren wir hier und auf den folgenden Seiten.

++ Antragstellung auf Novemberhilfen ab sofort möglich! ++

Die außerordentlichen Wirtschaftshilfen (Novemberhilfen) können ab sofort über ein zentrales Portal beim Bund beantragt werden. Die elektronische Antragstellung ist durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte möglich. (Solo-)Selbständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro Anträge direkt (ohne prüfenden Dritten) stellen. Als Identitätsnachweis ist dazu die Elster-ID aus der elektronischen Steuererklärung erforderlich. 

Allgemeines, Besucher, Touristen und Geschäftsreisende

Schriftzug Tickets

© pixabay / theartofbetter

Institutionen und Beschäftigte aus dem Kunst-, Kultur- und Kreativbereich

Eine Malerin arbeitet in ihrem Atelier

© SMWK

Unternehmen aus der Tourismusbranche

Schlüsselfächer einer Hotelrezeption

© pixabay / Hans

 

++ Sachsens Soforthilfe-Zuschuss »Härtefälle Kultur« für freie Träger – verlängert bis 31. Dezember 2021 und erweitert auf Musik-Clubs und Spielstätten ++

Infografik mit folgendem Text: »Sächsische Corona-Hilfen für Kultur erweitert und bis Ende 2021 verlängert. Bis zu 10.000 Euro (in Einzelfällen bis zu 50.000 Euro) ohne Rückzahlung für Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft«

Sächsische Kunst- und Kultureinrichtungen in freier Trägerschaft, die von der Corona-Krise betroffen sind, können Anträge auf Förderung nach der Richtlinie »Corona-Härtefälle Kultur« bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) stellen.

Geförderte erhalten einen Zuschuss bis zu 10.000 Euro, bei höherem Liquiditätsbedarf bis zu 50.000 Euro. Im Rahmen der Förderung kann der Liquiditätsbedarf geltend gemacht werden, der aus unabweisbaren Einnahmeausfällen und/oder durch notwendige zusätzliche Ausgaben (zum Beispiel für Hygienemaßnahmen, digitale Angebote als Veranstaltungsersatz) entsteht.

Von der Förderung können bereits im Jahr 2020 zahlreiche freie Kunst- und Kultureinrichtungen profitieren. Nun sind die Fördermöglichkeiten bis zum 31. Dezember 2021 verlängert worden.

Zudem können nun auch Träger von kleinen und mittleren kulturellen Spielstätten in den Bereichen Darstellende Künste und Musik Zuwendungen erhalten, die im Haupterwerb Einzelunternehmer oder selbständige Angehörige der Freien Berufe sind. Voraussetzung ist, dass der Betrieb einer kulturellen Spielstätte ihr hauptsächlicher Unternehmenszweck ist, die Spielstätte mindestens 24 kulturelle Veranstaltungen pro Jahr vorweisen kann, die Veranstaltungen allgemein öffentlich zugänglich sind und die Spielstätte maximal 2.000 Besucherplätze (sitzend/stehend) besitzt. Antragstellungen durch diese Gruppen sind ab Anfang der 48. Kalenderwoche möglich.

Alle übrigen Antragsberechtigten können ihre Anträge weiterhin fortlaufend einreichen. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2020 können noch bis 31. Dezember 2020 gestellt werden. Anträge mit einem Liquiditätsbedarf für 2021 können ab 1. Januar 2021 bis zum 20. November 2021 gestellt werden.

Stipendienprogramm »Denkzeit« für sächsische Kunst- und Kulturschaffende

Sächsische Kunst- und Kulturschaffende können bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen (KdFS) unter dem Titel »Denkzeit« ein Stipendium beantragen. Geförderte erhalten einen einmaligen Zuschuss von 2.000 Euro. Das Stipendium ist offen für unterschiedliche Ansätze und will dazu ermutigen, auch in Krisenzeiten an der künstlerischen beziehungsweise kulturellen Praxis festzuhalten und individuelle Handlungsansätze zu entwickeln. 

Anträge für das laufende Jahr 2020 können bis zum 30. November 2020, 16:00 Uhr, entgegengenommen werden. Alle weiteren Informationen erhalten Sie auf der folgenden Internetseite der KdFS.

 

++ Wirtschaftshilfen der Bundesregierung: Übersicht über die aktuellen Unterstützung für Unternehmen und Selbstständige ++

Zur Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der notwendigen Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stellt die Bundesregerung unterschiedliche Wirtschaftshilfen für Unternehmen, Betriebe, Solo-Selbstständige, Vereine und Einrichtungen bereit. Die folgende Auflistung soll einen Überblick über die Hilfen des Bundes geben, dabei aktuelle Entwicklungen aufgreifen und mit Links direkt auf die einschlägigen Inetrnetseiten des Bundes führen.

  • Außerordentliche Wirtschaftshilfen (Novemberhilfen) - Anträge ab sofort möglich!

Unternehmen, Betriebe, (Solo-)Selbstständige, Vereine und Einrichtungen, denen aufgrund staatlicher Anordnung im November das Geschäft untersagt ist, erhalten im Rahmen der außerordentlichen Wirtschaftshilfen (Novemberhilfen) eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen Umsatzes im November 2019. Ebenfalls antragsberechtigt sind solche Unternehmen, die durch die Schließungen indirekt stark betroffen sind, verbundene Unternehmen sowie gemeinnützige und öffentliche Unternehmen und Enrichtungen.

(Solo-)Selbständige können als Vergleichsumsatz alternativ zum Umsatz im November 2019 den durchschnittlichen Umsatz im Jahre 2019 zugrunde legen. (Solo-)Selbständige, die keine oder kaum Fixkosten, aber dennoch hohe Umsatzausfälle haben, können die Mittel auch für Lebenshaltungskosten nutzen.

Die elektronische Antragstellung ist ab sofort über die bestehende Plattform der Überbrückungshilfen durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer oder Rechtsanwälte möglich. (Solo-)Selbständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro Anträge direkt stellen, ohne einen prüfenden Dritten einschalten zu müssen. Als Identitätsnachweis ist dazu die Elster-ID aus der elektronischen Steuererklärung erforderlich. Bewilligungsstelle für Sachsen wir die Sächsische Aufbaubank (SAB) sein. 

Erste Auszahlungen und Abschlagszahlungen für (Solo-)Selbständige in Höhe von bis zu 5.000 Euro und für andere Unternehmen bis zu 10.000 Euro werden noch im November starten. 

  • Corona-Überbrückungshilfen für kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler

Kleine und mittelständische Unternehmen einschließlich gemeinnütziger Organisationen sowie (Solo-)Selbstständige und Freiberufler im Haupterwerb können Überbrückungshilfen als Liquiditätshilfen erhalten. Gewährt wird eine Förderung von bis zu 90 Prozent der förderfähigen betrieblichen Fixkosten. Die Förderhöhe hängt von der Höhe des (erwarteten) Umsatzeinbruches im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ab.

Die Antragstellung kann nur über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, steuerberatende Rechtsanwälte oder vereidigte Buchprüfer vorgenommen werden, die die angegebenen Umsatzeinbrüche prüfen müssen. Die Antragfrist für die erste Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) ist abgelaufen. Anträge für die zweite Phase der Überbrückungshilfe (Fördermonate September bis Dezember 2020) können laufend bis 31. Dezember 2020 gestellt werden.

Da zu erwarten ist, dass einige Wirtschaftsbereiche auch in den kommenden Monaten erhebliche Einschränkungen ihres Geschäftsbetriebes hinnehmen müssen (zum Beispiel der Bereich der Kultur- und Veranstaltungswirtschaft), sollen die Überbrückungshilfen in einer dritten Phase bis Ende Juni 2021 verlängert und die Konditionen nochmals verbessert werden. Die Details stehen fest und werden zeitnah bekannt gegeben. So sollen bei der Höhe anstelle von bislang maximal 50.000 Euro pro Monat künftig bis 200.00 Euro Betriebskostenerstattung möglich sein. Anträge sollen einige Wochen nach Programmstart am 1. Januar 2021 gestellt werden können.

  • Neustarthilfe für Soloselbständige (als Teil der Überbrückungshilfen III)

Als Bestandteil der Überbrückungshilfen III soll mit der Neustarthilfe der besonderen Situation von (Solo-)Selbständigen, insbesondere aus dem Kultur-, Medien und Veranstaltungsbereich Rechnung getragen werden. Mit der Neustarthilfe sollen (Solo-)Selbständige, die im Rahmen der Überbrückungshilfen III sonst keine betrieblichen Fixkosten geltend machen können, aber dennoch hohe Umsatzeinbrüche hinnehmen mussten, für den Zeitraum von Dezember 2020 bis Juni 2021 eine einmalige Betriebskostenpauschale erhalten.

Diese Betriebskostenpauschale soll bis zu 25 Prozent eines siebenmonatigen Referenzumsatzes 2019, maximal bis zu 5.000 Euro, betragen. Um den Referenzumsatz 2019 zu bestimmen, wird der durchschnittliche monatliche Umsatz des Jahres 2019 zugrunde gelegt und mit dem Faktor sieben multipliziert.

Die Neustarthilfe soll nicht auf Leistungen der Grundsicherung angerechnet werden. Sie soll als Vorschuss ausgezahlt werden, auch wenn die konkreten Umsatzeinbußen während der Laufzeit bis Juni 2021 bei Antragstellung noch nicht feststehen. Sollte der Umsatz während der Laufzeit anders als zunächst erwartet höher sein, sind Vorschusszahlungen anteilig zurückzuzahlen. Anträge sollen einige Wochen nach Programmstart am 1. Januar 2021 gestellt werden können.

Rettungsprogramm »Neustart Kultur« des Bundes für Kultur- und Medienbereich

Mit »Neustart Kultur« hat die Bundesregierung ein milliardenschweres Rettungs- und Zukunftsprogramm für den Kultur- und Medienbereich aufgelegt. Im Fokus der Förderung stehen vor allem Kultureinrichtungen, die überwiegend privat finanziert werden, beispielsweise Kinos, Museen, Theater, Musikaufführungsstätten, soziokulturelle Zentren und Kleinkunstbühnen. Sie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Häuser erneut zu öffnen und Programme wieder aufzunehmen, um Künstlerinnen, Künstlern und Kreativen eine Erwerbs- und Zukunftsperspektive zu bieten. Daneben erhalten die Bundeskulturfonds zusätzliche Mittel, um Projekte in den von ihnen vertretenen Kultursparten und so unmittelbar Künstlerinnen und Künstler zu fördern.

 

Kontakt für Bürgeranliegen im Bereich Kultur und Tourismus

Valentin Stahl

Postanschrift:
Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus
Bürgeranliegen / Kultur und Tourismus
Postfach 10 09 20
01079 Dresden

Telefon: 0351 564-60666

E-Mail: buergerbeauftragter.kt@smwk.sachsen.de
Aufgrund des Aufkommens kann ich eine zeitnahe Beantwortung der E-Mails nicht immer gewährleisten. Im Kontakt per Telefon können wir sicher die meisten Fragen klären. Wenn nicht, informiere ich mich und schreibe dann eine E-Mail hinterher. Vielen Dank!

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